News von den Damen

Und sie machen es wieder.... 
Unsere Damen lassen die Hoffnung weiterleben. Mit dem absolut souveränen 23:12 beim SC  SC Lehr Handball 3 feiern die Mädels den 2. Sieg in Folge und klettern somit auf den vorletzten Tabellenplatz.

 

Neue Bilder sind online

Die Bilder der Männer2, Männer1 und Frauen vom Samstag, 17.02.sind online
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TSV kämpft vorbildlich und verliert knapp

 

Handball-Württemberliga Süd: TSV Wolfschlugen - TSV Bad Saulgau 26:24 (15:11)

 

Von Thomas Lehenherr

 

WOLFSCHLUGEN/BAD SAULGAU - Im Kampf um den Klassenerhalt hat der TSV Bad Saulgau wieder einen Rückschlag erlitten. Am vergangenen Samstagabend unterlagen die Bad Saulgauer trotz aufopferungsvollem Kampf gegen den Favoriten Wolfschlugen knapp mit 24:26, obwohl sie elf Minuten vor Schluss noch mit drei und in der 52. Minute mit zwei Treffern geführt hatten. Die beiden Mannschaften lieferten sich bis zum Schluss ein engagiertes, intensives und spannendes Match.

Es ist zum Haare raufen für Trainer Gabriel Senciuc und die Spieler um Kapitän und Co-Trainer David Bakos. Der TSV zeigte im Vergleich zu den letzten Spielen eine große Leistungssteigerung, drehte im letzten Spieldrittel auf, überrannte den Gegner förmlich, gingmit drei Treffern in Führung und verlor am Ende doch noch. 

Da Wangen in Albstadt siegte, tauschten die MTG und der TSV die Plätze. Die Bad Saulgauer liegen nun wieder auf einem direkten Abstiegsplatz. Die Mitkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg Herbrechtingen/Bolheim und Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf gewannen ebenfalls und vergrößerten ihren Abstand zum TSV auf drei bzw. fünf Punkte. 

 

Wolfschlugens Spielführer Matthias Kania verschaffte sich gleich zu Beginn durch einige gekonnte Aktionen Respekt und brachte mit seinen Kollegen Michael Kutschbach und Marcel Panitz sein Team mit 3:1 in Führung. Doch der TSV kämpfte mit den Mittespielern Dennis Kaumann und Istvan Gaspar und blieb einigermaßen auf Schlagdistanz zum Gegner. In den ersten 19 Minuten kassierte der TSV gleich vier Siebenmeter-Strafwürfe, von denen Matthias Kania drei verwandeln konnte. In dieser Zeit bekam der TSV einen zugesprochen, den Andreas Csuka verwandelte. Trotz einer guten, geschlossenen Abwehrleistung und eines glänzend parierenden Torhüters Jonas Engler schafften es die Hausherren, sich durch ihre erfahrenen Akteure bis zur Pause auf vier Treffer vom TSV abzusetzen. 

Nach der Pause wirkte die Abwehr der Bad Saulgauer um Patrick Osterc, Michael Reck,Daniel Balan, Patrick Engler und Sebastian Luib noch geschlossener und provozierte bei den "Hexabannern" Fehler im Angriff. Diese Einladung nahm der TSV gerne an und erzielte fünf Treffer in Folge. Plötzlich zeigte die Anzeigetafel 21:18 für den Gast und elf Minuten vor dem Ende schien eine Überraschung in greifbare Nähe gerückt. Plötzlich war dann doch wieder der Lauf unterbrochen - Wolfschlugen stellte um auf Manndeckung gegen Dennis Kaumann und Istvan Gaspar. Auch die beiden Unparteiischen trugen am Ende durch einigezweifelhafte Entscheidungen wie die Aberkennung eines TSV-Treffers oderZweiminutenstrafen, nicht gerade zur Spielberuhigung bei. Am Ende war dann doch die "Abgezocktheit" des Favoriten entscheidend, der die Unruhe der letzten Minuten für sich zu nutzen wusste. "Wenn wir so engagiert zu Hause gegen Winzingen aufgetreten wären, hätten wir nicht verloren. Wir haben das Spiel gedreht und müssen trotz allem cleverer sein und das Spiel nach dieser Führung nach Hause bringen", ärgerte sich Mittemann Dennis Kaumann nach dem Spiel. Sogar die gegnerischen Fans attestierten ihren "Hexabannern" einen glücklichen Sieg. 

"Ich bin wie auch die Mannschaft fix und fertig. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, waren viel besser als zuletzt und haben endlich das auf die Platte gebracht, was wir trainiert haben. Die erste und zweite Welle waren gut, die Abwehrarbeit auch. Klar haben wir schon noch einige technischen Fehler gemacht und der Gegner ist routiniert und sehr clever, trotzdem hat die Mannschaft meiner Meinung nach dieses Mal unverdient verloren", sagte ein schwer enttäuschter TSV-Coach Gabriel Senciuc. "Es war ein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Wir hatten wenig Wechselmöglichkeiten. David Tovmasyan und Jochen Schäfer haben trotz ihrer Verletzungen gespielt und ihre Sache sehr gut gemacht. Das Spiel hatte auf jeden Fall Württembergliganiveau", ergänzt Senciuc. 

Nächster Gegner ist am Samstag, den 24. März um 18 Uhr in der Kronriedhalle der Tabellenzweite TSV Heiningen. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan (3), Csuka (7/davon 5 Siebenmeter), Schäfer, Kaumann (6), Reck, Gaspar (4)Osterc (1), P. Engler, Luib (1)Balan (2).

 

Wolfschlugen: J. Rebmann, Lötzbeyer, F. Rebmann (1), Kutschbach (1), Kania (6)Heetel (1)Völter (5), Planitz (4), Geist, Dunz (1), Toth, Didic, Mönch (7), Gückel.

 

 

Zweite siegt und kann nächste Woche Meisterschaft klar machen

 

Die zweite Herrenmannschaft zieht in der Bezirksklasse einsam ihre Kreise und gewann am Wochenende gegen das Tabellenschlusslicht Friedrichshafen/Fischbach mit 28:18. Nach dem Erreichen der Finalrunde im Bezirkspokal benötigt das Team von Trainer Markus Weisser auch in der Liga nur noch einen Sieg, um die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Bezirksliga klar zu machen. "Das wollen wir gegen den fünftplatzierten HC JLG Vogt am nächsten Samstag zu Hause in der Kronriedhalle klar machen. Ich hoffe, dass sehr viele Fans schon um 16 Uhr in der Halle sind und uns anfeuern. Um 18 Uhr spielt dann die Erste gegen Heiningen", sagt Weisser. "Außerdem möchten wir uns für einen guten Zweck einsetzen und an diesem Heimspielsamstag für das Kinderhospiz St. Nikolaus sammeln. Hausmeister Max Waibel hat uns auf die Idee gebracht. Jeder Zuschauer, jeder Spieler, jedes Vereinsmitglied kann sein Flaschen- oder Glaspfand für das Kinderhospiz spenden", kündigt Weisser an.

 

 

Einfach die Trainingsleistung auf die Platte bringen

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Wolfschlugen - TSV Bad Saulgau (Samstag, 20 Uhr, Sportzentrum)

 

Von Thomas Lehenherr

 

WOLFSCHLUGEN/BAD SAULGAU - Nach den Niederlagen gegen Gerhausen und Winzingen ist der TSV Bad Saulgau im Kampf um den Klassenerhalt im Zugzwang. Am heutigen Samstag wartet mit Wolfschlugen ein harter Brocken auf den TSV. Anspiel in der Sporthalle im Sportzentrum ist um 20 Uhr.

Nur einen Punkt beträgt der Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz, den momentan die MTG Wangen inne hat. Doch der TSV ist bislang gegen vermeintlich stärkere Gegner besser aufgetreten als gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt. Auch im Hinspiel konnten die Bad Saulgauer dem Favoriten nach einer 14:12-Halbzeitführung und großem Kampf noch einen Punkt abtrotzen (26:26). Entscheidend wird sein, ob der TSV die Nervosität ablegen und sich voll auf Gegner und Spiel konzentrieren kann. Die Mannschaft von Trainer Gabriel Senciuc ist sich bewusst, dass sie alles auf eine Karte setzen und versuchen muss, mit der richtigen kämpferischen Einstellung ins Spiel zu gehen. Es sind einige Spieler verletzt oder krank. Nelu Rosca ist auf Grund seiner roten Karte mit Eintrag, die er sich beim letzten Heimspiel "eingefangen" hatte, für insgesamt vier Spiele gesperrt. Doch das Training verlief trotz der Ausfälle für den Coach einigermaßen zufrieden stellend. "Ich hoffe, dass wir irgendwann mal auch das auf die Platte bringen, was wir trainieren. Diejenigen, die da waren, haben gut trainiert. Wir haben außerdem viel geredet, Einzelgespräche geführt und ich habe der Mannschaft gesagt, dass es fünf vor zwölf ist. Wir müssen handballerisch und kämpferisch alles einbringen, was uns zur Verfügung steht, anders können wir kein Spiel gewinnen", sagt Senciuc. David Bakos, Co-Trainer und Torhüter sieht dies genauso. "Die Trainingsleistung ist schon einige Zeit gut. Beim Spiel konnten wir diese Leistung leider nur selten abrufen. Vielleicht klappt`s ja in Wolfschlugen. Vielleicht ist auswärts der Druck nicht so groß", hofft der Vorzeigesportler.

Auch Sportchef Krischan Hillenbrand fordert von der Mannschaft Kampfgeist und Einsatzbereitschaft. "Wir müssen es schaffen, die Abwehrarbeit auf dem derzeitigenLeistungsniveau zu halten, aber die Spieler müssen im Angriff eine Leistungssteigerung hinbekommen, sonst wird es schwer werden, zu punkten. Unser Entscheidungsverhalten ist stark ausbaufähig und unsere Schlüsselspieler müssen von Spielbeginn an Verantwortung übernehmen. Tun sie es nicht, wird das Resultat das selbe sein wie zuletzt", sagt Hillenbrand. 

 

Die "Hexabanner" um ihren Routinier Matthias Kania und dieTorgaranten Jonas Friedrich, Samuel Stoll sowie den sehr agilen Yannik Heetel stehen mit 23:15 Punkten auf demsechsten Tabellenplatz und erreichten zuletzt in Gerhausen ein Remis. Trainer Markus Stotz hat das Glück und kann mögliche Spielerausfälle bei Bedarf durch A-Jugendliche der Wolfschlugener Jugend-Bundesligamannschaft kompensieren. 

Dies bleibt dem TSV natürlich verwehrt und er ist auf sein Stammpersonal angewiesen. Bad Saulgaus Coach Gabriel Senciuc hofft, dass bei seinen Akteuren nun im Angriff endlich wieder der Knoten platzt und der TSV an die Leistung beim Sieg gegen Tabellenführer Zizishausen anknüpfen kann. 

Zur Unterstützung der Mannschaft setzt der TSV einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 16.30 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Osterc, P. Engler, Luib, Balan.

 

Zweite Herrenmannschaft qualifiziert sich fürsFinal Four

 

BAD SAULGAU/VÖHRINGEN (tl) - Nach dem 32:27-Sieg in der vierten Runde des Bezirkspokals am Montag, den 12. März in Vöhringen steht die zweite Herrenmannschaft der TSV-Handballer im Finale der letzten vier Teams "Final Four". Bis sich die Hausherren recht versahen, lag der TSV schon mit 6:1 in Front. Vöhringen kämpfte unermüdlich, konnte den Abstand in der Mitte des Spiels bis auf ein Tor verkürzen, doch am Ende legten die Spieler von Trainer Markus Weisser nochmals einen Zahn zu und gewannen auch in dieser Höhe verdient. "Das Match war hart umkämpft mit sehr vielen Zweiminutenstrafen auf beiden Seiten. Einsatz und Motivation waren bei uns gut, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein verdienter Sieg", freute sich Weisser. Der Coach zeigte sich sehr zufrieden über das Erreichen des "Final Four". "Das haben wir uns vorgenommen und erreicht. Alles was jetzt kommt ist Zugabe. Aber wir kämpfen, um beim Final Four eine möglichst gute Platzierung zu erreichen", sagte Weisser. Das Final Four wird am Samstag, 5. und Sonntag, 6. Mai als Turnier ausgetragen. Am Samstag sind die Qualifikationsspiele und am Sonntag die Platzierungsspiele. Pro Mannschaft gibt es zwei Spiele. Es werden wohl mindestens zwei Landesligamannschaften mit von der Partie sein. Der Austragungsort der Finalturniers steht noch nicht fest.

Der TSV II ist nicht nur souveräner Tabellenführer der Bezirksklasse, sondern schlug auch während des Pokalwettbewerbs zwei höher klassig spielende Vereine recht deutlich. Primäres Ziel des TSV ist der Aufstieg in die Bezirksliga. Möglicherweise kann der TSV schon beim nächsten Heimspiel am 24. März Meisterschaft und Aufstieg perfekt machen.

 

Die „Zweite“ erreicht das Final 4

Und sie feiern wieder (oder immer noch)!?!
Unsere Zweite gewinnt das Viertelfinale im Bezirkspokal gegen den SC Vöhringen Handball 2 in einer hart umkämpften Partie (insgesamt 20 Zeitstrafen und 1 rote Karte) mit 32:27 und zieht somit ins Final 4 ein. 
Die besten Torschützen des TSV waren Cristian Aldica mit 11 Toren und Fabian Kohler mit 8 Treffern. 


Gratulation an das Team von Trainer Markus Weisser

 

Zweite spielt heute im Pokal

 

Am Montag, den 12. März, tritt die zweite Herrenmannschaft des TSV Bad Saulgau in der vierten Runde des Bezirkspokals gegen die zweite Mannschaft des SC Vöhringen an. Spielbeginn in Vöhringen ist um 20.30 Uhr. Der SC spielt mit dem TSV in der Bezirksklasse und hat beide Spiele gegen den TSV verloren. Die Chancen für ein Weiterkommen im Pokal stehen für die Bad Saulgauer also nicht schlecht. Auch die höher klassig spielenden Gegner Lustenau und Feldkirch wurden vom TSV schließlich souverän besiegt. Bei einem Erfolg gegen Vöhringen stehen die Bad Saulgauer im "Final Four", das das Team von Trainer Markus Weisser neben dem Aufstieg in die Bezirksliga unbedingt erreichen möchte.

 

Schon nach fünf Minuten war das Spiel gelaufen

 

Handball-Württemberliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf 22:28 (10:14)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Der TSV Bad Saulgau hat es am vergangenen Samstag in der mit 700 Zuchauern wiederum sehr gut besuchten Kronriedhalle verpasst, sich etwas Luft zu den Abstiegsrängen zu verschaffen. Für den erkrankten TSV-Coach Gabriel Senciuc sprangen die ehemaligen Württembergliga-Spieler Frederik Söder und Alexander Osswald ein. Die beiden legten sich mächtig ins Zeug, doch Gegner Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf war an diesem Abend einfach zu stark für die Hausherren. Der Sieg (28:22) ging völlig verdient an den Gast, der von Beginn an in Führung lag und diese nicht mehr aus den Händen gab. Das Hinspiel konnten die Bad Saulgauer noch mit 22:21 für sich entscheiden. Damit setzte die Spielgemeinschaft ihren Höhenflug fort und landete den dritten Sieg in Folge. Wie vom TSV befürchtet waren Spielmacher Nico Heilig, Fabian Schneider und Philipp Köller die Spiel entscheidenden Akteure, die die Bad Saulgauer Abwehr vor große Probleme stellten. Noch größere Probleme hatten die Platzherren jedoch im Angriff. Die Chancenverwertung war wesentlich schlechter als die der Gäste. Kämpfte sich der TSV einmal durch die dicht gestaffelte HSG-Abwehr, stand da im Tor noch ein hervorragend aufgelegter Marius Wirtl, der ab und an spektakulär parierte.

Den Beginn verschlief der TSV völlig. Nach fünf Minuten stand es bereits 0:4 und es dauerte bis zur 7. Minute, bis das Leder das erste Mal im Netzt der HSG zappelte. Dann schien es besser zu laufen für die Gastgeber. Torhüter David Bakos konnte einige Male abwehren und der TSV kam durch drei Treffer des entfesselt aufspielenden David Tovmasyan und einen Treffer von Kreisläufer Patrick Osterc bis auf 4:6 heran. Doch immer wieder stoppten Philipp Köller und Nico Heilig mit ihren Treffern die kurze Hochphase des TSV. Viele Fehlwürfe und Fehlabspiele erschwerten den Einheimischen den Spielfluss noch zusätzlich. Fast jeder individuelle Fehler des TSV wurde vom Gegner mit einem Gegentreffer bestraft. In der 23. Minute betrug der Rückstand schon sieben Treffer. Durch eine sehenswerte Energieleistung kam Bad Saulgau noch zur Halbzeit bis auf vier Treffer an die HSG heran.

 

Nach der Pause lief es plötzlich wie am Schnürchen für den TSV. Schnell holte er Treffer für Treffer auf und in der 35. Minute traf Patrick Osterc zum 13:15. Eine doppelte Überzahl konnte der TSV jedoch nicht zu seinen Gunsten nutzen, im Gegenteil, foulte selbst zwei Mal und so hatte der Gast plötzlich eine doppelte Überzahl für sich und vergrößerte den Vorsprung wieder auf vier Treffer. Immer wieder konnten die Platzherren verkürzen, doch dann wurde wieder leichtsinnig gespielt oder scheiterte am Torhüter. Der für David Bakos eingewechselte TSV-Torhüter Jonas Engler bekam zwar einige Bälle zu fassen, musste aber zusehen, wie seine Vorderleute die Chancen gleich reihenweise vergaben. Manch einer haderte auch zu lange mit den Entscheidungen der Unparteiischen, die insgesamt 18 Hinausstellungen (zehn gegen den TSV, acht gegen die HSG) und zehn Siebenmeterstrafwürfe (sieben gegen den TSV, drei gegen die HSG) verhängten. So bekam Nelu Rosca auf der Bank sitzend für eine wohl eindeutige Geste in Richtung der Schiedsrichter die Rote Karte mit Eintrag. Wie lange er dadurch dem TSV fehlen wird, war bei Spielende noch nicht zu erfahren.

Dem zweiten Vorsitzenden der Handballabteilung Alexander Osswald stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. "Der Sieg für die HSG war verdient. Wir haben die ersten Minuten verschlafen. Dann ist der Kopf entscheidend. Wären die ersten Minuten anders verlaufen, dann hätten wir möglicherweise ein ganz anderes Spiel gesehen. In Angriff und Abwehr haben wir viele Fehler gemacht und sind das ganze Spiel über einem Rückstand hinterhergelaufen. Wir haben nun ein paar schwere Spiele vor uns und müssen schauen, dass wir den Kopf wieder frei bekommen, Kraft tanken und müssen nun gegen einen stärkeren Gegner punkten. Möglicherweise muss dann der ein oder andere Routinier aus der zweiten Mannschaft aushelfen", sagte Osswald.

HSG-Trainer Marc Neher war dagegen zufrieden mit der beherzten Leistung seines Teams. "Wir hatten solch ein kampfbetontes Spiel bei dieser Kulisse und dieser Stimmung erwartet, hatten einen super Start, waren nach etwa 20 Minuten sieben Tore weg und haben dann den Gegner wieder ins Spiel gebracht. Nach der Halbzeit wurde es nochmals eng, aber wir haben kühlen Kopf bewahrt und spielten eine gute Abwehr und hatten im Tor einen guten Rückhalt", freute sich Neher.

Nächster Gegner des TSV ist am kommenden Samstag, den 17. März um 20 Uhr der TSV Wolfschlugen. Abfahrt des Fanbusses ist um 16.30 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan (7), Csuka (5), Schäfer (1), Kaumann (3), Reck, Gaspar (1), Osterc (3), Rosca, P. Engler, Luib, Balan (2).

 

HSG: Wirtl, Krieg (beide im Tor), Corces (2), Baur, (2), Ambrosch (1), Hommel, Kässer, Pfeilmeier (3), Heilig (6), Bühler (1), Müller (1), Köller (9/davon 7 Siebenmeter), Krieg, Brühl, Schneider (3).

 

 

 

Zweite landet Kantersieg gegen Ehingen

Mit drei A-Jugendspielern im Kader gewann der souveräne Tabellenprimus der Kreisklasse TSV Bad Saulgau hochverdient gegen die zweite Mannschaft der TSG Ehingen/Donau mit 34:13 (17:4) und ist der Meisterschaft ein großes Stück näher gerückt. Gewinnt der TSV auch das nächste Auswärtsspiel gegen Friedrichshafen-Fischbach, könnte das Team von Trainer Markus Weisser im nächsten Heimspiel am 24. März bei einem Sieg gegen Vogt schon die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga feiern.

Mit Matthias Zoll, Robin Rath und Torhüter Luis Lehenherr setzte Weisser drei A-Jugendspieler ein, die große Spielanteile bekamen und ihre Aufgabe allesamt glänzend lösten.

 

Großes Heimspielwochenende des TSV in der Kronriedhalle

 

Am Samstag, den 10. März geht's bereits um 11 Uhr los mit dem Spiel der weiblichen C-Jugend gegen den Tabellenführer SV Bad Buchau. Die männliche C-Jugend ist verlustpunktfreier Tabellenführer und möchte um 12.30 Uhr mit einem Sieg gegen die SG Ulm/Wiblingen die Vorentscheidung für die Meisterschaft in der Bezirksklasse herbeiführen. Weiter geht's um 14.15 Uhr mit dem Match der weiblichen B-Jugend gegen die HSG Langenau/Elchingen. 

 

Mit Winzingen gastiert die Mannschaft der Stunde im Kronried

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf (Samstag, 18 Uhr, Kronriedhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Die Handballfangemeinde erwartet am heutigen Samstag um 18 Uhr in der Kronriedhalle ein spannendes Duell im Kampf um den Klassenerhalt. Gegner ist die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf, die in den letzten drei Spieltagen so richtig in Fahrt gekommen ist und fünf von sechs möglichen Punkte holte. Wolfschlugen wurde ein Remis abgerungen und in Laupheim sowie zu Hause gegen Gerhausen gewann das Team von Trainer Marc Neherrecht deutlich und hoch verdient. Nach Anfangsschwierigkeiten fing sich die HSG und steht nun mit Tabellenplatz zehn so gut wie noch nie da in dieser Saison. Die letzte Saison schloss das Team gar mit Platz fünf ab. 

 

Doch der TSV möchte sich von dieser Serie nicht einschüchtern lassen. Immerhin kehrte man am letzten Wochenende siegreich aus Albstadt zurück. Das Match stand zwar nicht auf hohem spielerischen Niveau - was auch niemand erwarten konnte -, aber es war ein Schritt in Richtung Klassenerhalt und etwas Balsam auf die "geschundenen" Handball-Seelen. 

Mit einem Sieg gegen Winzingen könnten die Bad Saulgauer (12.) sogar mit Winzingen (10.) die Plätze tauschen. Das schien die Akteure zumindest in den Trainingseinheiten dieser Woche motiviert zu haben. Co-Trainer und Torhüter David Bakos lobte das Team, das seit vielen Wochen mal wieder halbwegs vollzählig erschien. "Wir waren in dieser Woche meistens über zehn Leute, konnten endlich wieder normal trainieren und gegeneinander spielen. Die Krankheiten und Verletzungen sind einigermaßen überstanden. Die Spieler haben im Training alles gegeben und hatten eine gute Einstellung. Ich bin sehr zufrieden", sagt Bakos, der für seinen großen Trainingseifer bekannt und normalerweise nicht so schnell zufrieden zu stellen ist. "Wenn wir diese Einstellung und dieses Engagement am Samstag auf die Platte bringen, haben wir eine realistische Chance gegen Winzingen. Dass wir Handball spielen können, haben wir auch in dieser Saison schon bewiesen", ergänzt die Bad Saulgauer Torhüterlegende. 

Gleichsam weiß natürlich auch Bakos, dass der Gegner sich absolut im Aufwärtstrend befindet und starke Spieler in seinen Reihen hat. Zu allererst wäre hier Nico Heilig, Winzingens athletischer Spielführer, zu nennen, der nicht selten über die gesamte Spieldauer die Fäden zieht. Bereits im Hinspiel waren er und Fabian Schneider die stärksten HSG-Akteure. Schneider erzielte auch beim vergangenen Spieltag gegen Gerhausen neun Treffer, Heilig sieben. HSG-Torhüter Marius Wirtl ist einer der besten seiner Zunft, das ist auch in Bad Saulgau bekannt. „Es ist ein absolut richtungsweisendes Spiel“, weiß HSG-Trainer Marc Neher und erwartet im Hexenkessel der Kronriedhalle eine Angelegenheit auf Augenhöhe zweier Mannschaften, die sich sehr gut kennen.Gut möglich, dass die Fans des Gegners so zahlreich sind, dass zwei Busse eingesetzt werden. Dass die gegnerischen Fans die einheimischen übertönen, kommt in Bad Saulgau so gut wie nie vor und deshalb setzt auch Trainer Gabriel Senciuc auf die Kulisse. "Unsere Fans sind einmalig spitze und peitschen die Mannschaft richtig vor. Auch wenn's mal nicht so gut läuft, sind sie da", sagt Senciuc. 

Der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand verlangt von seinem Team Einsatzbereitschaft sowie psychische Stärke. "Mit Winzingen empfangen wir die Mannschaft der Stunde in der Württembergliga. Die HSG hat sich kontinuierlich aus dem Tabellenkeller herausgearbeitet. Für uns ist es ein weiteres do-or-die-Spiel. Die Mannschaft muss jetzt auch mal mental mit dem Druck zurechtkommen und von Anfang an zeigen, dass sie mit jeder Körperfaser bereit ist, das Spiel für sich zu entscheiden, sagt der Sportchef. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Osterc, Rosca, P. Engler, Luib, Balan.

 

 

Zweite kommt Meisterschaft näher

 

Die zweite Herrenmannschaft, die vergangenes Wochenende souverän in Illertal gewann, ist mit fünf Punkten Abstand Tabellenprimus möchte mit einem Sieg um 16 Uhr gegen die TSG Ehingen/Donau 2 einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft machen. "Mit unseren Fans im Rücken müsste das klappen, es sieht gut aus", freute sich Trainer Markus Weisser.

Nach diesem Handball-Leckerbissen spielt um 18 Uhr zum Höhepunkt des Abends die Württembergliga-Mannschaft des TSV gegen die HSG Winzigen/Wißgoldingen. 

Am Sonntag, den 11. März kämpft die gemischte D-Jugend um 10 Uhr gegen Bregenz um Punkte, bevor um 12 Uhr die gemischte E-Jugend mit den Teams aus Leutkirch, Bad Waldsee und Ravensburg ihren Spieltag durchführt. Um 15.15 Uhr empfängt die weibliche C-Jugend den TSV Laichingen. Das Ende des Heimspielwochenendes bestreiten die TSV-Damen, die mit einem Sieg um 17 Uhr gegen den TV Weingarten 2 die Rote Laterne wieder abgeben möchten. 

 

U

 

Samstag, 18:00 Uhr, Kronriedhalle!!!

Es geht um die Wurst in der Württembergliga Süd. Der TSV (12. Platz, 13 Punkte) die HSG Winzingen-Wissgoldingen-Donzdorf (10. Platz, 14 Punkte). Der Gewinner des Spiels kann etwas entspannter auf die restlichen Partien blicken. 
Der TSV hofft auf zahlreiche Schlachtenbummler, die die Kronriedhalle wieder in einen Hexenkessel verwandeln. 
Bringt mit, was Krach macht und unterstütz unsere Erste beim Kampf gegen den Abstieg.

 

Torhüter David Bakos hält TSV im Rennen

Foto und Bericht von Günther Halder

Bildbeschreibung:

Bis auf zwei Meter springt hier Albstadts Torjäger Eike Soren Schmiederer an TSV-Torhüter David Bakos heran, doch der reagiert blitzartig und kann den freien Wurf des Gegners abwehren. 

TSV-Handballer punkten beim Tabellenschlusslicht Albstadt

 

Der TSV Bad Saulgau konnte das Kellerduell bei der HSG Albstadt knapp, aber verdient, mit 23:22 Toren für sich entscheiden. Der Sieg war trotz einer sehr hektischen Schlussphase am Ende aber nicht in Gefahr, denn die Gastgeber konnten ihren Anschlusstreffer an die Bad Saulgauer Führung erst vier Sekunden vor dem Spielende erzielen. Da die Konkurrenz aus Wangen ihr Spiel verlor, konnte der TSV seinen direkten Abstiegsplatz an die Allgäuer "weitergeben", die am kommenden Wochenende spielfrei sind und so möglicherweise noch mehr ins Hintertreffen geraten könnten. Auch die beiden anderen abstiegsgefährdeten Teams aus Herbrechtingen und Winzingen konnten teils sensationelle Siege einfahren.

Albstadt und Bad Saulgau hatten zahlreiche krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle zu verkraften und begannen das Spiel sehr fahrig. Die Vielzahl an individuellen Fehlern sollte sich dann durch das ganze Spiel hindurchziehen und zeigte, unter welchem großen Druck die beiden Mannschaften derzeit stehen. Mit Jochen Schäfer und Daniel Balan fehlten dem TSV zwei wichtige Abwehrstrategen und dies führte von Spielbeginn an zu großen Problemen in der Bad Saulgauer Defensive. Schon nach 40 Sekunden gab es die erste Zeitstrafe gegen Bad Saulgau und einen Strafwurf, den Torhüter David Bakos zwar fantastisch parieren konnte, aber nicht den Nachschuss. Eine erste 3:1 Führung der Gastgeber konnte der TSV nach wenigen Minuten ausgleichen und ging dann selbst in Führung, teilweise mit auch mit zwei Toren. Beim 8:8 war die HSG aber wieder zu Stelle und legte dann zweimal ein Tor vor, dass der TSV jeweils im Gegenzug wieder ausgleichen konnte. Die 11:10 Führung für den TSV konnte Albstadt mit einem Strafwurf zum 11:11 Pausenstand ausgleichen. Trotz des Unentschiedens waren die Gastgeber offenkundig die bessere Mannschaft gewesen. Den Unterschied hatte vor allem TSV-Torhüter David Bakos wettgemacht: Drei Strafwürfe, einen Konter und fünf völlig freie Würfe auf sein Tor hatte der Bad Saulgauer Torhüter entschärft und damit sein Team im Spiel gehalten. Sehr spät, erst ab der 23. Spielminute, hatte TSV-Trainer Gabriel Senciuc Linkshänder David Tovmasyanins Spiel gebracht. Mit ihm kam gleich viel mehr Bewegung und Gefahr ins Bad Saulgauer Angriffsspiel. 

Aus der Kabine kam dann ein völlig entfesselt aufspielender TSV. Vier Tore in Folge für den TSV, die zahlreichen Bad Saulgauer Schlachtenbummler durften endlich aufatmen. Aus dem oftmals verkrampft wirkenden Kellerduell der ersten Halbzeit entwickelte sich nun immer mehr ein spannender Schlagabtausch mit flottem Tempo. Doch die Abwehrarbeit fiel dem TSV weiterhin sehr schwer und so gab es völlig zurecht Zeitstrafen für die Gäste, die die HSG Albstadt clever nutzte, um den Rückstand zu reduzieren. Einmal sogar nur mit vier Feldspielern, überstand die Bad Saulgauer Mannschaft diese gefährlichen Minuten in Unterzahl nur deshalb halbwegs unbeschadet, weil erneut Torhüter David Bakos eine sensationelle Leistung abrufen konnte und die Gastgeber damit regelrecht schockierte. Albstadt verkürzte auf 14:16 und in der 44. Minute nochmals auf 15:17. Doch dann war der TSV wieder deutlich Herr der Lage und zeigte mit seinen starken Linkshändern Nelu Rosca, Sebastian Luib und David Tovmasyan ein sehr effektives Angriffsspiel. Als mit HSG-Spieler Michael Maier in der 43. Spielminute einer der agilsten Angreifer der Albstädter mit Rot (3 Strafzeiten) vom Platz musste, verloren die Gastgeber auch viel von ihrer Struktur im Angriffsspiel. Das änderte sich auch nicht mehr, als auch TSV-Spieler Istvan Gaspar in der 51. Minute ebenfalls nach drei Strafzeiten das Spielfeld vorzeitig beim Stand von 21:17 für den TSV verlassen musste. David Tovmasyan und Dennis Kaumann jagten nun einige Bälle mit Urgewalt ins gegnerische Tor und hielten die Hausherren auf Distanz. Dann allerdings versuchte der TSV seinen Vorsprung zu verwalten und so kam zum Ende noch eine völlig unnötige Hektik auf, die Albstadt noch zur Ergebniskorrektur nutzen konnte. Eine Gefahr für den Bad Saulgauer Sieg bestand jedoch nicht mehr. Die deutliche Leistungssteigerung in der 2. Spielhälfte und die herausragende Torhüterleistungen von TSV-Keeper David Bakos waren letztlich für den verdienten Sieg des TSV ausschlaggebend. 

HSG Albstadt: Tobias Exner, Steffen Maier (beide Torhüter); Andrija Bubalo, Lukas Hofele, Christoph Schlegel (1 Tor), Samuel Hartmann, Eike Soren Schmiederer (5), Jannik Rau (5), Steffen Maier, Jonas Menger, Lukas Vlaho, Simon Schurer (3), Steffen Link (2), Michael Maier (2), Tobias Bach (4/davon 2 Strafwürfe).

TSV Bad Saulgau: David Bakos, Jonas Engler (beide Torhüter); Matthias Fuchs, Patrick Osterc (2), David Tovmasyan (5), Andreas Csuka, Dennis Kaumann (6), Sebastian Luib (3), Michael Reck (2), Istvan Gaspar (2), NeluRosca (3, davon 1 Strafwurf), Patrick Engler.

Der stellvertretende Vorsitzende der TSV-Handball-Abteilung, Alexander Osswald, zum Spiel: "Das war Abstiegskampf pur. Beim Spiel Letzter gegen den Vorletzten kann man natürlich keinen technischen Leckerbissen erwarten. Am Ende haben wir gewonnen, weil wir einen Fehler weniger gemacht haben, als Albstadt. Wichtig sind die beiden Punkte auf der Habenseite. Nun gilt es, den Fokus auf das nächste Endspiel am kommenden Samstag in der Kronriedhalle zu legen. Mit der HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf kommt ein Gegner, bei dem wir uns kräftig steigern müssen, um zu punkten!"

 

 

Heimspielsonntag im Kronried

 

Während die "Erste" in Albstadt um Punkte kämpft, spielen am Sonntag, 4. März, einige TSV-Teams zu Hause in der Kornriedhalle. Bereits um 10 Uhr tritt die weibliche D-Jugend gegen den alleinigen Tabellenführer Dornbirn/Schoren an, bevor um 11.30 Uhr die weibliche C-Jugend die SG Ulm/Wiblingen empfängt. Erster gegen Zweiter heißt es um 13 Uhr, wenn der TSV gegen den TG Biberach 2 um die Vorherrschaft in der Bezirksklasse kämpft. Die männliche B-Jugend empfängt um 14.45 Uhr die TG Bad Waldsee und zum Abschluss des Heimspielsonntags tritt um 16.30 Uhr die männliche A-Jugend von Trainer Nico Bota gegen den Tabellendritten JSG Bodensee an. 

 

Nur ein Sieg zählt im Kampf um den Klassenerhalt

 

Handball-Württemberliga Süd: HSG Albstadt - TSV Bad Saulgau (Samstag, 20 Uhr, Mazmannhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

ALBSTADT-EBINGEN / BAD SAULGAU - Nach zweiwöchiger Spielpause reist der TSV Bad Saulgau am Samstag zum Tabellenschlusslicht nach Albstadt-Ebingen. Spielbeginn in der Mazmannhalle ist um 20 Uhr. 

"Es geht ums Ganze. Nur ein Sieg zählt, mehr gibt es nicht zu sagen", meint der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand und spricht das aus, was die gesamte Vorstandschaft samt Team und Fangemeinde denken. Ohne am vergangenen Wochenende gespielt zu haben, rutschte der TSV dennoch auf einen direkten Abstiegsplatz. Durch einen Sieg gegen Albstadt könnten sich die Bad Saulgauer aus eigener Kraft wieder aus der direkten Abstiegszone befördern. Im Hinspiel gab es einen mühsamen 22:17-Heimsieg, aber der TSV tat sich sehr schwer gegen diesen Gegner und produzierte viele Fehler. Doch am Ende hat es gereicht und die zwei Punkte konnten eingefahren werden. 

Da zeitweise mehr als die Hälfte TSV-Akteure in diesen Wochen Opfer der aktuellen Grippewelle oder verletzt waren und sind, war die Trainingsbeteiligung natürlich nicht optimal. Doch Trainer Gabriel Senciuic versuchte, mit den zur Verfügung stehenden Akteuren halbwegs vernünftige Trainingseinheiten zu absolvieren. "Da bin ich natürlich machtlos. Es ist schade, dass wir nicht vollzählig trainieren können. Aber diejenigen die da sind, sind motiviert, zeigen viel Ehrgeiz und Kampfgeist und wissen, um was es geht. Wir tun alles, was wir können. Der Druck ist da, aber jeder wird sein Bestes geben. Wir haben auch keine andere Möglichkeit und hoffen, dass zum Spiel möglichst viele wieder einigermaßen gesund sind", sagt Senciuc. "Die Zuschauer werden uns wieder unterstützen. Ich bin sehr froh, dass sie immer hinter uns stehen und immer kommen, auch wenn wir verloren haben. Diese Unterstützung ist sehr wichtig für uns. Ich hatte schon viele gute Gespräche mit den Bad Saulgauer Fans. Das Fanpublikum ist schon einmalig bei uns", sagt der Coach, der auf Grund der Gegebenheiten logischerweise noch keine Aussage über die Kaderzusammensetzung machen kann.

 

Gegner Albstadt konnte sich zuletzt gegen den TV Gerhausen steigern, war aber nur 40 Minuten ein gleichwertiger Gegner und musste sich am Ende mit 22:26 geschlagen geben. "Wir sind an unserer schwachen Wurfausbeute gescheitert. Wir haben 19 Chancen, darunter zwei Siebenmeter vergeben, außerdem sind uns zu viele technische Fehler unterlaufen. Aber auch die Entscheidungen der Schiedsrichter Mitte der zweiten Halbzeit waren sicherlich nicht gerade glücklich für uns. Trotzdem hat meine Mannschaft alles gegeben und Moral gezeigt“, sagte HSG-Trainer Gojsovic nach dem Spiel. Gegen den TSV erhoffen sich die Albstädter vor heimischen Publikum endlich wieder Punkte, um vielleicht doch bald wieder Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu bekommen. 

Momentan liegt die HSG sieben Punkte hinter dem TSV, doch der TSV muss vor allem auf die Top-Torschützen der Spielgemeinschaft Steffen Link, Michael Maier, Jannik Rau und auf den wieder genesenen Andrija Bubalo achten, die sicherlich alles tun werden, um das unmöglich vielleicht doch noch möglich zu machen. 

Dass die Bad Saulgauer Handball spielen können, haben sie bei den ersten beiden Heimspielen der Rückrunde gezeigt, als sie die starke Rückraummannschaft aus Hegensberg/Liebersbronn und den Tabellenführer Zizishausen souverän geschlagen haben. Vielleicht kann der TSV sich diese Leistung in Erinnerung rufen und daran anknüpfen. 

 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Osterc, Rosca, P. Engler, Luib, Balan, Fuchs.

 

 

TSV verliert Kellerduell gegen Gerhausen

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - TV Gerhausen 22:23 (10:12)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Es bleibt offensichtlich dabei, der TSV Bad Saulgau tut sich gegen vermeintlich schwächere Gegner schwer. Wie auch im Hinspiel stellte sich der TSV gegen den TV Gerhausen selbst ein Bein. Am vergangenen Samstagabend verloren die Bad Saulgauer in der Kronriedhalle vor 650 Zuschauern das Derby knapp aber verdient mit 22:23.

 

Gleich zu Beginn wurde bekannt, dass Rückraumschütze und Hoffnungsträger David Tovmasyan immer noch wegen seiner Verletzung, die er sich auf Grund eines gegnerischen Fouls beim letzten Spiel gegen Unterensingen hinzuzog und auch Linkshänder Sebastian Luib wegen eines grippalen Infektes passen mussten. 

 

Nach etwas verschlafenem Start und einem 0:2-Rückstand fing sich der TSV und ging durch drei Treffer in Folge von Michael Reck, Daniel Balan und Patrick Osterc mit 3:2 in Front. Nelu Rosca verwarf zwar anschließend einen Siebenmeter, traf aber gleich danach zur erneuten Führung (4:3). Dann reihten sich plötzlich viele individuellen Fehler aneinander. Auch die Gäste produzierte Fehlpässe und Fehlwürfe am Fließband. Dennoch konnte Gerhausen durch die Routiniers Daniel Bux und Jannis Brinz die Unsicherheiten der Bad Saulgauer für sich nutzen und in Führung gehen. TSV-Torhüter und Co-Trainer David Bakos bekam einige Bälle zu fassen, die daraufhin eingeleiteten Angriffe endeten aber des Öfteren im "Nirvana". Der Turnverein setzte sein Abwehrkonzept gegen die TSV-Angreifer sehr effektiv um, so dass die Hausherren nur selten frei zum Wurf kamen. Es fehlten die kreativen Ideen, um die dicht gestaffelte Abwehr der Gäste zu überlisten. Die Körpersprache ließ zu wünschen übrig und so verstrickte man sich in Einzelaktionen. Zwar kam der TSV durch Andreas Csuka, Patrick Engler und der gesundheitlich angeschlagene Istvan Gaspar immer wieder bis auf einen Treffer an die Gäste heran, doch zu mehr reichte es im ersten Abschnitt einfach nicht. 

 

TSV-Torhüter Bakos machte zu Beginn des zweiten Abschnitts für Youngster Jonas Engler Platz, der sich gleich durch ein, zwei Paraden auszeichnen konnte. Der Angriff der Platzherren agierte nun etwas zielstrebiger und als der TSV drei Treffer in Folge erzielte und zum 14:14 ausglich, atmete die wiederum große Fankulisse hörbar auf. Anstatt genauso entschlossen fortzufahren, reihte sich wieder ein Leichtsinnsfehler an den anderen. Die Gäste provozierten nun mit klugen Kreisanspielen bei den Platzherren viele Fouls, die von den gut leitenden Unparteiischen meist mit Siebenmeter-Strafwürfen geahndet wurde. TV-Akteur Peter Mayer konnte vier von den sechs fälligen Strafwürfen verwandeln. Dann erhielt Patrick Osterc wegen eines Fouls an einem frei zum Tor stehenden Gegenspielers die Rote Karte. Dennis Kaumann, Istvan Gaspar und Andreas Csuka hielten durch Einzelaktionen den TSV dennoch im Spiel und vier Minuten vor Schluss hatten die Bad Saulgauer beim Stande von 21:21 sogar immer noch die Chance, das Match für sich zu entscheiden. Wie so oft in der Vergangenheit war der Gegner am Ende cleverer und konnte durch Raphael Sauter (Siebenmeter-Strafwurf) und Daniel Bux nochmals erhöhen - das Spiel war gelaufen. 

Da die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auch Federn lassen mussten, steht der TSV immer noch nicht auf einem direkten Abstiegsplatz. Es ist noch alles drin, allerdings sollte bei den nächsten "Vierpunktespielen" am 3. März in Albstadt und am 10. März zu Hause gegen Winzingen/Wißgoldingen gepunktet werden. 

 

Allrounder Patrick Engler war beim Pressegespräch unmittelbar nach dem Spiel die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. "Gerhausen wollte offensichtlich den Sieg mehr als wir. Wir waren einfach zu lasch, zeigten wenig Emotionen, die Körpersprache war unzureichend, wir haben die Köpfe hängen gelassen", sagte Engler und ergänzte: "Es nützt jetzt alles nichts. Das Spiel muss abgehakt, die Köpfe müssen wieder frei werden. Wir wissen, wo die Fehler liegen. Der Angriff war katastrophal. Wir müssen uns jetzt zwei Wochen intensiv auf das Albstadtspiel vorbereiten", sagte Engler. 

Der ehemalige Bad Saulgauer Spieler, Trainer und jetzige Coach des TV Gerhausen Jochen Trinkner war dagegen mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden. "Der Sieg geht in Ordnung, vor dem Spiel hätte ich auch für ein Unentschieden unterschrieben. Wir haben alles gegeben und uns richtig gut vorbereiten können. Nächste Woche möchten wir auch gegen Albstadt gewinnen. Bad Saulgau hat eine gute Mannschaft und wird sicher auch noch die nötigen Punkte zum Klassenerhalt bekommen", sagte Trinkner.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka (5/davon 4 Siebenmeter), Schäfer, Kaumann (1), Reck (2), Gaspar (4)Osterc (1), Rosca (6)P. Engler (1), Balan (2), Fuchs.

 

TV: Leyrer, Kornmüller (beide im Tor), H. Brinz (1), J. Brinz(4), Sauter (4/1), Mattheis, Leyrer, Kornmüller, U. Meyer (2), P. Mayer (4/4), Maier (1), Bux (4), Deckwitz (2), Hagmann, Schnepf (1)

 

"Zweite" siegt auch gegen Gerhausen

(tl) - Was der "Ersten" am vergangenen Wochenende in der Kronriedhalle verwehrt blieb, schaffte die zweite Herrenmannschaft von Trainer Markus Weisser gewohnt souverän. Der TSV besiegte die zweite Mannschaft des TVGerhausen mit 30:21 (15:11) und zieht an der Tabellenspitze der Bezirksklasse einsam seine Kreise. Fast von Beginn an hatte das Team um Kreativspieler Fabian Hillenbrand und den glänzend parierenden Torhüter Patrick Maas den Gegner im Griff. In der neunten Minute stand es bereits 5:1 und auf alles, was Gerhausen versuchte, wusste der TSV eine Antwort. Der Turnverein hatte zwar agile, schnelle und athletische Spieler in seinen Reihen, doch der TSV provozierte durch kluge Abwehrarbeit bei den Gästen Fehler im Angriff. Auch als der Gegner gegen Ende der ersten Hälfte einmal bis auf zwei Treffer herankam, bewahrte der TSV Ruhe und stellte durch den seinen erfolgreichsten Torschützen Patrick Fritz sowie Fabian Kohler, Witali Daungauer, Außenspieler Philipp Maas und Fabian Hillenbrand wieder einen größeren Abstand her. 

Der TSV muss noch bis Saisonende sieben Spiele absolvieren und hat nunmehr 28:2, der Tabellenzweite Wangen 25:7, der dritte Leutkirch 23:7 Punkte auf dem Konto. Coach Markus Weisser möchte die nun folgenden Spiele gewinnen, um so früh wie möglich den Aufstieg in die Bezirksliga in der Tasche zu haben. "Wir taten uns in der ersten Halbzeit etwas schwerer als sonst, ließen den Ball zu wenig laufen und haben zu viele Chancen liegen gelassen. In der zweiten Halbzeit war es dann besser. Wir können aber noch besser spielen. Insgesamt war unser Auftritt jedoch nicht schlecht, die zwei Punkte waren wichtig. Die Chancen für einen Aufstieg stehen gut, wir haben es selbst in der Hand und stehen wegen unseres Vorsprungs nicht so sehr unter Druck. Je früher, der Aufstieg klar ist, desto besser", sagte Weisser.

Ein Wiedersehen mit Jochen Trinkner beim Derby gegen Gerhausen

 

Handball Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - TV Gerhausen (Samstag, 18.00 Uhr Kronriedhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Wenn am heutigen Samstag um 18 Uhr der TV Gerhausen zu Gast im Kronried ist, wissen Mannschaft, Verantwortliche und Fans, was die Stunde geschlagen hat. Die Mannschaft des ehemaligen Bad Saulgauer Oberligaspielers und Trainers Jochen Trinkner hat bei einem Spiel weniger einen Zähler mehr auf dem Konto als der TSV und sollte im Kampf um den Klassenerhalt in der Kronriedhalle geschlagen werden, möchten die Hausherren nicht noch mehr in den Abstiegsstrudel geraten. Für Jochen Trinkner gilt ähnliches, das Hinspiel gegen den TSV hat er jedoch schon mal mit drei Toren Differenz für sich entschieden (30:27). Die Karten werden aber neu gemischt und TSV-Coach Gabriel Senciuc brennt auf Revanche, obgleich er weiß, dass der Turnverein in dieser Saison schon so manchen Überraschungscoup landen konnte. So hatten jüngst die MTG Wangen und die SG Herbrechtingen/Bolheim das Nachsehen, die vergangenen beiden Spiele gegen den Tabellenprimus Zizishausen und Verfolger Unterensingen gingen allerdings verloren. 

TV-Spielmacher Daniel Bux und der kräftige Peter Schnepf machten dem TSV beim Hinspiel das Leben schwer. In letzter Zeit sind zudem Patrick Maier und Jannis Brinz als Torgarantenin einer Top-Verfassung. Darüber hinaus ist Peter Mayer ein treffsicherer Siebenmeter-Schütze. 

 

In der 14tägigen Spielpause absolvierte der TSV einige Trainingseinheiten, die laut Coach Gabriel Senciuc engagiert und mit guter Beteiligung verliefen. Man merkte den Spielern förmlich an, dass sie nach zwei Niederlagen und zwei Erfolgen in der laufenden Rückrunde das Abstiegsgespenst so schnell wie möglich vertreiben möchten. Die Formkurve zeigt nach oben und das soll auch so bleiben. Gerade in den letzten drei Spielen zeigte der TSV seine Vielseitigkeit und war auf allen Positionen gefährlich. Das gibt Hoffnung und darauf lässt sich aufbauen. Bei den verlorenen Begegnungen gegen Herbrechtingen und Unterensingen fehlte am Ende nur die Cleverness und vielleicht auch etwas die Luft, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. 

 

Da zum Leidwesen des TSV der Grippevirus auch vor Bad Saulgau nicht Halt gemacht hat und einige Spieler angeschlagen oder verletzt sind, kann Gabriel Senciuc noch nicht sehr vielzur Kaderzusammensetzung sagen. "Die Spieler, die auf die Platte kommen, werden hoch motiviert sein und alles dafür tun, dass wir gewinnen. Die Mannschaft hat in den Spielen der Rückrunde Charakter gezeigt und gekämpft. Auch die Trainingseinheiten in den vergangenen zwei Wochen waren gut. Mein Co-Trainer David Bakos unterstützt mich dabei vorbildlich", sagt der Chefcoach und warnt zugleich vor dem Gegner. "Gerhausen hat ein sehr gut eingespieltes Team. Die Akteure spielen schon lange zusammen. Der Rückraum ist stark, es wird eine schwere Aufgabe für uns, doch wir sind gut drauf und versuchen, ein gutes Spiel zu machen", sagt Senciuc.

 

Die weiteren Spiele am 3. März in Albstadt und am 10. März zu Hause gegen Winzingen/Wißgoldingen im Blick, fiebert auch der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand der heutigen Begegnung entgegen. "Wir freuen uns total auf diese Spiel. Die Mannschaft trainiert sehr gut und ist fokussiert. Das Match gegen Gerhausen bildet den Auftakt einer Trilogie, die wir erfolgreich bestreiten möchten", sagt der Sportchef. 

Auch Mittespieler Dennis Kaumann kann's kaum erwarten. "Die nächsten drei Begegnungen sind sehr wichtig für uns, das sind alles Vier-Punkte-Spiele. Wir hoffen, dass wir möglichst alle gewinnen, dann würde es bei uns wieder besser aussehen. Das Training gefällt mir sehr gut, alle sind engagiert dabei. Jetzt müssen wir es nur noch umsetzen", sagt der 26jährige. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Osterc, Rosca, P. Engler, Luib, Balan, Fuchs.

 

 

Spannender Heimspielsamstag im Kronried

Bereits um 11 Uhr am Samstag bestreitet die weibliche D-Jugend ihr Spiel gegen Hohenems in der Kronriedhalle, bevor um 12.30 Uhr die männliche A-Jugend von Trainer Nico Bota gegen den TV Gerhausen punkten möchte. Das letzte Heimspiel gegen Tabellenführer Ulm/Wiblingen konnte die A-Jugend gewinnen. Um 14.15 Uhr tritt die weibliche B-Jugend gegen den TV Weingarten an und um 16 Uhr empfängt die zweite Herrenmannschaft im Vorspiel zur "Ersten" den TV Gerhausen 2. Es zählt nur ein Sieg, denn das Team von Trainer Markus Weisser möchte den Aufstieg in die Bezirksliga so früh wie möglich klar machen. Nach dem Höhepunkt des Abends, dem Württembergligaspiel des TSV um 18 Uhr ebenfalls gegen Gerhausen tritt die Bad Saulgauer Damenmannschaft um 20 Uhr gegen den SV Schemmerhofen an und sollte im Abstiegskampf unbedingt punkten.

 

Es geht um die Wurst in der Württembergliga Süd. Der Zwölfte Bad Saulgau (11 Punkte) empfängt den Neunten TV Gerhausen (12 Punkte). Abstiegskampf pur ist angesagt! Gibt es die Revanche für die Hinspiel-Niederlage des TSV in Blaubeuren. 
Wir begrüßen den ehem. Saulgauer Spieler und Trainer Jochen Trinkner und sein Team in der Kronriedhalle.
Es wird heiß, es wird laut, es wird spannend.... kommen Sie vorbei und feuern Sie unser Team an. 
Der Heimspieltag startet bereits um 11 Uhr mit Jugendspielen.
Um 16 Uhr dann das kleine Derby TSV 2 gegen Gerhausen 2!

 

TSV deklassiert Bezirksligisten im Pokal

 

Bericht: Thomas Lehenherr

 

Die zweite Herrenmannschaft des TSV Bad Saulgau schlug am Sonntagabend in der dritten Runde des Bezirkspokals den Tabellenzweiten der Bezirksliga und Mitfavorit um den Aufstieg in die Landesliga HC Lustenau in der Kronriedhalle mit 40:22 (Halbzeit 20:12). 180 Zuschauer feuerten das Team von Trainer Markus Weisser an, das von Beginn an keinen Zweifel ließ, wer Herr im Hause ist. Die Gäste reisten wohl nicht mit allen Stammkräften an, hatten einige A-Jugendliche im Kader und waren die gesamte Spieldauer über ohne Chance gegen die etwas ersatzgeschwächten, aber entschlossen auftretenden Bad Sauglauer. Der HC rangiert eine Liga höher als der TSV und ist als Tabellenführer Aufstiegskandidat Nummer eins für die Landesliga. 

Von der ersten Herrenmannschaft des TSV waren Daniel Balan und Matthias Fuchs mit von der Partie und gaben dem Spiel eine spielerisch besondere Note. Ebenso begeisterten die gekonnten No-Look-Anspiele von Fabian Hillenbrand. Mit acht Treffern war Linkshänder Matthias Fuchs, der seine Fußverletzung einigermaßen auskuriert hat, erfolgreichster Akteur. Die TSV-Defensive um Florian Kurz, Christian Zimmerer, Marius Kohler, Markus Burger, Philipp Maas und Witali Daungauer agierte geschlossen und aggressiv, provozierte Ballverluste beim Gegner und ermöglichte einen Tempogegenstoß nach dem anderen. TSV-Torhüter Patrick Maas war stets auf dem Posten und ließ den Gegner schier verzweifeln. Mit diesem Sieg zieht der TSV in die vierte Runde des Bezirkspokals ein. Sollte er auch diese Runde überstehen, ist die letzte Station im Bezirkspokal das "Final Four".

"Wir haben eine geschlossene Leistung gezeigt und bin sehr zufrieden. Ich hatte den Gegner stärker eingeschätzt. Aber wir haben das ganze Spiel durch gekämpft, jeder hat für jeden gespielt und wir haben verdient gewonnen", freute sich Trainer Markus Weisser. 

 

TSV: Patrick Maas (im Tor), Balan (4), Daungauer (5), Zimmerer (5), Kohler (3), Kurz (6), Fuchs (8), Philipp Maas (4), Hillenbrand (5), Burger.

 

Bad Saulgau gibt möglichen Sieg aus der Hand

 

Handball Württembergliga Süd: SKV Unterensingen - TSV Bad Saulgau 29:25 (12:14)

 

Von Thomas Lehenherr

 

UNTERENSINGEN / BAD SAULGAU - Es ist zum Verzweifeln für den TSV. Fast 50 Minuten lang waren die Bad Saulgauer in der Partie gegen den Tabellendritten Unterensingen das bessere Team, hatten Ball und Gegner weitgehend im Griff, Dann fehlte wie schon so oftdie Cleverness und das Spiel wurde aus der Hand gegeben. 

Beide Mannschaften begannen nervös und praktizierten individuelle Fehler, da beide Abwehrreihen recht selbstbewusst und aggressiv agierten. Die Gastgeber hatten, angetrieben durch den besten SKV-Spieler Florian Brändle gleich zu Beginn etwas mehr Spielanteile, konnten in den ersten Minuten immer wieder vorlegen, doch Andreas Csuka, Patrick Osterc, Jochen Schäfer und Dennis Kaumann netzten in der 13. Minute zur 8:7-Führung für den TSVein. Mit zunehmender Spieldauer steigerte sich zudem Torhüter David Bakos und konnte mit einigen Glanzparaden seinem Team noch mehr Sicherheit geben. Nach der erneute Führung der Gastgeber, glich David Tovmasyan aus. Nelu Rosca, Istvan Gaspar und zwei Mal Michael Reck stellten mit ihren Treffern den verdienten 14:12-Halbzeitstand für den TSV sicher. Die gut 60 mitgereisten TSV-Fans waren begeistert. 

 

Zu Beginn des zweiten Abschnitts gab's zunächst eine Schrecksekunde für den TSV. Durch ein rüdes Foul wurde der 20jährige Rückraumschütze und Hoffnungsträger David Tovmasyan von hinten am Kreis niedergestreckt und verletzte sich so schwer, dass nach Einschätzung der Verantwortlichen wohl eine längere Verletzungspause drohen könnte. Der TSV erholte sich nach diesem Schreck rasch und nahm wieder das Heft in die Hand. Die Abwehr um Sebastian Luib, Michael Reck, Patrick Engler und Patrick Osterc wirkte noch geschlossener und provozierte Fehler in der gegnerischen Abwehr. Nelu Rosca und der kaum zu stoppende Linksaußenspieler Andreas Csuka erhöhten in der 35. Minute gar auf 17:12. Selbst die gegnerischen Fans zollten der Mannschaft von Trainer Gabriel Senciuc Respekt und kaum jemand in der Halle setzte, ob der Überlegenheit des TSV, noch auf die Platzherren. Doch wie so oft in der Vergangenheit erwies sich dieser klare Vorsprung als nicht ungedingt förderlichfür das weitere Spiel der Bad Saulgauer. Der TSV-Angriff wurde wie aus heiterem Himmel behäbiger, es fehlte plötzlich die Durchschlagskraft, die Beweglichkeit in der Offensive ließ sehr zu wünschen übrig. Der Gegner tastete sich Treffer um Treffer an den TSV heran. Dennis Kaumann, Nelu Rosca und wiederum Andreas Csuka bließen nochmals zum Sturm und konnten in der 48. Minute wieder einen Drei-Tore-Vorsprung (22:19) für den TSV herausspielen. Dann riss der Faden vollkommen, ein Fehlpass folgte dem anderen. Die Angriff wurden ideenloser, ständig drohte Zeitspiel. Die Hausherren hatten leichtes Spiel und liefen einen Tempogegenstoß nach dem anderen. Vor allem der wieselflinke SKV-Akteur Ingo Krämer machte dem TSV am Ende Schwierigkeiten. Unterensingen siegte vielleicht, zwei, drei Treffer zu hoch, wurde am Ende durch die eindeutige bessere Cleverness belohnt.

 

Trotz dieser Niederlage braucht der TSV nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Einen Sieg gegen diese Spitzenmannschaft hatten sich möglicherweise einige aus der Fangemeinde und der Verantwortlichen erhofft, aber nicht erwartet. Auf den ersten starken 50 Spielminuten kann aufgebaut werden. Gegenüber des Sieges letzte Woche gegen Spitzenreiter Zizishausen war diese Leistung sicherlich kein Rückschritt, im Gegenteil. Trainer Gabriel Senciuc muss in der nun 14tägigen Spielpause versuchen, die Konzentrationsfähigkeit seiner Mannschaft auf60 Minuten zu steigern. Auch beim Spiel gegen Zizishausen hätte der TSV kurz vor Schluss eine eigentlich souveräne Sechs-Tore-Führung beinahe noch verspielt.

Der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand litt am Spielfeldrand mit seinem Team mit. "Teilweise spielen wir richtig gut und man muss sich fragen, ob das wirklich die Mannschaft ist, die so weit hinten in der Tabelle steht. Aber dann können wir in kürzester Zeit wieder alles verspielen. So war es leider auch heute wieder. Jetzt heißt es, gut durch die kurze Fasnachtspause zu kommen und dann haben wir drei finale Spiele. Diese gegebene Situation müssen wir nun positiv annehmen und erfolgreich meistern", sagte der Sportchef. 

Nächster Gegner ist am Samstag, den 17. Februar um 18 Uhr in der Kronriedhalle der TV Gerhausen. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan (1), Csuka (10/davpm 4 Siebenmeter), Schäfer (2), Kaumann (3), Reck (2), Gaspar (2)Osterc (1), Rosca (3)P. Engler (1)Luib, Balan

 

SKV: Briem, Hihn, Rapp, Vogel, Schlichter (2), Krämer (7), Camovic, Mäntele (3), Jannik Buck (2), Schlau, (4), Klenner (1), Bürker (1), Brändle (9/davon 4 Siebenmeter).

 

Der TSV möchte auch gegen Unterensingen was reißen

 

Handball Württembergliga Süd: SKV Unterensingen - TSV Bad Saulgau (Samstag, 19.30 Uhr, Bettwiesenhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

UNTERENSINGEN / BAD SAULGAU - Beflügelt vom verdienten Sieg gegen Tabellenführer Zizishausen am vergangenen Samstag möchte der TSV Bad Saulgau auch die nächste Herkulesaufgabe zu einem positiven Ergebnis bringen. Am Samstagabend muss das Team von Trainers Gabriel Senciuc beim Tabellenvierten Unterensingen antreten. Spielbeginn in der Unterensinger Bettwiesenhalle ist um 19.30 Uhr. 

Nach Minuspunkten steht die rückraumstarke Mannschaft von Coach Steffen Rost auf dem dritten Tabellenplatz, nur zwei Punkte hinter Primus Zizishausen. Der SKV kann auf eine Reihe von routinierten Akteuren verweisen. So machte beispielsweise beim Auswärtssieg vergangene Woche in Gerhausen Kreisläufer Max Schlau seinem Namen alle Ehre, trickste nach allen Regeln der Kunst und war kaum zu halten. Florian Brändle verwandelte zudem die fälligen Siebenmeter-Strafwürfe sicher. Trotzdem der SKV auf drei Stammkräfte verzichten musste und phasenweise in Rückstand geriet, konnte er in der zweiten Halbzeit noch zulegen und die Mannschaft von Trainer Jochen Trinkner letztendlich verdient mit 29:26 schlagen. 

Das Hinspiel verlor der TSV nach langer Führung und großem Kampf auf Grund von insgesamt 18 Fehlwürfen mit 24:28. Unterensingen präsentierte sich damals als sehr gut eingespieltes, körperlich überaus starkes und cleveres Team.

 

Die Bad Saulgauer konnten in den letzten drei Spielen auf zwei Erfolge und einen deutlichen Formanstieg verweisen. Wenn auch nicht alles Gold war, was glänzte, der Kampfgeist jedenfalls war vorhanden und in der Offensive war die Effektivität größer als noch vor der Winterpause. 

Trotz der beiden Sieg in den bislang drei Spielen der Rückrunde ist der TSV nur zwei Punkte von einem direkten Abstiegsplatz entfernt. Den Verantwortlichen und dem Team ist bewusst, dass noch mehrere Erfolge zum Klassenerhalt notwendig sein werden. 

Co-Trainer und Torhüter David Bakos, der die Trainingseinheit für den verhinderten Gabriel Senciuc leitete, sagte:. "Am Donnerstag machten wir mit Fitnesstrainerin Irina Frech eine halbe Stunde Fitness, dann Wurftraining mit zwei Mannschaften. Alle waren voll dabei. Freitags ist immer Taktik angesagt. Wenn wir als Mannschaft gut funktionieren und jeder alles gibt, können wir gegen alle Teams der Liga gewinnen. Durch unseren unerwarteten Sieg gegen Zizishausen unterschätzen uns natürlich andere Mannschaften nicht mehr, deshalb wird es noch schwerer, zu siegen. Hoffentlich können wir die Stimmung halten", sagt Bakos. 

Auch der zweite Abteilungsvorsitzende Alexander Osswald hofft auf einen weiteren Coup seines TSV. "Für das Spiel in der letzten Woche gegen den Tabellenführer muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen. In Angriff und Abwehr wurde sehr diszipliniert und taktisch gut gespielt und somit verdient gewonnen. Die Jungs haben 60 Minuten gekämpft und immer an sich selbst geglaubt. Dazu noch die fantastische Stimmung. Eine großartige Werbung für den Handball in Bad Saulgau. Nun gilt es aber, nach vorne zu schauen. Unterensingen ist daheim sehr stark und es ist wieder ein Spiel, bei dem wir nichts zu verlieren haben. Schauen wir mal, ob unser Team uns wieder überraschen kann", sagt der zweite Vorsitzende Alexander Osswald. 

Zur Unterstützung der Mannschaft setzt der TSV einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 16 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Osterc, Rosca, P. Engler, Luib, Balan, Aldica.

 

 

Weitere Bilder der Ersten, der 3. und vom Spiel der Frauen 1 vom Wochenende sind online. Wie immer geschossen von Stephan Schranz.

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2018/Maenner3/180121/

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2018/Frauen/180121/

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2018/Maenner1/180127/

 

Pokalknüller am Sonntag im Kronried 

 

Der Tabellenführer der Bezirksklasse TSV Bad Saulgau 2 tritt in der dritten Runde des Bezirkspokals gegen den eine Klasse höher rangierenden österreichischen HC Lustenau an. Gestärkt von zahlreichen Siegen in den Meisterschaftsspielen und dem Kantersieg in der zweiten Pokalrunde gegen den zwei Klassen höher spielenden HVBW Feldkirch möchte die "Zweite" auch diesen Gegner ärgern. Das wird ein sehr schweres Unterfangen, da Lustenau mit 20:8 Punkten Tabellenführer der Bezirksliga und erster Anwärter für den Aufstieg in die Landesliga ist. Das Team von Markus Weisser fühlt sich jedoch stark genug, um vielleicht nochmals eine Überraschung zu schaffen. "Mit Hilfe unserer fantastischen Zuschauer, die jeden Gegner beeindrucken, kann was drin sein", sagt Coach Weisser. Spielbeginn in der Kronriedhalle ist um 16.30 Uhr. 

Bereits um 14.45 Uhr kämpft die weibliche D-Jugend am Sonntag in der Kronriedhalle gegen Feldkirch um Punkte.

 

Hier der Bericht auf der Homepage von Zizishausen

 

http://tsv-zizis.de/component/k2/item/256-zizishausen-nach-der-pause-von-der-rolle

 

750 Fans feiern ihren TSV

 

Handball Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - TSV Zizishausen 31:29 (12:15)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Die Sensation ist perfekt. Am vergangenen Samstag schlug der TSV Bad Saulgau den unangefochtenen Tabellenführer TSV Zizishausen vor 750 begeisterten Fans in der Kronriedhalle in einem dramatischen Match völlig verdient mit 31:29. Im Gefühl des sicheren Sieges wurde es trotz einer Sechs-Tore-Führung in der 53. Minute am Ende nochmals spannend. Doch der Reihe nach.

Den Beginn verschlief der TSV völlig, individuelle Fehler nutzte der Gegner im Gegenzug unverzüglich und eiskalt aus und so stand es in der 6. Minute schon 3:0 für Zizishausen. Dann formierte sich die Abwehr um Michael Reck, Sebastian Luib, Patrick Engler, Jochen Schäfer und Daniel Balan besser und Patrick Osterc konnte zwei Mal "abstauben" und zum 2:3 verkürzen. Als Sebastian Luib zum 4:4 ausglich, feuerten die Zuschauer in einer unglaublichen Lautstärke den TSV an. Trainer Gabriel Senciuc setzte Daniel Balan als Ballverteiler in der Mitte ein, und er meisterte seine Aufgabe hervorragend. Zizishausen konnte immer wieder meist durch ihren besten Rückraumspieler Julian Baum vorlegen, doch der TSV ließ sich nicht abschütteln. Torhüter David Bakos zeigte gute Paraden und Nelu Rosca konnte die anschließenden Angriff treffsicher verwandeln. Spielmacher Istvan Gaspar erzielt in der 23. Minute den 10:10 Ausgleich und David Tovmasyan hielt den TSV mit zwei schönen weiteren Treffern im Spiel. Kurz vor der Halbzeit wurden die Platzherren leichtsinnig und die Gäste konnten durch den starken Thomas Grau und durch Marc Reinl zum verdienten 15:12-Halbzeitstand für den Tabellenprimus vorlegen. die Original Sulgemer Sauschwanzmusik sorgte in der Pause für gute Laune, die sich offensichtlich auf den TSV übertrug. 

 

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Denn gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts legte der TSV ein noch höheres Tempo vor und agierte in der Abwehr noch schneller und aggressiver. Patrick Osterc am Kreis, Andreas Csuka von Linksaußen, Sebastian Luib und Nelu Rosca von Rechtsaußen verkürzten und der wieselflinke Andreas Csuka erzielte in der 39. Minute die 19:18-Führung für die Hausherren. Es folgte ein an Spannung kaum zu überbietender Schlagabtausch der beiden Teams. Die Gäste hielten verzweifelt dagegen und hielten ihr Team mit den Treffern von Nico Fröhlich und immer wieder Julian Baum im Spiel. Doch der TSV hatte mit dem ausgezeichnet aufgelegten Torhüter Janos Engler einen sicheren Rückhalt und hatte immer eine Antwort parat. Die Führung wurde, angetrieben von den Spielmachern Daniel Balan und Dennis Kaumann in der 50. Minute sogar auf 28:25 ausgebaut. Als Andreas Csuka und Dennis Kaumann in der 53. Minute für den TSV auf 30:24 erhöhten, konnte kaum jemand mehr in der Halle sein eigenes Wort verstehen. Mit ohrenbetäubendem Lärm wurden die TSV-Spieler angefeuert, der Gegner war sichtlich beeindruckt. Getragen von der Euphoriewelle und im Gefühl des sicheren Sieges leistete sich der TSV in der Folge einen "Schnitzer" nach dem anderen und machte das Match nochmals unnötig spannend. Die routinierten Gäste kamen durch ihren Rückraumstar Julian Baum, Timo Wolf und Marc Reinl nochmals bedrohlich an den TSV heran. Doch Torhüter Jonas Engler parierte und Daniel Balan machte mit seinem Treffer zum 31:28 alles klar und ließ Spieler und Handballgemeinde jubeln. Der Tabellenführer war geschlagen (31:29) und zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt waren eingefahren.

Der gegnerische Trainer Georgios Chatzigietim zollte dem TSV für seine gute Leistung Respekt. "Ich gratuliere Bad Saulgau zum Sieg. Der TSV hat in der zweiten Halbzeit uns mental den Schneid abgekauft. Auch das fantastische Publikum hat zum Erfolg beigetragen. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht. Aber es ist nicht so, dass wir nicht alles gezeigt haben, was wir drauf haben. Bei uns läuft es jetzt normal weiter, die Saison geht noch bis Anfang April", sagte Chatzigietim. 

Für den TSV war Kreisläufer Patrick Osterc zum Pressegespräch erschienen. "Seit drei Spielen haben wir große Moral gezeigt. Im ersten Rückrundenspiel gegen Hegensberg/Liebersbronn zeigten wir, dass wir Handball spielen können. Heute konnten wir befreit aufspielen. Es war ein recht ansehnliches Spiel und wir hatten auch mal das Glück auf unserer Seite. Wir machen schon noch Fehler, das hat man am Ende gesehen, aber es wird stetig besser", freute sich der Kreisläufer. 

Trainer Gabriel Senciuc war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. "Das war eine mannschaftlich geschlossene Leistung. MeinTeam hat das umgesetzt, was wir im Training geübt haben", sagte Senciuc. Und auch der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand freute sich um die Früchte der gemeinschaftlichen Bemühungen. "Die zwei Punkte sind wichtig. Wir wollen zu Hause wieder eine Macht werden und das wird die Basis sein, dass wir unsere Ziele erreichen. Der absolute Kampf und Wille sowie die Unterstützung von unserem fantastischen Publikum werden uns zum Erfolg führen", sagte Krischan Hillenbrand.

Der TSV ist mit diesem Sieg auf Tabellenplatz elf geklettert. Nächster Gegner ist am kommenden Samstag der SKV Unterensingen. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan (2), Csuka (5), Schäfer, Kaumann (1), Reck, Gaspar (3)Osterc (4), Rosca (9/davon 2 Siebenmeter), P. Engler, Luib (2), Balan (5).

 
 

Weitere Heimspiele des TSV

 

Ebenfalls am Samstag empfängt die gemischte D-Jugend um 14.15 Uhr den HC Hard 2 und um 16.15 Uhr erwartet die männliche C-Jugend, die bislang ungeschlagener Tabellenführer ist, den Tabellendritten TV Gerhausen. Um 18 Uhr ist dann das Württembergliga-Spitzenspiel zwischen Zizishausen und dem TSV.

 

 

Der Tabellenführer kommt ins Kronried

 

Handball Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - TSV Zizishausen (Samstag, 18 Uhr Kronriedhalle) 

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Gleich im dritten Spiel des neuen Trainers Gabriel Senciuc hat es der Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau mit Tabellenprimus Zizishausen zu tun. Spielbeginn in der Kronriedhalle am Samstag ist um 18 Uhr. 

Das erste Match der Rückrunde vor vierzehn Tagen gegen die starke Rückraummannschaft aus Hegensberg-Liebersbronn verlief für Senciuc und sein Team nicht nur wegen des 29:24-Siegs nach Wunsch. Der TSV kämpfte engagiert, ließ sich am Ende nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Bei der Begegnung vergangenen Samstag in Herbrechtingen dagegen ließen die Bad Saulgauer diese Tugenden phasenweise vermissen. Die Abwehr funktionierte zwar im Großen und Ganzen, doch im Angriff haperte es. Trotz Führung drei Minuten vor dem Ende gab der TSV noch das Spiel aus der Hand und verlor buchstäblich in letzter Sekunde. 

Trotzdem ist Bad Saulgau weit davon entfernt, den Kopf in den Sand zu stecken. Nach dem Motto "jetzt erst recht" gaben die Spieler von Gabriel Senciuc in dieser Trainingswocherichtig Gas und versuchten, an den Schwächen zu feilen. Trotz einiger angeschlagener Spieler waren Trainingsbeteiligung und Engagement in dieser Woche zur Freude des Trainers gut.

"Ich bin zufrieden, wie es diese Woche gelaufen ist. Wir haben miteinander gesprochen und eine Fehleranalyse gemacht. Jeder wird auch gegen diesen Gegner alles geben. Nicht jeder ist immer in Topform, doch wir haben versucht, unsere Spieler, die Leistungsträger in Form zu bringen. Wichtig ist, dass sie dies auf die Platte bringen", sagt Senciuc, der dem Tabellenführer großen Respekt zollt. "Ein Blick auf die Tabelle genügt. Zizishausen ist klarer Favorit. Es ist eine Mannschaft, die sehr gut eingespielt ist und zu Recht da oben steht. Wenn jeder sein Leistungsvermögen abrufen kann, haben wir mit unserem großartigen Publikum im Rücken auch gegen diesen Gegner eine Chance. Wir müssen auch ein wenig cleverer sein als zuletzt", fordert der Coach.

Aufstiegskandidat Nummer eins Zizishausen gab seit 27. November keinen Punkt mehr ab und hat bereits vier Punkte Vorsprung auf den zweiten Wolfschlugen. Im Hinspiel zeigte der TSV bei der 26:30-Niederlage 53 Minuten eine couragierte Leistung, dann ging den Bad Saulgauern die Luft aus und Zizishausen verwandelte einen Rückstand noch in einen Sieg. "Die Schnaken hatten schon im Hinspiel beim knappen 30:26-Erfolg einige Schwierigkeiten und werden sicherlich konzentriert diese Aufgabe angehen", ist auf der vereinseigenen Homepage des TSV Zizishausen zu lesen. 

Wie auch immer, der TSV wird alles in die Waagschale werfen, um zu punkten. Möglichst schnell soll nun Luft zu den Abstiegsplätzen dreizehn und vierzehn geschaffen werden. Die Zuschauer erwartet auf jeden Fall ein spannendes Match, da ist sich die Bad Saulgauer Handballgemeinde sicher. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Osterc, Rosca, P. Engler, Luib, Balan, Aldica.

 

Für Stimmung ist gesorgt

Wie jedes Jahr in der „Fasnetszeit“ spielt auch dieses Jahr wieder während der Halbzeitpause die „Original Sulgamer Sauschwanzusik“ ein paar Fasnetslieder zum mitsingen und mitschunkeln.

 

Bild gefunden auf www.sauschwanzmusik.de

Neue Bilder der  B-Jugend weiblich

 

 

Die Bilder der weiblichen B-Jugend vom Spiel gegen Biberach, geschossen von Stephan Schranz, sind online. Einloggen mit Handball, Passwort Bilder:

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2018/wJb/180113/

 

 

Zweite gewinnt klar gegen Wangen

 

Am Sonntagabend kam es in der Kronriedhalle zum Showdown zwischen dem Tabellenführer der Bezirksklasse TSV Bad Saulgau II und dem Dritten MTG Wangen II. Der TSV konnte die Begegnung klar mit 33:26 für sich entscheiden. 

Nur zu Beginn konnte die MTG mithalten und in der 5. Spielminute das letzte Mal in der Partie ausgleichen (4:4). Dann nahmen die Bad Saulgauer das Heft in die Hand, hatten die Abwehr auf Wangens beste Spieler - die Brüder David und Lukas Paul - eingestellt und schalteten einen Gang höher. Im Angriff harmonierten Fabian Kohler, David Tovmasyan, Patrick Fritz, Cristian Aldica, Steve Hähnel und Fabian Hillenbrand gut und ließen das Leder schnell und meist sicher durch die Reihen laufen. Auch die von Christian Zimmerer, Fabian Hillenbrand und Marius Kohler "geklauten" Bälle führten oft über Tempogegenstöße zum Erfolg. Einige Nachlässigkeiten kurz vor der Pause bescherten den Gästen Möglichkeiten, zu verkürzen, die sie auch nutzten. Dennoch war die 14:11-Führung zur Halbzeit für den TSV hoch verdient. Die TSV-Torhüter Patrick Maas und Jonas Engler taten durch gute Paraden ihr Übriges dazu. 

Im zweiten Abschnitt sorgte vor allem David Tovmasyan mit seinen wohl über 100 km/h schnellen "Wurfgeschossen" manchmal für Ratlosigkeit bei Wangen. Dennoch gab der Gegner nie auf, kam noch einmal (50.) bis auf zwei Treffer (24:22) an den TSV heran, doch das Team von Trainer Markus Weisser ließ nichts anbrennen, reagierte und traf vier Mal in Folge. Am Ende setzte der Tabellenprimus seinen Siegeszug fort und gewann auch in dieser Höhe verdient (33:26). 

"Wir möchten oben bleiben und aufsteigen, das haben wir uns vorgenommen. Es macht riesig Spaß mit diesem Team zu spielen, es kämpft jeder für jeden und wir harmonieren gut. Ich glaube, dass wir mit dieser Mannschaft auch in der Bezirksliga bestehen könnten. Es sind aber immer noch neun Spiele bis zum Saisonende zu absolvieren", sagte der achtfache Torschütze Fabian Kohler.

 

A-Jugend schlägt überraschend Tabellenführer Wiblingen 32:29

 

Damit hatte wirklich niemand gerechnet. Die männliche A-Jugend unter Trainer Nico Bota schlug schlug überraschend den Tabellenprimus Ulm/Wiblingen mit 32:29. Dabei zeigte der TSV vor allem in der Abwehr eine disziplinierte, mannschaftlich geschlossene Leistung. Die meiste Zeit des Spiels lag der TSV in Führung. Auch als die Spielgemeinschaft mal einen Treffer in Front lagen, ließen sich die Jungs nicht aus der Ruhe bringen und spielten genauso konsequent weiter. Matthias Zoll (10), Philipp Jung (6) und Robin Rath (5) erzielten die meisten Treffer und wurden von Mittespieler Jakob Schwendele gut in Szene gesetzt. Die Abwehr harmonierte mit Simon Schnebel, Darius Bota, Moritz Widder und Marc Reisser sehr gut zusammen. Torhüter Luis Lehenherr trug mit guten Paraden zum Sieg bei. 

"Die Einstellung hat heute gestimmt und war entscheidend. Es hat jeder für jeden gekämpft", freute sich am Ende TSV-Coach Nico Bota. Der TSV belegt nun mit 6:14 Punkten Platz sechs der Bezirksliga. Zum nächsten Spiel muss der TSV am 4. Februar zum Tabellenzweiten HVRW Laupheim reisen.

 

Bad Saulgau verliert in letzter Sekunde

 

Handball-Württembergliga Süd: SG Herbrechtingen/Bolheim - TSV Bad Saulgau 

26:25 (14:12)

Von Thomas Lehenherr

 

Im Abstiegskampf hat es der TSV Bad Saulgau trotz einiger sich bietender Möglichkeiten wieder nicht geschafft, am Ende den Sack zu zumachen. Am Samstagabend verlor die Mannschaft des neuen Trainers Gabriel Senciuc nach einer kämpferisch guten Leistung gegen die ebenfalls abstiegsgefährdete SG Herbrechtingen/Bolheim hauchdünn mit 25:26. Der letzte Treffer fiel eine Sekunde vor dem Schlusspfiff. 

Zu Beginn des Spiels tat sich die TSV-Abwehr noch etwas schwer gegen den gut aufgestellten und schnell agierenden Angriff der Hausherren. Schnell geriet der TSV mit 0:2 und 1:3 ins Hintertreffen, ordnete sich aber nach fünf Minuten ganz gut und lag dann plötzlich durch zwei Mal Nelu Rosca, Patrick Engler und Istvan Gaspar mit 5:3 in Front. Hinzu kam, dass Torhüter David Bakos mit zunehmender Spieldauer immer besser in Form kam. Jochen Schäfer und David Tovmasyan hielten den TSV mit ihren Treffern bis zur 20. Minute in Führung (9:8). Dann stockte der Angriffsmotor des TSV, einige Zweiminutenstrafen hemmten die Offensive zusätzlich. Der überragende SG-Rückraumhüne Tim Albrecht blies mit Kollege Janis Bauer zum Angriff und schon drehte sich das Match. Zur Pause führten die Gastgeber verdient mit 14:12. 

Wie auch den Spielbeginn verschlief der TSV den Beginn der zweiten Hälfte völlig. Gleich serienweise wurden im Angriff die Bälle dem Gegner übergeben und so stand es in der 34. Minute schon 16:12 für die Spielgemeinschaft. Doch Bad Saulgau reagierte und kam durch Nelu Rosca, Patrick Osterc und Andreas Csuka in der 37. Minute bis auf einen Treffer auf die Platzherren heran. In der 47. Minute übernahm dann der TSV wieder mit 21:20 die Führung und erspielte sich in der Folge auch leichte Feldvorteile. Dennis Kaumann Andreas Csuka und Nelu Rosca legten nach, Torhüter David Bakos hielt, was zu halten war und dennoch gelang es dem TSV einfach nicht, Ruhe in die Offensive zu bringen. Viel zu hektisch und leichtfertig wurden die Angriffe abgeschlossen. Die TSV-Angreifer scheiterten auch häufig am glänzend parierenden SG-Torhüter Steffen Stängle. Die Bad Saulgauer konnten den Gegner nicht abschütteln. In Minute 57 erzielte der TSV durch Andreas Csuka den 24:23-Führungstreffer und hatte die Möglichkeit, zu erhöhen. Aber wiederum konnten die Gastgeber durch einige Angriffsfehler der Bad Saulgauer ausgleichen und sogar in der 59. Minute selbst in Führung gehen. David Tovmasyan gelang durch einen Konter 38 Sekunden vor Schluss der 25:25-Ausgleich und eine Sekunde vor der Schlusssirene erzielte Janis Bauer mit einem Glückswurf den Siegtreffer für die Spielgemeinschaft. 

"Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Torhüter David Bakos hat überragend gehalten. Mit dieser Einstellung steigt der TSV nicht ab. Wir sehen uns in der nächsten Saison wieder", sagte ein überaus glücklicher SG-Trainer Sandro Jooß. 

Wie die Fans ärgerte sich der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand über die verpasste Chance. "Heute haben wir das Spiel am Ende im Angriff verloren. Es fehlt in Drucksituationen einfach die Ruhe und wenn sich dann die Möglichkeit bietet, das Spiel zu unserem Gunsten zu wenden, stehen wir uns selbst im  Weg", analysierte Hillenbrand das Spiel. "Aber die Mannschaft kämpft, ist top eingestellt und ich bin mir sicher, dass wir zu Hause gegen Zizishausen bereit sind, die Punkte im Kronried zu behalten", sagte der Sportchef. 

Ähnlich sah dies der zweite Vorsitzende Alexander Osswald. "Das war eine bittere Niederlage für uns. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen. Die Mannschaft hat gut gekämpft, schafft es aber nicht, in wichtigen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Am Ende kommt noch Pech dazu. Ein Punkt wäre gerecht gewesen", sagte Osswald.

 

Nächster Gegner ist am kommenden Samstag, den 27. Januar um 18 Uhr in der Kronriedhalle Tabellenführer Zizishausen. 

 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan (6), Csuka (2), Schäfer (1), Kaumann (3), Reck, Gaspar (3)Osterc (1), Rosca (6/davon 4 Siebenmeter)P. Engler (1)Luib (1)Balan(1), Aldica.

 

Heimspielsonntag im Kronried

 

Während die erste Herrenmannschaft am Samstag, 13. Januar um 19.30 Uhr in Herbrechtingen ihr Glück versucht, haben fünf TSV-Mannschaften am Sonntag, 14. Januar Heimrecht.

Die weibliche B-Jugend hat es bereits um 10 Uhr in der Kronriedhalle mit der TG Biberach zu tun. Die männliche A-Jugend des Trainergespanns Nico Bota/Patrick Engler empfängt um 11.40 Uhr Tabellenführer Ulm/Wiblingen und um 13.30 Uhr hat die dritte Herrenmannschaft die Vierte aus Laupheim zu Gast. Um 15.30 Uhr möchten die TSV-Frauen mit einem Sieg gegen die SG Burlafingen/Ulm 2 endlich die Rote Laterne an Burlafingen abgeben. Zu einem weiteren interessanten Match kommt es zum Abschluss des Heimspielsonntags: Die zweite Herrenmannschaft ist Tabellenführer und möchte unbedingt mit einem Erfolg gegen den Tabellendritten Wangen 2 ihre Aufstiegschancen in die Bezirksliga wahren. Spielbeginn ist um 17.30 Uhr. Die Zweite musste bereits am vergangenen Donnerstagabend, 18. Januar in Lindau ein Punktspiel bestreiten und gewann verdient mit 26:21.

 

In Herbrechtingen möchte der TSV nachlegen

 

Handball-Württembergliga Süd: SG Herbrechtingen/Bolheim - TSV Bad Saulgau (Samstag, 19.30 Uhr, Bibrishalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

HERBRECHTINGEN/BAD SAULGAU - Zum zweiten Spiel der Rückrunde muss der TSV Bad Saulgau im Kampf um den Klassenerhalt am Samstag bei der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim antreten. Spielbeginn in der Herbrechtinger Bibrishalle ist um 19.30 Uhr. Die SG steht momentan auf einem Abstiegsplatz (13.), der TSV findet sich auf Platz elf wider mit nur einem Pünktchen mehr auf der Habenseite. Für beide geht es also gleichermaßen darum, sich Luft nach unten zu den Abstiegsplätzen zu verschaffen. 

Während der TSV beim letzten Spieltag das Parkett gegen Hegensberg/Liebersbronn als Sieger verlassen konnte, musste Herbrechtingen in Gerhausen eine knappe und ärgerliche 25:26-Niederlage hinnehmen. Der sympathische SG-Trainer Sandro Jooß möchte gegen den TSV natürlich alles in die Waagschale werfen, um wenigstens zu Hause punkten zu können. "Mit dieser Niederlage und den gleichzeitigen Erfolgen von Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf und Bad Saulgau rutscht die SHB zum ersten Mal in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz. Am kommenden Samstag ist ein Sieg zu Hause gegen den TSV Bad Saulgau unbedingte Pflicht um wieder Selbstvertrauen zu tanken und aus dem Tabellenkeller raus zu kommen", ist auf der vereinseigenen Homepage der SG zu lesen. "Das wird kein Spiel wie jedes andere, ein Vierpunktespiel ist es auf jeden Fall. Die Gäste werden mit einem Fanbus anreisen und versuchen, das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel zu machen. Doch das werden wir zu verhindern wissen", ließ der Verein über Facebook verlauten. 

Es ist also genug Feuer im Spiel, das weiß der TSV und versucht, sich nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen. Die Bad Saulgauer gehen mit etwas mehr Selbstbewusstsein als zuletzt in die Begegnung, da sie in der vergangenen Woche unter dem neuen Trainer Gabriel Senciuc und durch eine mannschaftlich geschlossene Leistung verdientermaßen einen stark eingeschätzten Gegner besiegen konnten. "Wir möchten den Schwung mitnehmen, um in Herbrechtingen auch wieder gut aufzutreten", sagt Sendiuc. "Die Jungs wissen, was auf sie zukommt und auf was es ankommt. Ich hoffe auf einen guten Tag und dass wir die richtigen taktischen Mittel finden gegen einen Gegner, der wie wir auch Punkte braucht", sagt Senciuc, der Respekt vor der mannschaftlichen Stärke der Spielgemeinschaft hat. "Das Team von Sandro Jooß trainiert und spielt schon lange in dieser Konstellation zusammen. Es ist ein gutes Team, das sogar in Wangen klar gewinnen konnte", sagt der neue TSV-Coach. 

 

Wer aufgestellt wird, konnte Gabriel Senciuc noch nicht sagen, da einige Akteure noch an einer Grippe und an leichten Verletzungen laborieren. Sicher nicht mit dabei sind Linkshänder Matthias Fuchs und Konterspieler Fabian Kohler, die beide grippekrank sind. 

Zur Unterstützung der Mannschaft setzt der TSV einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 16.30 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Osterc, Rosca, P. Engler, Luib, Balan, Aldica.

 

 

Auswärtssieg!

 

Unsere Zweite ist auch im Jahr 2018 wieder auf der Erfolgsspur. Mit 26:21 gewinnt der TSV um Topscorer Patrick Fritz (10 Tore) in Lindau. Am Sonntag steht das Derby gegen Wangen 2 in der Kronriedhalle auf dem Programm!

 

Hier die Bilder von Stephan Schranz zum Spiel gegen Hegensberg-Liebersbronn

 

Wie immer: Einloggen mit Handball und Passwort Bilder

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2018/Maenner1/180113/

 

 

Der Rückrundenstart ist geglückt

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - SG Hegensberg/Liebersbronn 29:24 (13:13)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Das war ein Einstand nach Maß für den neuen TSV-Trainer Gabriel Senciuc. Württembergligist TSV Bad Saulgau gewann am vergangenen Samstag vor gut 650 Zuschauern in der Kronriedhalle gegen den stark eingeschätzten Aufsteiger Hegensberg/Liebersbronn am Ende deutlich mit 29:24. Senciuc war zufrieden mit dem Auftreten seines Teams, warnte aber vor zu viel Euphorie. "Das ist nur ein erster Schritt. Wir haben gut gekämpft, sind nach unseren Fehlern immer wieder zurückgekommen. Ich hatte zwar 14 Spieler zur Verfügung, aber es war trotzdem nicht einfach. 12 Spieler waren im Einsatz, einige davon waren erkältet oder noch leicht verletzt, aber es ist gut gegangen", sagte Senciuc.

Ohne den in letzte Zeit gut auftretenden Rückraumspieler David Tovmasyan (Leistenzerrung) begann der TSV nervös und geriet gleich etwas ins Hintertreffen. Doch da auch der Gegner nicht den sichersten Eindruck machte, betrug die Differenz nie mehr als zwei Treffer. Daniel Balan, Andreas Csuka und Dennis Kaumann trafen aus dem Spiel heraus für den TSV, Nelu Rosca war zuverlässiger Siebenmeterwerfer. Die Gäste spielten immer wieder den sehr wendigen Rückraumshooter Arne Helms frei, der Torhüter David Bakos mehrfach überlisten konnte. Vor allem mit dem groß gewachsenen Fabian Sokele und Jaric Baumann am Kreis hatte die TSV-Abwehr Schwierigkeiten. Doch mit zunehmender Spieldauer stellte sich die sehr agil wirkende und aggressiv eingestellte Abwehr der Hausherren besser auf die gut eingespielte Angriffsformation der SG ein, auch weil sich viele Spielzüge der SG wiederholten. Der TSV glich dann durch den wieder zur Mannschaft zurückgekehrten Linkshänder Sebastian Luib und zwei Treffer in Folge von Dennis Kaumann in der 23. erstmals aus (9:9)Die Gäste konnten noch zwei Mal vorlegen, doch der sehr bewegliche TSV-Recke Michael Reck , Patrick Engler und Kreisläufer Jochen Schäfer brachten die Gastgeber mit ihren Treffern erstmals in Führung. SG-Akteur Fabian Sokele konnte nochmals zum 13:13-Halbzeitstand ausgleichen. 

Nach der Pause legten die Platzherren noch einen Zahn zu. Patrick Engler, Nelu Rosca und Michael Reck brachten den TSV mit 16:13 in Front. Spielmacher Istvan Gaspar drehte nun auf und wirbelte die SG-Abwehr durcheinander. Hinzu kam, dass TSV-Tohüter David Bakos mehr und mehr zu Hochform auflief und auch freie Würfe des Gegners spektakulär parierte. Bis zur 51. Minute lag der TSV meist mit zwei, drei Treffern in Front, hatte mehrfach sogar die Chance, den Vorsprung weiter auszubauen, scheiterte aber am gegnerischen Torhüter. Gefährlich wurde es nochmals in der 53. Minute, als Hegensbergs bester Spieler und siebenfacher Torschütze Fabian Sokele zum 22:23 verkürzen konnte. Doch David Bakos hielt was zu halten war und der nun Rechtsaußen postierte Linkshänder Nelu Rosca traf in der Folge fast nach Belieben für den TSV. Jochen Schäfer, Cristian Aldica und zum Schluss Kreisläufer Patrick Osterc erhöhten zum 29:24-Endstand

"Der Sieg für Bad Saulgau war verdient. Der TSV hat Kampf und Einsatz gezeigt, wollte den Sieg ein Stück weit mehr als wir. Wir haben nicht genug dagegen gehalten und sind auch am guten Bad Saulgauer Torhüter gescheitert. Überall haben bei uns 20 Prozent Leistung gefehlt", sagte SG-Trainer Jochen Masching beim Pressegespräch nach dem Spiel. TSV-Allrounder Patrick Engler merkte man in der "Presserunde" die Erleichterung an. "Das war ein Spiel auf Augenhöhe. Ausschlaggebend war die Kampfbereitschaft. Jeder hat für jeden gekämpft, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Der Fokus lag heute auf der Abwehrarbeit, im Angriff gibt's noch Verbesserungspotenzial, das wissen wir", analysierte Engler das Match. Mittespieler Dennis Kaumann kam ebenfalls mit zum Pressegespräch. "Es war ein enorm wichtiges Spiel. Wir wollten das erste Rückrundenmatch unbedingt gewinnen. Nächste Woche müssen wir wieder punkten. Wir denken von Spiel zu Spiel und müssen noch viele Punkte holen", sagte Kaumann. 

Der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand konnte nach einigen schlaflosen Nächten wieder durchatmen. "Die Ergebnisse der Mitkonkurrenten zeigen, wie wichtig dieser Sieg war. Unsere Mannschaft muss jetzt fokussiert bleiben, konzentriert weiter trainieren, um gegen Herbrechtingen/Bolheim erfolgreich zu sein", sagte der Sportchef. Der TSV belegt mit nunmehr 9:19 Punkten Platz elf der Tabelle. 

Nächster Gegner ist am kommenden Samstag, den 20. Januar um 19.30 Uhr die SG Herbrechtingen/Bolheim. Abfahrt des Fanbusses ist um 16.30 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle. 

 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka (1), Schäfer (3), Kaumann (5), Reck (3)Osterc (1), Gaspar (2)Rosca (7/davon 3 Siebenmeter), P. Engler (2)Luib (1), Balan (3), Fuchs, Aldica (1).

Bilder vom Derby

Wollt Ihr die restlichen Bilder des Spieles der Ersten gegen Laupheim und der Zweiten gegen Leutkirch von Stephan Schranz sehen? Dann klickt auf die Links?

 

Link 1 Bilder Erste Mannschaft

Link 2 Zweite Mannschaft

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2017/Maenner%201/171209/

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2017/Maenner%202/171209/

 

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Kämpferisch starker TSV verliert das Derby unglücklich

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HRW Laupheim 26:27 (14:12)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Der TSV Bad Saulgau und der HWR Laupheim lieferten sich am vergangenen Samstag in der fast voll besetzten Kronriedhalle ein spannendes, spielerisch wie kämpferisch vorbildliches Duell auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für den Favoriten. "Schade" war wohl die häufigste Vokabel, die man von den wiederum gut 750 Zuschauern nach dem Spiel hörte.

Die erneut ersatzgeschwächten Hausherren begannen eigentlich genauso wie bei den vergangenen Begegnungen - ohne Mut und Aggressivität in Abwehr und Angriff. Laupheim führte bereits in der 10. Minute mit 7:1 und die beiden besten Laupheimer Akteure Patrick Müller und Sergiu Zvanciuc drohten schon früh, den Gastgebern den Garaus zu machen. Doch plötzlich ging ein Ruck durch das TSV-Team und die Platzherren drehten auf. Im Angriff entwickelte der mit Abstand beste Spieler auf dem Feld David Tovmasyan eine unglaubliche Energie und Dynamik, war von der gegnerischen Abwehr nur selten zu halten und peitschte sein Team nach vorn. Die Abwehr um den unermüdlichen Störer Michael Reck, Daniel Balan und Patrick Engler wirkte plötzlich geschlossen und agierte aggressiv. Torhüter David Bakos kam mit zunehmender Spieldauer immer besser in Form und parierte glänzend. Der gefürchtete Laupheimer Rückraum wurde unsicher und verlor an Treffsicherheit. In der 24. Minute traf wiederum David Tovmasyan zum 9:9 und das Spiel dreht sich. Und das, obwohl die Platzherren Rechtsaußen Andreas Csuka verloren, der bei einem Siebenmeter-Strafwurf wegen eines Gesichtstreffers gegen den Torhüter die Rote Karte sah. Dennis Kaumann, Michael Reck und Kreisläufer Jochen Schäfer legten dann sogar zur 14:12-Halbzeitführung vor. Die Halle kochte, schließlich hatte man lange nicht mehr eine solch gute Mannschaftsleistung des TSV gesehen.

Im zweiten Abschnitt setzte sich zunächst die Überlegenheit des TSV fort, Tovmasyan erhöhte mit "Urgewalt" auf 15:12 und Michael Reck "klaute" dem verdutzten gegnerischen Angriff den Ball und erzielte das 16:13. Die Laupheimer kamen wieder durch Treffer von Mihut Aron Pancu und die achtfachen Torschützen Sergiu Zvanciuc und Patrick Müller an den TSV heran. Doch Tovmasyan und Fabian Kohler hielten den TSV mit ihren Treffern im Spiel. In dieser Phase wurde TSV-Akteur Daniel Balan immer stärker und verhalf seiner Mannschaft gemeinsam mit Jochen Schäfer und dem an der Ferse verletzten Spielmacher Istvan Gaspar in der 52. Minute wieder zu einem Zweitore-Vorsprung. Torhüter Joans Engler kam für David Bakos und machte seine Sache ebenfalls gut.

Als Fabian Kohler in der 54. Minute zum 25:23 traf, glaubten schon viele Fans an eine Überraschung. Doch plötzlich verwarf der TSV drei Mal in Folge, die Kraft schien vier Minuten vor Spielende nachzulassen. Laupheim witterte Morgenluft, traf dagegen drei Mal in Folge. Dennis Kaumann konnte unter dem Jubel der Fans in der 60. Minute wieder ausgleichen. Man konnte sein eigenes Wort kaum mehr verstehen, so lautstark feuerten die Fans ihre Mannschaft an. Immer noch war ein Sieg im Bereich des möglichen. 15 Sekunden vor Schluss versetzte Michael Reck seinem Gegenspieler einen leichten Stoß, auf Grund dessen dieser zu Boden ging. Die sonst gut leitenden Unparteiischen trafen mit einer Zweiminuten-Hinausstellung für Reck eine wohl zu harte Entscheidung. Genau die nun entstandene Lücke nutzte Laupheims Sergiu Zvanciuc fünf Sekunden vor der Schlusssirene mit einem gefühlvollen Heber über den Torhüter zum 27:26 für die Rot-Weißen aus. Beim letzten "überfallartigen" Angriff des TSV hatte der zehnfache Torschütze David Tovmasyan noch den Ausgleich in der Hand. Doch der Ball knallte mit dem Schlusspfiff an den Pfosten - Pech, das Spiel war verloren.

Zuschauer, Spieler und Verantwortliche unterhielten sich noch lange nach dem Match und sprachen dem TSV Mut für die Rückrunde zu.

"Ich bin ziemlich enttäuscht, dass es am Ende doch nicht gereicht hat. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir haben bei unserer Teambesprechung in der letzten Woche die Entscheidung getroffen, dass wir keine Spieler mehr von der zweiten Mannschaft einsetzen, auch wenn wir nur acht Feldspieler haben. Heute hat man gesehen, es war eine mannschaftlich gute Leistung, am Schluss hat dann leider etwas die Luft und die Aggressivität gefehlt. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, sie haben füreinander und miteinander gekämpft. Ich hoffe, das wird sich nach der Winterpause bei den nächsten Spielen ausbezahlen", sagt Cheftrainer Csaba Horvath.

Laupheims Trainer war die Erleichterung nach dem Spiel deutlich anzumerken. "Wir möchten in der Tabelle weit oben bleiben. Offensichtlich haben Team bildende Maßnahmen wie sie in Bad Saulgau stattgefunden haben großen Wert. Der TSV hat das sehr gut gemacht. Dass wir am Ende mit einem Tor gewonnen haben, hat sicher auch etwas mit Glück zu tun. Oft gewinnt eben dann auch die Mannschaft, die in der Tabelle besser dasteht", sagte Coach Trainer Klaus Hornung.

 

Der TSV kann sich nun in der fünfwöchigen Winterpause regenerieren und hoffen, dass alle Spieler ihre Verletzungen auskurieren können. Erster Gegner der Rückrunde ist am Samstag, den 13. Januar die HSG Hegensbach/Liebersbronn. Spielbeginn ist um 18 Uhr in der Kronriedhalle.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan (10), Csuka (1), Schäfer (2), Kaumann (4), Reck (2), Gaspar (2), Rosca, P. Engler, Balan (2), Kohler (3).

 

 

Zweite gewinnt Spitzenspiel gegen Leutkirch

Die zweite Herrenmannschaft hat in einem ebenfalls packenden Match gegen den Tabellenzweiten Leutkirch die Tabellenführung in der Bezirksklasse verteidigt. Bis zur 47. Minute lief die Mannschaft von Trainer Markus Weisser einem Rückstand hinterher und hatte am Ende dann doch den längeren Atem. Einmal mehr glänzte Goalgetter und Linkshänder Matthias Fuchs mit zehn Treffern.

Zuvor gewannen die TSV ihr zweites Saisonspiel im Kellerduell gegen die HSG Friderichshafen Fischbach 2.

Derby zum Vorrundenabschluss gegen Laupheim

Handball Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HRW Laupheim (Samstag, 18 Uhr, Kronriedhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Nach einer zweiwöchigen Spielpause lädt Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau zum Derby und letzten Spiel der Vorrunde sowie des Jahres gegen den HRW Laupheim. Spielbeginn am  Samstag ist um 18 Uhr in der Kronriedhalle. 

 

Personell arg gebeutelt tat sich das Team des Trainergespanns Csaba Horvath/Stephan Utzinger bei den letzten Begegnungenschwer. Aber auch die Körpersprache der auf dem Spielfeld stehenden Akteure ließ teilweise sehr zu wünschen übrig. Das soll sich nun ändern, weshalb es in der vergangenen Woche unter anderem auch ein klärendes Gespräch zwischen Mannschaft und Übungsleitern gab, das nach Auskunft der Beteiligten recht positiv verlief. "Das Gespräch war gut und wir haben Team-Building gemacht. Alle wollen sich jetzt am Riemen reißen und kämpfen. Hoffentlich klappt das dann auch", sagt Torhüter David Bakos. Zwar standen auf Grund von Verletzungen, Krankheit oder berufsbedingt bei den Übungseinheiten in den vergangenen beiden Wochen wieder nur sieben bis zehn Spieler zur Verfügung, doch das Training wurde recht engagiert geführt. Die Stimmung war trotz der mit 7:17 Punkten nicht gerade beruhigenden Tabellensituation (Platz 11) offensichtlich ganz gut. 

Mit Laupheim kommt eine der besten "Rückraum-Mannschaften" der Liga ins Kronried. Nach Minuspunkten steht der HRW auf Platz zwei der Tabelle. Das Team von Trainer Klaus Hornung ist bestens eingespielt und weiß jeden Fehler des Gegners auszunutzen. Die Routiners Tim Rodloff, Sergiu Zvanciuc, Philipp Zodel und Daniel Amann sind dem TSV als sehr torgefährliche Akteure wohl bekannt. Nur mit äußerster Geschlossenheit und Kampfgeist kann der TSV diesem in letzter Zeit überaus stark aufspielendem Team etwas entgegensetzen. Doch Laupheims Trainer warnt vor den Bad Saulgauern. „Auf die Tabelle gebe ich nichts. Wir müssen in Bad Saulgau die volle Leistung abrufen, wenn wir dort bestehen und weiter an der Tabellenspitze dranbleiben wollen“, sagt Klaus Hornung. Im Pokalspiel letzte Woche gegen den Württemberg-Ligisten SG Leonberg/Eltingen aus der Nordstaffel überzeugten die HRWler zuletzt mit einem klaren 33:23 Erfolg. Einmal mehr machte der breite Kader insbesondere an Rückraumspielern den Unterschied, obwohl mit Tim Rodloff und Philipp Zodel zwei Stammspieler geschont wurden.

"Wenn jeder alles gibt und wir in der Abwehr gut stehen, haben wir eine Chance gegen Laupheim. Die Spieler möchten anders auftreten als zuletzt und den Zuschauern eine kämpferische Leistung zeigen. Ich glaube, dass wir dann eine Überraschung schaffen können. Wir setzen diesmal keine Spieler der zweiten Mannschaft ein", sagt TSV-Co-Trainer Stephan Utzinger. 

Auch der sportlicher Leiter Krischan Hillenbrand setzt auf einen besseren Mannschaftsgeist. "Ich erwarte von unserer Mannschaft ein Top-Auftreten in Sachen Körpersprache, um es Laupheim so schwer wie möglich zu machen. Ich möchte eine Mannschaft sehen, die dem Gegner zeigt, dass es hier nicht leicht ist, zwei Punkte zu holen. In den letzten Wochen wurde viel geredet. Es gab Probleme, die Mannschaft und die Spieler haben sich aber untereinander ausgesprochen. Jetzt müssen Taten folgen", sagt Hillenbrand. "Ob das reicht für zwei Punkte weiß ich nicht. Wir hoffen jetzt auf einen versöhnlichen Abschluss der Hinrunde. Nach der Pause wollen wir mit voller Kraft in die Rückrunde starten. Es wird noch eine harte Saison für uns werden, wir brauchen noch viele Punkte um die Klasse halten zu können", ergänzt der Sportchef. 

Neben Sebastian Luib (berufsbedingt) fehlen Kreisläufer Patrick Osterc (Rotsperre) und Cristian Aldica. Der Einsatz von Spielmacher Istvan Gaspar ist wegen seiner langwierigen und schmerzhaften Fersenverletzung fraglich. Rückraumschütze Nelu Rosca kann nach seiner Fußverletzung voraussichtlich wieder bedingt eingesetzt werden. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Rosca, P. Engler, Balan.

 

 

Heimspielsamstag im Kronried - Zweite im Spitzenspiel gegen Leutkirch

Der Heimspielsamstag beginnt schon um 10.30 Uhr mit der Begegnung der weiblichen C-Jugend gegen die HSG Lonsee-Amstetten. Um 12.15 Uhr tritt die gemischte D-Jugend gegen die TG Biberach an, bevor um 14 Uhr die TSV-Frauen gegen die HSG Fischbach-Friedrichshafen ihren zweiten Saisonsieg anstreben. Die zweite Herrenmannschaft von Trainer Markus Weisser ist Tabellenführer und empfängt um 16 Uhr im Spitzenspiel den Tabellenzweiten aus Leutkirch. Sie möchte mit einem Sieg die Vorherrschaft in der Bezirksklasse behaupten.

TSV-Rumpfteam ist gegen Fridingen überfordert

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Fridingen/Mühlheim 23:32 (8:14)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau durchlebt zurzeit schwierige Zeiten. Am vergangenen Samstagabend konnte Cheftrainer Csaba Horvath gegen den starken Aufsteiger HSG Fridingen/Mühlheim nur mit einer Rumpfmannschaft auftreten und ging in der Kronriedhalle vor 650 enttäuschten Zuschauer mit 23:32 unter. Wenn nicht die vier ehemaligen Württembergligaspieler Frederik Söder, Christian Zimmerer, Fabian Hillenbrand und Cristian Aldica, die noch in der zweiten Mannschaft aktiv sind, nochmals ausgeholfen hätten, hätte das Spiel wohl abgesagt werden müssen. Vier Stammkräfte konnten erst gar nicht erscheinenund aus dieser Notlage heraus versuchten die am Fußverletzten Istvan Gaspar und Nelu Rosca, ihr Team zu unterstützen. Doch sie taten sich keinen Gefallen und konnten sich vor Schmerzen kaum auf den Beinen halten, musstenalsbald ausgewechselt werden. Guter Rat teuer für das Trainergespann Horvath/Utzinger, es wurde schnell klar, dass nicht viel zu holen war. Die Spielzüge liefen nicht flüssig, das auf der Platte stehende Team war nicht eingespielt und in der Abwehr fehlte es an der Absprache. 

Nur zu Beginn konnte der TSV mithalten, ging durch Linksaußen Andreas Csuka mit 1:0 in Führung, spielte trotz vieler Fehler bis zum 3:4 in der 12. Minute ganz gut mit, verlor aber dann völlig den Faden und rannte in der Folge einem immer größere werdenden Rückstand hinterher. Auch die überlegene Spielgemeinschaft produzierte im ersten Abschnitt viele individuellen Fehler, woraus die Gastgeber aber kein Kapital schlagen konnten. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste jedoch immer kombinationssicherer. Sie hatten in Daniel Hipp einen überragenden Regisseur, der wie auch sein Mannschaftskollege Louis Schick mit geschickten Körpertäuschungen die TSV-Abwehr immer wieder überlistete. Nun wurde auch der gefürchtete Rückraum der HSG immer gefährlicher und der TSV ergab sich nach dem Geschmack der Fans und der Verantwortlichen viel zu früh seinem Schicksal. Die Körperhaltung der Platzherren sprachnun Bände, der Rest ist schnell erzählt: Gegner Fridingen stieß kaum mehr auf koordinierte Gegenwehr, hatte leichtes Spiel und zog Treffer um Treffer davon. In Hälfte zwei ergriff meist nur TSV-Spieler David Tovmasyan die Initiative. Er sprintete, setzte seinen Körper dynamisch ein und "feuerte aus allen Rohren". Er war im zweiten Abschnitt bester Bad Saulgauer Akteur. Doch er allein konnte am Ende die verdiente 23:32-Niederlage natürlich nicht verhindern. 

HSG-Trainer Mike Novakovic lobte beim Pressegespräch das disziplinierte Spiel seiner Mannschaft. "Wir hatten zwei Wochen Spielpause, waren davor auch sehr müde, haben Spiele verloren, haben uns aber richtig auskuriert und sehr gut trainiert. Wenn viele Spieler fehlen wie gerade beim TSV, ist das richtig sch......, das ist uns auch schon passiert und was das bedeutet, können wir Trainer gut bewerten. Der TSV ist normalerweise stärker als er heute aufgetreten ist", sagte Novacovic. TSV-Cheftrainer Csaba Horvath musste dagegen wieder eine Niederlage kommentieren. "Ich suche normalerweise keine Ausreden. Aber wir hatten nur wenigeSpieler der ersten Mannschaft im Training, einmal sieben und zweimal acht. Dabei waren auch noch kranke. Ich bin sehr froh, dass vier Spieler der zweiten Mannschaft ausgeholfen haben. Kämpfen müssen diejenigen, die auf der Platte stehen aber trotzdem", sagte Horvath. Angesprochen auf die prekäre Situation im Kampf um den Klassenerhalt sagte Horvath: "Am Dienstag müssen wir erst mal viele Gespräche führen. Wir müssen uns wieder finden und gemeinsam über die Situation reden, uns an den Ohren packen und aus dem Dreck ziehen", forderte der Coach. 

Auch der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand leidet mit. "Wir müssen uns in die fünfwöchige Winterpause retten und daran arbeiten, dass wir danach wieder wettbewerbsfähig sind. Voraussetzung dafür wird aber sein, dass sich die angeschlagenen Spieler wieder erholen", sagte Hillenbrand. 

Die nun folgende zweiwöchige Spielpause reicht natürlich nicht, um die gesamte Mannschaft wieder zu regenerieren. Die Fußverletzungen von Rosca und Gaspar scheinen langwierig zu sein. Patrick Osterc muss noch ein Spiel auf Grund einer Rotsperre pausieren. Zum letzten Spiel des Jahres und der Vorrunde empfängt der TSV am Samstag, den 9. Dezember um 18 Uhr in der Kronriedhalle die rückraumgewaltige Mannschaft des HVRW Laupheim.

 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan (5) , Csuka(8/davon 3 Siebenmeter), Schäfer (5/1), Reck (1), Gaspar (1), P. Engler, Balan (1)Rosca (1), Söder (1), Zimmerer, Aldica.

Der TSV gibt sich gegen Aufsteiger Fridingen/Mühlheim kämpferisch

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Fridingen/Mühlheim (Samstag, 18 Uhr, Kronriedhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Am Samstag trifft der Tabellenelfte der Handball-Württembergliga Süd TSV Bad Saulgau um 18 Uhr in der Kronriedhalle auf die Überraschungsmannschaft HSG Fridingen/Mühlheim. Der Aufsteiger hatte zu Beginn der Saison einen Super-Lauf und legte eine tolle Serie von vier Siegen in vier Spielen aufs Parkett. In den letzten Wochen ist die Leistung jedoch eher schwankend. Das Team von Trainer Mike Novacovic konnte zwar dem Tabellenführer Zizishausen einen Punkt abtrotzen, verlor aber die letzten beiden Begegnungen zu Hause knapp gegen Gerhausen und deutlicher in Laupheim. Mit 11:9 Punkten steht die spielerisch starke und rückraumgewaltige Mannschaft nicht unter Druck und kann frei aufspielen. Gastgeber Bad Saulgau dagegen steht mit 7:15 Punkten schon fast mit dem Rücken zur Wand und ist zum Siegen verdammt. TSV-Trainer Csaba Horvath steckt den Kopf nicht in den Sand und sieht gegen die HSG trotz wiederum großer Personalprobleme seine Chance. Er ist erneut auf die Unterstützung von Akteuren der zweiten Mannschaft angewiesen. Beim letzten Auswärtsspiel gegen Wangen zählten Linkshänder Matthias Fuchs und Cristian Aldica von der "Zweiten" zu den besten Spielern. Frederik Söder,Christian Zimmerer und Cristian Aldica von der Zweiten werden diesmal versuchen, dem kleinen Kader der Ersten so gut es geht unter die Arme zu greifen. Neben Sebastian Luib und Kreisläufer Patrick Osterc (noch zwei Spiele gesperrt) sind Nelu Rosca, Mittespieler Dennis Kaumann (Grippe) und Regisseur Istvan Gaspar (Fußverletzung) angeschlagen. Ihr Einsatz ist unwahrscheinlich.

Das Trainergespann Csaba Horvath/Stephan Utzinger war deshalb in dieser Woche nicht zu beneiden. Die halbe Stammmannschaft fehlte und die beiden Übungsleiter versuchten, mit den spielfreudigen Akteuren der zweiten Mannschaft, die am vergangenen Dienstag beim Pokalspiel den Landesligisten Feldkirch mit 37:17 nach Hause schickten, halbwegs vernünftige Trainingseinheiten zu absolvieren. Und dies gelang nach Aussage von Csaba Horvath ganz gut. "Ich hatte wenige Spieler zur Verfügung aber das Training hat zusammen mit der Zweiten ganz gut geklappt. Alle waren engagiert. Wenn jeder 100 Prozent gibt, dann kann was ganz interessantes dabei herausspringen. Miteinander können wir hier was erreichen. Mit hängenden Köpfen ins Spiel zu gehen,bringt nichts", sagt Horvath. "Unser Gegner verfügt über einen wurfgewaltigen Rückraum. Diesen in den Griff zu bekommen, wird für uns sicher eine schwere Aufgabe. Wenn wir aggressiv und geschlossen in der Abwehr dagegen halten, können wir gewinnen, da bin ich überzeugt, ergänzt der Coach. 

Gegner Fridingen zollt dem TSV durchaus Respekt, rechnet sich aber gegen den TSV Chancen aus. "Mit dem TSV Bad Saulgau wartet eine erfahrene Württembergliga-Mannschaft auf die HSG. Nach dem spielfreien Wochenende und den beiden Niederlagen gegen Gerhausen und Laupheim wollen unsere Donautal-Jungs endlich wieder zurück in die Erfolgsspur finden", ist auf der vereinseigenen Homepage zu lesen. 

"Wir zählen auf unsere Zuschauer, sie sind wie ein achter Mann auf dem Platz", sagt TSV-Trainer Horvath und hofft auf eine ähnlich voll besetzte Halle wie bei den letzten Heimspielen.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, P. Engler, BalanSöder,Zimmerer, Aldica.

 

 

Heimspielwochenende des TSV

Neben der Ersten präsentieren sich noch weitere TSV-Mannschaften am Wochenende in der Kronriedhalle. Am Samstag tritt die weibliche D-Jugend um 12.45 Uhr gegen die MTG Wangen an, bevor um 14.15 Uhr die männliche B-Jugend den TSV Laichingen zu Gast hat. Die zweite Herrenmannschaft gibt sich um 16 Uhr zum Vorspiel zur Ersten gegen die SG Ulm/Wiblingen 2 die Ehre und will unbedingt die Tabellenführung verteidigen. Am Sonntag geht's um 13 Uhr mit der männlichen C-Jugend gegen den TSV Blaustein weiter. Zum Abschluss des Heimspielwochenendes empfängt die weibliche C-Jugend um 14.30 Uhr die SG Schemmerhofen/Uttenweiler. 

 

Zweite deklassiert Landesligist Feldkirch

 

Handball-Bezirkspokal: TSV Bad Saulgau II - BW Feldkirch 37:17 (14:7)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Die zweite Herrenmannschaft trumpfte am Dienstagabend in der zweiten Runde des Bezirkspokal gegen den zwei Klassen höher spielenden BW Feldkirch vor gut 150 Zuschauern in der Kronriedhalle auf und ließ dem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Am Ende war der 37:17-Sieg auch in dieser Höhe verdient. Trainer Markus Weisser hatte sein Team blendend auf den Gegner eingestellt, der das gesamte Match über verzweifelt gegen die stabile TSV-Abwehr anrannte. Es gab einfach kein Durchkommen für die Mannschaft von BW-Coach Zoltan Balogh. So sehr sich die Vorarlberger auch mühten, der TSV war an diesem Abend auf jeder Position stärker. Umso verwunderlicher für die Fans, zählten doch acht der neun angereisten Spieler zum Stamm des Landesligateams. TSV-Coach Markus Weisser hatte aus Respekt vor der Klasse des Gegners Verstärkung aus der Ersten angefordert. Torhüter David Bakos, Neuzugang Daniel Balan und Fabian Kohler fügten sich sehr gut in das Spielsystem des Bezirksklasse-Teams ein und gaben wichtige Impulse. Zusätzliche Sicherheit gaben die ehemaligen Württemberliga-Akteure Frederik Söder, Christian Zimmerer sowie Fabian Hillenbrand, die aus einer seriösen, geschlossenen Abwehr schnelle Tempogegenstöße und sehenswerte Spielzüge einleiteten. Mit neun Treffern präsentierte sich Matthias Fuchs wiederum in bestechender Form. Wieselflink und treffsicher beeindruckte er Team und Fans. Er bekam in der vergangenen Woche einen Einsatz bei der Württembergliga-Mannschaft gegen die MTG Wangen und war einer der besten Akteure auf dem Parkett. Das Trainergespann der ersten Mannschaft Csaba Horvath/Stephan Utzinger war auch in der Halle und beobachtete den Linkshänder sowie den ein oder anderen weiteren Kandidaten für das Württembergligateam sicherlich aufmerksam. Spielmacher Cristian Aldica zeigte sich mit viel Übersicht undtrickreich sowie durchsetzungsfähig und setzte gekonnt seine Mitspieler Steve Hähnel, Witali Daungauer, Kreisläufer Markus Beutinger und Philipp Maas in Szene.

Torhüter Patrick Maas konnte wie David Bakos zudem viele Würfe des Gegners parieren. 

Mit diesem Sieg zog der TSV in die dritte Runde des Bezirkspokals ein. 

 

TSV: Bakos, P. Maas (beide im Tor), Hähnel (5), Daungauer (1), Kohler (5), Zimmerer, Aldica (2), Kurz (2), Fuchs (9), Ph. Maas (2), Söder (4), Hillenbrand (2), Balan (5), Beutinger.

 

Zweite trifft heute im Pokal auf Landesligisten Feldkirch

Der Spitzenreiter der Bezirksklasse TSV Bad Saulgau trifft in der zweiten Runde des Bezirkspokals am heutigen Dienstag um 20 Uhr in der Kronriedhalle auf den dreizehnten der Landesliga Feldkirch. Als die Erste noch in der Landesliga rangierte waren die Duelle gegen die Vorarlberger immer äußerst spannend und heiß umkämpft. Die zweite Herrenmannschaft von Trainer Markus Weisser ist heiß auf die Begegnung und sieht sich nicht chancenlos, hat sie doch so manchen Gegner der Bezirksliga schwindelig gespielt. Der TSV hat eine Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern in seinen Reihen. Der frühere Abwehrchef der "Ersten" Christian Zimmerer, Kreisläufer Frederik Söder, Wirbelwind Cristian Aldica und Florian Kurz haben viele Jahre Handballerfahrung auf dem Buckel. Linkshänder Matthias Fuchs kam am vergangenen Wochenende sogar beim Spiel der Ersten gegen Wangen zum Einsatz und gehörte bei den besten Spielern. Mit dabei auch einige A-Jugendliche. Auch Torhüter Patrick Maas ist für die Mannschaft eine Bank. 

Feldkirch müht sich zurzeit in der Landesliga und kämpft gegen den Abstieg. Zuletzt verlor man zu Hause gegen Tabellenführer Biberach knapp mit 26:28. Doch die Blau-Weißen sehen sich in der Landesliga aufgehoben und möchten mit ihrer verjüngten Mannschaft von Spiel zu Spiel Erfahrung sammeln und punkten. Da kommt ein solcher Gegner wie die zweite Mannschaft des TSV gerade recht. 

"Wir sind der Underdog, hoffen aber, eine Überraschung zu schaffen. Es ist eine schwierige Aufgabe, wir möchten aber eine Runde weiter kommen und tun alles dafür. Unser Team ist komplett und von der Ersten unterstützen uns Fabian Kohler, Daniel Ballan und Torhüter David Bakos", sagt TSV-Trainer Markus Weisser. "Wir bauen extra die mittlere Tribüne auf und hoffen bei diesem interessanten Spiel auf große Zuschauerunterstützung", sagt Weisser.

Der Eintritt ist frei, der Kiosk geöffnet.

Bad Saulgau ärgert sich über die verpasste Chance

Handball-Württembergliga Süd: MTG Wangen - TSV Bad Saulgau 27:25 (13:8)

 

Von Thomas Lehenherr

 

WANGEN/BAD SAULGAU - Am vergangenen Samstagabend schlug die MTG Wangen vor voll besetzten Rängen in der Argenhalle "Hölle Süd" im Kellerduell den TSV Bad Saulgau knapp mit 27:25. Der TSV hatte dabei mehrmals die Möglichkeit, das Spiel zu drehen. Das TSV-Trainergespann Csaba Horvath/Stephan Utzinger waren mit großen Personalproblemen nach Wangen gereist, da mit Sebastian Luib, Nelu Rosca (verletzt) und Patrick Osterc (gesperrt) gleich drei Leistungsträger ausfielen - und noch weitere Spiele ausfallen werden - und einige weitere Spieler angeschlagen waren. Mit Matthias Fuchs und Cristian Aldica sprangen zwei Akteure der zweiten Mannschaft aus der drei Klassen tiefer rangierenden Kreisklasse in die Presche. Und sie waren eine der besten ihres Teams. 

 

Erschreckend schwach begannen die Gastgeber und präsentierten sich in den ersten Minuten völlig konfus. Vor allem in der Abwehr waren die Platzherren fast hilflos. Es hagelte in den ersten Minuten gleich vier Zwei-Minutenstrafen gegen die MTG, der TSV kassierte in dieser Phase keine. Doch anstatt daraus Kapital zu schlagen, präsentierte sich der TSV in der ersten Halbzeit noch schwächer als die Heimmannschaft, bewegte sich langsam und produzierte - ohne unter Druck zu sein - einen Fehlpass nach dem anderen. 13 Fehlwürfe leisteten sich die Bad Saulgauer zudem im ersten Abschnitt und konnten zum Entsetzen der 100 mitgereisten Fans den schwachen Gastgeben nichts entgegensetzen. Im Gegenteil, MTG-Regisseur Elia Mayer nutzte die Gunst der Stunde, trieb seine Vorderleute an und so langsam gelang es den Hausherren, trotz stockendem Kombinationsspiel, sich vom TSV abzusetzen. So stand es zum Pausenpfiff 13:8 für die Männerturngemeinde, wobei sich das Match maximal auf Bezirksliganiveau bewegte, war man sich auch auf den Rängen einig. 

 

Nach der Pause zeigten sich beide Mannschaften deutlich stärker. Wenig erinnerte an die "peinliche" erste Halbzeit. Die Chancenverwertung wurde vor allem beim TSV besser. Ersatzspieler Matthias Fuchs wurde vom Bezirksklasse-Kollegen Cristian Aldica des Öfteren gekonnt frei gespielt, nahm sich ein Herz und traf aus spitzem Winkel von Rechtsaußen. Auch Dennis Kaumann witterte seine Chance und zeigte mehr Initiative. Treffer um Treffer arbeitete sich der TSV an die Gastgeber heran. Trainer Csaba Horvath stellte die Abwehr auf eine sehr offensive Variante um und schon zeigten sich beim Gegner Unsicherheiten. In dieser Phase sah MTG-Rückraumhüne Marc Kuttler wegen eines groben Fouls die Rote Karte und musste fortan auf der Bank Platz nehmen. TSV-Linksaußen Andreas Csuka und Dennis Kaumann führten dann durch ihre Treffer die Bad Saulgauer in der 47. Minute auf 19:20 an die MTG heran und das Match schien zu kippen. Die Bad Saulgauer hatten die Chance, auszugleichen und verwarfen. Auch beim 20:21 in der 50. Minute bot sich die Möglichkeit, auszugleichen, doch der TSV vergab erneut. Die Fans rieben sich verwundert die Augen, da in der zweiten Hälfte bis dato die Chancenverwertung sehr gut war und ausgerechnet in den entscheidenden Situationen die Nerven versagten. Dieses Szenario zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Spiele des TSV. 

Die Heimmannschaft nahm diese Einladung gerne an und erhöhte postwendend durch Sebastian Staudacher und den starken Rückraumspieler Martin Schnitzer. Zu allem Übel sah TSV-Kreisläufer Jochen Schäfer in der 54. Minute von den beiden Unparteiischen wegen Foulspiels die Rote Karte. Schäfer war jedoch bei dieser Aktion nicht am Ort des Geschehens, die Schiris lagen vermutlich einfach einer Verwechslung auf. Doch trotz Protesten gab es kein Zurück mehr. Zwei Treffer von Dennis Kaumann in der letzten Spielminute änderten nichts an der am Ende verdienten Niederlage des TSV. Enttäuscht ob der verpassten Chance verließ die Mannschaft das Parkett der Hölle Süd. Bad Saulgau rutschte durch diese Niederlage auf Platz elf der Tabelle ab. 

"Die erste Halbzeit war extrem schwach. Wir kommen in der zweiten Halbzeit heran und versagen wie so oft schon in den entscheidenden Situationen.", ärgerte sich der zweite TSV-Vorsitzende Alexander Osswald. 

Auch Allrounder Patrick Engler stand der Ärger ins Gesicht geschrieben. "Wir spielen von hinten immer noch viel zu langsam heraus. Das ist Oma-Handball. Die zweite Halbzeit war besser, aber immer noch nicht schnell genug. Wir müssen viel schneller werden", fasste er die Leistung seines Teams zusammen.

Nächster Gegner ist am kommenden Samstag, den 25. November um 18 Uhr in der Kornriedhalle der starke Aufsteiger aus Fridingen-Mühlheim.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan (2), Csuka (3), Schäfer (5), Kaumann (7), Reck, Gaspar (1), P. Engler (2), Balan (1), Fuchs (4), Kohler, Aldica.

Ohne 5 gehts nach Wangen

Handball-Württembergliga Süd: MTG Wangen - TSV Bad Saulgau (Samstag 20 Uhr, Argenhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

WANGEN/BAD SAULGAU - Am heutigen Samstag heißt es für den TSV Bad Saulgau im Derby gegen die MTG Wangen wieder "volle Konzentration und volle Kraft voraus", denn das Team von Trainer Csaba Horvath trifft um 20 Uhr in der Argenhalle (Hölle Süd) auf einen bis in die Haarspitzen motivierten Gegner. Die Männerturngemeinde liegt in der Tabelle noch hinter dem TSV und ist zum Siegen verdammt, möchte sie nicht noch weiter in den Abstiegsstrudel geraten. Auch die Bad Saulgauer stehen mit 7:13 Punkten nicht viel besserda. Auch ihnen würde ein Sieg gut zu Gesicht stehen. 

Ärgerlich für den TSV ist, dass ausgerechnet jetzt einige erfahrene Leistungsträger ausfallenund das wird auch so wohl noch einige Spieltage bleiben. Neben Sebastian Luib, der sich aus persönlichen Gründen für unbestimmte Zeit abmeldete, kann auch der seit dem ersten Saisonspiel angeschlagene Rückraumschütze Nelu Rosca wegen einer Fuß- und Rückenverletzung ziemlich sicher nicht spielen. Kreisläufer Patrick Osterc ist wegen eines Fouls letzte Woche im Spiel gegen Langenau für einige Begegnungen gesperrt. Die ab und an aushelfenden Akteure Frederik Söder und Fabian Hillenbrand stehen ebenfalls nicht zur Verfügung. Auch sind einige Spieler erkältet. Wie sich das Team am Samstag personell genau zusammensetzt, war bei Redaktionsschluss noch nicht klar. Sicher ist, dass Matthias Fuchs von der zweiten Mannschaft für das Spiel gegen Wangen mit von der Partie sein wird. 

 

Trotz dieser personellen Einschränkungen gibt der TSV nicht auf und zeigt sich kämpferisch. Eine Klatsche wie im letzten Jahr soll es jedenfalla nicht mehr geben. Da konnten die Bad Saulgauer in der Hölle Süd den extrem schnell spielenden Wangenern nichts entgegensetzen und verloren verdient mit 28:44. Auch das Heimspiel ging mit 30:35 verloren. Bei der Suche nach dem letzten Sieg gegen Wangen muss man schon fast in den Annalen blättern. Er reicht ins Jahr 2010 zurück, als am 29. Januar in der Kronriedhalle 900 Fans einen 32:27-Erfolg frenetisch bejubelten. 

Doch die Karten werden neu gemischt. Die Spieler, die heute zur Verfügung stehen, wären durchaus in der Lage, der temporeich spielenden Mannschaft aus Wangen ein Schnippchen zu schlagen, meinen die Vereinsverantwortlichen. "Wir müssen einfach unser Spiel spielen. Wenn wir den Kopf frei kriegen und in der Abwehr noch geschlossener agieren wie letzte Woche gegen Langenau, dann haben wir eine Chance. Mehr als 30 Gegentore sind nicht erlaubt", mahnt TSV-Trainer Csaba Horvath.

Sein Gegenüber MTG-Coach Markus Rosenwirth hat momentan noch größere Sorgen als der TSV und hofft auf den zweiten Heimsieg in dieser Saison. Er setzt auf die Spielmacher Elia Mayer und Robin Straub, die den TSV auskontern sollen. Möglicherweise setzt der Wangener Trainer auch den Ex-Bad Saulgauer Jugendspieler Hannes Fischer ein, der noch in der Wangener A-Jugend spielt. 

Indes spricht der zweite Vorsitzende Alexander Osswald dem Derby Brisanz zu. "Dieses Derby ist für beide Vereine immer etwas besonderes. Auch wenn die Voraussetzungen durch die vielen Ausfälle nicht optimal sind, erwarte ich jedoch, dass die Spieler, die auf dem Platz stehen, bis zum Schluss alles geben werden und es ein spannendes Spiel wird, eventuell mit einer positiven Überraschung für uns am Ende", hofft Alexander Osswald. 

Der TSV hofft wie immer auf viele Fan-Fahrgemeinschaften und lautstarke Unterstützung. Da die Wangener Halle bei den Derbys fast immer voll besetzt ist, rät der TSV eine Stunde vor Spielbeginn zu kommen. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, P. Engler, Balan, Fuchs. 

TSV fährt zum Derby nach Wangen

Nach fünf Pluspunkten in Folge und zwei Niederlagen gegen Heiningen und zuletzt Langenau fährt der TSV Bad Saulgau am Samstag, den 18. November, zum Lokalderby nach Wangen. Spielbeginn in der "Hölle Süd" ist um 20 Uhr. Der Männerturnverein steht mit 5:13 Punkten noch stärker unter Druck als der TSV mit 7:13. Mit einer erneuten Niederlage hätte Wangen den Anschluss ans rettende Ufer fast aus den Augen verloren. Auch der TSV muss gewinnen, um nicht in dieselben Schwierigkeiten zu geraten. Wangen spielt einen ähnlich schnellen Handball wie der letzte Gegner Langenau, mit dessen Hochgeschwindigkeitsangriffen der TSV kaum zurecht kam und mit 30:33 das Nachsehen hatte. In den letzten Jahren gab's gegen Wangen nichts zu holen, der letzte Sieg (32:27) datiert vom 29. Januar 2010. Höchste Zeit, dass Bad Saulgau mal wieder gewinnt, meinen die TSV-Fans. Trainer Csaba Horvath setzt auf lautstarke Unterstützung der Fans. Ratsam wäre, eine Stunde vor Spielbeginn vor Ort zu sein, um einen sicheren Platz in der nicht sehr großen Wangener Halle zu bekommen. 

 

Heimspielsonntag im Kronried

Am Sonntag, den 19. November haben fünf TSV-Mannschaften Heimrecht im Kronried. Um 11 Uhr empfängt die männliche B-Jugend den TV Gerhausen. Mit einem Sieg könnte sie auf Tabellenplatz zwei vorstoßen. Im Anschluss um 12.30 Uhr tritt die weibliche D-Jugend gegen Tabellenführer Biberach an. Es folgt um 14 Uhr die weibliche B-Jugend mit ihrem Spiel gegen den Tabellennachbarn SC Lehr. um 15.40 Uhr tritt die dritte Herrenmannschaft gegen die dritte Mannschaft von Laupheim an, bevor um 17.30 Uhr die Damenmannschaft des TSV gegen Lehr 3 ihren zweiten Saisonsieg anstrebt.

Langenau war zu schnell für den TSV

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Langenau/Elchingen 30:33 (12:15)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Es bleibt dabei. Württembergligist TSV Bad Saulgau kann gegen die wieselflinke Mannschaft des HSG Langenau-Elchingen einfach nicht gewinnen. Am vergangenen Samstagabend unterlag die Mannschaft des Trainergespanns Csaba Horvath/Stephan Utzinger vor voll besetzten Zuschauerrängen in der Kronriedhalle mit 30:33. Dabei hatte der TSV zwar besser gespielt als bei den hohen Niederlagen in der vergangenen Saison, aber es reichte eben trotzdem noch nicht gegen das gut eingespielte Team von Trainer Hartwig Schenk

Dabei bereitete den Bad Saulgauern der Hochgeschwindigkeits-Handball des Gastes große Probleme. Warf der TSV mal einen Treffer, kam meist nur wenige Sekunden später die Antwort. Es gab nur selten eine Verschnaufpause und der TSV konnte oft nur hinterher schauen. Zu allem Überfluss bekam Kreisläufer Patrick Osterc bei einer Abwehraktion wegen eines Ellbogenchecks die Rote Karte mit Eintrag und wird voraussichtlich für zwei, drei Partien gesperrt. Trainer Horvath fehlte nun neben Sebastian Luib, der sich aus persönlichen Gründen für längere Zeit abmeldete, ein weiterer Stammspieler. Auch Nelu Rosca merkte man seine Fuß- und Rückenverletzung an. Er konnte deswegen nur mit "angezogener Handbremse" spielen. Trotzdem war er mit sieben Treffern bester TSV-Schütze. 

 

Doch der Reihe nach: Nach zwei schnellen Treffern von HSG-Akteur Henrik Schenk kamen die Platzherren langsam in Tritt und konnten die Partie offen gestalten. Patrik Osterc, Nelu Rosca, Michael Reck und Istvan Gaspar konnten zur 5:4- und 6:5-Führung vorlegen. Doch in der Folge nahmen die nicht gerade groß gewachsenen Langenauer Spieler mehr und mehr das Heft in die Hand und konnten sich durch Fabian Buntz, Kreisläufer Jan Schaden und Rückraumspieler Simon Schorn etwas vom TSV absetzen. Dennis Kaumann und Jochen Schäfer verhinderten Schlimmeres und hielten den Abstand zur Pause in Grenzen. Mit 12:15 ging's in die Kabinen. 

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich nicht viel. Die HSG kombinierte und der TSV konnte mit Einzelaktionen und Paraden der beiden Torhüter David Bakos und Jonas Englerdie Hausherren einigermaßen im Spiel halten. Die Abwehr wusste gegen die energisch und kompromisslos agierende "Angriffsmaschine" des Gegners oft keinen Rat. Packte die Defensive kräftig zu, hagelte es Zweiminutenstrafen oder Siebenmeter-Strafwürfe, war sie passiv, wurde sie meist durch kluge und blitzschnelle Kombinationen und Bodenpässe ausgespielt. Die 750 Fans im Kronrieder Hexenkessel feuerten ihre Mannschaft an, konnten aber nicht verhindern, dass der Gegner den Abstand halten und zeitweise sogar noch vergrößern konnte. TSV-Spielmacher Istvan Gaspar war an diesem Abend wiederum aktivster Bad Saulgauer Spieler, übernahm Verantwortung und trieb sein Team an. Andreas Csuka, Reservist Fabian Hillenbrand, der nochmals aushalf,und Jochen Schäfer verkürzten zwei Minuten vor dem Ende noch einmal auf zwei Treffer (30:32). Der TSV hatte dann sogar die Möglichkeit auf einen Treffer heranzukommen und scheiterte am überragenden Gästetorhüter Jan Schönefeld. Im Gegenzug erzielte HSG-Spieler Simon Schorn den 30:33-Endstand. 

 

Im anschleißenden Pressegespräch zeigte sich HSG-Trainer Hartwig Schenk glücklich über den Sieg. "Anfangs war das Spiel ausgeglichen, kurz vor der Halbzeit konnten wir uns absetzen. Die Schiedsrichter haben dann etwas kleinlich gepfiffen. Hinten raus hätte es nochmals eng werden können. Bad Saulgau hat gut gekämpft und ist stärker als letztes Jahr", lobte der Gasttrainer den TSV und gab als Saisonziel einen Platz unter den ersten fünf der Tabelle aus.

TSV-Coach Csaba Horvath war sichtlich enttäuscht. "Wir hatten eine schwache Trainingswoche. Am Dienstag waren nur sieben und am Donnerstag sechs Spieler dabei. Wir haben die gleichen Fehler gemacht wie in Heiningen. Die beiden Kreisläufer der HSG waren gut, bereiteten uns große Schwierigkeiten", sagte Horvath. "Nächste Woche wartet mit Wangen ein ähnlich schneller Gegner auf uns. Im Hexenkessel in Wangen wird es nicht einfacher", mahnt der Trainer. 

Spielbeginn am kommenden Samstag, den 18. November in der Wangener "Hölle Süd" ist um 20 Uhr. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka (5), Schäfer (3), Kaumann (2), Reck (1), Gaspar (4), P. Engler (2), Osterc (2), Balan (2), Rosca (7/davon 2 Siebenmeter), Hillenbrand (2).

Hier die Bilder vom Spiel von Stephan Schranz

 

Langenau war zu schnell für den TSV

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Langenau/Elchingen 30:33 (12:15)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Es bleibt dabei. Württembergligist TSV Bad Saulgau kann gegen die wieselflinke Mannschaft des HSG Langenau-Elchingen einfach nicht gewinnen. Am vergangenen Samstagabend unterlag die Mannschaft des Trainergespanns Csaba Horvath/Stephan Utzinger vor voll besetzten Zuschauerrängen in der Kronriedhalle mit 30:33. Dabei hatte der TSV zwar besser gespielt als bei den hohen Niederlagen in der vergangenen Saison, aber es reichte eben trotzdem noch nicht gegen das gut eingespielte Team von Trainer Hartwig Schenk

Dabei bereitete den Bad Saulgauern der Hochgeschwindigkeits-Handball des Gastes große Probleme. Warf der TSV mal einen Treffer, kam meist nur wenige Sekunden später die Antwort. Es gab nur selten eine Verschnaufpause und der TSV konnte oft nur hinterher schauen. Zu allem Überfluss bekam Kreisläufer Patrick Osterc bei einer Abwehraktion wegen eines Ellbogenchecks die Rote Karte mit Eintrag und wird voraussichtlich für zwei, drei Partien gesperrt. Trainer Horvath fehlte nun neben Sebastian Luib, der sich aus persönlichen Gründen für längere Zeit abmeldete, ein weiterer Stammspieler. Auch Nelu Rosca merkte man seine Fuß- und Rückenverletzung an. Er konnte deswegen nur mit "angezogener Handbremse" spielen. Trotzdem war er mit sieben Treffern bester TSV-Schütze. 

 

Doch der Reihe nach: Nach zwei schnellen Treffern von HSG-Akteur Henrik Schenk kamen die Platzherren langsam in Tritt und konnten die Partie offen gestalten. Patrik Osterc, Nelu Rosca, Michael Reck und Istvan Gaspar konnten zur 5:4- und 6:5-Führung vorlegen. Doch in der Folge nahmen die nicht gerade groß gewachsenen Langenauer Spieler mehr und mehr das Heft in die Hand und konnten sich durch Fabian Buntz, Kreisläufer Jan Schaden und Rückraumspieler Simon Schorn etwas vom TSV absetzen. Dennis Kaumann und Jochen Schäfer verhinderten Schlimmeres und hielten den Abstand zur Pause in Grenzen. Mit 12:15 ging's in die Kabinen. 

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich nicht viel. Die HSG kombinierte und der TSV konnte mit Einzelaktionen und Paraden der beiden Torhüter David Bakos und Jonas Englerdie Hausherren einigermaßen im Spiel halten. Die Abwehr wusste gegen die energisch und kompromisslos agierende "Angriffsmaschine" des Gegners oft keinen Rat. Packte die Defensive kräftig zu, hagelte es Zweiminutenstrafen oder Siebenmeter-Strafwürfe, war sie passiv, wurde sie meist durch kluge und blitzschnelle Kombinationen und Bodenpässe ausgespielt. Die 750 Fans im Kronrieder Hexenkessel feuerten ihre Mannschaft an, konnten aber nicht verhindern, dass der Gegner den Abstand halten und zeitweise sogar noch vergrößern konnte. TSV-Spielmacher Istvan Gaspar war an diesem Abend wiederum aktivster Bad Saulgauer Spieler, übernahm Verantwortung und trieb sein Team an. Andreas Csuka, Reservist Fabian Hillenbrand, der nochmals aushalf,und Jochen Schäfer verkürzten zwei Minuten vor dem Ende noch einmal auf zwei Treffer (30:32). Der TSV hatte dann sogar die Möglichkeit auf einen Treffer heranzukommen und scheiterte am überragenden Gästetorhüter Jan Schönefeld. Im Gegenzug erzielte HSG-Spieler Simon Schorn den 30:33-Endstand. 

 

Im anschleißenden Pressegespräch zeigte sich HSG-Trainer Hartwig Schenk glücklich über den Sieg. "Anfangs war das Spiel ausgeglichen, kurz vor der Halbzeit konnten wir uns absetzen. Die Schiedsrichter haben dann etwas kleinlich gepfiffen. Hinten raus hätte es nochmals eng werden können. Bad Saulgau hat gut gekämpft und ist stärker als letztes Jahr", lobte der Gasttrainer den TSV und gab als Saisonziel einen Platz unter den ersten fünf der Tabelle aus.

TSV-Coach Csaba Horvath war sichtlich enttäuscht. "Wir hatten eine schwache Trainingswoche. Am Dienstag waren nur sieben und am Donnerstag sechs Spieler dabei. Wir haben die gleichen Fehler gemacht wie in Heiningen. Die beiden Kreisläufer der HSG waren gut, bereiteten uns große Schwierigkeiten", sagte Horvath. "Nächste Woche wartet mit Wangen ein ähnlich schneller Gegner auf uns. Im Hexenkessel in Wangen wird es nicht einfacher", mahnt der Trainer. 

Spielbeginn am kommenden Samstag, den 18. November in der Wangener "Hölle Süd" ist um 20 Uhr. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka (5), Schäfer (3), Kaumann (2), Reck (1), Gaspar (4), P. Engler (2), Osterc (2), Balan (2), Rosca (7/davon 2 Siebenmeter), Hillenbrand (2).

 

Gegen Langenau ist noch was gut zu machen

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau – HSG Langenau/Elchingen (Samstag 18 Uhr Kronriedhalle)

Von Thomas Lehenherr

BAD SAULGAU – Am heutigen Samstag empfängt der TSV Bad Saulgau um 18 Uhr in der Kronriedhalle den Tabellensechsten HSG Langenau/Elchingen. Zuschauer und Akteure hoffen auf ein ähnlich gutes und interessantes Match wie beim letzten Heimspieltag am 1. November gegen Wolfschlugen, als der TSV dem Favoriten vor 850 begeisterten Zuschauern ein Unentschieden (26:26) abtrotzte. Dies wird allerdings nicht einfach werden, da die Erinnerungen an die HSG alles andere als erfreulich sind. In der letzten Saison erlebte der TSV im Heimspiel wie auch beim Auswärtsspiel ein Debakel und verlor mit elf bzw. 9 Treffern Unterschied. Damals war der wieselflinke Kreisläufer Jan Schaden treibende Kraft bei den Langenauern, Daniel Ruoff und der äußerst dynamische Felix Junginger verwandelten fast nach Belieben. Die gleichen Spieler sind auch heute noch in den Reihen der HSG und sorgen mehr denn je für ständige Torgefahr. Die extrem schnelle Spielweise der nicht gerade groß gewachsenen HSG-Spieler "brachen dem TSV damals das Genick". Man darf gespannt sein, was die Bad Saulgauer daraus gelernt haben und ob sie heute die schnellen Langenauer Einzelspieler stoppen können. Große Verschnaufpausen wird es gegen diese Mannschaft jedenfallsnicht geben, das weiß auch TSV-Cheftrainer Csaba Horvath, der in dieser Woche versucht hat, sein Team auf diesen Gegner einzustellen. Der TSV sollte unbedingt punkten, möchte er nicht die Tuchfühlung zum Mittelfeld verlieren. Zum Leidwesen des Cheftrainers fehlte bei den ersten zwei Trainingstagen diese Woche aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen die halbe Mannschaft. Trotzdem versuchte Horvath nochmals, die Angriffe effektiver zu gestalten. Der Rückraum sowie die Kreisläufer könnten hier eine entscheidende Rolle spielen. Auch die Abwehr sollte mehr zupacken als beim letzten Auswärtsspiel in Heiningen und muss gegen die pfeilschnellen HSG-Gegenspieler stets auf der Hut sein. „Die Trainingswoche ist leider nicht optimal gelaufen. Wir waren nur am Freitag einigermaßen vollzählig. Ich habe aber trotzdem die Hoffnung, dass mein Team sich besser anstellt als im Spiel gegen Heiningen. Es treffen am Samstag zwei völlig verschiedene Spielsysteme aufeinander. Darin besteht aber auch unserer Chance. Vielleicht tut sich Langenau mit unserer Spielweise schwer. Wenn jeder alles gibt und der Kopf frei ist, können wir mit Unterstützung unserer einmaligen Zuschauer auch Langenau schlagen“, sagt Horvath. 

Wie immer „fiebert“ der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand besonders mit der Mannschaft mit. „Auf Grund unserer Auswärtsschwäche stehen wir zu Hause wieder unter gehörigem Druck. Sieht man sich die Tabellensituation nach neuen Spieltagen an, dann sollten wir im Heimspiel punkten, um Abstand zu Relegationsplatz 12 zu wahren. Ziel muss sein, uns im Mittelfeld zu positionieren“, sagt Hillenbrand.

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, P. Engler, Osterc, Balan, Rosca. 

 

 

Heimspielsamstag

Auch weitere TSV-Teams kämpfen am Samstag, 11. November in der Kronriedhall um Punkte. Um 11 Uhr empfängt die männliche B-Jugend die SG Ulm/Wiblingen 2 und um 12.45 Uhr tritt die männliche C-Jugend gegen den HC Hard 2 an. Die weibliche C-Jugend setzt den Handballnachmittag um 14.30 Uhr gegen die HSG Langenau fort, bevor die weibliche B-Jugend um 16.15 Uhr gegen den TSV Laichingen antritt. Nach dem Höhepunkt des Abends dem Spiel der ersten Herrenmannschaft gegen Langenau um 18 Uhr möchte die dritte Herrenmannschaft um 20 Uhr gegen den TSV Laichingen punkten. 

 

 

Die Fotos von den Spielen am Sonntag sind online. 

Danke an Stephan Schranz

 

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2017/gJD/171105/

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2017/mJA/171105/

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2017/Maenner%202/171105/

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2017/Frauen/171105

 

oder alternativ:


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Niederlage für den TSV 

 

gegen Heiningen

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Heiningen - TSV Bad Saulgau 30:22 (15:13)

 

Von Thomas Lehenherr

 

HEININGEN/BAD SAULGAU - 

 

Württembergligist TSV Bad Saulgau hat am gestrigen Sonntag sein Auswärtsspiel in Heiningen verloren und liegt nun mit 7:11 Punkten auf Tabellenplatz zehn. Dabei hatte sich die Mannschaft von Trainer Csaba Horvath nach dem Punktgewinn und der Leistungssteigerung beim Spiel gegen Wolfschlugen viel vorgenommen. In der vergangenen Saison konnte der TSV noch beide Spiele gegen Heiningen knapp gewinnen, doch die Mannschaft aus dem Raum Göppingen ist dieses Jahr wesentlich stärker einzuschätzen, was dem TSV durchaus bewusst war.

Sehr zum Ärger des TSV steckte der Fanbus mit den Spielern auf der Anfahrt sehr lange auf der A 8 im Stau. Ankunft war erst ein paar Minuten vor dem offiziellen Spielbeginn. Das Spiel wurde deshalb um zehn Minuten verschoben. Doch dem TSV blieb nicht viel Zeit zum Aufwärmen. Noch etwas müde im Kopf und auf den Beinen ging dann der TSV ins Spiel und kam gleich etwas ins Hintertreffen. Dennis Kaumann ging in der Abwehr sofort zur Sache und kassierte in der ersten Hälfte dafür gleich zwei Zeitstrafen. Auch Spielführer Istvan Gaspar musste zwei Minuten vom Feld. Trotz des Unterzahlspiels kam der TSV mit zunehmender Spieldauer besser ins Match und blieb an den "Staren" dran. Das Spiel von Heiningen wurde gewohnt souverän vom starken Führungsspieler und achtfachen Torschützen Julian de Boer dirigiert. Mit 15:13 für Heiningen ging's dann zur Pause in die Kabinen.

In Hälfte zwei blieb der TSV zunächst dran, konnte auf 15:16 verkürzen, brach dann kurzzeitig ein und ließ die Hausherren auf 19:15 davonziehen. Jetzt drehte der neunfache Torschütze Istvan Gaspar auf und erzielte mit drei Treffern in Folge den 19:19-Gleichstand. In dieser Phase mussten zwei Feldspieler des TSV nacheinander für zwei Minuten vom Platz. Die fälligen Siebenmeter wurden von Heiningen verwandelt. Das Match wurde hektisch und Heiningen konnte in der 49. Minute seinen Vorsprung auf 25:20 ausbauen. Die darauf folgende Auszeit von Trainer Csaba Horvath bewirkte auch nicht mehr viel beim TSV, zu hoch war der Rückstand und zu unsicher agierte nun der Angriff des TSV. Es gab viele Fehlwürfe und am Ende haben sich die Bad Saulgauer aufgegeben und das Kämpfen eingestellt. Die Heininger Felix Kohnle und Robin Zöller machten nun mit ihrem kompromisslosen Spiel und ihren Treffern dem TSV vollends den "Garaus". 

"Schade, wir waren einfach nach dieser anstrengenden Woche mit zwei Spielen und dieser nervenaufreibenden langen Anreise im Stau zu müde. Die ganze Mannschaft war nicht so gut wie zuletzt, wir haben in Abwehr und Angriff nicht konsequent gespielt und am Ende haben wir aufgegeben. Das darf allerdings nicht passieren, sieben Tore Abstand mussten nicht sein. Heiningen hat clever gespielt und sich gut auf uns vorbereitet", sagte TSV-Cheftrainer Csaba Horvath. "Wir müssen den Mund abwischen und einfach weiter üben. Die Abwehr muss aggressiver werden, der Angriff war zu langsam, die Chancenverwertung zu schlecht", analysiert Horvath. 

Nächster Gegner ist am kommenden Samstag, den 11. November u 18 Uhr in der Kronriedhalle der Tabellensechste HSG Langenau. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka (4), Tovmasyan (4), Schäfer, Kaumann, Reck (1), Gaspar (9), Engler, Osterc (3), Balan (1), Rosca (1).

 

 

A-Jugend und Zweite

 

gewinnen

 

Am Heimspielsonntag kämpfte die männliche A-Jugend von Trainer Stephan Utzinger vorbildlich, schlug Ailingen knapp aber verdient mit 22:21. Als Utzinger mit der "Ersten" nach Heiningen musste, sprang Nico Bota als Coach ein. Die A-Jugend machte durch den Erfolg einen großen Sprung vom neunten auf den sechsten Tabellenplatz. Anschließend brillierte die zweite Herrenmannschaft von Trainer Markus Weisser und spielte Gegner Friedrichshafen/Fischbach schwindelig. Der 39:15-Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Mit acht Siegen in acht Spielen steht der TSV unangefochten an der Spitze der Bezirksklasse. Die TSV-Damen verloren das letzte Spiel des Tages gegen Ehingen/Donau deutlich mit 13:28.

 

Kann der TSV auch die Spitzenmannschaft Heiningen ärgern?

Welche Taktik lässt sich Trainer Csaba Horvath gegen die starken Heininger einfallen?

Handball-Württembergliga Süd: TSV Heiningen - TSV Bad Saulgau (Sonntag, 17.30 Uhr Voralbhalle)

Von Thomas Lehenherr

HEININGEN/BAD SAULGAU - Nach drei Spielen in Folge ohne Niederlage und dem kämpferisch vorbildlichem Match am vergangenen Mittwoch gegen Wolfschlugen (26:26) vor 850 Zuschauern, steht dem TSV Bad Saulgau eine weitere schwierige Aufgabe bevor. Die Mannschaft des Trainergespanns Csaba Horvath/Stephan Utzinger reist zum Tabellenfünften nach Heiningen bei Göppingen. Spielbeginn in der Voralbhalle ist am Sonntag um 17.30 Uhr.
Der TSV möchte unbedingt den Schwung des erfrischenden Spiels gegen Wolfschlugen mitnehmen, wohl wissend, dass auswärts gegen eine Spitzenmannschaft noch eine Schippe drauf gelegt werden sollte. Deshalb setzte der TSV trotz des Spiels am Mittwoch sein Trainingsprogramm die zwei darauffolgenden Tage fort. "Am Donnerstag machten wir ein Erholungstraining und bewegten uns locker mit dem Ball. Die Spieler ließen sich außerdem immer wieder von unseren Physio-Damen behandeln und massieren. Bewegung und Spaß standen im Vordergrund", sagt Csaba Horvath. Freitags wurde dann wieder intensiver trainiert, an der Abwehrarbeit gefeilt und es wurden Spielzüge einstudiert.

In der vergangenen Saison ging der TSV bei beiden Spielen gegen Heiningen als Sieger hervor. Die Mannschaft des gegnerischen Trainers Marcus Graf ist jedoch in diesem Jahr viel stärker einzuschätzen und zählt zu den besten Teams der Liga. Heiningen sieht sich bei diesem Spiel selbst auch als Favorit, ist der vereinseigenen Homepage zu entnehmen. Die Niederlagen vom letzten Jahr möchten die "Schnaken" mit einem Sieg gegen Bad Saulgau vergessen machen.
Heiningens Ausnahmekönner Julian de Boer steht mit 54 -Treffern in acht Begegnungen und 21 verwandelten Siebenmetern (von 26) unangefochten an der Spitze der Torschützenliste. Louis Unseld sowie Robin und Chris Zöller folgen ihm mit einigem Abstand.

Der TSV weiß sehr wohl, was ihn an geballter Spielstärke erwartet, verbringt jedoch nicht allzu viel Zeit, sich mit dem Gegner zu befassen. "Wir beschäftigen uns mit unserem Spiel und unseren Stärken und Schwächen. Ich weiß, Heiningen spielt ähnliches System wie Wolfschlugen, ist gut eingespielt, körperlich sehr stark und hat noch größere Spieler als Wolfschlugen. Trotzdem meine ich, wenn wir das umsetzen, was wir zu leisten im Stande sind, können wir gegen jede Mannschaft der Liga bestehen. Wir müssen einfach mutig sein und kämpfen. Wir können nur uns selber schlagen", sagt Horvath.
Ärgerlich für den Trainer ist, dass sich die Personalsituation wohl noch nicht verbessert. Routinier und Rückraumschütze Nelu Rosca, der sich im Spiel gegen Wolfschlugen am Rücken verletzte, muss möglicherweise pausieren genauso wie Linkshänder Sebastian Luib, der immer noch an seiner Fußverletzung laboriert. Fabian Kohler wird an diesem Wochenende die zweite Mannschaft unterstützen. Auch der Einsatz von Patrick Engler, der nach mehreren Wochen Auslandsaufenthalt heute erst wieder nach Deutschland zurückkommt, ist ungewiss. Dennoch sieht auch neben dem Trainergespann der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand den TSV nicht chancenlos. "Wichtig wird sein, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten. Wenn die Abwehr und unsere Torhüter die Leistung vom Mittwochspiel gegen Wolfschlugen bestätigen können, dann liegt ein Punktgewinn oder sogar ein Sieg im Bereich des Möglichen", sagt Hillenbrand.

Eine große Hilfe ist dem TSV sicherlich auch die treue Fangemeinde. "Ich freue mich auf viele TSV-Fans in Heiningen. Sie waren am Mittwoch für uns der achte Mann auf dem Platz", sagt Csaba Horvath. Der TSV setzt einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 14 Uhr auf dem Festplatz hinter der Kronriedhalle.

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka, Tovmasyan, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Engler, Osterc, Balan, Rosca, Fritz, Schwendele.

  

Heimspiele am Sonntag im Kronried

Baut die 2. Herren um Marius Kohler ihre Serie weiter aus?

Anders als die erste Herrenmannschaft haben andere TSV-Mannschaften am Sonntag, den 5. November Heimrecht. Bereits um 11.30 Uhr empfängt die gemischte D-Jugend den TSB Ravensburg in der Kronriedhalle und um 13 Uhr hat die männliche A-Jugend von Trainer Stephan Utzinger die TSG Ailingen zu Gast. Die zweite Herrenmannschaft von Coach Markus Weisser freut sich auf die HSG Fischbach 2 und möchte im achten Spiel ihren achten Sieg einfahren. Den Schlusspunkt setzt die Damenmannschaft des TSV, die um 17 Uhr gegen die TSG Ehingen/Donau ihren zweiten Saisonsieg anstrebt.
Die TSV Teams würden sich über Unterstützung sehr freuen.

 

Bad Saulgau spielt stark und erreicht ein Remis gegen die Hexabanner

Wurfgewaltig: David Tovmasyan mit 5 sehenswerten Treffern gegen Wolfschlugen

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau- TSV Wolfschlugen 26:26 (14:12)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU -

 

Die Verantwortlichen trauten am gestrigen Allerheiligen-Feiertag ihren Augen kaum. An diesem eher ungewöhnlichen Termin rechnete der TSV allenfalls mit 500 Zuschauern. Dass es am Ende 850 Fans waren, hätte die Mannschaft des Trainergespanns Csaba Horvath/Stephan Utzinger nicht in ihren kühnsten Träumen geglaubt. Und der TSV lieferte. Gegner Wolfschlugen war als Tabellendritter angereist und galt natürlich als Favorit.

Der TSV kam selbstbewusst aus der Kabine, lag zwar in der 9. Minute mit 1:4 zurück, ließ sich dadurch jedoch nicht beeindrucken und holte Punkt für Punkt auf. Spielführer Istvan Gaspar und Mittespieler Dennis Kaumann zeigten dabei ihre Klasse und führten die Mannschaft durch angesagte Spielzüge an den Gegner heran. Die Abwehr funktionierte mit zunehmender Spieldauer immer besser. Markus Reck war wiederum in der Rolle des Störers und die Absprache im Team funktionierte gegen die körperlich groß gewachsenen Rückraumspieler der "Hexabanner" ebenfalls ganz gut. Patrick Osterc und sein Kreisläuferkollege Jochen Schäfer sowie Neuzugang Daniel Balan waren auch in der Defensive schnell auf den Beinen und machten ihren Gegenspielern "das Leben schwer". Wolfschlugens Routinier Matthias Kania und der wieselflinke Yannik Heetel schafften es dennoch, immer wieder durch die dicht gestaffelte TSV-Abwehr durchzustoßen. Der Ausgleich zum 10:10 durch Istvan Gaspar fiel in der 25. Minute und der "Hexenkessel Kronriedhalle" machte seinem Ruf alle Ehre. Man konnte sein eigenes Wort kaum verstehen, die Stimmung war kaum zu überbieten. Torhüter Jonas Engler war wieder in blendender Form und hielt, was zu halten war. Auch der gegnerische Torhüter war in guter Form. Als wiederum Gaspar durch einen herrlichen Treffer die 14:12-Halbzeitführung erzielte, war das Publikum kaum mehr zu halten. Der TSV steigerte sich von Spiel zu Spiel, doch dass er trotz vieler neuer Spieler bereits in dieser frühen Saisonphase zu solch einer guten, mannschaftlich geschlossenen Leistung fähig war, glaubten wohl die wenigsten. Auch Neuzugang David Tovmasian zeigte dabei gutes Durchsetzungsvermögen im Angriff.

Nach der Pause behielten die Hausherren zunächst das Ruder in der Hand, hatten die Chance, auf drei, vier Tore davonzuziehen, scheiterten aber an eigenen Leichtsinnsfehlern. So kam Wolfschlugen näher und näher und übernahm in der 46. Minute die Führung (19:18). Die Gastgeber gaben nicht auf, kämpften sich wieder heran, auch als Matthias Kania in der 52. Minute einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Hexabanner herausspielte. Das Spiel war an Spannung kaum zu überbieten und als Andreas Csuka vier Sekunden vor Schluss am Kreis zum 26:26-Endstand ausglich, gab's kein Halten mehr.

Zuschauer, Spieler und Verantwortliche lagen sich in den Armen. "Das war Werbung für den Handball. Ein Klasse-Spiel von beiden Mannschaften", war der einhellige Tenor der Fans.

"Ein Punkt ist gerecht. Ich bin dennoch ein bisschen unzufrieden. Als wir in der zweiten Halbzeit zwei Tore in Front lagen, haben wir es wegen der eigenen Fehler versäumt, den Vorsprung auszubauen. Wir haben aber gut gekämpft und das großartige Publikum hat uns dabei sehr geholfen", sagte TSV-Chefcoach Csaba Horvath. Der gegnerische Trainer Markus Stotz sah das anders. "Bad Saulgau kann meiner Meinung nach mit dem Punkt glücklich sein. Unser Rückraumspieler ist ziemlich bald verletzt ausgeschieden. Im zweiten Abschnitt haben wir es versäumt, Tore zu machen. Dennoch Gratulation an Bad Saulgau", sagte Stotz. "Wir sind nicht immer Favorit. Meine Mannschaft hat 13 neue Spieler. Es sind zwar gute Einzelspieler dabei, aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns", ergänzte Stotz.

Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. Zum nächsten Spiel hofft der TSV, dass auch die verletzten Spieler Sebastian Luib, Nelu Rosca - er hat sich gegen Wolfschlugen zu einem frühen Zeitpunkt am Rücken verletzt - und Allrounder Patrick Engler wieder zur Mannschaft stoßen.

 

Nächster Gegner des TSV ist am kommenden Sonntag, den 5. November der TSV Heiningen. Spielbeginn in Heiningen ist um 17.30 Uhr. Abfahrt des Fanbusses ist um 14 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle.

 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka (8/davon 5 Siebenmeter), Tovmasyan (5), Schäfer (1), Kaumann (4), Reck, Gaspar (6), Osterc (2), Balan, Rosca, Fritz, Kohler.

 

Zweite verteidigt Tabellenführung

Mit 11 Toren Topscorer beim TSV: Patrick Fritz

Als Tabellenführer mit 12:0 Punkte musste die zweite Mannschaft am vergangenen Wochenende bei der TSG Ehingen antreten. Von der Tabellensituation her eigentlich eine klare Sache für die Jungs von Trainer Markus Weisser. Allerdings musste der Trainer etwas improvisieren, fehlten doch mit Markus Beutinger, Philipp Maas, Steve Hähnel, Moritz Eisele, Matthias Fuchs und Freddy Söder gleich 6 Spieler. Der Ausfall konnte teilweise kompensiert werden durch das Comeback von Christian Zimmerer sowie durch die A-Jugendlichen Robin Rath und Luis Lehenherr.
Der Start in das Spiel verlief sehr schleppend. Zwar lag man mit 4:0 und 6:3 in Führung, überzeugend vortragen waren die Angriffe aber keines falls. Im Laufe des Spiels setzte sich die Mannschaft immer deutlicher von der TSG Ehingen ab, so dass zur Halbzeit eine deutliche 18:7 Führung zu Buche stand.
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Ehingen kämpfte und versuchte dem TSV Paroli zu bieten. Mehr als ein Versuch war es allerdings nicht. Am Ende gewinnt die Zweite verdient und deutlich mit 40:23. Am kommenden Woche steht bereits das nächste Spiel gegen die zweite Mannschaft der HSG Friedrichshafen-Fischbach an. Ein lösbare Aufgabe, stehend die Häfler doch derzeit mit 0:12 Punkte am Tabellenende. Die nächsten Spiele werden zeigen wohin der Wege der Mannschaft von Trainer Weisser geht.
Am 11.11. fährt man zum Tabellenvierten HCL Vogt. Am 25.11. ist ein Heimspiel gegen die SG Ulm/Wiblingen. Das letzte Spiel der Vorrunde und gleichzeitig auch das letzte Spiel vor der Weihnachtspause ist das Spitzenspiel gegen den ebenfalls ungeschlagenen Tabellenzweiten die TSG Leutkirch am Samstag 9. Dezember um 16.00 Uhr in der heimischen Kronriedhalle.

Mannschaftsaufstellung: Patrick Maas (TW), Luis Lehenherr (TW), Christian Zimmerer (1 Tor), Cristian Aldica (2), Marius Kohler (7), Florian Kurz (2), Robin Rath (3), Fabian Hillenbrand (5), Witali Daungauer (5), Patrick Fritz (11), Markus Burger (4)

Am Mittwoch Heimspiel gegen Wolfschlugen 

Am Mittwoch, den 1. November empfängt der TSV Bad Saulgau um 17 Uhr in der Kronriedhalle die starke Mannschaft des TSV Wolfschlugen. Der Sieg gegen Winzingen hat den TSV beflügelt und er möchte sich gegen den ambitionierten Favoriten aus der Spitzengruppe noch einmal steigern. Die "Hexabanner" haben als viertplatzierte 10:4 Punkte auf dem Konto, der TSV als neuntplatzierter 6:8. Trotzdem ist für die TSV-Verantwortlichen eine Überraschung drin. "Wir werden am Montag trainieren und den eingeschlagenen Weg weitergehen, indem wir uns in erster Linie nicht mit dem Gegner, sondern mit uns beschäftigen. Wenn alle mitmachen, können wir auch Wolfschlugen schlagen", sagt Chefcoach Csaba Horvath. Wolfschlugens Trainer Markus Stotz war nach der Niederlage am vorvergangenen Spieltag gegen Laupheim etwas "angefressen", reagierte und gewann prompt das nächste Match letzten Samstag gegen den stark aufspielenden TV Gerhausen. Mit einer noch etwas geschlossener agierenden Abwehr kann der TSV gegen den Hexabannern um ihren bekannten Akteur Matthias Kania und die Goalgetter Louis Mönch und Marcel Planitz durchaus Paroli bieten. Der TSV setzt auf seine Fans und hofft auf eine wiederum voll besetzte Halle.

Nach Sieg in Donzdorf am Mittwoch gegen Wolfschlugen

Istvan Gaspar war mit 8 Treffern erfolgreichster Werfer

Handball-Württembergliga Süd: HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf - TSV Bad Saulgau 21:22 (8:9)

 

Von Thomas Lehenherr

 

DONZDORF/BAD SAULGAU - Der TSV Bad Saulgau gewann am vergangenen Samstag gegen das Tabellenschlusslicht HSG Winzingen/Wißdolgingen/Donzdorf verdient mit 22:21 und kann wieder etwas durchatmen. Das knappe Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wider, da der TSV in der 56. Minute noch mit vier Treffern in Front lag und dann sehr nachlässig wurde. Der Sieg war am Ende jedoch nicht in Gefahr.

Das Bemühen um eine aggressive und geschlossene Abwehr war deutlich sichtbar. Das war auch nötig, denn die Platzherren konnten nach einiger Zeit wieder in Bestbesetzung auftreten. Den Ton bei den Gastgebern gab fast das ganze Spiel durch der athletische Akteur und Kapitän Nico Heilig an. Aber auch er hatte gegen die aggressive 3:2:1-Abwehr des TSV seine Schwierigkeiten. Die Absprachen in der TSV-Defensive funktionierten. Schnell auf den Beinen trat Michael Reck als Störer seinen Gegenspielern entgegen. Auch integrierten sich die Neuzugänge Daniel Balan und David Tovmasyan mehr und mehr in die Mannschaft, so dass die Abwehr einen einheitlichen Eindruck machte.

Die Heimmannschaft warf alles in die Waagschale, um zu gewinnen. Doch kam sie einmal durch die TSV-Abwehr durch, stand mit dem erst 19jährigen Jonas Engler ein überragender Torhüter mit glänzendem Stellungsspiel und tollen Reflexen im TSV-Tor. Er ließ den Gegner schier verzweifeln und die gut 60 mitgereisten Fans jubeln. Was in der Abwehr funktionierte, klappte zumindest im ersten Abschnitt im Angriff weniger gut. Hier fehlten die Ideen, die Bälle wurden dem Gegner leichtsinnig in die Hände gespielt, die Trefferquote ließ zunächst zu wünschen übrig. Mit Ausnahme von zwei klug vorgetragenen Tempogegenstößen fehlte im Angriff auch die Schnelligkeit. Oft wurde deswegen von den Unparteiischen Zeitspiel gegen den TSV angezeigt.

In der zweiten Halbzeit war bei den Gästen das Bemühen um schnellere Spielzüge und mehr Tempospiel erkennbar. Spielmacher Istvan Gaspar war gut in Form und lief gleich zwei pfeilschnelle Konterangriffe und so stand es in der 34. Minute 13:10 für den TSV. HSG-Kapitän Nico Heilig, der sechsfache Torschütze Fabian Schneider und der ebenfalls gute HSG-Torhüter Marius Wirtl hielten für die Hausherren den Rückstand noch in Grenzen. Mittespieler Dennis Kaumann setzte sich im Angriff mit Einzelaktionen erfolgreich durch und Nelu Rosca traf aus dem Rückraum. So vergrößerte sich der Vorsprung vier Minuten vor Abpfiff auf vier Treffer. Doch dann schlich sich wieder mal "Väterchen Leichtsinn" bei den Bad Saulgauern ein und die Heimmannschaft konnte nochmals verkürzen.

"Es war ein schwerer Kampf. Wir waren zwar immer vorne, aber der Gegner hätte wegen seiner Kampfkraft einen Punkt verdient gehabt. Unsere Abwehrarbeit war gut. Im Angriff machen wir zu spät und zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr. Das muss schneller gehen. Die Chancenverwertung muss noch besser und wir müssen noch cleverer werden", sagte TSV-Coach Csaba Horvath im Pressegespräch gleich nach dem Spiel. Sein Gegenüber, HSG-Coach Gregor Müller, war dagegen sehr enttäuscht. "Ich bin bedient. Wir sind einfach nicht clever genug. Meine Abwehr hat gut gespielt und nur 22 Tore zugelassen. Wir haben alles versucht, ich bin gerade ratlos. Der TSV-Rückraum mit Nelu Rosca war überragend, wir haben sieben Mal frei vor dem Tor verworfen. Unser Torhüter war gut, der TSV-Torhüter ist einer der besten der Liga", sagte Müller.

Der achtfache Torschütze Istvan Gaspar freute sich über den Erfolg. "Wir kämpften und spielten besser als zuletzt. Es klappt noch nicht alles, aber wir haben mit einer guten Mannschaftsleistung gewonnen. Jeder hat im Vergleich zum letzten Spiel noch etwas dazugegeben", sagte Gaspar.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka, Tovmasyan (1), Schäfer (1), Kaumann (3), Reck, Gaspar (8), Kohler, Osterc (1), Balan (2), Rosca (6/davon 3 Siebenmeter), Schwendele.

Mit einer aggressiven Abwehr und mehr Tempo zum Sieg

Nicht nur auf Patrick Osterc kommt ein hartes Stück Arbeit zu

Handball-Württembergliga Süd: HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf - TSV Bad Saulgau (Samstag 19.30 Uhr, Voralbhalle Donzdorf)

 

Von Thomas Lehenherr

 

DONZDORF/BAD SAULGAU - Nach dem 22:17-Heimsieg gegen die HSG Albstadt am vergangenen Wochenende fährt der TSV Bad Saulgau am heutigen Samstag zum Tabellenschlusslicht. Gegner ist um 19.30 Uhr in der Donzdorfer Voralbhalle die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf. Mit 4:8 Punkten stehen die Bad Saulgauer etwas besser da als die HSG (1:11 Punkte), trotzdem ist der TSV mit dem momentanen zehnten Tabellenplatz natürlich nicht zufrieden und möchte unbedingt zwei Punkte mit nach Hause bringen, um den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Die in den ersten Spielen etwas schwächelnde Abwehr zeigte sich am vergangenen Samstag gegen Albstadt verbessert und ließ gegen allerdings nicht besonders starke Albstädter nur 17 Gegentore zu. Die TSV-Offensive hatte jedoch zeitweise Ladehemmung. Genau hier möchten die Spieler ansetzen. "Nur ein Sieg zählt. Auf der Abwehrleistung vom letzten Samstag können wir aufbauen. Die Angriffe der zweiten Welle, die Tempogegenstöße, müssen wir gegen Winzingen schneller vortragen. Das sind die einfachen Tore", sagt Mittespieler Dennis Kaumann. Auch Cheftrainer Csaba Horvath sieht dies ähnlich wie sein Neuzugang. "Mit dem Ergebnis gegen Albstadt bin ich zufrieden. Die Abwehr stand ganz gut, aber die Absprache muss da noch verbessert werden. Das Umschalten von Abwehr auf die zweite Welle muss ebenfalls besser werden und wir dürfen nicht nachlassen", merkt Horvath an.
Die Personalsituation beim TSV ist weiterhin nicht ganz optimal. Linkshänder Sebastian Luib fällt immer noch verletzungsbedingt aus und Allrounder Patrick Engler wird erst in einer Woche wieder zum Kader stoßen. Der Rest der Mannschaft ist mehr oder weniger beschwerdefrei und kann heute auflaufen.
Der "frisch gebackene" Vater einer Tochter Istvan Gaspar und Mittespieler Dennis Kaumann sollen die Marschroute der Mannschaft vorgeben und den Ball schnell und sicher laufen lassen. Die Abwehr um Michael Reck und Kreisläufer Jochen Schäfer soll noch schneller auf den Beinen sein als zuletzt, um dadurch Ballverluste des gegnerischen Angriffs zu provozieren, die zu schnellen Tempogegenstößen führen sollen.

Die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf gehörte in der letzten Saison zu den besten Teams der Liga, lag lange Zeit auf dem zweiten und dritten Tabellenplatz, schloss am Ende mit Platz fünf ab und musste danach ein paar Abgänge verkraften. Heute scheint sie in Bestbesetzung antreten zu können, ist auf der vereinseigenen Homepage zu lesen. HSG-Cheftrainer Tom Burger warnt sein Team aber vor der flexiblen und aggressiven TSV-Abwehr und einem starken Torhüter. Die Leistungsschwankungen bei der Spielgemeinschaft waren bislang wie auch beim TSV recht groß. Gegen die stark eingeschätzten Laupheimer gelang der Mannschaft immerhin ein Remis (20:20). Kapitän Nico Heilig, Fabian Schneider und vor allem Goalgetter Philipp Köller zeigten die bislang konstantesten Leistungen aller Feldspieler. Köller traf zwischen sechs und acht Mal pro Match und verwandelte zudem die meisten Siebenmeter-Strafwürfe. "Ich habe schon großen Respekt vor dem Gegner. Die Abwehr ist aggressiv und der Rückraum ist gut. Wir müssen die Rückraumschützen in den Griff bekommen und vorne unsere Trefferquote verbessern, dann können wir gewinnen", mahnt der TSV-Cheftrainer.
Um dieses wichtige Spiel gewinnen zu können, hofft der TSV auf viele Zuschauer und setzt einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 16 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle.


TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka, Tovmasyan, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Kohler, Osterc, Balan, Rosca, Fritz.

TSV trödelt 60 Minuten beim 22:17 Sieg über Albstadt

Saulgaus Nummer 1, Jonas Engler, war bester Mann gegen Albstadt

Die gute Nachricht ist: Der TSV Bad Saulgau hat das Kellerduell gegen die HSG Albstadt am vergangenen Samstagabend in der heimischen Kronriedhalle mit 22:17 (12:11) am Ende deutlich für sich entscheiden können. Überzeugen konnte die Mannschaft von Trainer Csaba Horvath in diesem wichtigen Spiel allerdings nicht, machte vor allem im Aufbau und Angriffsspiel viel zu viele Fehler, trotz fehlenden Tempospiels. Zum Matchwinner avancierte Torhüter Jonas Engler,  der sein bislang bestes Spiel im TSV-Trikot ablieferte und vor allem in der 2. Spielhälfte den Gästen den Zahn zog.

Die Tabellensituation ließ sicherlich nicht unbedingt ein technisch hochklassiges Spiel erwarten. Beide Teams teilten sich vor dieser Partie mit erst zwei Punkten nach 5 (TSV) bzw. 4 (HSG) Spielen den drittletzten Tabellenplatz. Mit einem Sieg wollten beide Vereine unbedingt den Anschluss ans Mittelfeld herstellen. Aber die hohe Bedeutung der Partie schien dann doch zahlreiche Spieler beider Mannschaften irgendwie zu lähmen. Statt des von vielen erwarteten Schlagabtausches auf Biegen und Brechen trafen hier zwei "zahnlose Tiger" aufeinander, die manchmal fast emotionslos agierten. Die erste Spielhälfte lebte dann vor allem von der Spannung durch den engen Spielstand. Michael Reck kam zweimal in ungewohnter Position am Kreis frei zum Zuge und verwandelte, sehr zur Freude des Bad Saulgauer Publikums, sehr souverän. Zwei schnelle Tore von Spielmacher Dennis Kaumann brachten die Gastgeber anschließend mit 4:2 in Führung, doch die Gäste nutzten in der Folge erste Ballverluste der Gastgeber, um den Vorsprung wieder zu egalisieren. Die Gäste zeigten schon früh ihre Konterqualitäten, aber nach 12 Spielminuten stand die Partie mit 5:5 Toren ausgeglichen. Nach zwei schnellen Treffern der Gäste wechselte TSV-Torhüter David Bakos mit seinem jüngeren Kollegen Jonas Engler und der kam gleich mit zwei tollen Paraden gut ins Spiel hinein und bescherte seinem Team dadurch wieder den Ausgleich. Doch nun flachte das Spiel immer mehr ab, denn beiden Mannschaften unterliefen im Spielaufbau zahlreiche Fehler. Der TSV lag bis zur Pause nun zwar immer knapp in Führung, konnte die Gäste aber nicht abschütteln. Mit 12:11 Toren für die Gastgeber wurden dann die Seiten gewechselt und beide Teams mussten sich in der Kabine wohl eine Standpauke ihrer Trainer anhören, denn sowohl TSV-Coach Csaba Horvath wie auch HSG-Trainer Nenad Gojsovic konnten mit den Leistungen ihrer Mannschaften insbesondere in der zweiten Hälfte der ersten Spielhälfte überhaupt nicht zufrieden sein.

Doch auch der Einstieg in die zweite Halbzeit fiel den Mannschaften überaus schwer. Beide Teams zeigten sich offenkundig in der Abwehr verbessert, gingen offensiver und aggressiver zu werke. Die Folge waren lange und manchmal fast träge vorgetragene Angriffe des jeweiligen Gegners. Auf Bad Saulgauer Seite zeigte sich nun endlich auch Torjäger Istvan Gaspar ein wenig mehr, traf zweimal in Folge und so führte der TSV in der 35. Spielminute bei 15:12 Toren erstmals mit drei Treffern. Auch die Hereinnahme von Linkshänder Fabian Hillenbrand zahlte sich nun aus. Der Bad Saulgauer Routinier, der eigentlich zum Ende der letzten Saison zur zweiten Mannschaft des TSV gewechselt hatte, sorgte in Abwehr und Angriff für mehr Sicherheit und krönte seinen Aushilfs-Einsatz mit zwei herrlichen Toren. Immer öfter konnte sich nun TSV-Torhüter Jonas Engler in Szene setzen. Zum einen zwang die verbesserte TSV-Abwehr die Gäste zu schwierigeren Würfen und machte es damit ihrem Keeper auch ein wenig einfacher, an manche Bälle heranzukommen. Andererseits parierte der junge Bad Saulgauer Schlussmann auch Konterläufe der Gäste und Würfe, bei denen die Albstädter Spieler frei am Kreis zum Abschluss kamen und zeigte damit eindrucksvoll, welches Potential wohl noch in ihm steckt. So schafften es die Gastgeber ab Mitte der zweiten Spielhälfte aus einer verbesserten Abwehr heraus und mit ihrem überragenden Schlussmann, die knappe Führung in kleinen Schritten auszubauen. Aus dem 17:15 in der 43. Minute machte der TSV in mühevoller Kleinarbeit in 12 Minuten eine klare 21:16 Führung. In den letzten Minuten wollte dann auf beiden Seiten gar kein Tor mehr fallen. Der TSV verschleppte nun zwar clever das Spiel und rettete damit den Vorsprung über die Zeit; aber für das Publikum war dies am Ende doch eine sehr harte Kost. Den Schlusspunkt der Partie setzte wenige Sekunden vor dem Ende dann der Spieler, der für den TSV die ersten beiden Tore der Partie erzielt hatte. Michael Reck fischte sich einen Abpraller vom gegnerischen Tor und erhöhte mit der letzten Aktion des Spieles auf 22:17 Tore für die Gastgeber. Immerhin, der TSV hatte trotz eines sehr schwachen Tages seiner meisten Akteure das Spiel gewonnen!

Ein durch die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdienter Sieg der Gastgeber in Bad Saulgau, die allerdings nur in der Abwehr und durch ihren besten Spieler, Torhüter Jonas Engler, den Erwartungen gerecht werden konnten. Insgesamt fehlte dem Spiel die Leidenschaft und spielerische Note, allem voran aber jegliches Tempo im Angriff! Nur zwei Strafzeiten für den TSV und eine für die Gäste aus Albstadt sind zudem ein klarer Beleg für den zauderlichen Einsatz in der Defensive. Auf TSV-Trainer Csaba Horvath wartet noch viel Arbeit; er muss vor allem das Potential auf der Wechselbank aktivieren: Neuzugang Daniel Balan und Linkshänder David Tovmasyan beispielsweise bekamen nur Kurzeinsätze, obwohl es auf dem Spielfeld sicher genügend Gründe für Auswechselungen gegeben hätte!

Der TSV spielte mit folgende Besetzung:

Tor: David Bakos, Jonas Engler; Feld: Patrick Ostrerc (1 Tor), Andreas Csuka (1), Fabian Hillenbrand (2), Jochen Schäfer, Dennis Kaumann (6), David Tovmasyan, Michael Reck (3), Istvan Gaspar (4), Ioan Constantin Rosca (5) und Daniel Balan.

TSV will einen Neustart wagen

Er fehlt dem TSV momentan vorne und hinten: Allrounder Patrick Engler

Handball-Württemberliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Albstadt (Samstag, 18 Uhr, Kronriedhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau will nach dem etwas verunglückten Saisonbeginn von vier Niederlagen und nur einem Sieg die "Reset-Taste" drücken. Gegner ist am heutigen Samstag, den 21. Oktober um 18 Uhr in der Kronriedhalle die HSG Albstadt.

"Es ist ganz einfach, wir müssen gewinnen. Es ist für uns eine große Herausforderung, die wir bestehen werden", bringt der sportliche Leiter das Ziel des TSV schnell auf den Punkt. Ähnlich sieht es der zweite Abteilungsvorsitzende Alexander Osswald: "Gegen Albstadt ist ein richtungsweisendes Spiel für uns. Gewinnen wir, sind wir weiterhin im Soll. Verlieren wir aber, wird die Luft schon etwas dünner. Um uns unnötigen Druck bei den nächsten Spielen zu ersparen, sollten wir das Heimspiel gewinnen. Ich bin aber überzeugt, dass wir genug Qualität haben, am Samstag als Sieger den Platz zu verlassen", meint Osswald.

Die unnötige aber verdiente Niederlage vor zwei Wochen gegen Gerhausen hat die Verantwortlichen und Akteure doch nachdenklich gestimmt. Anstatt gegen die schlecht in die Saison gestarteten Gerhausener selbstbewusst und mit der nötigen Körpersprache anzutreten, zeigte sich der TSV fast schüchtern und ließ in der Abwehr jegliche Konsequenz vermissen. Auch im Angriff verhedderten sich die Akteure eher im "Klein-Klein-Spiel", als eingeübte Spielzüge auf die Platte zu bringen.

Das soll sich nun ändern. Das Trainergespann Csaba Horvath/Stefan Utzinger haben Lehren aus den unglücklichen Spielen gezogen und stellten das Trainingskonzept um. "Die letzten zwei Wochen haben wir schwerpunktmäßig die Abwehrarbeit trainiert. Die war bisher überhaupt nicht gut. Wir müssen da aggressiver werden. Wir schauen uns zwar kurz per Video den Gegner an, konzentrieren uns aber nur auf unser Spiel, das wir dem Gegner aufzwingen möchten", gibt Trainer Horvath Auskunft.

 

Nicht einfach für Cheftrainer Horvath gestaltet sich die schnelle Integrierung der Neuzugänge ins Spielsystem. David Tovmasyan, der sich durch große Wurfkraft auszeichnet, kann zurzeit beruflich bedingt meist nur freitags mit dem TSV trainieren. Unter der Woche hat er jedoch die Möglichkeit, sich im Studienort bei einem Handball-Oberligisten fit zu halten. Der ehemalige rumänische Juniorennationalspieler Daniel Balan ist erst wenige Wochen in Bad Saulgau und braucht natürlich noch etwas Zeit, um alle Spielabläufe kennen zu lernen und sein Potenzial ausschöpfen zu können. Balan soll vor allem für Stabilität in der Abwehr sorgen.

Die Personalsituation beim TSV ist noch nicht ideal, doch im Vergleich zu den letzten Spielen etwas entspannter, da Spielmacher Istvan Gaspar wieder zur Verfügung steht. Hinter dem Einsatz des am Fuß verletzten Linkshänders Sebastian Luib sowie von Patrick Fritz dagegen steht ein Fragezeichen. Allrounder Patrick Engler fällt noch einige Wochen aus persönlichen Gründen aus. Die Knöchelverletzung von Nelu Rosca ist einigermaßen abgeklungen, so dass der Fuß wieder belastbar ist.

Gegner Albstadt ist ähnlich schwach in die Saison gestartet wie der TSV. Nach einer guten Leistung und einem 27:23-Sieg beim Auftaktspiel gegen den überraschend starken Aufsteiger Fridingen/Mühlheim folgte mit drei Niederlagen hintereinander die Ernüchterung. Zuletzt kam das Team von Trainer Nenad Gojsovic in eigener Halle gegen Gerhausen mit 21:30 unter die Räder. Obwohl das HSG-Team mit einigen sehr routinierten Akteuren mit teilweise Drittliga-Erfahrung besetzt ist, rangiert es im unteren Tabellendrittel und ist wie auch der TSV zum Siegen verdammt. Trainer Gojsovic möchte deshalb die vielen technischen Fehler, die seiner Mannschaft in den letzten Spielen unterliefen gegen den TSV minimieren. Die Bad Saulgauer sind gewarnt und wissen um die spielerischen Fähigkeiten der HSG. Torhüter Julian Mayer ist zurzeit in guter Verfassung, Feldspieler Veljko Saula und Benjamin Mayer in guter Wurflaune.

Der TSV setzt auf eine voll besetzte Halle und die gewohnt kräftige und lautstarke Unterstützung der Zuschauer.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka, Tovmasyan, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Kohler, Osterc, Balan, Luib, Rosca, Fritz.

Heimspielwochenende des TSV

Die Zweite ist auch Dank seinen Toren ungeschlagener Tabellenführer: Linkshänder Matthias Fuchs

Neben der "Ersten" spielen am Wochenende in der Kronriedhalle weitere TSV-Teams auf. Am Samstag tritt die gemischte D-Jugend bereits um 12.45 Uhr gegen den HVRW Laupheim an. Es folgen die TSV-Damen, die um 16 Uhr gegen den SV Tannau endlich punkten möchten. Nach dem Höhepunkt um 18 Uhr - TSV gegen Albstadt - möchte die bisher ungeschlagene zweite Herrenmannschaft (fünf Spiele, fünf Siege und Tabellenführer) sich auch um 20 Uhr gegen die HSG Illertal schadlos halten.

Am Sonntag empfängt die gemischte F-Jugend beim Spieltag um 11.30 Uhr die Mannschaften Bad Buchau, JSG Bodensee, JSG Bodensee 2, Lindenberg und Vogt. Die weibliche D-Jugend kämpft um 14.30 Uhr gegen den TV Weingarten, den Abschluss bildet um 16 Uhr die weibliche C-Jugend, die den SC Lehr zu Gast hat. Auch die Jugendmannschaften und die zweiten und dritten Mannschaften freuen sich über Zuschauerunterstützung.  

Der TSV rutscht weiter in den Tabellenkeller

Freddy Söder musste aufgrund vieler Ausfälle wieder in der Ersten einspringen

Handball-Württembergliga Süd: TV Gerhausen - TSV Bad Saulgau 30:27 (18:15)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BLAUBEUREN/TSV BAD SAULGAU - Irgendwie will es derzeit beim Handball-Württembergligisten TSV Bad Saulgau nicht richtig klappen. Auch beim Tabellenschlusslicht TV Gerhausen gingen die Bad Saulgauer am vergangenen Samstag leer aus. Zum Leidwesen des Trainergespanns Csaba Horvath/Stefan Utzinger gab's vor dem wichtigen Match, bei dem sich der TSV eigentlich die Wende erhoffte, große Personalprobleme. Neben Sebastian Luib (Fußverletzung), Allrounder Patrick Engler (Auslandsaufenthalt) und Patrick Fritz hatte sich auch noch Spielmacher und Routinier Istvan Gaspar, auf den das Spielsystem eigentlich abgestimmt war, aus persönlichen Gründen abgemeldet. Für ihn sprang nochmals Frederik Söder ein, zu dem nahm Horvath den A-Jugendlichen Robin Rath auf die Bank.

Das Spiel war von Beginn an geprägt von vielen Fehlern und Unsicherheiten auf beiden Seiten. Neben Reservist Frederik Söder und Nelu Rosca, der nach vierwöchiger Verletzungspause wieder dabei war, sowie Torhüter David Bakos erreichte kaum ein TSV-Spieler Normalform. Das Spiel plätscherte so vor sich hin. Die Führung wechselte in Abschnitt eins hin und her, doch zur Halbzeit konnten sich die Einheimischen, angetrieben von Spielmacher Daniel Bux und dem durchsetzungsstarken, kräftigen Akteur Peter Schnepf etwas absetzen (18:15).

Fast schon wie gewohnt kam der TSV indisponiert aus der Pause. Daniel Bux und Yannik Schopp nahmen diese Einladung gerne an und brachten die Hausherren mit 21:16 in Führung. Der immer noch etwas angeschlagene Nelu Rosca, Reservist Frederik Söder und zeitweise Dennis Kaumann hielten den TSV mit starken Einzelaktionen im Spiel. Doch nun wurde auch die Bad Saulgauer Abwehr löchriger, immer wieder kamen nun auch die Gerhausener Außenspieler durch und trafen. Eine Struktur im TSV-Spiel war kaum zu erkennen. Mehr als drei Treffer kam der TSV nicht mehr an den Gegner heran und so gewannen die Gastgeber in einem spielerisch niveauarmen Match völlig verdient mir 30:27.

Jochen Trinkner, TVG-Trainer und Ex-TSV-Spieler und -Trainer sowie Bad Saulgauer Bürger, freute sich, die ersten zwei Punkte eingefahren zu haben. "Für uns war dieser Sieg wichtig. Wir haben die spielerische Überlegenheit 60 Minuten lang durchgezogen. Auch die Chancenverwertung war bei uns diesmal ganz gut. Jetzt müssen wir nachlegen. Für meine Freunde aus Bad Saulgau tut es mir natürlich leid, aber sie werden sicherlich auch noch genügend Punkte holen", sagte Trinkner.

Sein Gegenüber Csaba Horvath war weniger erfreut. "Ohne Abwehr geht's einfach nicht. Ich bin mir vorgekommen wie bei einer B-Jugendmannschaft. Meine taktischen Vorgaben, die ich viele hundert Male wiederholt habe, wurden nicht umgesetzt. Wir haben einfach zu allem viel zu lange gebraucht", schimpfte Horvath im Pressegespräch nach dem Spiel. "Das ist sowohl Kopfsache und auch eine Sache des Trainings. Hinzu kommt natürlich das Pech, das ausgerechnet Spielmacher Istvan Gaspar und andere Akteure ausfielen. Wir müssen nun die zwei spielfreien Wochen nutzen und intensiv trainieren", kündigte Horvath an.

 

Auch dem sportliche Leiter Krischan Hillenbrand missfiel die Spielweise seines TSV. "Eine verdiente Niederlage. Wir waren in der Abwehr zu schwach. Vor allem haben die TVG-Außenspieler zu viel Raum gehabt und im Angriff waren wir zu statisch und daher leicht auszurechnen. Jetzt stehen harte Wochen an", sagte Hillenbrand.

 

Stefan Utzinger, Co-Trainer des TSV, ärgerte sich ebenso. "Unsere Spieler können zurzeit das große individuelle Potenzial, das sie zweifellos besitzen, nicht abrufen", sagte Utzinger.

 

Der TSV hat nun zwei Wochen spielfrei und Zeit, um an einigen Stellschrauben zu drehen. Nächster Gegner ist am Samstag, den 21. Oktober um 18 Uhr in der Kronriedhalle die HSG Albstadt.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka (3), Tovmasyan (2), Schäfer, Kaumann (7), Reck, Kohler, Osterc (1), Balan, Rosca (11/davon 7 Siebenmeter), Söder (3), Rath.

Gegen Gerhausen muss der Angriff besser funktionieren

Fehlt dem TSV verletzungsbedingt: Linkshänder Sebastian Luib

Handball-Württemberliga Süd: TV Gerhausen - TSV Bad Saulgau (Samstag, 20 Uhr, Dieter-Baumann-Sporthalle Blaubeuren)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BLAUBEUREN/BAD SAULGAU - Am kommenden Samstag, den 7. Oktober, geht es sowohl für den TV Gerhausen als auch den TSV Bad Saulgau in der erst jungen Saison schon darum, nicht den Kontakt zum hinteren Mittelfeld abreißen zu lassen. Während der Turnverein bei - allerdings erst drei Spielen - noch keinen Zähler auf der Habenseite verbuchen kann, hat der TSV wenigstens einen Sieg - bei ebenfalls drei Niederlagen - vorzuweisen. Für beide Teams ist dies ein nicht unbedingt optimaler Start in die Saison.

Die Bad Saulgauer freuen sich auf den TV Gerhausen und seinen neuen Coach Jochen Trinkner, der selbst früher als Trainer in Diensten des TSV stand und zuvor viele Jahre in der Regionalliga und Baden-Württembergoberliga für Bad Saulgau als Spieler auf der Platte stand. Unvergessen sind seine stets zielorientierten und wuchtigen Anläufe aus dem Rückraum, die jeden Gegner das Fürchten lehrten. Trinkner wohnt noch heute mit seiner Familie in Bad Saulgau und arbeitet auch dort als Lehrer. "Es verbinden ihn noch viele Freundschaften in und um den TSV. Diese werden aber auf alle Fälle für 60 Minuten ruhen müssen. Der TVG muss dringend gewinnen, sonst hängt man wieder zur sehr frühen Phase extrem im Tabellenkeller. Die kommenden Spieltage werden zeigen wo die Reise hingeht", ist aktuell auf der Homepage des TV Gerhausen zu lesen.

So sieht dies auch der TSV, der natürlich ungeachtet der Freundschaft zu Trinkner punkten und den Aufschwung einleiten möchte. "Gerhausen hat den absoluten Druck. Die Mannschaft und der Trainer Jochen Trinkner müssen gegen uns liefern. Wir werden mit allem, was wir haben kämpfen, um das Spiel für uns zu entscheiden", sagt der sportliche Leiter des TSV Krischan Hillenbrand.

Auch TSV-Cheftrainer Csaba Horvath sieht dem Spiel nicht unbedingt entspannt entgegen. "Das ist für uns ein Vierpunktespiel. Wir müssen gewinnen. Gerhausen ist eine unangenehm zu spielende Mannschaft mit einem überragenden Linkshänder auf der halbrechten Position. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und mehr Sicherheit bekommen. Wir können gut spielen, nur müssen wir dieses gute Spiel länger als 50 Minuten durchhalten", mahnt Horvath. Dass man diesen Gegner mit ihrem Topspieler Daniel Bux nicht unterschätzen darf, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Gegen den Aufstiegsfavoriten Zizishausen gab's beispielsweise nur eine knappe Niederlage mit zwei Toren Differenz. Auf Grund mehrmaliger Führung hätte Gerhausen eigentlich mindestens einen Punkt verdient gehabt.

 

Der Schwerpunkt des Trainings der Bad Saulgauer lag in dieser Woche auf der Angriffsarbeit. Viele Fehlwürfe machten dem TSV beim letzten Spiel gegen Unterensingen das Leben schwer. Die Angriffe sollten nicht überhastet abgeschlossen werden, die Spielzüge sollten zu Ende gespielt werden, lautet die Vorgabe des Trainergespanns Csaba Horvath/Utzinger.

Ebenso hat sich die Personalsituation beim TSV nicht gerade entspannt. Neben Linkshänder Sebastian Luib (Fußverletzung) fehlen der zuletzt stark spielende Allrounder Patrick Engler (persönliche Gründe) und auch Patrick Fritz. Nelu Rosca dagegen wird nach seiner langwierigen Fußverletzung, die er sich schon beim ersten Spiel zugezogen hatte, möglicherweise eine Zeit lang zum Einsatz kommen.

 

Da am Samstag auch die männliche A-Jugend um 14 Uhr und die zweite Mannschaft um 18 Uhr in Gerhausen spielen, hofft der TSV auf besonders viele Fahrgemeinschaften und lautstarke Unterstützung seiner Fans.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka, Tovmasyan, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Kohler, Osterc, Balan, Rosca.

Kampf allein reicht nicht

Andreas Csuka war wieder einmal bester TSV Torschütze

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - SKV Unterensingen 24:28 (13:14)

Von Thomas Lehenherr

BAD SAULGAU - Der TSV Bad Saulgau hat am vergangenen Samstag vor fast voll besetzter Kronriedhalle die Überraschung verpasst. Der SKV Unterensingen erwies sich wie erwartet als eingespieltes Team, das in den entscheidenden Phasen einfach cleverer als die Hausherren agierte.
Am Kampfgeist lag's sicherlich nicht, denn er TSV kam mit der richtigen Einstellung aufs Spielfeld legte los wie die Feuerwehr und führte durch drei Treffer von Linksaußen Andreas Csuka und jeweils einem von Patrick Engler und Istvan Gaspar in der 10. Minute bereits mit 5:2. Auch die Kreisanspiele zu Jochen Schäfer und Patrick Osterc waren zeitweise herrlich anzusehen. Mit zunehmender Spieldauer stellen sich die körperlich starken Gäste mehr und mehr auf den wirbelnden TSV-Angriff ein und die Platzherren verwickelten sich immer mehr in Zweikämpfe. Dennoch führten die Bad Saulgauer in der 20. Minute noch mit 10:8, hätten sogar mehrfach bei Überzahlspiel die Chance gehabt, sich abzusetzen, trafen aber das Tor nicht oder scheiterten am immer besser werdenden SKV-Torhüter Edis Camovic. Die Folge war, dass die Gastgeber mit einem 13:14 Rückstand nach 30 Minuten in die Katakomben gingen.
In der Folge legten die Gäste hauptsächlich aus dem Rückraum stets ein, zwei Treffer vor und der TSV konnte durch Michael Reck, Istvan Gsapar, Dennis Kaumann und Andreas Csuka immer wieder ausgleichen. Auch Neuzugang Daniel Balan kam zum Einsatz und mühte sich redlich.
Bei den Gästen setzten der groß gewachsene Führungsspieler Florian Brändle aus dem Rückraum und Florian Mäntele sowie der starke Max Schlichter die meisten Akzente. Bis zur 52. Minute konnte der TSV mithalten, holte den Rückstand immer wieder auf, glich zum 24:24 aus, doch dann riss wie auch im letzten Spiel gegen Zizishausen der Faden, der SKV konnte vier Treffer in Folge erzielen und gewann letztendlich verdient mit 28:24.
Unterensingens Trainer Steffen Rost war zufrieden mit der routinierten Leistung seines Teams. "Wir wussten, dass es in Bad Saulgau schwierig wird, auch bei dieser großen Publikumskulisse. Es macht Spaß, hierher zu kommen. Aber meine Mannschaft hat das gut gemeistert und clever gespielt. Nur 24 Auswärtsgegentore sind absolut in Ordnung. Unser Team spielt schon seit fünf Jahren zusammen, es sind nur zwei Spieler dazugekommen. Unser Ziel ist, am Ende unter die ersten sechs zu kommen", sagte Rost. "Der TSV hat vor allem in der ersten Halbzeit sehr wohl mit Konzept gespielt und zeitweise gut kombiniert, da muss ich meinem Kollegen Horvath zur Seite stehen", lobte Rost die kämpferische Einstellung des TSV. Csaba Horvath war dagegen mit der Leistung seines Teams nicht ganz zufrieden. "Wir haben gekämpft, aber zu viel verworfen. 18 Fehlwürfe sind zu viel, da kann man nicht gewinnen. Es hilft nichts, wir müssen trainieren und nochmals trainieren, bis das Zusammenspiel noch besser klappt. "sagte der Chefcoach.
Besser machte es die zweite Herrenmannschaft, die im Vorspiel zur "Ersten" ihren Gegner Langenargen-Tettnang souverän mit 30:23 bezwang und den dritten Sieg im dritten Spiel verzeichnete. Auch die Dritte Herrenmannschaft zauberte, ließ dem Team aus Burlafingen-Ulm nicht den Hauch einer Chance und gewann mit 35:14. Weniger Glück hatten die TSV-Damen, die am frühen Nachmittag gegen Hohenems sage und schreibe mit 6:43 unterlagen. Auch die männliche A-Jugend hatte Pech und musste gegen den SC Lehr eine 23:29-Niederlage einstecken.
Nächster Gegner der "Ersten" ist am kommenden Samstag, den 7. Oktober der SV Gerhausen, das Team von Ex-TSV-Spieler und -Trainer Jochen Trinkner. Spielbeginn in der Blaubeurer Dieter-Baumann-Sporthalle ist um 20 Uhr.

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), P. Engler (1), Csuka (6), Tovmasyan (1), Fritz, Schäfer (4/davon 1 Siebenmeter), Kaumann (1), Reck (3), Luib, Gaspar (6/3), Kohler, Osterc (2), Balan.


Kommentar
Das Spiel gegen die Topmannschaft Unterensingen zeigte auf, dass der neu zusammengestellte TSV-Kader durchaus mit starken Teams gut 50 Minuten mithalten kann. Doch wird er möglicherweise noch einige Zeit brauchen, bis er routiniert genug ist, eine Feldüberlegenheit gegen eine Spitzenmannschaft auch in einen Sieg umzumünzen. Der Spielverlauf spiegelte auch wider, dass alle Neuzugänge zwar individuelle Klasse besitzen, das Zusammenspiel jedoch in den nächsten Wochen und Monaten mit Geduld minutiös geübt werden muss. Die Kreisanspiele klappen schon recht gut, die freien Räume für den Rückraum müssen noch durch einstudierte Spielzüge geschaffen werden. Ausschließlich den Kampf "eins gegen eins" zu suchen, ist sehr mühsam, und hemmt den Spielfluss. Je intensiver und engagierter die Akteure in den drei Trainingseinheiten pro Woche üben, desto schneller wird dies zu einem positiven Ergebnis führen. (von Thomas Lehenherr)

Mit Unterensingen kommt ein Top-Team ins Kronried

Auf Ihn wird es heute auch wieder ankomen: Torhüter David Bakos

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - SKV Unterensingen (Samstag, 18 Uhr Kronriedhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Im insgesamt vierten Spiel und zweiten Heimspiel der Saison empfängt der TSV Bad Saulgau den Vorjahresdritten SKV Unterensingen um 18 Uhr in der Kronriedhalle. Für die neu formierte TSV-Mannschaft ist dies wieder ein absolut harter Brocken.

Da sich zum Ende der vergangenen Saison die komplette, gut eingespielte "Abwehrachse" mit Christian Zimmerer, Frederik Söder und Simon Kruse aus Altersgründen von der ersten Mannschaft verabschiedete, ist der TSV auf der Suche nach Ersatz jetzt fündig geworden. Am vergangenen Dienstag stieß der ehemalige rumänische Juniorennationalspieler Daniel Balan zum Team des TSV. Der 23jährige, kräftige, 1,89 Meter große Rechtshänder wohnt und arbeitet bereits in Bad Saulgau. In der Offensive kann er auf der halblinken Rückraumseite eingesetzt werden. "Daniel hat diese Woche schon mittrainiert. Man muss ihm natürlich Zeit geben. Es gibt noch Verständigungsschwierigkeiten, da er bislang kaum Deutsch sprechen kann. Aber das Handballverständnis ist bei ihm da und das ist wichtig. Er wird jetzt nach und nach in die Mannschaft und unser Spielsystem integriert", sagt TSV-Trainer Csaba Horvath. Der "Neue" wird sicherlich schon am Samstag im Spiel gegen Unterensingen zum Einsatz kommen.

Gegner Unterensingen bestritt in der laufenden Saison bisher nur ein Spiel (gegen Gerhausen), das das Team von Trainer Steffen Rost souverän mit 36:27 gewinnen konnte. Gerhausen konnte nur in den ersten 20 Minuten mithalten, war in der Folge dann aber chancenlos. Die achtfachen Toschützen Jannik Buck und Florian Brändle düpierten gemeinsam mit Florian Mäntele die gegnerische Abwehr fast nach Belieben. Der TSV weiß also, was ihn erwartet und muss alles aufbieten, um gegen die ambitionierte Mannschaft punkten zu können. "Unterensingen spielt ein ähnliches System wie wir. Wir sind sicher nicht ohne Chance. Wenn wir kein Verletzungspech haben, jeder alles gibt und sich voll in den Dienst der Mannschaft stellt, können wir jedes Team der Liga schlagen. Mir ist es wichtig, vor allem die Heimspiele vor unserem großartigen Publikum zu gewinnen", meint Horvath.

Etwas Sorgen bereiten dem Trainergespann Horvath/Utzinger einige angeschlagenen Spieler, doch mit Ausnahme von Nelu Rosca können wohl diese Akteure zumindest eine Zeit lang eingesetzt werden. Rosca laboriert noch immer an seiner Knöchelverletzung, die er sich im ersten Saisonspiel zuzog. Er konnte jedoch in dieser Woche schon teilweise mittrainieren.

Ziel des Trainergespanns ist es, diesmal die Konzentration 60 Minuten hoch zu halten und möglichst keinen Einbruch mehr wie in den letzten beiden Spielen zu erleiden. "Wir müssen mehr als nur 53 Minuten gut spielen. Sieben schlechte Minuten reichen, um ein Spiel zu verlieren", sagt Chefcoach Horvath und hofft, dass sein Team von der ersten bis zur letzten Minuten aufopfernd kämpft.

Gespannt sein darf man auf die nun neu zusammen gestellte Abwehr, die noch etwas geschlossener und entschlossener agieren soll als zuletzt. Mannschaft und Verantwortliche freuen sich wieder auf ein volles Haus und die tatkräftige und lautstarke Unterstützung der Fans. Der TSV möchte unbedingt gewinnen, um sein Punktekonto ausgleichen zu können und nicht schon zu viel Abstand zum Mittelfeld zu bekommen. "Mit viel Einsatz und mit Hilfe des Publikums können wir das schaffen", hofft der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), P. Engler, Csuka, Tovmasyan, Fritz, Schäfer, Kaumann, Reck, Luib, Gaspar, Kohler, Osterc, Balan.

 

 

Heimspielsamstag in der Kronriedhalle

Neben der "Ersten" kämpft bereits um 12 Uhr die männliche A-Jugend des Trainergespanns Stefan Utzinger/Patrick Engler gegen den SC Lehr um Punkte und würde sich ebenso auf Publikumsunterstützung freuen. Um 14 Uhr hat die Frauenmannschaft des TSV den HC Hohenems zu Gast und um 16 Uhr spielt die zweite Herrenmannschaft des TSV gegen die HSG Langenargen-Tettnang. Nach dem Auftritt der "Ersten" um 18 Uhr gegen Unterensingen, freut sich die dritte Herrenmannschaft um 20 Uhr auf ihren Gegner, die SG Burlafingen/Ulm 2.

Daniel Balan verstärkt den TSV

In Bad Saulgau angekommen: Vasile Daniel Balan

Von Thomas Lehenherr

 

 

BAD SAULGAU - Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau hat nochmals Verstärkung bekommen. Der 23 Jahre junge Rumäne Vasile Daniel Balan, ehemaliger Juniorennationalspieler, nahm in der Vorbereitung auf die neue Saison drei mal beim Probetraining des TSV teil und hat sich nun entschieden, nach Deutschland zu kommen und für den TSV zu spielen. Bei acht Spielerabgängen ist er nun der sechste Neuzugang für die Bad Saulgauer. "Wir brauchen vor allem in der Defensive eine Verstärkung, da sich die über Jahre sehr gut eingespielte "Abwehrachse" Christian Zimmerer - Frederik Söder - Simon Kruse altershalber komplett aus der ersten Mannschaft verabschiedet hat", sagt der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand.

Der 1,89 Meter große Rechtshänder Balan fing in seiner Heimatstadt mit zehn Jahren bei Piatra-Neamt an, Handball zu spielen. Mit 14 wechselte er ins nationale Handballförderzentrum nach Sighisoara, wo er bereits mit 19 Jahren ins Jugendnationalteam berufen wurde. Ein Jahr spielte Balan dann in der ersten rumänischen Liga bei C.S.M. Bukarest, bevor er für ein Jahr nach Alexandria in die zweite Liga wechselte. Es folgten zwei Jahre beim Zweitligisten Brasov, für den er bis vor Kurzem spielte. Der ehemalige Bad Saulgauer Akteur Christian Zachmann vermittelte ihn nach Bad Saulgau.

"Ich wollte einen neuen Lebensabschnitt beginnen, eine neue Herausforderung suchen und ich möchte Deutsch lernen. Die ersten Trainingseinheiten beim TSV haben mir sehr gut gefallen, ich bin sehr freundlich aufgenommen worden", freut sich der Neuzugang. In Rumänien absolvierte er das Sportgymnasium und anschließend ein Studium zum Sportlehrer", sagt Daniel Balan. Er wird beim TSV voraussichtlich in der Defensive den Mittelblock verstärken und im Angriff auf der halblinken Angriffsseite zu finden sein. "Ich kann mir gut vorstellen, wenn es der Verein möchte, viele Jahre in Bad Saulgau zu bleiben, die Mannschaft zu unterstützen und so hoch wie möglich zu spielen. Meine Eltern und mein Bruder spielen zwar nicht Handball, aber freuen sich, dass ich nach Bad Saulgau gegangen bin. Sie werden mich wohl oft besuchen", sagt Balan. Neben Handball interessiert sich der Rumäne für viele weiter Ballsportarten. "Bevor ich Handball spielte, habe ich Basketball und Fußball gespielt. Aber jetzt freue ich mich auf die Mannschaft, die vielen Zuschauer und überhaupt auf Bad Saulgau", sagt der Neuzugang.

Balan hat bereits für das Spiel am Samstag, den 30. September, um 18 Uhr in der Kronriedhalle gegen Unterensingen die Spielberechtigung bekommen und wird sicherlich zum Einsatz kommen.

53 gute Minuten reichen nicht

Mit 8 Toren bester Torschütze beim TSV: István Gaspar

Handball-Württembergliga Süd: TSV Zizishausen – TSV Bad Saulgau 30:26 (14:16)

Von Thomas Lehenherr

NÜRTINGEN/BAD SAULGAU – Die Überraschung gegen den Favoriten und Aufstiegsaspiranten Zizishausen ist ausgeblieben. Der TSV Bad Saulgau schlug sich aber am vergangenen Sonntagabend in der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Sporthalle wacker, führte lange Zeit, zeitweilen sogar mit vier Treffern, war am Ende aber nicht clever genug und gab das Spiel noch aus der Hand.

Es begann recht verheißungsvoll für den TSV. Das Team von Cheftrainer Csaba Horvath war hellwach und erspielte sich schon nach fünf Minuten eine leichte Feldüberlegenheit. Mitte der ersten Halbzeit kam dann etwas Hektik auf, als der Zizishausener Thomas Grau wegen einer Unsportlichkeit mit Rot vom Platz gestellt wurde. Wenig später musste auch Patrick Osterc wegen eines Fouls das Parkett für den Rest der Spielzeit verlassen. Mittespieler Istvan Gaspar konnte einige Treffer markieren und auch Andreas Csuka traf mehrmals. Als Dennis Kaumann in der 25. Minute zum 14:10 vorlegte, lehnten sich die mitgereisten Fans schon etwas zurück. Doch zu früh gefreut. Zur Halbzeit konnten die Hausherren durch den vierfachen Torschützen Georgios Chatzigietim auf 14:16 verkürzen.

Wie schon letzte Woche beim Heimspiel gegen Herbrechtingen/Bolheim, verschlief der TSV die ersten Minuten der zweiten Hälfte völlig. Die Gastgeber kamen immer näher heran, die Leichtsinnsfehler beim TSV häuften sich und schon in der 34. Minute glich  Simon Müller für die Hausherren zum 17:17 aus. Dann nahm sich TSV-Neuzugang David Tovmasyan ein Herz und legte zwei Mal vor, bevor die „Schnaken“ wiederum ausgleichen konnten. Gut zehn Minuten vor dem Abpfiff verschaffte sich der TSV mit zwei Treffern in Folge wieder etwas Luft und führte mit 23:21. Doch es fehlte die nötige Abgeklärtheit, um das Spiel „nach Hause zu schaukeln“. In dieser hektischen Phase wurde auch noch TSV-Spielmacher Dennis Kaumann wegen eins Fouls von den Unparteiischen mit „Rot“ vom Platz gestellt. Diese Situation nutzte der Gegner aus, traf vier Mal in Folge und das Match war entschieden.

„Wir haben diesmal nicht nur 50 wie beim letzten Heimspiel, sondern 53 Minuten gut gespielt, aber das reicht halt gegen solch routinierte Mannschaften wie Zizishausen nicht. Der Gegner hatte zudem eine große Auswechselbank und ließ nicht nach. Leider haben wir den Beginn der zweiten Halbzeit wieder verschlafen, haben nicht den nötigen Druck aufgebaut. In Angriff und Abwehr waren wir in dieser Phase zu lasch“, ärgerte sich Trainer Csaba Horvath. „Erfreulich war, dass unser Eigengewächs Patrick Fritz sehr gut gespielt. Jetzt konzentrieren wir uns auf das nächste Heimspiel am Samstag“, sagte Horvath.

Nächster Gegner ist am kommenden Samstag, den 30. September um 18 Uhr in der Kronriedhalle Unterensingen.

TSV Bad Saulgau: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Osterc (1), Csuka (4), Schäfer (2), Kaumann (3), Luib (1), Tovmasyan (5), Reck (1), Gaspar (8), Fritz, P. Engler (1) .

Gegen Favoriten hundert Prozent Leistung erforderlich

Nur als Team kann der TSV gegen den Favoriten aus Zizishausen was erreichen.

Handball-Württembergliga Süd: TSV Zizishausen - TSV Bad Saulgau (Sonntag, 17 Uhr Theodor-Eisenlohr-Sporthalle Nürtingen)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Gleich im dritten Saisonspiel wird Württembergligist TSV Bad Saulgau alles aufbieten müssen, um am Sonntag, den 24. September, dem TSV Zizishausen ein ebenbürtiger Gegner zu sein. Spielbeginn in der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Sporthalle ist um 17 Uhr. Der TSV Zizishausen schloss die vergangene Saison mit Platz zwei ab und verpasste nur knapp den Aufstieg in die Baden-Württembergoberliga. Auch in diesem Jahr startet das Team von Trainer Holger Breitenbacher, einem überaus erfahrenen Vollbluthandballer, mit zwei, wenn auch knappen Siegen, in die Saison. Die Bad Saulgauer starteten nicht ganz so erfolgreich. Mit einer knappen Niederlage gegen Hegensberg/Liebersbronn und mit einem 32:27-Sieg gegen Herbrechtingen/Bolheim am vergangenen Samstag ist die bisherige Bilanz . Die Leistungskurve zeigte beim TSV jedoch deutlich nach oben. Zeitweise zeigte das Team um seinen Kapitän David Bakos recht ansehnlichen Kombinationshandball. Genau hier möchte das Trainergespann Csaba Horvath/Stefan Utzinger ansetzen. "Wir möchten aus den gut gespielten 50 Minuten vom letzten Samstag gegen Zizishausen 54 gute Minuten machen. Wir sind gut aufgestellt. Wenn jeder wirklich alles gibt, können wir auch gegen Zizishausen mithalten oder sogar gewinnen. Wir müssen aber auch im Training hundert Prozent dabei sein und alles geben", fordert Horvath. Einige seiner Schützlinge sind leicht angeschlagen und ließen sich während den Trainingseinheiten immer wieder vom Physioteam behandeln. Ob die heilenden Hände von Anna Schwarz, Julia Gerster und Sabrina Gasser kleine Wunder bewirken können, wird man am Sonntag sehen. Mit Ausnahme von Nelu Rosca, der immer noch an seiner Knöchelverletzung vom ersten Spieltag laboriert, können wohl alle Spieler auflaufen. Zum ersten Mal bei einem Punktspiel ist Kreisläufer Patrick Osterc dabei. Man darf gespannt sein, wie er mit dem zweiten TSV-Kreisläufer Jochen Schäfer harmoniert. Osterc wird auch in der Abwehr kräftig zupacken müssen, da die beim Heimspiel nochmals eingesprungenen Reservisten Abwehrrecke Frederik Söder und Linkshänder Fabian Hillenbrand nicht mit nach Nürtingen reisen werden. Hoffnung machen auch die vielen schnellen Tempogegenstöße, die gegen Herbrechtingen recht überzeugend vorgetragen wurden. Das Bad Saulgauer Spiel hat im Vergleich zum Saisonauftakt an Fahrt aufgenommen. Das ist auch notwendig, da neben Zizishausen auch der nächste Gegner Unterensingen recht schnell auf den Beinen ist.

 

Der TSV Zizishausen um seine Topscorer Julian Baum und Sebastian Appelrath ist eine brandgefährliche Mannschaft, die auch bei größeren Rückständen nie aufgibt. So führte der TSV im letzten Jahr zur Pause recht ordentlich gegen die Schnaken und musste sich am Ende nach großem Kampf doch noch knapp geschlagen geben. In der letzten Saison gingen beide Spiele verloren, das erste deutlich mit 24:33 und das Heimspiel mit 27:28. Damals machten vor allem die Zizishausener Georgios Chatzigietim und Mark Reinl dem TSV das Leben schwer. Beide sind auch heute noch im Kader der "Schnaken".

Doch das ist Statistik. "Wir haben eine neue Mannschaft, es hat eine neue Saison begonnen. Die Karten werden neu gemischt. Wir fahren nicht hin, um zu verlieren", sagt TSV-Coach Csaba Horvath.

Da das Publikum beim letzten Spiel wie ein Mann hinter der Mannschaft stand und sie mit ohrenbetäubendem Lärm nach vorne peitschte, hofft der TSV auch beim Auswärtsspiel in Nürtingen auf viele Fans und lautstarke Unterstützung.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), P. Engler, Csuka, Tovmasyan, Fritz, Schäfer, Kaumann, Reck, Luib, Gaspar, Kohler, Osterc.

Herren 2 starten mit Heimsieg

Mit einem 24:20 Erfolg über den TV Lindau startet die 2. Herrenmannschaft um Trainer Markus Weisser in die neue Bezirksklasse-Saison. Das Team hat in dieser Saison die Aufgabe – wie auch die erste Mannschaft – etliche Neuzugänge zu integrieren. Mit den Rückkehrern Florian Kurz und Markus Burger, dem Neuzugang Witali Daungauer und Cristian Aldica standen dem Team gleich mehrere Optionen zur Verfügung. Zudem sollen während den nächsten Wochen die (Noch-)Spieler der Ersten, Freddy Söder und Fabian Hillenbrand, sowie der Verletzte Christian Zimmerer zur Mannschaft stoßen. Eine vom Papier her sehr starke und schlagfertige Truppe, die Coach Weisser dieses Saison zur Verfügung hat.
Nach einer ausgeglichenen und teilweise etwas wilden Anfangsphase konnte sich der Gastgeber ab der 18. Minute durch Tore von Marius Kohler und Cristian Aldica erstmals mit 3 Toren absetzen. Die Hereinnahme von Altstar Janos Csele Mitte der ersten Halbzeit brachte dem neu formierten Team die nötige Ruhe und Sicherheit im Angriff. Zudem fand Torhüter Patrick Maas immer besser ins Spiel. Zur Halbzeit stand dann ein 4-Tore-Vorsprung (17:13) für den TSV Bad Saulgau auf der Anzeigetafel.
Der zweite, sehr torarme Spielabschnitt war geprägt von vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen. Auf beiden Seiten konnten sich die Torhüter auszeichnen. Saulgaus beste Torschützen, Matthias Fuchs, Janos Csele und Cristian Aldica hielten den Gast vom Bodensee immer auf Abstand, so dass es am Ende zu einem ungefährdeten 24:20 Heimsieg für den TSV reichte. Auch das zweite Saisonspiel findet auf heimischen Boden statt. Am 30.09. um 16 Uhr empfängt der TSV die HSG Langenargen-Tettnang in der Kronriedhalle.
Es spielten:
Patrick Maas, L. Lehenherr (beide Torhüter) – S. Hähnel (1 Tor), F. Kurz, C. Aldica (6), R. Rath, M. Kohler (2), J. Csele (7), M. Fuchs (6), Phillip Maas (2), M. Reiser, W. Daungauer, M. Burger.

Verdienter Sieg für den TSV gegen Herbrechtingen/Bolheim

Dennis Kaumann war Dreh- und Angelpunkt bei seinem ersten Heimspiel in der Kronriedhalle

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - SG Herbrechtingen/Bolheim 32:27 (17:13)

 

Von Thomas Lehenherr

 

Bad Saulgau - Im ersten Saisonheimspiel trat der runderneuerte Württembergligst TSV Bad Saulgau am vergangenen Samstagabend im Vergleich zum Saisonauftaktspiel wie verwandelt auf und begeisterte die gut 700 Fans in der Kronriedhalle. Dabei hatte das Team des Trainergespanns Csaba Horvath/Stephan Utzinger großen Respekt vor der SG Herbrechtingen/Bolheim, da diese zum Saisonauftakt gegen Gerhausen eine überaus souveräne Leistung gezeigt und ihren Gegner zeitweise schwindelig gespielt hat. Doch dies ließ der TSV nicht zu. Von Beginn an zeigte er, wer auf dem Platz das Sagen hat und ging durch die Neuzugänge Linksaußen Andreas Csuka und vier mal in Folge Dennis Kaumann bereits in der 6. Minute mit 5:1 in Führung. Überragend zeigte sich Mittespieler Dennis Kaumann, der das Spiel gemeinsam mit Istvan Gaspar souverän leitete, jede Lücke ausnutzte und insgesamt acht Treffer erzielen konnte. Außerdem zeigte Allrounder Patrick Engler eine starke Leistung und sorgte für Unruhe in der gegnerischen Abwehr. Bei der Spielgemeinschaft taten sich in Hälfte eins vor allem Linksaußen Oliver Äugle und erwartungsgemäß Spielführer Tim Albrecht hervor. Bei den Hausherren konnten sich außerdem der erst 20jährige Neuzugang David Tovmasyan, der viel Spielübersicht zeigte, positiv in Szene setzen. In der Defensive stand Frederik Söder, der für die fehlenden Akteure Nelu Rosca (Knöchelverletzung) und Patrick Osterc (persönliche Gründe) nochmals einsprang wie gewohnt seinen Mann und animierte seine Teamkollegen mit Erfolg zu aggressiverer Arbeit. Michael Reck und Sebastian Luib rackerten in der Abwehr unermüdlich gemeinsam mit Jochen Schäfer und Dennis Kaumann, so dass die Gäste kaum frei zum Wurf kamen. Auch Torhüter David Bakos war glänzend aufgelegt und ließ nur wenige Bälle passieren. Beim Stande von 17:13 für den TSV ging's in die Katakomben.

 

Zu Beginn des zweiten Abschnitts war die Euphorie im TSV-Team plötzlich verflogen und es klappte fast nichts mehr. SG-Spielmacher Tim Albrecht trieb seine Mannschaft mit Erfolg an und die SG legte einen 5:0-Lauf aufs Parkett. Innerhalb von sieben Minuten hatten die Gäste das Spiel gedreht und führten plötzlich mit 18:17. TSV-Trainer Csaba Horvath nahm eine Auszeit, die den TSV auch wachrüttelte. Istvan Gaspar läutete den folgenden Torreigen ein und die Platzherren erzielten ihrerseits fünf Treffer in Folge. Der neben Frederik Söder ebenfalls nochmals eingesprungene Linkshänder Fabian Hillenbrand kam immer besser in Fahrt und traf ebenfalls.

Trotz wiederum vieler Zweiminutenstrafen (neun für den TSV, vier für die SG) stand die TSV-Abwehr wieder besser und die Gastgeber fanden zu alter Stärke zurück. Das neu hinzugekommene Eigengewächs Patrick Fritz versperrte mit Fabian Kohler geschickt die Wege des Gegners und Torhüter David Bakos tat sein übriges dazu. Frederik Söder traf genauso spektakulär am Kreis wie Andreas Csuka aus spitzestem Winkel von außen. Am Ende hatten die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen, nur Hamza Bayik, Oliver Äugle, Janis Bauer und Tim Albrecht konnten noch Akzente setzen. Durch einige Leichtsinnsfehler in den letzten zwei Minuten verspielte der TSV einen noch höheren Sieg.

"Ich wollte das erste Heimspiel unbedingt gewinnen. Das haben wir geschafft. Ich bin sehr froh, dass die Mannschaft unsere Vorgaben umgesetzt hat. Ich konnte mich auf diesen Gegner gut vorbereiten. Vom letzten Gegner hatte ich kein Video, du wusste ich nicht, was uns erwartet. Wenn wir uns so weiterentwickeln, können wir mit jedem Gegner der Liga mithalten", sagte ein überaus erleichterter TSV-Coach Horvath im Pressegespräch nach dem Spiel. SG-Trainer Sandro Jooß war dagegen enttäuscht. "Ich hatte nach unserem ersten ganz gut gespielten Match mehr erwartet. Wir haben eigentlich gut trainiert, aber der TSV war heute zu stark und hat verdient gewonnen. Wir haben uns vorgenommen, besser wie im letzten Jahr dazustehen und möglichst bald nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben", forderte Jooß.

Erleichterung machte sich nicht nur in der TSV-Mannschaft, sondern auch bei den Verantwortlichen breit. Der stellvertretende Vorsitzende Alexander Osswald stand die Freude besonders ins Gesicht geschrieben. "Es wird jetzt von Woche zu Woche besser. Es dauert seine Zeit, bis die Neuen eingespielt sind. Es war ein gutes Spiel, aber man sieht auch, was passieren kann und dass noch nicht alles rund läuft. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir einen Einbruch. Da ist noch Verbesserungsbedarf", warnte Osswald. "Dennis Kaumann hat genial gespielt, Jochen Schäfer war in der Abwehr eine Bank, Andreas Csuka ist immer gefährlich und David Tovmasyan wird immer besser", lobte Osswald seine Neuzugänge.

 

Nächster Gegner ist am kommenden Sonntag, den 24. September der TSV Zizishausen, den der TSV als Aufstiegsanwärter einstuft. Spielbeginn in der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Sporthalle ist um 17 Uhr.

 

Im Vorspiel zur ersten Herrenmannschaft konnte die Zweite ihren Gegner TSV Lindau vor ebenfalls vielen Zuschauern verdient mit 24:20 schlagen. Zeitweise zeigte das Team von Trainer Markus Weisser gekonntes Kombinationsspiel. Im Anschluss an die Erste verlor die männliche A-Jugend ihr erstes Saisonspiel 22:34 gegen den HVRW Laupheim, zeigte sich aber gegenüber einigen Vorbereitungsspielen verbessert.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), P. Engler (1), Csuka (6/davon 2 Siebemeter), Tovmasyan (2), Fritz, Schäfer (6/1), Kaumann (8), Reck, Luib, Gaspar (4), Kohler, Hillenbrand (2), Söder (3).

Beim ersten Heimspiel soll unbedingt ein Sieg her

Handball Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau – HSG Herbrechtingen/Bolheim (Samstag, 18 Uhr Kronriedhalle)

Von Thomas Lehenherr

Bad Saulgau – Jetzt soll’s richtig losgehen. Am heutigen Samstag empfängt der TSV Bad Saulgau um 18 Uhr in der Kronriedhalle zum ersten Heimspiel der neuen Saison die HSG Herbrechtingen/Bolheim, das Team von Trainer Sandro Jooß. Der TSV setzt wie auf zahlreiche und lautstarke Publikumsunterstützung. Die Spannung unter Fans und Verantwortlichen ist förmlich zu spüren, da der TSV einen wohl noch nie dagewesenen Umbruch zu verkraften hatte. „Umso mehr sind uns unsere Fans wichtig. Wir schauen voraus und hoffen auf eine gute Saison. Die neue Mannschaft braucht viel Spielpraxis und muss jetzt nach und nach zu einem Team zusammenwachsen“, sagt der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand.

Acht Spieler, also mehr als eine Mannschaft, hatten den TSV verlassen, fünf neue, spielstarke Akteure sind von extern dazugekommen. Außerdem hat Patrick Fritz von der zweiten Mannschaft in die erste gewechselt. Einige Spieler sind erst Anfang September zur Mannschaft gestoßen und sind momentan dabei, sich in das Team zu integrieren. So stellt sich die Situation des TSV im Moment dar. Trainer Csaba Horvath hat nun die schwierige Aufgabe, die durchaus guten Einzelspieler zu einer funktionierenden Einheit zusammenzuschweißen. „Menschlich passt es schon von Beginn an, das ist schon mal eine gute Voraussetzung“, sagt Hillenbrand. Gute sportliche Ansätze hat die Mannschaft in einigen Vorbereitungsspielen gezeigt. Beim Saisonauftaktspiel in der letzten Woche fehlte in der Abwehr noch die nötige Härte, was der Gegner auszunutzen wusste. Im Gegensatz zum TSV hat der heutige Gegner Herbrechtingen/Bolheim den Saisonauftakt – gegen den TV Gerhausen gewonnen.

Zum Leidwesen des TSV-Trainergespanns Horvath/Utzinger verletzte sich Rückraumschütze Nelu Rosca gleich im ersten Saisonspiel schwer am Knöchel und wird viele Wochen ausfallen. Auch Sebastian Luib zog sich einen fetten Bluterguss am Knie zu und Patrick Engler laboriert noch an einer Brustmuskelverletzung, Kreisläufer Patrick Osterc fehlt aus persönlichen Gründen noch ein Spiel. „Mund abwischen, es muss weitergehen“, munterte Co-Trainer Stephan Utzinger sein Team auf. Und auch Chefcoach Csaban Horvath blickt nach vorne und hofft beim ersten Heimmatch auf einen noch besser eingespielten TSV. Angesichts der Verletzungen helfen die altershalben zurückgetretenen Frederik Söder (Abwehr und Kreis) und Linkshänder Fabian Hillenbrand (Rechtsaußen) nochmals aus.

In dieser Trainingswoche wurde vor allem nochmals das Abwehrverhalten einstudiert. An der Feinabstimmung und am Zusammenspiel im Angriff wurde justiert. „Wir haben gut trainiert. Die Spieler sind wegen der Auftaktniederlage etwas angespannt. Ich hoffe, dass wir das noch aus den Köpfen rauskriegen und der Spaßfaktor sowie der Kampfgeist wieder dominieren. Die Mannschaft ist gut auf den Gegner vorbereitet. Wir möchten mehr in der Abwehr zeigen und vorne cleverer als zuletzt agieren. Herbrechtingen besitzt ein gutes Team mit einer überragenden halbrechten Seite und einem guten Torhüter“, sagt der Chefcoach. Er kann mit Söder und Hillenbrand nun auf einen zahlenmäßig nahezu ausreichenden Kader verweisen und möchte das erste Saisonheimspiel unbedingt gewinnen.

In der TSV-Defensive darf nicht lange gefackelt werden, wenn der Angriffsmotor der HSG um ihren Ausnahmespieler Tim Albrecht gestoppt werden soll. Beim Sieg gegen Gerhausen lag das Team von Trainer Sandro Jooß nach 29 Minuten bereits mit 19:6 in Front. „Wir werden alles dafür tun, um uns so gut wie möglich zu präsentieren. Ich freue mich und bin gespannt auf das tolle Bad Saulgauer Publikum, von dem ich schon viel gehört und gelesen habe, es ist für uns wie der achte Mann auf dem Platz, da spreche ich auch für alle Neuzugänge“, sagt TSV-Trainer Csaba Horvath.

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), P. Engler, Csuka, Tovmasyan, Fritz, Schäfer, Kaumann, Reck, Luib, Gaspar, Kohler, Hillenbrand, Söder.

 

Heimspielsamstag und Saisonstart für TSV-Mannschaften

Neben der „Ersten“ hoffen auch weitere TSV-Mannschaften am Samstag in der Kronriedhalle auf einen guten Saisonstart. Bereits um 14.30 Uhr tritt die gemischte D-Jugend gegen den TV Gerhausen an. Um 16 Uhr steht die zweite Herrenmannschaft von Trainer Markus Weisser, die sich für diese Saison auch viel vorgenommen hat, gegen Lindau auf dem Parkett, und um 20 Uhr trifft die männliche A-Jugend, die ebenfalls auf große Publikumsunterstützung hofft, auf den HVRW Laupheim.

TSV verliert Auftaktmatch und zwei Spieler

 

Handball Württembergliga Süd SG Hegensberg/Liebersbronn - TSV Bad Saulgau 29:27 (16:10)

 

Bad Saulgau (tl) - Der völlig neu formierte Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau (acht Spieler hörten auf, fünf Akteure kamen hinzu) hat das erste Saisonspiel gegen den Aufsteiger SG Hebensberg/Liebersbronn verdient mit 27:29 verloren. Kreisläufer und Abwehrrecke Patrick Osterc fehlte aus persönlichen Gründen und Patrick Engler musste verletzungsbedingt passen. 

Schlimmer noch als die Niederlage ist der verletzungsbedingte Ausfall zweier Leistungsträger. "Unser eh schon knapper Kader ist jetzt noch mehr dezimiert", ärgerte sich der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand nach dem Match. Doch der Reihe nach.

 

Nach einer gut zweistündigen Anfahrt bei strömendem Regen kam der TSV wohlbehalten auf der landschaftlich herrlich gelegenen Liebersbronner Höhe nördlich von Esslingen an und hatte sich einiges vorgenommen. Zunächst schien es, dass der Plan aufgehen könnte. Der TSV begann beherzt, erspielte sich leichte Vorteile und ging mehrmals durch Mittespieler und Neuzugang Dennis Kaumann, Istvan Gaspar sowie dem quirligen ebenfalls neu hinzugekommenen Linksaußenspieler Andreas Csuka in Führung. Die meist sehr groß gewachsenen Hausherren hielten durch Fabian Sokele, Christian Bayer und Henning Richter dagegen, konnten aber zunächst nicht verhindern, dass der TSV in der ersten Viertelstunde meist die Nase mit einem Treffer vorn hatte. Doch dann packten die Gastgeber härter zu, die TSV-Angriffe wurden unsicherer, die technischen Fehler häuften sich. Dann nahm das Unglück seinen Lauf. Nelu Rosca knickte durch eine Attacke seines Gegenspielers bei einer Abwehraktion um und verletzte sich so schwer, dass er mit Verdacht auf Bänderriss wohl viele Wochen ausfällt. Der Fuß schwoll enorm an. Auf der Angriffsseite wurde Sebastian Luib bei einem Sprungversuch gefoult, fiel aufs Knie, das ebenfalls sofort stark anschwoll. Auch hier schwant den Verantwortlichen Übles. "Wir hoffen, dass die Verletzung nicht so schlimm ist, wie sie momentan aussieht", sagte Co-Trainer Stephan Utzinger. In der Folge riss der Faden beim TSV, die SG nutzte die Verwirrung bei den Gästen aus und spielte die in dieser Phase instabile TSV-Abwehr das ein ums andere Mal aus. Torhüter David Bakos stand teilweise auf verlorenem Posten. Immer wieder waren es die starken SG-Akteure Henning Richter, Fabian Sokele und Christian Bayer, die auch durch schöne Rückraumtreffer überzeugten. So stand es zur Pause völlig verdient 16:10 für die Platzherren. 

 

Im zweiten Abschnitt packte die übrig gebliebene TSV-Abwehr dann ebenfalls herzhafter zu, doch die Unparteiischen ahndeten dies meist mit einer Hinausstellung. Während die Hausherren in der zweiten Halbzeit nur eine Zweiminutenstrafe verschmerzen mussten, waren es beim TSV deren fünf. Spielmacher Istvan Gaspar und Co versuchten nun auch im Angriff entschlossener zu agieren, was teilweise auch durch sehenswerte Treffer von Andreas Csuka aus spitzestem Winkel und Jochen Schäfer durch Tempogegenstöße ganz gut gelang. Doch meist wurden diese positiven Ansätze durch ständiges Unterzahlspiel wieder zunichte gemacht. Am Ende ließ der Gastgeber etwas nach und der TSV kam bis auf zwei Treffer heran, hatte aber keine Chance mehr, das Spiel noch zu drehen. 

Die Aufgabe des Trainergespanns wird es nun sein, die neuen, durchaus guten Einzelspieler mehr und mehr in die Mannschaft zu integrieren und die schmerzlichen Ausfälle durch noch mehr Engagement der anderen Spieler zu kompensieren. Einige Akteure sind schließlich erst seit wenigen Tagen oder Wochen im Training. 

"Am Anfang war das Spiel ausgeglichen. In den letzten 12 Minuten der ersten Halbzeit hatten wir eine ganz schwache Phase. Die Abschlüsse waren viel zu hektisch. In der Abwehr hat die Aggressivität gefehlt. Die Schiedsrichter haben in der Defensive viel zugelassen. Meine Mannschaft hat sich darauf nicht eingestellt, der Gegner machte das besser. In der zweiten Halbzeit haben wir besser gespielt, die Abwehr war offensiver. Leider mussten wir viele Hinausstellungen hinnehmen", sagte TSV-Coach Csaba Horvath. 

"In der kommenden Woche werden wir versuchen, die Abstimmungsprobleme in der Abwehr minimieren und uns auf den nächsten Gegner einstellen. Wir möchten gut vorbereitet in das erste Heimspiel gehen", sagte Co-Trainer Stephan Utzinger.

Zum ersten Heimspiel der Saison erwartet der TSV am kommenden Samstag, den 16. September um 18 Uhr in der Kronriedhalle die SG Herbrechtingen/Bolheim.

 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Gaspar (8), Rosca, Reck (1), Kaumann (3), Czuka(8/davon 2 Siebenmeter), Fritz (1), Schäfer (4), Luib (1), Tovmasyan, Kohler (1).

Auf geht' TSV - Erster Gegner ist Aufsteiger SG Hegensberg-Liebersbronn

 

Handball Württembergliga Süd: SG Hegensberg/Liebersbronn - TSV Bad Saulgau (Samstag, 20.15 Uhr, Sporthalle Römerstraße, Esslingen-Liebersbronn)

 

Von Thomas Lehenherr

 

Liebersbronn/Bad Saulgau - Es ist so weit. Württembergligist TSV Bad Saulgau startet nach einer durchwachsenen Vorbereitung mit einer völlig runderneuerten Mannschaft in die Saison. Erster Gegner ist am heutigen Samstag um 20.15 Uhr in der Sporthalle Römerstraße in Esslingen-Liebersbronn das ambitionierte Team aus Hegensberg/Liebersbronn, das zwei mal in Folge von der Bezirksliga über die Landesliga in die Württembergliga aufstieg. Für SG-Trainer Jochen Masching und Spielertrainer Henning Richter ist die Württembergliga eine große Herausforderung. Die Vorbereitung ist für den Aufsteiger sehr gut verlaufen und einige junge Spieler haben den ohnehin schon zahlenmäßig großen Kader noch verstärkt. "Wir brennen auf die Saison" ist auf der Homepage zu lesen. Ziel der Spielgemeinschaft ist der Klassenerhalt.

Im Gegensatz zum Gegner hat der TSV Bad Saulgau wohl seinen bislang größten Umbruch zu meistern. Acht (!) Spieler, also mehr als eine Mannschaft, und beide Trainer haben sich in den "Handballruhestand" verabschiedet. 

Mit dem neuen Trainer Csaba Horvath hat der TSV einen jungen, überaus engagierten Vollbluthandballer an Land gezogen und auch sein Co-Trainer Stephan Utzinger, derehemalige Damentrainer und heutige Trainer der männlichen A-Jugend des TSV lebt für den Handball. Gespannt sein darf man, ob es dem Trainergespann innerhalb der zur Verfügung stehenden knappen Zeit gelungen ist, die neu zusammengestellte Mannschaft zu einem Team zusammenzuschweißen. Eine genaue "Standortbestimmung" kann deshalb freilich noch nicht abgegeben werden. Entsprechend unterschiedlich fallen die Erwartungen und Saisonziele aus. Am optimistischsten sieht dies der erst Vorsitzende Matthias Knoll. "Wir haben mit Csaba einen handballverrückten Trainer verpflichtet, der sehr auf Disziplin achtet. Fachlich ist er sehr kompetent, das haben die Spiele in der Vorbereitung gezeigt. Beim Steißlinger Turnier gegen den Drittligisten aus der Schweiz gab es einen Sieg, gegen den Ligakonkurrenten Fridingen waren wir nicht präsent und haben verdient verloren und gegen das höher eingestufte Steißlingen folgte prompt ein Sieg. Ich stufe Spiele in der Vorbereitung nicht besonders hoch ein, aber sie haben schon die Handschrift unseres neuen Trainers gezeigt", sagt Knoll. "Ein Studienfreund hatte mir mal gesagt, dass ich die Ziele zum Jahresbeginn oder in diesem Fall zum Saisonstart nie zu hoch stecken soll. Werden sie, also die Ziele, zum Ende des Jahres nicht erreicht, dann sitzt die Enttäuschung tief. Aufgrund unserer Kaderzusammenstellung, die sehr breit und mit viel Klasse besetzt ist, rechne ich jedoch mit einer Platzierung im oberen Tabellendrittel", hofft der Handballchef.

 

Während das Turnier in Steißlingen für den TSV ganz zufrieden stellend lief, gab es aber auch noch einige "Baustellen" für das Trainergespann. So hatte Coach Horvath in den letzten Trainingseinheiten besonderen Wert auf die Abwehrarbeit gelegt. "Wir möchten mit einer aggressiven, geschlossenen Abwehr auftreten und hoffen, dass wir das erste Spiel gleich gewinnen", sagt Horvath. "Leider kenne ich den Gegner nicht, er war nicht in unserer Liga. Wir haben Respekt aber werden versuchen, dem Gegner unser Spiel aufzudrücken", verrät der Coach. 

Einige Neuzugänge wie Torhüter Jonas Engler, Kreisläufer Jochen Schäfer, Mittespieler Dennis Kaumann und Linksaußen Andreas Csuka haben annähernd die ganze Vorbereitungszeit mit Ausnahme der dreiwöchigen Hallenschließzeiten mitmachen können. Linkshänder David Tovmasyan stieß erst letzte Woche zum Team und das Eigengewächs und Sebastian Luib konnte aus beruflichen Gründen auch erst seit einer Woche wieder am Training teilnehmen. Patrick Osterc wird aus persönlichen Gründen bei den ersten beiden Spielen fehlen, ansonsten kann das Trainergespann voraussichtlich auf den gesamten Kader setzen. 

Spannung pur ist also angesagt, so fiebert neben der Mannschaft, den Verantwortlichen auch die Fangemeinde dem ersten Spiel entgegen. Der TSV hofft deshalb auf viele Fahrgemeinschaften nach Esslingen und auf wiederum lautstarke Unterstützung der Fans.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Gaspar, Rosca, Reck, Kaumann, Czuka, P. Engler, Fritz, Schäfer, Luib, Tovmasyan, Kohler.

Los geht's! Saisonauftakt des runderneuerten TSV

 

 Von Thomas Lehenherr 

 

Bad Saulgau - Die Zeit des Wartens hat ein Ende! Fans, Mannschaft und Verantwortliche des Handball-Württembergligisten TSV Bad Saulgau brennen auf den Start in die neue Saison. Die knappe 23:24-Auswärtsniederlage beim Pokalspiel gegen Württembergliga-Absteiger TV Reichenbach am vergangenen Samstag, ist wohl wenig aussagekräftig, da der TSV vor allem die neu hinzugekommenen und jungen Akteure spielen ließ und neue Abwehrvarianten ausprobierte. Am Samstag, den 9. September wird's jedoch für Trainer Csaba Horvath und sein neu formiertes Team ernst. Um 20.15 Uhr tritt der TSV beimAufsteiger SG Hegensberg/Liebersbronn zum ersten Punktspiel an. Die Spielgemeinschaft schaffte den Durchmarsch von der Bezirksliga über die Landesliga in die Württembergliga. Das erste Heimspiel findet am Samstag, den 16. September um 18 Uhr in der Kronriedhalle gegen die SG Herbrechtingen/Bolheim statt.

 

Seit der vergangenen Saison hat sich viel getan beim TSV. Sieben (!) Stammspieler,Trainer Holger Beck, der im November letzten Jahres für den Rest der Saison eingesprungen war, sowie Co-Trainer Frederik Söder wurden in den "Handballruhestand" verabschiedet. Die Verantwortlichen, allen voran der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand und der zweite Vorsitzende Alexander Osswald, hatten dann die schier unlösbare Aufgabe, personellen Ersatz zu suchen, es hatte schließlich eine komplette Mannschaft inklusive Trainerduo die Segel gestrichen. So viele Akteure konnten aus dem eigenen TSV-Spieler-Pool nicht rekrutiert werden.

 

Mit Trainer Csaba Horvath aus Dietmannsried gelang es dem TSV schließlich, einen "Vollbluthandballer" an Land zu ziehen. Mit dem 19jährigen Torhüter Jonas Engler wurde der Neffe des ehemaligen TSV-Torhüters Florian Engler verpflichtet. Mit Rechtsaußen Andreas Czuka vom HC-Plauen - seine Lebensgefährtin ist Bad Saulgauerin-, Kreisläufer Jochen Schäfer aus Mimmenhausen und Mittespieler Dennis Kaumann aus Steinheim kamen drei Feldspieler dazu. Erst Ende August stieß noch der 20jährige Linkshänder David Tovmasyan von der HSG Friedrichshafen/Fischbach zum Kader. Von der zweiten Mannschaft wurde Patrick Fritz in den Kader der Ersten berufen und von der A-Jugend nahm ebenfalls der ein oder andere Spieler an der Vorbereitung teil.

Wegen dieses riesigen Umbruchs, wie es ihn beim TSV wohl noch nie gab, ist es selbst für Experten kaum möglich einzuschätzenwo das Team leistungsmäßig in der Württembergliga einzustufen ist. Erste "Standortbestimmungen" bei Vorbereitungsspielen ergaben noch keinen richtigen Aufschluss, da der Kader erst seit kurzer Zeit komplett ist. Entsprechend wird spekuliert, diskutiert und entsprechend weit liegen die Meinungen auseinander.

Auf alle Fälle wird eine überaus spannende Saison mit der ein oder anderen Überraschung erwartet.

 

Auch für Trainer Csaba Horvath ist es nicht leicht, sein Team richtig einzustufen. In der letzten Phase der Vorbereitung gab der TSV jedenfalls noch mal richtig Gas, nachdem in den ersten drei Augustwochen die Sporthallen geschlossen und viele Akteure im Urlaub waren. "Wenn wir jetzt weiter mit allen Spielern richtig trainieren können, bin ich für die neue Saison optimistisch. Gegen Ende der Vorbereitung haben alle gut gekämpft, da ich war zufrieden. Mein Ziel ist, möglichst alle Heimspiele zu gewinnen und auch gleich das erste Auswärtsspiel, das ist gut für die Psyche", sagt der neue Trainer, der in Stephan Utzinger, dem ehemaligen TSV-Damentrainer und heutigen Coach der männlichen A-Jugend, einen engagierten Co-Trainer an seiner Seite hat. 

 

Der zweite Vorsitzende des TSV Alexander Osswald war mit der Vorbereitungsphase der TSV-Handballer von Ende Juli bis Mitte August ebenfallsnicht hundertprozentig zufrieden. "Leider hatten wir nicht immer alle Spieler an Bord aufgrund der Urlaubszeit. Dazu kommt noch, dass unsere Hallen wieder drei Wochen geschlossen waren. Da ist es natürlich schwer, eine gute Vorbereitung auf die Beine zu stellen. Aber trotzdem haben Csaba Horvath und sein Team das Beste daraus gemacht", sagt Osswald.

"Für die kommende Saison wünsche ich mir keine Verletzungen und viele Punkte, auf jeden Fall mehr als letzte Saison. Nach solch einem Umbruch, bei dem wir das halbe Team ausgewechselt haben, eine Prognose abzugeben ist nahezu unmöglich. Viel wird davon abhängen, wie sich die Neuen integrieren und wie wir auch in die Saison starten. Wenn wir die ersten Spiele erfolgreich bestreiten, dann können wir eine entspannte Saison genießen. Unser Ziel ist es aber, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, also mindestens Platz neu. Unser großer Vorteil, um dieses Ziel zu erreichen, ist natürlich die Kronriedhalle mit ihrer grandiosen Hexenkessel-Atmosphäre. Mit unseren Fans im Rücken, können wir fast jedes Team der Liga schlagen", hofft der Funktionär. 

 

Der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand war und ist immer noch unermüdlichdabei, Stärken und Schwächen der Mannschaft zu analysieren, um sie sportlich einschätzen und vielleicht noch entsprechend personell handeln zu können. "Es wird eine spannende Saison werden, weil wir uns ein Stück weit neu erfinden müssen. Der Kader ist durch die vielen Abgänge nicht so breit besetzt wie die letzten Jahre und viele Abläufe müssen sich erst einspielen. Gewachsene Strukturen sind nicht mehr vorhanden, jeder Spieler hat die Chance sich zu zeigen, auch auf Positionen, die ungewohnt sind. Ich hoffe, dass wir den Umbruch hinbekommen und für die nächsten Jahre auf dieser neuen Mannschaft in der Württembergliga aufbauen können", sagt der Sportchef. Zu den Favoriten in dieser Saison zählt Hillenbrand Zizishausen und Unterensingen.

Angesprochen auf die neuen Spieler verrät der Sportchef: "Andreas Csuka hat schon sehr viel Erfahrung und wird uns sehr schnell weiterhelfen. Jonas Engler ist ein Mann für die Zukunft, der auf der TW-Position behutsam aúfgebaut werden soll. Dennis Kaumann kennt die Liga und er ist ein Spieler, der weiß wie man ein Spiel lenken muss. Jochen Schäfer zeigt seit Jahren im südbadischen Handball, dass er ein Kreisläufer ist, der seine Leistung bringt".

 

Auch der erste Vorsitzende Matthias Knoll freut sich auf die Saison und lobt die Arbeit des neuen Trainers. " Wir haben mit Csaba einen handballverrückten Trainer verpflichtet, der sehr auf Disziplin achtet. Fachlich ist er sehr kompetent, das haben die Spiele in der Vorbereitung gezeigt: Beim Steißlinger Turnier gegen den Drittligisten aus der Schweiz gab es einen Sieg, gegen den Ligakonkurrenten Fridingen waren wir nicht präsent und haben verdient verloren und gegen das höher eingestufte Steißlingen folgte prompt ein Sieg. Ich stufe Spiele in der Vorbereitung nicht besonders hoch ein, aber sie haben schon die Handschrift unseres neuen Trainers gezeigt", sagt Knoll. In Bezug auf das Saisonziel wagt Matthias Knoll trotzder neu zusammen gestellten TSV-Mannschaft die optimistischste Prognose seiner Vorstandskollegen: "Ein Studienfreund hatte mir mal gesagt, dass ich die Ziele zum Jahresbeginn oder in diesem Fall zum Saisonstart nie zu hoch stecken soll. Werden sie, also die Ziele, zum Ende des Jahres nicht erreicht, dann sitzt die Enttäuschung tief. Aufgrund unserer Kaderzusammenstellung, die sehr breit und mit viel Klasse besetzt ist, rechne ich jedoch mit einer Platzierung im oberen Tabellendrittel", hofft Knoll. 

 

Matthias Knoll sagt, dass es langfristiges Ziel des TSV seiin Zukunft noch mehr Jugendliche zu gewinnen und für den Handballsport zu begeistern, auch im Hinblick auf die erste Mannschaft. Dies war auch Thema des Handball-Workshops im Juni. Er möchte die Attraktivität im Verein steigern und die vielfältigen Aufgaben auf vielen Schultern verteilen. Die Ausgaben für den Jugendbereich wurden bereits bewusst erhöht und gerade in den Schulen soll Werbung für den Handballsport betriebenwerden. Ziel soll es sein, Spieler aus der Jugend wieder zur ersten Mannschaft heranzuführen. "Gelingt uns dies in den nächsten Jahren nicht, dann müssten wir eine Spielgemeinschaft mit umliegenden Städten bilden. Vorstandschaft, die Handballabteilung und auch die Zuschauer möchten diese Konstellation unter keinen Umständen", sagt der Vorsitzende.

 

Ebenso sieht "Vize" Alexander Osswald den konstruktiven Mitglieder-Workshop vom Juni als sehr guten Start für eine erfolgreiche Zukunft der Handballabteilung. Die ersten "einfachen" Themen, wie z.B. die Verbesserung des WIR-Gefühls durch Stammtische und anderes mehr seien schon gestartet worden"Das sind die sogenannten "low-hanging-fruits. Bei den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Finanzkonzept und Jugendkonzept braucht man Geduld und einen langen Atem. Wir haben aber auch hier bereits einige erste kleine Schritte getan. Weitere werden folgen. Sobald es hier die ersten Erfolge zu vermelden gibt, werden wir natürlich informieren", verspricht Osswald.

 

Die Mannschaften der Württembergliga Süd in der Reihenfolge der Spiele gegen den TSV Bad Saulgau:

 SG Hegensberg-Liebersbronn, SG Herbrechtingen-Bolheim, TV Zizishausen, SKV Unterensingen, TV Gerhausen, HSG Albstadt, HSG Winzingen/Wißgoldingen, TSV Wolfschlugen, TSV Heiningen, HSG Langenau/Elchingen, MTG Wangen, HSG Fridingen/Mühlheim, HVRW Laupheim.

 

 

Wann starten die weiteren TSV-Teams in die Saison?

Die zweite Herrenmannschaft spielt am Sonntag, den 10. September um 14 Uhr in der ersten Runde des Bezirkspokals auswärts gegen den TSV Leutkirch 2 und startet am Samstag, 16. September um 16 Uhr in der Kronriedhalle gegen den TSV Lindau in die Ligarunde. 

Ebenfalls am 16. September empfängt die gemischte D-Jugend des TSV um 14.30 Uhr in der Kronriedhalle den TV Gerhausen. 

Die männliche A-Jugend spielt um 20 Uhr zu Hause zum Saisonstart in der Bezirksliga gegen den HVRW Laupheim. 

Die weibliche D-Jugend muss am 16. September um 16.10 Uhr auswärts gegen den TV Weingarten antreten.

Die weiteren TSV-Mannschaften starten später in die Saison.   

Knappe Niederlage für den TSV im Pokal

 

Reichenbach/Bad Saulgau (tl) - In der ersten Runde des HVW-Pokals gab's am vergangenen Samstag für den neu formierten Württembergligisten TSV Bad Saulgau in Reichenbach eine knappe 23:24-Niederlage. Der neue TSV-Trainer Csaba Horvath konnte dies verschmerzen, da er beim Spiel vor allem Wert auf die Integrierung der neuen Spieler legte und ihnen lange Einsatzzeiten gab. 

Zu Beginn erspielte sich der TSV gleich leichte Vorteile. David Tovmasyan, Andreas Csuka und Dennis Kaumann sorgten für die ersten Treffer des TSV. Bei den Gastgebern konnte zunächst nur der überragende Max Liegat Akzente setzen und Treffer für die Hausherren erzielen. Dann erspielte sich Reichenbach ein leichtes Übergewicht bis zwei Mal Nelu Rosca wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung (9:7) für den TSV herstellte. Da Torhüter David Bakos verhindert war, setzte Coach Horvath in Hälfte eins den erst 17jährigen A-Jugendtorhüter Luis Lehenherr ein, der seine Aufgabe bravourös meisterte. "Er hat tolle Paraden gezeigt und sehr gut mit der Abwehr zusammengespielt". lobte Horvath seinen Youngster. Einige leichtfertige Ballverluste des TSV im Angriff bescherten Reichenbach in der Folge einen 4:0-Lauf und zur Pause lagen die Bad Saulgauer mit 11:13 im Hintertreffen. 

Im zweiten Abschnitt verkürzte zwar Istvan Gaspar auf 12:13, doch anstatt sich im Angriff zu konzentrieren, wurden wieder zu viele Bälle "verschenkt", die die Gastgeber zu verwerten wussten. Der TSV-Trainer und sein Co-Trainer Stefan Utzinger setzten in den zweiten 30 Minuten den 19-jährigen Torhüter der ersten Mannschaft Jonas Engler ein, der seine Sache trotz einer leichten Handverletzung ebenfalls sehr gut machte. Bis zur 55. Minute lagen die Gastgeber stets mit zwei bis vier Treffern in Front, bis der TSV zum Sturm blies und Tor um Tor aufholte. Doch am Ende war Reichenbach um einen Treffer besser und zog damit in die zweite Runde des HVW-Pokals ein.

"Ich habe vor allem die neu dazugekommenen Akteure eingesetzt, um ihnen vor dem für mich wichtigeren Ligastart nochmals eine Trainingseinheit zu geben. David Tovmasyan ist erst eine Woche bei uns und hat fast durchgespielt und Sebastian Luib ist nach seiner Ausbildung in Österreich das erste Mal wieder dabei. Auch die anderen Neuzugänge wie Andreas Csuka, Dennis Kaumann, Jochen Schäfer und Patrick Fritz von der zweiten Mannschaft bekamen lange Einsatzzeiten, um das Zusammenspiel zu üben" sagte Horvath. "Schwerpunkt lag auf der Abwehrarbeit, da habe ich neue taktische Varianten ausprobiert. Zwangsweise haben wir dann den Angriff etwas vernachlässigt. Wichtig ist, dass sich keiner verletzt hat. Dennis Kaumann hat wegen einer meiner Meinung nach weniger schlimmen Aktion die Rote Karte bekommen, aber ohne Folgen für ihn. Jetzt müssen wir in dieser Woche nochmals an den Feinschliff gehen, werden noch ein Trainingsspiel absolvieren und dann hoffe ich, dass wir am Samstag gut in die Saison einsteigen", sagt Csaba Horvath. 

 

TSV: Lehenherr, J. Engler (beide im Tor), Fritz, Osterc (2), Csuka (3/davon 2 Siebenmeter), Schäfer, Kaumann (2), Luib (2), Tovmasyan (5), Reck (1), Gaspar (3), Rosca (3), P. Engler (2/1).

HVW-Pokal: Reichenbach erwartet den TSV

 

 Reichenbach/Bad Saulgau (tl) - Der TSV Bad Saulgau muss in der ersten Runde des württembergischen Verbandspokals (HVW-Pokal) am heutigen Samstag, den 2. September, um 20 Uhr in der Brühlhalle, Karlstraße, beim Württembergliga-Absteiger TV Reichenbach (bei Esslingen) antreten. Der neue Trainer Csaba Horvath sieht dem Match und Pokalwettbewerb mit gemischten Gefühlen entgegen. "'Der Pokal ist eine Pflichtaufgabe für uns. Es eine gute Übung, aber auch eine zusätzliche Belastung. Wenn wir dabei sind, möchten wir natürlich auch gewinnen. Während den Ligaspielen ist das schon belastend. Bei 18 Spielern wäre das kein Problem. Dann könnte man vor allem die älteren Spieler etwas schonen, aber so viele Spieler haben wir nicht. Positiv ist, dass wir jetzt vor allem noch die Abwehrarbeit üben und die neuen Spieler weiter in die Mannschaft integrieren können", sagt Horvath. 

Neu im Kader sind Andreas Czuka auf Linksaußen, Dennis Kaumann in der Mitte, Jochen Schäfer am Kreis, Eigengewächs Patrick Fritz auf Außen, und Jonas Engler im Tor. Der erst vor einer Woche zum Team gestoßene 20jährige Linkshänder David Tovmasyan von der HSG Friedrichshafen/Fischbach ist ebenfalls schon spielberechtigt. Neben Jonas Engler steht Luis Lehenherr (17 Jahre, eigene A-Jugend) für den verhinderten David Bakos im Tor des Württembergligisten.

Man darf gespannt sein, wie sich die neu formierte Mannschaft präsentiert und wie gut das Zusammenspiel bereits funktioniert. Trainer Horvath und Co-Trainer Stephan Utzinger möchten mit ihrem Team jedenfalls noch bis zum Ligastart am 9. September richtig Gas geben, damit möglichst schnell gepunktet werden kann.

 

TSV: J. Engler, Lehenherr (beide im Tor), P. Engler, Rosca, Reck, Aldica, Schäfer, Kaumann, Csuka, Fritz, Osterc, Tovmasyan, Gaspar. 

Neuzugang: David Tovmasyan Wurftechnik überzeugt

Von Thomas Lehenherr

BAD SAULGAU - Württembergligist TSV Bad Saulgau hat kurz vor Saisonbeginn nochmals Verstärkung bekommen. Der erst 20 Jahre alte David Tovmasyan ist der fünfte Neuzugang des TSV (bei sieben Abgängen). Er wechselt vom Landesligisten Friedrichshafen/Fischbach zum TSV Bad Saulgau. 

Der 1,79 Meter große Linkshänder wurde bei Augsburg geboren, entdeckte schon im Alter von sieben Jahren seine Liebe zum Handballsport und spielte als Kind für den TSV Dasing.  „In unserer Familie spielt niemand Handball, ich bin über Freunde dahin gekommen“, sagt der Neuzugang. Mit neun Jahren zog die Familie nach Friedrichshafen, wo Tovmasyan beim dortigen Handballverein bis zur C-Jugend im Einsatz war. Dann lockte die HSG Mimmenhausen, wo er für die B- und A-Jugend spielte. Als A-Jugendlicher gehörte er auch gleich zum Stammkader der ersten Herrenmannschaft, die damals in der Landesliga rangierte. Da Mimmenhausen später keine A-Jugend mehr melden konnte, wechselte Tovmasyan wieder nach Friedrichshafen und spielte sowohl für die A-Jugend als auch für die zweite Herrenmannschaft in der Kreisliga. Mit 19 Jahren gehörte er schon zur Stammmannschaft des Landesligateams und trat unter anderem auch gegen den TSV an. „Leider haben wir in dieser Zeit gegen Bad Saulgau immer verloren“, sagte er (lacht). 

Den Kontakt zu ihm stellte der TSV erst vor kurzem her. „Vor ein paar Wochen rief mich der sportliche Leiter des TSV Krischan Hillenbrand an und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, für den TSV zu spielen. Ich hatte mich jedoch für einen Studienplatz für Gesundheitsförderung, Bewegung und Ernährung an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd und auch in Weingarten beworben und wusste deshalb noch nicht, wo ich mal hinkomme. Nun habe ich aber keinen Studienplatz bekommen, so dass ich zunächst hier bleibe“, gibt Tovmasyan  Auskunft. „Ich habe mich dann entschlossen, für den TSV zu spielen. Das ist eine sehr reizvolle Aufgabe, um mich sportlich weiter zu entwickeln. Mir gefallen Mannschaft, Verein und Umfeld sehr gut. Das konnte auch mein ehemaliger Verein aus Friedrichshafen gut verstehen und legte mir keine Steine in den Weg. Außerdem kenne ich schon einige Spieler des TSV und bin sehr herzlich aufgenommen worden“, freut sich der Neuzugang. Zurzeit wohnt Tovmasyan noch in Markdorf bei seinen Eltern, zwei Häuser neben seinem neuen Mannschaftskollegen und TSV-Kreisläufer Patrick Osterc, und hofft, einen Studien- oder Ausbildungsplatz in der Nähe zu bekommen, dass er auch bei allen Trainingseinheiten des TSV dabei sein kann. Bekannt für seinen starken und explosiven Wurf möchte er sich auch in anderen Bereichen weiterentwickeln. „In der Abwehr muss ich noch besser werden, und ich muss mehr Krafttraining machen, dass ich nicht so verletzungsanfällig bin“, sagt der 20jährige selbstkritisch. In Bad Saulgau soll er vornehmlich auf der halbrechten Rückraumseite eingesetzt werden. 

David Tovmasyan hofft, schon nächste Woche am Samstag, den 9. September beim Saisonauftakt der Ligarunde zum Einsatz zu kommen. „Es ist alles vorbereitet, es fehlt nur noch das o.k. des Württembergischen Handballverbandes, aber das dürfte Formsache sein“, sagt Tovmasyan.

Teams und Termine der Handball Württembergliga Süd stehen fest

 

Seit Mitte Juni bereitet sich Württembergligist TSV Bad Saulgau mit seinem neuen Trainer Csaba Horvath auf die neue Saison vor. Nun wurden auch die Mannschaften und Spieltermine der Liga offiziell bekannt gegeben. 

 

14 anstatt wie im vergangenen Spieljahr 15 Teams sind in der Saison 2017/18 in der Südstaffel der Württembergliga aufgeführt. Nach dem Aufstieg des TV Weilstetten in die Baden-Württembergoberliga und dem Abstieg von Reichenbach und Steinheim in die Landesliga sind nun zwei Aufsteiger aus der Landesliga hinzugestoßen. Beachtlich ist dabei der Werdegang der SG Hegensberg-Liebersbronn. Ihr gelang der Durchmarsch von der Bezirksliga über die Landesliga ins württembergische Oberhaus.

Trainer Jochen Masching ist auch in der fünfthöchsten Spielklasse zuversichtlich, "oben bleiben zu können". 

Mit der HSG Mühlheim-Fridingen ist ein dem TSV alt bekanntes Team wieder in die Württembergliga aufgestiegen.

 

Die Saison beginnt wie üblich mit der ersten Runde des Bezirkspokals. Der TSV muss dabei am Samstag, den 2. September zum ehemaligen Württembergligisten und heutigen Landesligisten TV Reichenbach reisen. Spielbeginn ist um 20 Uhr. Schwerpunkt der "Ersten" ist aber klar auf den Punktspielen der Ligarunde. Das erste Punktspiel findet ebenfalls auswärts statt. Gegner ist am Samstag, den 9. September um 20.15 Uhr die Überraschungsmannschaft des Aufsteigers SG Hegensberg-Liebersbronn. Das erste Heimspiel wird dann eine Woche später, am Samstag, den 16. September um 18 Uhr in der Kronriedhalle gegen die Mannschaft von Trainer Sandro Jooß, SG Herbrechtingen/Bolheim, ausgetragen. 

 

Auch die beiden letzten beiden Saisonspiele gegen Aufsteiger Fridingen/Mühlheim am 21. und Laupheim am 28. April 2018 sind Auswärtsspiele.

Nicht ganz zufrieden mit dem Spielplan ist der sportliche Leiter des TSV Krischan Hillenbrand. "Der Spielplan ist etwas unglücklich. Am 14. April haben wir unser letztes Heimspiel, dann zwei Auswärtsspiele und am letzten Spieltag haben wir spielfrei. Unser Ziel muss also sein, möglichst bald, spätestens aber nach unserem letzten Spiel nicht mehr von den anderen Ergebnissen abhängig zu sein", sagt der Sportchef. 

 

Die Mannschaften in der Reihenfolge der Spiele gegen den TSV Bad Saulgau:

SG Hegensberg-Liebersbronn, SG Herbrechtingen-Bolheim, TV Zizishausen, SKV Unterensingen, TV Gerhausen, HSG Albstadt, HSG Winzingen/Wißgoldingen, TSV Wolfschlugen, TSV Heiningen, HSG Langenau/Elchingen, MTG Wangen, HSG Fridingen/Mühlheim, HVRW Laupheim.

 

 

Stand der Vorbereitung:

In den ersten drei Wochen der Sommerferien sind die Sporthallen geschlossen, einige Spieler sind in den Urlaub gefahren. Der TSV versucht mit den hiergebliebenen Akteuren, sich durch Auswärtsspiele und Turniere bei höher klassigen Teams, deren Hallen geöffnet sind, fit zu halten. Spiele gegen Dietmannsried, Söflingen, Steißlingen wurden bereits absolviert oder stehen noch an. 

Sieben bis acht Spielerabgängen stehen momentan vier Neuzugänge gegenüber. Der TSV ist mit einem weiteren Spieler im Gespräch. Vor den Sommerferien nahmen am Training auch einige Akteure der zweiten Mannschaft und A-Jugend teil, die dann in Vorbereitungsspielen auch eingesetzt wurden. 

Auf Grund des neuen Mannschaftsgefüges kann Trainer Csaba Horvath erst gegen Ende der Vorbereitung auf die Leistungsfähigkeit des Kaders schließen. "Ich bin bisher zufrieden mit dem Engagement meiner Jungs", war schon mal vorab von ihm zu hören.

 

Handballer legen Grundstein für die Zukunft

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD  SAULGAU (tl) - Vor Kurzem trafen sich Mitglieder und Interessierte der TSV-Handballabteilung in den Räumlichkeiten der Volksbank, um den Bad Saulgauer Handball zukunftsfähig zu machen. Der zweite Vorsitzende Alexander Osswald rief zu einemWorkshop auf und war erfreut, dass lebhaft und strukturiert diskutiert wurde. Am Ende eines langen Tages gab es durchaus fruchtbare Ergebnisse. Workshop-Teilnehmer sowie die Vorstandsmitglieder hatten nachher das Gefühl, dass sich der Verein in die richtige Richtung bewegen könnte. "Wir haben heute den Grundstein für eine gute Zukunft gelegt", freute sich Osswald, der sich gleich mit Kassier Martin Fischer an die Überlegungen zur Umsetzung der formulierten Ziele machte. 

Die Jugendarbeit wurde erwartungsgemäß als größter und wichtigster Block gesetzt. Dabei sollten mehr Fortbildungen, Lehrgänge für Helfer, Trainer, Schiedsrichter angeboten werden. Die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen wie dem Allgäu-Cup in Wangen sollte für alle Jugendmannschaften selbstverständlich sein. Auch im außersportlichen Bereich sollten für Spieler, Eltern und Freunde mehr Aktivitäten angeboten und Veranstaltungen stattfinden. Weitere Ideen sind die Einstellung eines Jugendkoordinators und das Angebot von regelmäßigen Schul-AGs. Martin Fischer wird dafür zunächst ein "Finanzkonzept Jugend" ausarbeiten. 

 

Die Stärkung des "Wir-Gefühls" wurde als nächster Block gesetzt. Hierzu gab es gleich Konkretes, das ab sofort umgesetzt werden kann. Der Bächtle-Hock am Bächtlefest-Montag wird zur festen Einrichtung wie auch das Handballfest am Ende der Saison in der Lampertsweiler Kiesgrube. Auch die Wiedereinführung eines Handball-Stammtisches und einer Weihnachtsfeier stehen auf der Wunschliste. 

 

Durch die Gründung eines Handball-Redaktionsteams sollen Informationen über die aktiven und Jugendmannschaften sowie alles rund um den Handball in den sozialen und auch Printmedien besser transportiert werden. Vorrangiges Ziel ist es dabei, den Bad Saulgauer Handballverein bekannter zu machen. "Der interne und externe Informationsfluss muss besser werden", sagte Osswald. 

 

Im sportlichen Bereich soll darauf hin gearbeitet werden, dass in jeder Saison mindestens zwei Teams des Vereins auf Verbandsebene, also in der Württembergliga oder höher, spielen. Die erste Mannschaft sollte längerfristig mindestens die aktuelle Klasse (Württembergliga) halten. Dabei wird angestrebt, durch die attraktivere Jugendarbeit mehr eigene Jugendspieler in die erste Mannschaft zu integrieren. 

 

Im Jahre 2024 feiert die Handballabteilung ihr 100jähriges Bestehen. Bis dahin wünscht sich Alexander Osswald, die im Wokshop erarbeiteten Ziele weitgehend umgesetzt zu haben. "Sieben Jahre für die Ewigkeit", heißt deshalb der Slogan der Handballabteilung. "Es sind viele kleine und größere Schritte, die zum Erfolg führen. Wir brauchen dazu mehr Spieler, mehr Helfer und eine attraktive Vereinsarbeit. Nach dem heutigen Tag bin ich optimistisch, dass wir das erreichen können", freut sich Osswald.

Der neue Handballtrainer Csaba Horvath ist mit Geist und Herz dabei

 

 Bad Saulgau - Am Dienstag, den 20. Juni rief der neue Trainer Csaba Horvath den Württembergliga-Kader des TSV Bad Saulgau zum Trainingsauftakt für die neue Saison auf den Plan. Vier Neuzugänge standen mit Torhüter Jonas Engler, Kreisläufer Jochen Schäfer,Mittespieler Dennis Kaumann und Rechtsaußen Andreas Csuka mit auf der Matte. SZ-Mitarbeiter Thomas Lehenherr unterhielt sich mit dem neuen Coach über sein Vorbereitungsprogramm, das Leistungsvermögen der Mannschaft und seine Ziele.

 

SZ: Herr Horvath, knapp vier Wochen sind sie nun mit ihrem neuen Team zusammen und bereiten sich auf die Saison vor. Was haben sie bisher von ihren Plänen umsetzen können?

 

Csaba Horvath: Beim ersten Leistungstest konnte ich mir ein Bild über die körperliche Verfassung meiner Spieler machen. Ich muss ja ausloten, welche Ausdauer die Spieler zurzeit haben und kann dann das Training entsprechend gestalten. In den ersten Wochen lag der Schwerpunkt auf Ausdauer, später auch in Kombination mit Kraft. Am 8. und 9. Juli fanddann ein Trainingslager in Bad Saulgau mit zwei Testspielen gegen den Landesligisten Biberach und den Baden-Württemberg-Oberligisten Steißlingen statt. In beiden Spielen durften auch Akteure der A-Jugend sowie der zweiten Mannschaft mitwirken. Es ist mir wichtig, dass die Jugendlichen dabei sind. Nirgendwo können sie so viel lernen, wie im Training mit unserer Ersten. Diejenigen, die dabei waren, haben ihre Sache sehr gut gemacht.

 

SZ: Wie ist denn die Trainingsbeteiligung und das Engagement der Mannschaft?

 

Horvath: Ich bin zufrieden mit der Beteiligung. Wenn jemand fehlt, dann nur aus einem wichtigen Grund. Jeder zieht mit, die Truppe leistet eine Super Arbeit. 

 

SZ: Wie geht's jetzt weiter?

 

Horvath: Wir trainieren in der Regel drei mal die Woche, wenn wir ein Trainingslager haben auch vier oder fünf Mal. Leider müssen wir über das Bächtlefest pausieren, weil da die Hallen geschlossen sind. Danach geben wir eine Woche Vollgas bis zu den Ferien. Am 21. Juli fahren wir nach Immenstadt zu einem Team-Event und wandern auf eine Hütte. Tags darauf haben wir ein Trainingslager mit einem Spiel gegen den Landesligisten Dietmannsried. Das ist mein ehemaliger Verein. Eigentlich dürfte ich da noch mitspielen, aber das mache ich natürlich gegen den TSV nicht (lacht). Ab 28. Juli sind leider die Hallen wieder für drei Wochen geschlossen. Das tut uns in der Vorbereitung weh. Aber wir überbrücken die Zeit mit Trainingsspielen in Söflingen und einem Turnier in Steißlingen. Am 22. August geht's zum Glück wieder normal weiter mit Training und einem Freundschaftsspiel gegen Biberach. 

 

SZ: Stephan Utzinger unterstützt sie als weiteres Mitglied im Betreuerstab....

 

Horvath: Ja, wir kommen super aus. Er unterstützt mich sehr bei meiner Arbeit als Trainer, kennt auch die Spieler schon und trainiert außerdem die männliche A-Jugend. Er kann die Jungs der A-Jugend auch motivieren, mit unserer Mannschaft zu trainieren. Außerdem unterstützen mich das Physioteam und Betreuer Heinz Kaufmann sowie die ganze Vorstandschaft sehr. 

 

SZ: Was haben Sie sich für Ziele gesteckt?

 

Horvath: Mein Ziel ist es, langfristig eine gute Mannschaft aufzubauen. Ich möchte, dass das Team zusammenbleibt. Zuerst müssen wir die Abwehr richtig stellen, dann nehmen wir uns den Angriff vor. Ich bin jemand, der Schritt für Schritt plant. Übrigens möchte ich auch, dass die Vorstandschaft, die Mitglieder und Zuschauer mit meiner Arbeit zufrieden sind.

 

SZ: Und wo soll die Mannschaft am Ende der Saison stehen?

 

Horvath: Ich möchte gleich das erste Heimspiel gewinnen und so schnell wie möglich mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Die Klasse auf alle Fälle halten, ist mein Ziel für diese Saison. Ich weiß noch nicht genau, wo wir stehen, da ich die anderen Mannschaften der Liga noch nicht genau kenne. 

 

SZ: Der Kader ist kleiner geworden. Es sind sechs bis sieben Spieler gegangen und nur vier gekommen. Reicht ihnen diese Mannschaftsstärke aus?

 

Horvath: Ja, wir haben einen dünnen, aber ich denke, guten Kader. Wir müssen deshalb gut trainieren und dürfen keine Verletzungen riskieren.

Es könnte ja sein, dass noch ein, zwei Spieler dazu kommen. Das wäre nicht schlecht. Aber ich gehe jetzt vom vorhandenen Kader aus und trainiere mit diesen Spielern. Stimmung und Zusammenhalt sind sehr gut. 

 

SZ: Sie haben einen weiten Anfahrtsweg von Dietmannsried bis nach Bad Saulgau.....

 

Horvath: Das stimmt, aber mein Leben ist Handball. Ich opfere sehr viel für den Handball. Meine Frau ist dabei meine größte Stütze. Die Fahrt nehme ich für den TSV und den Handball gerne in Kauf. 

Der neue Trainer des TSV Bad Saulgau steht fest

Der neue TSV-Coach Csaba Horvath kennt den TSV

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Nachdem Holger Beck und Frederik Söder in der letzten Saison erfolgreich als Trainergespann beim Württembergligisten TSV Bad Saulgau eingesprungen waren, hat die anschließende Suche nach einem neuen Trainer nun endlich Erfolg. Der knapp 34jährige Ungar Csaba Horvath, der schon längere Zeit in Bayern als Spieler und Trainer agierte, soll die Mannschaft um Kapitän David Bakos zum Erfolg führen.

In Celldömölk, einer kleinen Stadt im westlichen Ungarn geboren, begann er im Alter von fünf Jahren mit seinem älteren Bruder Handball zu spielen. Bald wechselte er nach Dunaferr SE, in die Jugendmannschaft der 1. Liga, in der auch der heutige TSV-Torhüter und Kapitän David Bakos spielte. 200 Kilometer von der Heimat entfernt, ging er dort auch mit Bakos zur Schule und blieb bis zur A-Jugend. In Budapest studierte er anschließend Diplom-Sportlehrer und spielte in verschiedenen Vereinen der zweiten ungarischen Liga. Während seines Studiums erwarb er auch einen Trainerschein, der mit der deutschen C-Lizenz vergleichbar ist.In einer Sportschule in Budapest arbeitete er nebenher als Trainer der E-Jugend und einer Universitätsmannschaft. Nach dem Studium zog es ihn als 23jähriger zurück in die Heimat nach Dunaferr, wo er als Jugendtrainer agierte. Da ihm die deutsche Sprachprüfung noch für sein Staatsexamen fehlte, bereitete er sich in seiner Heimatstadt erfolgreich auf das Examen, also die Abschlussarbeit für sein Studium, vor. 

Zahlungsprobleme der ungarischen Vereine ärgerten den Sportler sehr und so sah er seine sportliche und familiäre Zukunft in Deutschland. 2008 wechselte er ins bayerische Allgäu zum damaligen Bezirksoberligisten TSV Dietmannsried, wo er als Spieler und wiederum als Jugendtrainer zum Einsatz kam. "Die Jugend liegt mir sehr am Herzen. Ich finde es sehr wichtig, auch auf die eigene Jugend zu setzen", sagt Horvath. Ein Jahr später wurde dann die Handballspielgemeinschaft HSG Dietmannsried / Altusried gegründet. Er hatte durchaus Erfolg mit seiner Jugend. Die A-Jugend der Jahrgänge 1993 und 1994 holte sich damals unter seiner Regie den bayerischen Meistertitel. Bei der HSG war Horvath in der Folge viele Jahre Jugendleiter, Spielertrainer und Spieler bei der ersten Herrenmannschaft, die mit ihm in die Landesliga aufstieg, wieder ab und erneut aufstieg. In dieser Zeit trat er auch bei den Allgäuer Pokalturnieren und weiteren Vorbereitungsspielen gegen den TSV Bad Saulgau an. "Ich kenne einen Teil der heutigen Mannschaft ganz gut und habe außerdem immer wieder Kontakt zu David gehabt", sagt Horvath. 

Im Jahr 2015 musste er dann auf Grund eines Kreuzbandrisses sportlich kürzer treten. "Bei der HSG Dietmannsried / Altusried ist jetzt ein gutes Trainergespann am Ruder, da habe ich kaum Möglichkeiten, mich weiter zu entwickeln. Jugendtrainer kann ich immer und überall sein, deshalb suchte ich nach einer neuen Herausforderung. Ich hatte auch ein Angebot aus Ungarn als Co-Trainer bei einer Damen-Erstligamannschaft. Aber jetzt bin ich froh, dass meine Gespräche mit dem sportlichen Leiter Krischan Hillenbrand und den Verantwortlichen des TSV erfolgreich verlaufen sind und ich nach Bad Saulgau gehe", ergänzt der neue Caoch, der bereits am Trainingsplan für die Saisonvorbereitung sitzt. Am 20. Juni geht's los mit der Vorbereitung. Seine Erwartungen sind hoch, er möchte, wie er sagt, alles aus der Mannschaft herausholen, was möglich ist. "Meine Einstellung ist glaube ich professionell und das fordere ich auch von den Spielern", sagt Horvath, der zurzeit als pädagogische Fachkraft in einem Kinderhort arbeitet und seinen Wohnsitz im Allgäu behält. Der neue Coach hat mit seiner Frau Zsofi eine knapp dreijährige Tochter und wird im Juli nochmals Nachwuchs bekommen. Neben seiner Familie und dem Handball gilt seine Leidenschaft dem Angeln. 

Die TSV-Fangemeinde ist gespannt, wie der "Neue" die neu formierte Mannschaft zu einem funktionierenden Team "schmiedet" und wie er seine ehrgeizigen Ziele umsetzen wird.

 Die neuen beim TSV:

 

Andreas Csuka stößt zum TSV

 

Von Thomas Lehenherr

 

Der Ungar Andreas Csuka ist der vierte Neuzugang des Handball-Württembergligisten TSV Bad Saulgau.

 

Die ganze Csuka-Familie ist im Handballgeschäft. Vater und Mutter sind Trainer in Ungarn und auch der Bruder und die Schwester spielen in Ungarn in der ersten und zweiten Liga.

 

In seiner Jugend spielte er Handball in Budapest und wurde schon mit 17 Jahren bei Cegledi Kezilabda Klub SE in der ersten Liga Profi. Drei Jahre verbrachte er in Cegledi, bevor er mit 22 Jahren in die erste Schweizer Liga zu GC Amicitia Zürich wechselte, in der er zwei Jahre spielte.

 

Nach einem kurzen Aufenthalt in der ungarischen Heimat zog es ihnfür ein Jahr zum sächsische Regionalligisten Freiberg. Dann folgte er einem Angebot der Spielgemeinschaft Gummersbach/Strombach (Regionalliga), bei der er bis zur vergangenen Saison spielte. Zurzeit ist er wieder in Sachsen beim HC Einheit Plauen im Einsatz, der in der sächsischen Oberliga wohl die Vizemeisterschaft feiern wird.

 

Csuka ist ein Spiel vor Saisonende mit bislang 120 Treffern aktueller Torschützenkönig seines Teams und ist drittbester Torschütze in der gesamten Liga. "Krischan Hillenbrand hat angerufen und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, nach Bad Saulgau, zu kommen. Ich war bereits zwei Mal beim Probetraining hier und habe auch schon ab Mai einen Job in einem Autohaus in Mengen. Da meine Lebensgefährtin sowieso aus Bad Saulgau stammt und wieder in ihre Heimatstadt zurück möchte, macht meine Entscheidung,hierher zu ziehen, noch leichter.

 

Die Stadt gefällt mir sehr gut", sagt der 29 jährige studierte Sportmanager, der als KFZ-Verkaufsberater arbeitet. Sein Ziel für die nächste Saison ist, möglichst schnell nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, um dann einen Platz unter den ersten sechs anzustreben. "Ich habe das Glück gehabt und musste noch nie gegen den Abstieg spielen, und hoffe, dass das beim TSV auch so ist. Ich freue mich auf Bad Saulgau, alle Verantwortlichen waren sehr nett und haben sich um mich gekümmert. Am 13. Mai werde ich umziehen", verrät der Neuzugang, der hauptsächlich auf der Linksaußenposition eingesetzt werden wird. 

Dennis Kaumann verstärkt die Mitte der TSV-Handballer

Der Steinheimer Spielmacher sieht seine Zukunft in Bad Saulgau

 

Bildquelle: Homepage TV Steinheim
 
Von Thomas Lehenherr
 
BAD SAULGAU - Der 25jährige Dennis Kaumann des abstiegsgefährdeten Württembergligisten TV Steinheim zieht im Sommer nach Bad Saulgau und lässt sich in der Badstadt sowohl beruflich als auch sportlich nieder. "Das ist schon eine Entscheidung, die einschneidend für mein Leben ist. Ich bin aber noch jung und liebe die Herausforderungen", sagt der neben Kreisläufer Jochen Schäfer und Torhüter Jonas Engler dritte Neuzugang des TSV.
Kaumann ist Göppinger, wohnt dort immer noch und begann seine Handballkarriere mit zwölf Jahren in der E-Jugend des damaligen Vereins DJK Göppingen. Später spielte er auch in der Jugendauswahl und trainierte in der Göppinger Handballakademie unter dem bekannten Coach Vasile Oprea. Mit 17 Jahren folgte er Trainer Oprea zum damaligen Württembergligisten Kuchen-Gingen, wo er mit Sondergenehmigung schon bei den Aktiven mitspielte. Nach einer Saison wechselte er aber wieder nach Göppingen, um noch ein Jahr in der A-Jugend von FrischAuf spielen zu können. Zeitgleich war er im Kader der zweiten Mannschaften von FrischAuf Göppingen. Es folgte eine Saison beim Team der TS Göppingen, bevor er wieder in die zweite Mannschaft von FrischAuf wechselte. Trainer Vasile Oprea, der in der Zwischenzeit den TV Steinheim coachte, holte ihn im Alter von 22 Jahren nach Steinheim. Seit drei Jahren ist Kaumann zusammen mit Klaus Nissle Mittespieler und Spielmacher des TV. Er pendelt zu den Trainingseinheiten und Heimspielen zwischen seinem Wohnort Göppingen und Steinheim.
Nun, mit knapp 26 Jahren möchte er einen neuen Lebensabschnitt beginnen und seine Heimatstadt in Richtung Bad Saulgau verlassen. "Der sportliche Leiter, Krischan Hillenbrand, rief mich an und fragte, ob ich es mir vorstellen kann, in Bad Saulgau zu spielen. Ich habe mir Bad Saulgau angesehen und auch den neuen Arbeitsplatz", sagte der gelernte Fitnesskaufmann, der sich weiterbildete und dann im Vertriebesinnendienst im Bereich Maschinenbau arbeitete. "In diesen Bereich werde ich auch bei einer bekannten Maschinenbaufirma in Bad Saulgau einsteigen", sagt Kaumann und freut sich.
Auch beim TSV wird er sich mit Spielmacher Istvan Gaspar auf der Mitteposition abwechseln und hoff auf eine schnelle Integration in die Mannschaft. "Ich kenne die Mannschaft von den Spielen gegen Steinheim und habe mit verschiedenen Leuten schon gesprochen. Das Team ist mir sehr sympathisch. Mein Ziel für die nächste Saison ist, dass wir so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Langfristig würde ich natürlich gerne oben mitspielen", hofft der Neuzugang, der seine Stärken im Kampf eins gegen eins, beim Schlag- und Stemmwurf sieht. Neben Handball spielt der ehrgeizige Vollblutsportler auch weitere Ballspiele wie Tennis, Tischtennis oder Fußball und geht gern ins Fitnessstudio.
"Ich komme nicht von Göppingen hier her, um gleich wieder zu gehen. Ich stelle mir schon vor, längerfristig in Bad Saulgau zu bleiben", sagt Kaumann, der unter den Insidern bekannt für sein "gutes Auge" ist.

 

Für Torhüter Florian Engler kommt Neffe Jonas

 

BAD SAULGAU (tl) - Der TSV Bad Saulgau hat nach Kreisläufer Jochen Schäfer einen weiteren Neuzugang für die kommende Saison zu vermelden.

 

 

Für TSV-Torwart Florian Engler, der aus familiären Gründen zum Saisonende seine aktive Handballlaufbahn beendet,kommt sein Neffe Jonas Engler zum Württembergligisten. 2004 ist Jonas Engler bei den Biberacher Bambinis eingestiegen und hat seither den Verein nicht mehr verlassen.

 

Trotz seines jungen Alters - im Juli feiert er seinen 19. Geburtstag - hat Jonas Engler schon in den Jugendmannschaften sowie in der zweiten und ersten Herrenmannschaft der TG Biberach kräftig Erfahrung gesammelt. Auch der Vater war Handballer bei den Biberachern und machte seinem Sohn diesen Sport schmackhaft. 

 

"Mein Onkel und der sportliche Leiter des TSV Krischan Hillenbrand haben mich angesprochen, ob ich nicht in Bad Saulgau einsteigen möchte. Ich hätte in Biberach sicherlich auch Perspektiven gehabt, doch ein neuer Verein und die höhere Klasse bringen mich vielleicht weiter. Es ist eine neue Herausforderung für mich", sagte Engler. "Außerdem kann ich von Klasse-Torhüter des TSV David Bakos sicherlich viel lernen. Mir ist klar, dass ich zweiter Torhüter bin, aber ich möchte mich nach und nach weiterentwickeln", sagte Engler, der nebenher noch die weibliche D-Jugend von Biberach trainiert. Engler studiert im ersten Semester Biochemie in Ulm und wohnt in Mittelbiberach.

 

Sein Ziel ist es, möglichst viele Einsätze zu bekommen und mit der Mannschaft in der nächsten Saison so schnell wie möglich einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen.

Jochen Schäfer ist der erste Neuzugang der TSV-Handballer

 

BAD SAULGAU (tl) - Die Planungen für die nächste Saison laufen beim TSV bereits seit geraumer Zeit auf Hochtouren. Der Württembergligist steht vor einem Umbruch, weil einige Akteure teils aus beruflichen Gründen, teils altersbedingt die Handballschuhe an den Nagel hängen. Die Verantwortlichen des TSV sind deshalb in Kontakt mit mehreren neuen Spielern. Definitiv zugesagt hat jetzt Jochen Schäfer, zurzeit Kreisläufer, Abwehrspieler und Torschützenkönig beim Südbaden-Ligisten HSG Mimmenhausen/Mühlhofen.

Der 25jährige soll Abwehrchef Christian Zimmerer, ein Bad Saulgauer Urgestein, der seine Handballkarriere nach der Saison beendet, ersetzen. Schäfer ist in Salem aufgewachsen und stieg im Teilort Mimmenhausen schon bei den Bambinis ins "Handballgeschäft" ein. Der talentierte Kreisläufer konnte seine Qualitäten bereits als A-Jugendlicher mit 17 Jahren bei der ersten Herrenmannschaft in der Südenbadenliga unter Beweis stellen. Nach dem Abstieg der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen in die Landesliga wechselte er 2012 für eineinhalb Jahre in die Schweiz zum HSC Kreuzlingen, der damals in der zweiten Schweizer Liga (Nationalliga B) rangierte. Dann spielte er für ein Jahr wieder in der Südbadenliga, diesmal beim TuS Steißlingen. Nach einer Fußverletzung zog es ihn im Januar 2016 wieder in die Heimat zur HSG Mimmenhausen/Mühlhofen zurück, mit der er von der Landesliga erneut in die Südbadenliga aufstieg. Zurzeit belegt die HSG jedoch den letzten Tabellenplatz und wird wohl wieder in die Landesliga absteigen.

"Ich suchte eine neue sportliche Herausforderung und bin sehr gespannt auf die Württembergliga, die ja mit der Südbadenliga vergleichbar ist", sagt Schäfer. Jochen Schäfer kennt Christian Zimmerer noch gut aus Spielen der Südbadenliga, wo er einige Male gegen ihn spielte, auch Fabian Hillenbrand und Daniel Matt, die beide in Diensten des TSV stehen, kennt er gut. Außerdem ist er seit langer Zeit in Kontakt mit dem sportlichen Leiter des TSV, Krischan Hillenbrand. "Krischan hat mich schon einige Jahre immer wieder angerufen, der Kontakt ist nie abgerissen", sagt der studierte Betriebswirtschaftler, der in Überlingen bei einer Bank arbeitet.

"Ich möchte mich beim TSV sportlich weiterentwickeln und weiterhin Spaß am Handballspielen haben. Ich freue mich auch schon riesig auf das großartige Bad Saulgauer Publikum. Es macht unheimlich Spaß vor vielen Fans zu spielen. Mein Ziel für die nächste Saison ist es, so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und dass wir uns im Mittelfeld etablieren. Je nach Entwicklung kann ich mir gut vorstellen, auch länger beim TSV zu bleiben", sagt der ehrgeizige Sportler Jochen Schäfer, der sich selbst als Vollbluthandballer bezeichnet und neben Handball auch noch Tennis spielt.

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