Hier die Bilder vom Spiel von Stephan Schranz

 

Langenau war zu schnell für den TSV

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Langenau/Elchingen 30:33 (12:15)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Es bleibt dabei. Württembergligist TSV Bad Saulgau kann gegen die wieselflinke Mannschaft des HSG Langenau-Elchingen einfach nicht gewinnen. Am vergangenen Samstagabend unterlag die Mannschaft des Trainergespanns Csaba Horvath/Stephan Utzinger vor voll besetzten Zuschauerrängen in der Kronriedhalle mit 30:33. Dabei hatte der TSV zwar besser gespielt als bei den hohen Niederlagen in der vergangenen Saison, aber es reichte eben trotzdem noch nicht gegen das gut eingespielte Team von Trainer Hartwig Schenk

Dabei bereitete den Bad Saulgauern der Hochgeschwindigkeits-Handball des Gastes große Probleme. Warf der TSV mal einen Treffer, kam meist nur wenige Sekunden später die Antwort. Es gab nur selten eine Verschnaufpause und der TSV konnte oft nur hinterher schauen. Zu allem Überfluss bekam Kreisläufer Patrick Osterc bei einer Abwehraktion wegen eines Ellbogenchecks die Rote Karte mit Eintrag und wird voraussichtlich für zwei, drei Partien gesperrt. Trainer Horvath fehlte nun neben Sebastian Luib, der sich aus persönlichen Gründen für längere Zeit abmeldete, ein weiterer Stammspieler. Auch Nelu Rosca merkte man seine Fuß- und Rückenverletzung an. Er konnte deswegen nur mit "angezogener Handbremse" spielen. Trotzdem war er mit sieben Treffern bester TSV-Schütze. 

 

Doch der Reihe nach: Nach zwei schnellen Treffern von HSG-Akteur Henrik Schenk kamen die Platzherren langsam in Tritt und konnten die Partie offen gestalten. Patrik Osterc, Nelu Rosca, Michael Reck und Istvan Gaspar konnten zur 5:4- und 6:5-Führung vorlegen. Doch in der Folge nahmen die nicht gerade groß gewachsenen Langenauer Spieler mehr und mehr das Heft in die Hand und konnten sich durch Fabian Buntz, Kreisläufer Jan Schaden und Rückraumspieler Simon Schorn etwas vom TSV absetzen. Dennis Kaumann und Jochen Schäfer verhinderten Schlimmeres und hielten den Abstand zur Pause in Grenzen. Mit 12:15 ging's in die Kabinen. 

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich nicht viel. Die HSG kombinierte und der TSV konnte mit Einzelaktionen und Paraden der beiden Torhüter David Bakos und Jonas Englerdie Hausherren einigermaßen im Spiel halten. Die Abwehr wusste gegen die energisch und kompromisslos agierende "Angriffsmaschine" des Gegners oft keinen Rat. Packte die Defensive kräftig zu, hagelte es Zweiminutenstrafen oder Siebenmeter-Strafwürfe, war sie passiv, wurde sie meist durch kluge und blitzschnelle Kombinationen und Bodenpässe ausgespielt. Die 750 Fans im Kronrieder Hexenkessel feuerten ihre Mannschaft an, konnten aber nicht verhindern, dass der Gegner den Abstand halten und zeitweise sogar noch vergrößern konnte. TSV-Spielmacher Istvan Gaspar war an diesem Abend wiederum aktivster Bad Saulgauer Spieler, übernahm Verantwortung und trieb sein Team an. Andreas Csuka, Reservist Fabian Hillenbrand, der nochmals aushalf,und Jochen Schäfer verkürzten zwei Minuten vor dem Ende noch einmal auf zwei Treffer (30:32). Der TSV hatte dann sogar die Möglichkeit auf einen Treffer heranzukommen und scheiterte am überragenden Gästetorhüter Jan Schönefeld. Im Gegenzug erzielte HSG-Spieler Simon Schorn den 30:33-Endstand. 

 

Im anschleißenden Pressegespräch zeigte sich HSG-Trainer Hartwig Schenk glücklich über den Sieg. "Anfangs war das Spiel ausgeglichen, kurz vor der Halbzeit konnten wir uns absetzen. Die Schiedsrichter haben dann etwas kleinlich gepfiffen. Hinten raus hätte es nochmals eng werden können. Bad Saulgau hat gut gekämpft und ist stärker als letztes Jahr", lobte der Gasttrainer den TSV und gab als Saisonziel einen Platz unter den ersten fünf der Tabelle aus.

TSV-Coach Csaba Horvath war sichtlich enttäuscht. "Wir hatten eine schwache Trainingswoche. Am Dienstag waren nur sieben und am Donnerstag sechs Spieler dabei. Wir haben die gleichen Fehler gemacht wie in Heiningen. Die beiden Kreisläufer der HSG waren gut, bereiteten uns große Schwierigkeiten", sagte Horvath. "Nächste Woche wartet mit Wangen ein ähnlich schneller Gegner auf uns. Im Hexenkessel in Wangen wird es nicht einfacher", mahnt der Trainer. 

Spielbeginn am kommenden Samstag, den 18. November in der Wangener "Hölle Süd" ist um 20 Uhr. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka (5), Schäfer (3), Kaumann (2), Reck (1), Gaspar (4), P. Engler (2), Osterc (2), Balan (2), Rosca (7/davon 2 Siebenmeter), Hillenbrand (2).

 

Gegen Langenau ist noch was gut zu machen

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau – HSG Langenau/Elchingen (Samstag 18 Uhr Kronriedhalle)

Von Thomas Lehenherr

BAD SAULGAU – Am heutigen Samstag empfängt der TSV Bad Saulgau um 18 Uhr in der Kronriedhalle den Tabellensechsten HSG Langenau/Elchingen. Zuschauer und Akteure hoffen auf ein ähnlich gutes und interessantes Match wie beim letzten Heimspieltag am 1. November gegen Wolfschlugen, als der TSV dem Favoriten vor 850 begeisterten Zuschauern ein Unentschieden (26:26) abtrotzte. Dies wird allerdings nicht einfach werden, da die Erinnerungen an die HSG alles andere als erfreulich sind. In der letzten Saison erlebte der TSV im Heimspiel wie auch beim Auswärtsspiel ein Debakel und verlor mit elf bzw. 9 Treffern Unterschied. Damals war der wieselflinke Kreisläufer Jan Schaden treibende Kraft bei den Langenauern, Daniel Ruoff und der äußerst dynamische Felix Junginger verwandelten fast nach Belieben. Die gleichen Spieler sind auch heute noch in den Reihen der HSG und sorgen mehr denn je für ständige Torgefahr. Die extrem schnelle Spielweise der nicht gerade groß gewachsenen HSG-Spieler "brachen dem TSV damals das Genick". Man darf gespannt sein, was die Bad Saulgauer daraus gelernt haben und ob sie heute die schnellen Langenauer Einzelspieler stoppen können. Große Verschnaufpausen wird es gegen diese Mannschaft jedenfallsnicht geben, das weiß auch TSV-Cheftrainer Csaba Horvath, der in dieser Woche versucht hat, sein Team auf diesen Gegner einzustellen. Der TSV sollte unbedingt punkten, möchte er nicht die Tuchfühlung zum Mittelfeld verlieren. Zum Leidwesen des Cheftrainers fehlte bei den ersten zwei Trainingstagen diese Woche aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen die halbe Mannschaft. Trotzdem versuchte Horvath nochmals, die Angriffe effektiver zu gestalten. Der Rückraum sowie die Kreisläufer könnten hier eine entscheidende Rolle spielen. Auch die Abwehr sollte mehr zupacken als beim letzten Auswärtsspiel in Heiningen und muss gegen die pfeilschnellen HSG-Gegenspieler stets auf der Hut sein. „Die Trainingswoche ist leider nicht optimal gelaufen. Wir waren nur am Freitag einigermaßen vollzählig. Ich habe aber trotzdem die Hoffnung, dass mein Team sich besser anstellt als im Spiel gegen Heiningen. Es treffen am Samstag zwei völlig verschiedene Spielsysteme aufeinander. Darin besteht aber auch unserer Chance. Vielleicht tut sich Langenau mit unserer Spielweise schwer. Wenn jeder alles gibt und der Kopf frei ist, können wir mit Unterstützung unserer einmaligen Zuschauer auch Langenau schlagen“, sagt Horvath. 

Wie immer „fiebert“ der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand besonders mit der Mannschaft mit. „Auf Grund unserer Auswärtsschwäche stehen wir zu Hause wieder unter gehörigem Druck. Sieht man sich die Tabellensituation nach neuen Spieltagen an, dann sollten wir im Heimspiel punkten, um Abstand zu Relegationsplatz 12 zu wahren. Ziel muss sein, uns im Mittelfeld zu positionieren“, sagt Hillenbrand.

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Tovmasyan, Csuka, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, P. Engler, Osterc, Balan, Rosca. 

 

 

Heimspielsamstag

Auch weitere TSV-Teams kämpfen am Samstag, 11. November in der Kronriedhall um Punkte. Um 11 Uhr empfängt die männliche B-Jugend die SG Ulm/Wiblingen 2 und um 12.45 Uhr tritt die männliche C-Jugend gegen den HC Hard 2 an. Die weibliche C-Jugend setzt den Handballnachmittag um 14.30 Uhr gegen die HSG Langenau fort, bevor die weibliche B-Jugend um 16.15 Uhr gegen den TSV Laichingen antritt. Nach dem Höhepunkt des Abends dem Spiel der ersten Herrenmannschaft gegen Langenau um 18 Uhr möchte die dritte Herrenmannschaft um 20 Uhr gegen den TSV Laichingen punkten. 

 

 

Die Fotos von den Spielen am Sonntag sind online. 

Danke an Stephan Schranz

 

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2017/gJD/171105/

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2017/mJA/171105/

 

http://www.schranz.de/bilder/Handball%20TSV/2017/Maenner%202/171105/

 

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Niederlage für den TSV 

 

gegen Heiningen

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Heiningen - TSV Bad Saulgau 30:22 (15:13)

 

Von Thomas Lehenherr

 

HEININGEN/BAD SAULGAU - 

 

Württembergligist TSV Bad Saulgau hat am gestrigen Sonntag sein Auswärtsspiel in Heiningen verloren und liegt nun mit 7:11 Punkten auf Tabellenplatz zehn. Dabei hatte sich die Mannschaft von Trainer Csaba Horvath nach dem Punktgewinn und der Leistungssteigerung beim Spiel gegen Wolfschlugen viel vorgenommen. In der vergangenen Saison konnte der TSV noch beide Spiele gegen Heiningen knapp gewinnen, doch die Mannschaft aus dem Raum Göppingen ist dieses Jahr wesentlich stärker einzuschätzen, was dem TSV durchaus bewusst war.

Sehr zum Ärger des TSV steckte der Fanbus mit den Spielern auf der Anfahrt sehr lange auf der A 8 im Stau. Ankunft war erst ein paar Minuten vor dem offiziellen Spielbeginn. Das Spiel wurde deshalb um zehn Minuten verschoben. Doch dem TSV blieb nicht viel Zeit zum Aufwärmen. Noch etwas müde im Kopf und auf den Beinen ging dann der TSV ins Spiel und kam gleich etwas ins Hintertreffen. Dennis Kaumann ging in der Abwehr sofort zur Sache und kassierte in der ersten Hälfte dafür gleich zwei Zeitstrafen. Auch Spielführer Istvan Gaspar musste zwei Minuten vom Feld. Trotz des Unterzahlspiels kam der TSV mit zunehmender Spieldauer besser ins Match und blieb an den "Staren" dran. Das Spiel von Heiningen wurde gewohnt souverän vom starken Führungsspieler und achtfachen Torschützen Julian de Boer dirigiert. Mit 15:13 für Heiningen ging's dann zur Pause in die Kabinen.

In Hälfte zwei blieb der TSV zunächst dran, konnte auf 15:16 verkürzen, brach dann kurzzeitig ein und ließ die Hausherren auf 19:15 davonziehen. Jetzt drehte der neunfache Torschütze Istvan Gaspar auf und erzielte mit drei Treffern in Folge den 19:19-Gleichstand. In dieser Phase mussten zwei Feldspieler des TSV nacheinander für zwei Minuten vom Platz. Die fälligen Siebenmeter wurden von Heiningen verwandelt. Das Match wurde hektisch und Heiningen konnte in der 49. Minute seinen Vorsprung auf 25:20 ausbauen. Die darauf folgende Auszeit von Trainer Csaba Horvath bewirkte auch nicht mehr viel beim TSV, zu hoch war der Rückstand und zu unsicher agierte nun der Angriff des TSV. Es gab viele Fehlwürfe und am Ende haben sich die Bad Saulgauer aufgegeben und das Kämpfen eingestellt. Die Heininger Felix Kohnle und Robin Zöller machten nun mit ihrem kompromisslosen Spiel und ihren Treffern dem TSV vollends den "Garaus". 

"Schade, wir waren einfach nach dieser anstrengenden Woche mit zwei Spielen und dieser nervenaufreibenden langen Anreise im Stau zu müde. Die ganze Mannschaft war nicht so gut wie zuletzt, wir haben in Abwehr und Angriff nicht konsequent gespielt und am Ende haben wir aufgegeben. Das darf allerdings nicht passieren, sieben Tore Abstand mussten nicht sein. Heiningen hat clever gespielt und sich gut auf uns vorbereitet", sagte TSV-Cheftrainer Csaba Horvath. "Wir müssen den Mund abwischen und einfach weiter üben. Die Abwehr muss aggressiver werden, der Angriff war zu langsam, die Chancenverwertung zu schlecht", analysiert Horvath. 

Nächster Gegner ist am kommenden Samstag, den 11. November u 18 Uhr in der Kronriedhalle der Tabellensechste HSG Langenau. 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka (4), Tovmasyan (4), Schäfer, Kaumann, Reck (1), Gaspar (9), Engler, Osterc (3), Balan (1), Rosca (1).

 

 

A-Jugend und Zweite

 

gewinnen

 

Am Heimspielsonntag kämpfte die männliche A-Jugend von Trainer Stephan Utzinger vorbildlich, schlug Ailingen knapp aber verdient mit 22:21. Als Utzinger mit der "Ersten" nach Heiningen musste, sprang Nico Bota als Coach ein. Die A-Jugend machte durch den Erfolg einen großen Sprung vom neunten auf den sechsten Tabellenplatz. Anschließend brillierte die zweite Herrenmannschaft von Trainer Markus Weisser und spielte Gegner Friedrichshafen/Fischbach schwindelig. Der 39:15-Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Mit acht Siegen in acht Spielen steht der TSV unangefochten an der Spitze der Bezirksklasse. Die TSV-Damen verloren das letzte Spiel des Tages gegen Ehingen/Donau deutlich mit 13:28.

 

Kann der TSV auch die Spitzenmannschaft Heiningen ärgern?

Welche Taktik lässt sich Trainer Csaba Horvath gegen die starken Heininger einfallen?

Handball-Württembergliga Süd: TSV Heiningen - TSV Bad Saulgau (Sonntag, 17.30 Uhr Voralbhalle)

Von Thomas Lehenherr

HEININGEN/BAD SAULGAU - Nach drei Spielen in Folge ohne Niederlage und dem kämpferisch vorbildlichem Match am vergangenen Mittwoch gegen Wolfschlugen (26:26) vor 850 Zuschauern, steht dem TSV Bad Saulgau eine weitere schwierige Aufgabe bevor. Die Mannschaft des Trainergespanns Csaba Horvath/Stephan Utzinger reist zum Tabellenfünften nach Heiningen bei Göppingen. Spielbeginn in der Voralbhalle ist am Sonntag um 17.30 Uhr.
Der TSV möchte unbedingt den Schwung des erfrischenden Spiels gegen Wolfschlugen mitnehmen, wohl wissend, dass auswärts gegen eine Spitzenmannschaft noch eine Schippe drauf gelegt werden sollte. Deshalb setzte der TSV trotz des Spiels am Mittwoch sein Trainingsprogramm die zwei darauffolgenden Tage fort. "Am Donnerstag machten wir ein Erholungstraining und bewegten uns locker mit dem Ball. Die Spieler ließen sich außerdem immer wieder von unseren Physio-Damen behandeln und massieren. Bewegung und Spaß standen im Vordergrund", sagt Csaba Horvath. Freitags wurde dann wieder intensiver trainiert, an der Abwehrarbeit gefeilt und es wurden Spielzüge einstudiert.

In der vergangenen Saison ging der TSV bei beiden Spielen gegen Heiningen als Sieger hervor. Die Mannschaft des gegnerischen Trainers Marcus Graf ist jedoch in diesem Jahr viel stärker einzuschätzen und zählt zu den besten Teams der Liga. Heiningen sieht sich bei diesem Spiel selbst auch als Favorit, ist der vereinseigenen Homepage zu entnehmen. Die Niederlagen vom letzten Jahr möchten die "Schnaken" mit einem Sieg gegen Bad Saulgau vergessen machen.
Heiningens Ausnahmekönner Julian de Boer steht mit 54 -Treffern in acht Begegnungen und 21 verwandelten Siebenmetern (von 26) unangefochten an der Spitze der Torschützenliste. Louis Unseld sowie Robin und Chris Zöller folgen ihm mit einigem Abstand.

Der TSV weiß sehr wohl, was ihn an geballter Spielstärke erwartet, verbringt jedoch nicht allzu viel Zeit, sich mit dem Gegner zu befassen. "Wir beschäftigen uns mit unserem Spiel und unseren Stärken und Schwächen. Ich weiß, Heiningen spielt ähnliches System wie Wolfschlugen, ist gut eingespielt, körperlich sehr stark und hat noch größere Spieler als Wolfschlugen. Trotzdem meine ich, wenn wir das umsetzen, was wir zu leisten im Stande sind, können wir gegen jede Mannschaft der Liga bestehen. Wir müssen einfach mutig sein und kämpfen. Wir können nur uns selber schlagen", sagt Horvath.
Ärgerlich für den Trainer ist, dass sich die Personalsituation wohl noch nicht verbessert. Routinier und Rückraumschütze Nelu Rosca, der sich im Spiel gegen Wolfschlugen am Rücken verletzte, muss möglicherweise pausieren genauso wie Linkshänder Sebastian Luib, der immer noch an seiner Fußverletzung laboriert. Fabian Kohler wird an diesem Wochenende die zweite Mannschaft unterstützen. Auch der Einsatz von Patrick Engler, der nach mehreren Wochen Auslandsaufenthalt heute erst wieder nach Deutschland zurückkommt, ist ungewiss. Dennoch sieht auch neben dem Trainergespann der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand den TSV nicht chancenlos. "Wichtig wird sein, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten. Wenn die Abwehr und unsere Torhüter die Leistung vom Mittwochspiel gegen Wolfschlugen bestätigen können, dann liegt ein Punktgewinn oder sogar ein Sieg im Bereich des Möglichen", sagt Hillenbrand.

Eine große Hilfe ist dem TSV sicherlich auch die treue Fangemeinde. "Ich freue mich auf viele TSV-Fans in Heiningen. Sie waren am Mittwoch für uns der achte Mann auf dem Platz", sagt Csaba Horvath. Der TSV setzt einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 14 Uhr auf dem Festplatz hinter der Kronriedhalle.

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka, Tovmasyan, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Engler, Osterc, Balan, Rosca, Fritz, Schwendele.

  

Heimspiele am Sonntag im Kronried

Baut die 2. Herren um Marius Kohler ihre Serie weiter aus?

Anders als die erste Herrenmannschaft haben andere TSV-Mannschaften am Sonntag, den 5. November Heimrecht. Bereits um 11.30 Uhr empfängt die gemischte D-Jugend den TSB Ravensburg in der Kronriedhalle und um 13 Uhr hat die männliche A-Jugend von Trainer Stephan Utzinger die TSG Ailingen zu Gast. Die zweite Herrenmannschaft von Coach Markus Weisser freut sich auf die HSG Fischbach 2 und möchte im achten Spiel ihren achten Sieg einfahren. Den Schlusspunkt setzt die Damenmannschaft des TSV, die um 17 Uhr gegen die TSG Ehingen/Donau ihren zweiten Saisonsieg anstrebt.
Die TSV Teams würden sich über Unterstützung sehr freuen.

 

Bad Saulgau spielt stark und erreicht ein Remis gegen die Hexabanner

Wurfgewaltig: David Tovmasyan mit 5 sehenswerten Treffern gegen Wolfschlugen

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau- TSV Wolfschlugen 26:26 (14:12)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU -

 

Die Verantwortlichen trauten am gestrigen Allerheiligen-Feiertag ihren Augen kaum. An diesem eher ungewöhnlichen Termin rechnete der TSV allenfalls mit 500 Zuschauern. Dass es am Ende 850 Fans waren, hätte die Mannschaft des Trainergespanns Csaba Horvath/Stephan Utzinger nicht in ihren kühnsten Träumen geglaubt. Und der TSV lieferte. Gegner Wolfschlugen war als Tabellendritter angereist und galt natürlich als Favorit.

Der TSV kam selbstbewusst aus der Kabine, lag zwar in der 9. Minute mit 1:4 zurück, ließ sich dadurch jedoch nicht beeindrucken und holte Punkt für Punkt auf. Spielführer Istvan Gaspar und Mittespieler Dennis Kaumann zeigten dabei ihre Klasse und führten die Mannschaft durch angesagte Spielzüge an den Gegner heran. Die Abwehr funktionierte mit zunehmender Spieldauer immer besser. Markus Reck war wiederum in der Rolle des Störers und die Absprache im Team funktionierte gegen die körperlich groß gewachsenen Rückraumspieler der "Hexabanner" ebenfalls ganz gut. Patrick Osterc und sein Kreisläuferkollege Jochen Schäfer sowie Neuzugang Daniel Balan waren auch in der Defensive schnell auf den Beinen und machten ihren Gegenspielern "das Leben schwer". Wolfschlugens Routinier Matthias Kania und der wieselflinke Yannik Heetel schafften es dennoch, immer wieder durch die dicht gestaffelte TSV-Abwehr durchzustoßen. Der Ausgleich zum 10:10 durch Istvan Gaspar fiel in der 25. Minute und der "Hexenkessel Kronriedhalle" machte seinem Ruf alle Ehre. Man konnte sein eigenes Wort kaum verstehen, die Stimmung war kaum zu überbieten. Torhüter Jonas Engler war wieder in blendender Form und hielt, was zu halten war. Auch der gegnerische Torhüter war in guter Form. Als wiederum Gaspar durch einen herrlichen Treffer die 14:12-Halbzeitführung erzielte, war das Publikum kaum mehr zu halten. Der TSV steigerte sich von Spiel zu Spiel, doch dass er trotz vieler neuer Spieler bereits in dieser frühen Saisonphase zu solch einer guten, mannschaftlich geschlossenen Leistung fähig war, glaubten wohl die wenigsten. Auch Neuzugang David Tovmasian zeigte dabei gutes Durchsetzungsvermögen im Angriff.

Nach der Pause behielten die Hausherren zunächst das Ruder in der Hand, hatten die Chance, auf drei, vier Tore davonzuziehen, scheiterten aber an eigenen Leichtsinnsfehlern. So kam Wolfschlugen näher und näher und übernahm in der 46. Minute die Führung (19:18). Die Gastgeber gaben nicht auf, kämpften sich wieder heran, auch als Matthias Kania in der 52. Minute einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Hexabanner herausspielte. Das Spiel war an Spannung kaum zu überbieten und als Andreas Csuka vier Sekunden vor Schluss am Kreis zum 26:26-Endstand ausglich, gab's kein Halten mehr.

Zuschauer, Spieler und Verantwortliche lagen sich in den Armen. "Das war Werbung für den Handball. Ein Klasse-Spiel von beiden Mannschaften", war der einhellige Tenor der Fans.

"Ein Punkt ist gerecht. Ich bin dennoch ein bisschen unzufrieden. Als wir in der zweiten Halbzeit zwei Tore in Front lagen, haben wir es wegen der eigenen Fehler versäumt, den Vorsprung auszubauen. Wir haben aber gut gekämpft und das großartige Publikum hat uns dabei sehr geholfen", sagte TSV-Chefcoach Csaba Horvath. Der gegnerische Trainer Markus Stotz sah das anders. "Bad Saulgau kann meiner Meinung nach mit dem Punkt glücklich sein. Unser Rückraumspieler ist ziemlich bald verletzt ausgeschieden. Im zweiten Abschnitt haben wir es versäumt, Tore zu machen. Dennoch Gratulation an Bad Saulgau", sagte Stotz. "Wir sind nicht immer Favorit. Meine Mannschaft hat 13 neue Spieler. Es sind zwar gute Einzelspieler dabei, aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns", ergänzte Stotz.

Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. Zum nächsten Spiel hofft der TSV, dass auch die verletzten Spieler Sebastian Luib, Nelu Rosca - er hat sich gegen Wolfschlugen zu einem frühen Zeitpunkt am Rücken verletzt - und Allrounder Patrick Engler wieder zur Mannschaft stoßen.

 

Nächster Gegner des TSV ist am kommenden Sonntag, den 5. November der TSV Heiningen. Spielbeginn in Heiningen ist um 17.30 Uhr. Abfahrt des Fanbusses ist um 14 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle.

 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka (8/davon 5 Siebenmeter), Tovmasyan (5), Schäfer (1), Kaumann (4), Reck, Gaspar (6), Osterc (2), Balan, Rosca, Fritz, Kohler.

 

Zweite verteidigt Tabellenführung

Mit 11 Toren Topscorer beim TSV: Patrick Fritz

Als Tabellenführer mit 12:0 Punkte musste die zweite Mannschaft am vergangenen Wochenende bei der TSG Ehingen antreten. Von der Tabellensituation her eigentlich eine klare Sache für die Jungs von Trainer Markus Weisser. Allerdings musste der Trainer etwas improvisieren, fehlten doch mit Markus Beutinger, Philipp Maas, Steve Hähnel, Moritz Eisele, Matthias Fuchs und Freddy Söder gleich 6 Spieler. Der Ausfall konnte teilweise kompensiert werden durch das Comeback von Christian Zimmerer sowie durch die A-Jugendlichen Robin Rath und Luis Lehenherr.
Der Start in das Spiel verlief sehr schleppend. Zwar lag man mit 4:0 und 6:3 in Führung, überzeugend vortragen waren die Angriffe aber keines falls. Im Laufe des Spiels setzte sich die Mannschaft immer deutlicher von der TSG Ehingen ab, so dass zur Halbzeit eine deutliche 18:7 Führung zu Buche stand.
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Ehingen kämpfte und versuchte dem TSV Paroli zu bieten. Mehr als ein Versuch war es allerdings nicht. Am Ende gewinnt die Zweite verdient und deutlich mit 40:23. Am kommenden Woche steht bereits das nächste Spiel gegen die zweite Mannschaft der HSG Friedrichshafen-Fischbach an. Ein lösbare Aufgabe, stehend die Häfler doch derzeit mit 0:12 Punkte am Tabellenende. Die nächsten Spiele werden zeigen wohin der Wege der Mannschaft von Trainer Weisser geht.
Am 11.11. fährt man zum Tabellenvierten HCL Vogt. Am 25.11. ist ein Heimspiel gegen die SG Ulm/Wiblingen. Das letzte Spiel der Vorrunde und gleichzeitig auch das letzte Spiel vor der Weihnachtspause ist das Spitzenspiel gegen den ebenfalls ungeschlagenen Tabellenzweiten die TSG Leutkirch am Samstag 9. Dezember um 16.00 Uhr in der heimischen Kronriedhalle.

Mannschaftsaufstellung: Patrick Maas (TW), Luis Lehenherr (TW), Christian Zimmerer (1 Tor), Cristian Aldica (2), Marius Kohler (7), Florian Kurz (2), Robin Rath (3), Fabian Hillenbrand (5), Witali Daungauer (5), Patrick Fritz (11), Markus Burger (4)

Am Mittwoch Heimspiel gegen Wolfschlugen 

Am Mittwoch, den 1. November empfängt der TSV Bad Saulgau um 17 Uhr in der Kronriedhalle die starke Mannschaft des TSV Wolfschlugen. Der Sieg gegen Winzingen hat den TSV beflügelt und er möchte sich gegen den ambitionierten Favoriten aus der Spitzengruppe noch einmal steigern. Die "Hexabanner" haben als viertplatzierte 10:4 Punkte auf dem Konto, der TSV als neuntplatzierter 6:8. Trotzdem ist für die TSV-Verantwortlichen eine Überraschung drin. "Wir werden am Montag trainieren und den eingeschlagenen Weg weitergehen, indem wir uns in erster Linie nicht mit dem Gegner, sondern mit uns beschäftigen. Wenn alle mitmachen, können wir auch Wolfschlugen schlagen", sagt Chefcoach Csaba Horvath. Wolfschlugens Trainer Markus Stotz war nach der Niederlage am vorvergangenen Spieltag gegen Laupheim etwas "angefressen", reagierte und gewann prompt das nächste Match letzten Samstag gegen den stark aufspielenden TV Gerhausen. Mit einer noch etwas geschlossener agierenden Abwehr kann der TSV gegen den Hexabannern um ihren bekannten Akteur Matthias Kania und die Goalgetter Louis Mönch und Marcel Planitz durchaus Paroli bieten. Der TSV setzt auf seine Fans und hofft auf eine wiederum voll besetzte Halle.

Nach Sieg in Donzdorf am Mittwoch gegen Wolfschlugen

Istvan Gaspar war mit 8 Treffern erfolgreichster Werfer

Handball-Württembergliga Süd: HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf - TSV Bad Saulgau 21:22 (8:9)

 

Von Thomas Lehenherr

 

DONZDORF/BAD SAULGAU - Der TSV Bad Saulgau gewann am vergangenen Samstag gegen das Tabellenschlusslicht HSG Winzingen/Wißdolgingen/Donzdorf verdient mit 22:21 und kann wieder etwas durchatmen. Das knappe Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wider, da der TSV in der 56. Minute noch mit vier Treffern in Front lag und dann sehr nachlässig wurde. Der Sieg war am Ende jedoch nicht in Gefahr.

Das Bemühen um eine aggressive und geschlossene Abwehr war deutlich sichtbar. Das war auch nötig, denn die Platzherren konnten nach einiger Zeit wieder in Bestbesetzung auftreten. Den Ton bei den Gastgebern gab fast das ganze Spiel durch der athletische Akteur und Kapitän Nico Heilig an. Aber auch er hatte gegen die aggressive 3:2:1-Abwehr des TSV seine Schwierigkeiten. Die Absprachen in der TSV-Defensive funktionierten. Schnell auf den Beinen trat Michael Reck als Störer seinen Gegenspielern entgegen. Auch integrierten sich die Neuzugänge Daniel Balan und David Tovmasyan mehr und mehr in die Mannschaft, so dass die Abwehr einen einheitlichen Eindruck machte.

Die Heimmannschaft warf alles in die Waagschale, um zu gewinnen. Doch kam sie einmal durch die TSV-Abwehr durch, stand mit dem erst 19jährigen Jonas Engler ein überragender Torhüter mit glänzendem Stellungsspiel und tollen Reflexen im TSV-Tor. Er ließ den Gegner schier verzweifeln und die gut 60 mitgereisten Fans jubeln. Was in der Abwehr funktionierte, klappte zumindest im ersten Abschnitt im Angriff weniger gut. Hier fehlten die Ideen, die Bälle wurden dem Gegner leichtsinnig in die Hände gespielt, die Trefferquote ließ zunächst zu wünschen übrig. Mit Ausnahme von zwei klug vorgetragenen Tempogegenstößen fehlte im Angriff auch die Schnelligkeit. Oft wurde deswegen von den Unparteiischen Zeitspiel gegen den TSV angezeigt.

In der zweiten Halbzeit war bei den Gästen das Bemühen um schnellere Spielzüge und mehr Tempospiel erkennbar. Spielmacher Istvan Gaspar war gut in Form und lief gleich zwei pfeilschnelle Konterangriffe und so stand es in der 34. Minute 13:10 für den TSV. HSG-Kapitän Nico Heilig, der sechsfache Torschütze Fabian Schneider und der ebenfalls gute HSG-Torhüter Marius Wirtl hielten für die Hausherren den Rückstand noch in Grenzen. Mittespieler Dennis Kaumann setzte sich im Angriff mit Einzelaktionen erfolgreich durch und Nelu Rosca traf aus dem Rückraum. So vergrößerte sich der Vorsprung vier Minuten vor Abpfiff auf vier Treffer. Doch dann schlich sich wieder mal "Väterchen Leichtsinn" bei den Bad Saulgauern ein und die Heimmannschaft konnte nochmals verkürzen.

"Es war ein schwerer Kampf. Wir waren zwar immer vorne, aber der Gegner hätte wegen seiner Kampfkraft einen Punkt verdient gehabt. Unsere Abwehrarbeit war gut. Im Angriff machen wir zu spät und zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr. Das muss schneller gehen. Die Chancenverwertung muss noch besser und wir müssen noch cleverer werden", sagte TSV-Coach Csaba Horvath im Pressegespräch gleich nach dem Spiel. Sein Gegenüber, HSG-Coach Gregor Müller, war dagegen sehr enttäuscht. "Ich bin bedient. Wir sind einfach nicht clever genug. Meine Abwehr hat gut gespielt und nur 22 Tore zugelassen. Wir haben alles versucht, ich bin gerade ratlos. Der TSV-Rückraum mit Nelu Rosca war überragend, wir haben sieben Mal frei vor dem Tor verworfen. Unser Torhüter war gut, der TSV-Torhüter ist einer der besten der Liga", sagte Müller.

Der achtfache Torschütze Istvan Gaspar freute sich über den Erfolg. "Wir kämpften und spielten besser als zuletzt. Es klappt noch nicht alles, aber wir haben mit einer guten Mannschaftsleistung gewonnen. Jeder hat im Vergleich zum letzten Spiel noch etwas dazugegeben", sagte Gaspar.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka, Tovmasyan (1), Schäfer (1), Kaumann (3), Reck, Gaspar (8), Kohler, Osterc (1), Balan (2), Rosca (6/davon 3 Siebenmeter), Schwendele.

Mit einer aggressiven Abwehr und mehr Tempo zum Sieg

Nicht nur auf Patrick Osterc kommt ein hartes Stück Arbeit zu

Handball-Württembergliga Süd: HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf - TSV Bad Saulgau (Samstag 19.30 Uhr, Voralbhalle Donzdorf)

 

Von Thomas Lehenherr

 

DONZDORF/BAD SAULGAU - Nach dem 22:17-Heimsieg gegen die HSG Albstadt am vergangenen Wochenende fährt der TSV Bad Saulgau am heutigen Samstag zum Tabellenschlusslicht. Gegner ist um 19.30 Uhr in der Donzdorfer Voralbhalle die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf. Mit 4:8 Punkten stehen die Bad Saulgauer etwas besser da als die HSG (1:11 Punkte), trotzdem ist der TSV mit dem momentanen zehnten Tabellenplatz natürlich nicht zufrieden und möchte unbedingt zwei Punkte mit nach Hause bringen, um den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Die in den ersten Spielen etwas schwächelnde Abwehr zeigte sich am vergangenen Samstag gegen Albstadt verbessert und ließ gegen allerdings nicht besonders starke Albstädter nur 17 Gegentore zu. Die TSV-Offensive hatte jedoch zeitweise Ladehemmung. Genau hier möchten die Spieler ansetzen. "Nur ein Sieg zählt. Auf der Abwehrleistung vom letzten Samstag können wir aufbauen. Die Angriffe der zweiten Welle, die Tempogegenstöße, müssen wir gegen Winzingen schneller vortragen. Das sind die einfachen Tore", sagt Mittespieler Dennis Kaumann. Auch Cheftrainer Csaba Horvath sieht dies ähnlich wie sein Neuzugang. "Mit dem Ergebnis gegen Albstadt bin ich zufrieden. Die Abwehr stand ganz gut, aber die Absprache muss da noch verbessert werden. Das Umschalten von Abwehr auf die zweite Welle muss ebenfalls besser werden und wir dürfen nicht nachlassen", merkt Horvath an.
Die Personalsituation beim TSV ist weiterhin nicht ganz optimal. Linkshänder Sebastian Luib fällt immer noch verletzungsbedingt aus und Allrounder Patrick Engler wird erst in einer Woche wieder zum Kader stoßen. Der Rest der Mannschaft ist mehr oder weniger beschwerdefrei und kann heute auflaufen.
Der "frisch gebackene" Vater einer Tochter Istvan Gaspar und Mittespieler Dennis Kaumann sollen die Marschroute der Mannschaft vorgeben und den Ball schnell und sicher laufen lassen. Die Abwehr um Michael Reck und Kreisläufer Jochen Schäfer soll noch schneller auf den Beinen sein als zuletzt, um dadurch Ballverluste des gegnerischen Angriffs zu provozieren, die zu schnellen Tempogegenstößen führen sollen.

Die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf gehörte in der letzten Saison zu den besten Teams der Liga, lag lange Zeit auf dem zweiten und dritten Tabellenplatz, schloss am Ende mit Platz fünf ab und musste danach ein paar Abgänge verkraften. Heute scheint sie in Bestbesetzung antreten zu können, ist auf der vereinseigenen Homepage zu lesen. HSG-Cheftrainer Tom Burger warnt sein Team aber vor der flexiblen und aggressiven TSV-Abwehr und einem starken Torhüter. Die Leistungsschwankungen bei der Spielgemeinschaft waren bislang wie auch beim TSV recht groß. Gegen die stark eingeschätzten Laupheimer gelang der Mannschaft immerhin ein Remis (20:20). Kapitän Nico Heilig, Fabian Schneider und vor allem Goalgetter Philipp Köller zeigten die bislang konstantesten Leistungen aller Feldspieler. Köller traf zwischen sechs und acht Mal pro Match und verwandelte zudem die meisten Siebenmeter-Strafwürfe. "Ich habe schon großen Respekt vor dem Gegner. Die Abwehr ist aggressiv und der Rückraum ist gut. Wir müssen die Rückraumschützen in den Griff bekommen und vorne unsere Trefferquote verbessern, dann können wir gewinnen", mahnt der TSV-Cheftrainer.
Um dieses wichtige Spiel gewinnen zu können, hofft der TSV auf viele Zuschauer und setzt einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 16 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle.


TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka, Tovmasyan, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Kohler, Osterc, Balan, Rosca, Fritz.

TSV trödelt 60 Minuten beim 22:17 Sieg über Albstadt

Saulgaus Nummer 1, Jonas Engler, war bester Mann gegen Albstadt

Die gute Nachricht ist: Der TSV Bad Saulgau hat das Kellerduell gegen die HSG Albstadt am vergangenen Samstagabend in der heimischen Kronriedhalle mit 22:17 (12:11) am Ende deutlich für sich entscheiden können. Überzeugen konnte die Mannschaft von Trainer Csaba Horvath in diesem wichtigen Spiel allerdings nicht, machte vor allem im Aufbau und Angriffsspiel viel zu viele Fehler, trotz fehlenden Tempospiels. Zum Matchwinner avancierte Torhüter Jonas Engler,  der sein bislang bestes Spiel im TSV-Trikot ablieferte und vor allem in der 2. Spielhälfte den Gästen den Zahn zog.

Die Tabellensituation ließ sicherlich nicht unbedingt ein technisch hochklassiges Spiel erwarten. Beide Teams teilten sich vor dieser Partie mit erst zwei Punkten nach 5 (TSV) bzw. 4 (HSG) Spielen den drittletzten Tabellenplatz. Mit einem Sieg wollten beide Vereine unbedingt den Anschluss ans Mittelfeld herstellen. Aber die hohe Bedeutung der Partie schien dann doch zahlreiche Spieler beider Mannschaften irgendwie zu lähmen. Statt des von vielen erwarteten Schlagabtausches auf Biegen und Brechen trafen hier zwei "zahnlose Tiger" aufeinander, die manchmal fast emotionslos agierten. Die erste Spielhälfte lebte dann vor allem von der Spannung durch den engen Spielstand. Michael Reck kam zweimal in ungewohnter Position am Kreis frei zum Zuge und verwandelte, sehr zur Freude des Bad Saulgauer Publikums, sehr souverän. Zwei schnelle Tore von Spielmacher Dennis Kaumann brachten die Gastgeber anschließend mit 4:2 in Führung, doch die Gäste nutzten in der Folge erste Ballverluste der Gastgeber, um den Vorsprung wieder zu egalisieren. Die Gäste zeigten schon früh ihre Konterqualitäten, aber nach 12 Spielminuten stand die Partie mit 5:5 Toren ausgeglichen. Nach zwei schnellen Treffern der Gäste wechselte TSV-Torhüter David Bakos mit seinem jüngeren Kollegen Jonas Engler und der kam gleich mit zwei tollen Paraden gut ins Spiel hinein und bescherte seinem Team dadurch wieder den Ausgleich. Doch nun flachte das Spiel immer mehr ab, denn beiden Mannschaften unterliefen im Spielaufbau zahlreiche Fehler. Der TSV lag bis zur Pause nun zwar immer knapp in Führung, konnte die Gäste aber nicht abschütteln. Mit 12:11 Toren für die Gastgeber wurden dann die Seiten gewechselt und beide Teams mussten sich in der Kabine wohl eine Standpauke ihrer Trainer anhören, denn sowohl TSV-Coach Csaba Horvath wie auch HSG-Trainer Nenad Gojsovic konnten mit den Leistungen ihrer Mannschaften insbesondere in der zweiten Hälfte der ersten Spielhälfte überhaupt nicht zufrieden sein.

Doch auch der Einstieg in die zweite Halbzeit fiel den Mannschaften überaus schwer. Beide Teams zeigten sich offenkundig in der Abwehr verbessert, gingen offensiver und aggressiver zu werke. Die Folge waren lange und manchmal fast träge vorgetragene Angriffe des jeweiligen Gegners. Auf Bad Saulgauer Seite zeigte sich nun endlich auch Torjäger Istvan Gaspar ein wenig mehr, traf zweimal in Folge und so führte der TSV in der 35. Spielminute bei 15:12 Toren erstmals mit drei Treffern. Auch die Hereinnahme von Linkshänder Fabian Hillenbrand zahlte sich nun aus. Der Bad Saulgauer Routinier, der eigentlich zum Ende der letzten Saison zur zweiten Mannschaft des TSV gewechselt hatte, sorgte in Abwehr und Angriff für mehr Sicherheit und krönte seinen Aushilfs-Einsatz mit zwei herrlichen Toren. Immer öfter konnte sich nun TSV-Torhüter Jonas Engler in Szene setzen. Zum einen zwang die verbesserte TSV-Abwehr die Gäste zu schwierigeren Würfen und machte es damit ihrem Keeper auch ein wenig einfacher, an manche Bälle heranzukommen. Andererseits parierte der junge Bad Saulgauer Schlussmann auch Konterläufe der Gäste und Würfe, bei denen die Albstädter Spieler frei am Kreis zum Abschluss kamen und zeigte damit eindrucksvoll, welches Potential wohl noch in ihm steckt. So schafften es die Gastgeber ab Mitte der zweiten Spielhälfte aus einer verbesserten Abwehr heraus und mit ihrem überragenden Schlussmann, die knappe Führung in kleinen Schritten auszubauen. Aus dem 17:15 in der 43. Minute machte der TSV in mühevoller Kleinarbeit in 12 Minuten eine klare 21:16 Führung. In den letzten Minuten wollte dann auf beiden Seiten gar kein Tor mehr fallen. Der TSV verschleppte nun zwar clever das Spiel und rettete damit den Vorsprung über die Zeit; aber für das Publikum war dies am Ende doch eine sehr harte Kost. Den Schlusspunkt der Partie setzte wenige Sekunden vor dem Ende dann der Spieler, der für den TSV die ersten beiden Tore der Partie erzielt hatte. Michael Reck fischte sich einen Abpraller vom gegnerischen Tor und erhöhte mit der letzten Aktion des Spieles auf 22:17 Tore für die Gastgeber. Immerhin, der TSV hatte trotz eines sehr schwachen Tages seiner meisten Akteure das Spiel gewonnen!

Ein durch die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdienter Sieg der Gastgeber in Bad Saulgau, die allerdings nur in der Abwehr und durch ihren besten Spieler, Torhüter Jonas Engler, den Erwartungen gerecht werden konnten. Insgesamt fehlte dem Spiel die Leidenschaft und spielerische Note, allem voran aber jegliches Tempo im Angriff! Nur zwei Strafzeiten für den TSV und eine für die Gäste aus Albstadt sind zudem ein klarer Beleg für den zauderlichen Einsatz in der Defensive. Auf TSV-Trainer Csaba Horvath wartet noch viel Arbeit; er muss vor allem das Potential auf der Wechselbank aktivieren: Neuzugang Daniel Balan und Linkshänder David Tovmasyan beispielsweise bekamen nur Kurzeinsätze, obwohl es auf dem Spielfeld sicher genügend Gründe für Auswechselungen gegeben hätte!

Der TSV spielte mit folgende Besetzung:

Tor: David Bakos, Jonas Engler; Feld: Patrick Ostrerc (1 Tor), Andreas Csuka (1), Fabian Hillenbrand (2), Jochen Schäfer, Dennis Kaumann (6), David Tovmasyan, Michael Reck (3), Istvan Gaspar (4), Ioan Constantin Rosca (5) und Daniel Balan.

TSV will einen Neustart wagen

Er fehlt dem TSV momentan vorne und hinten: Allrounder Patrick Engler

Handball-Württemberliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Albstadt (Samstag, 18 Uhr, Kronriedhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau will nach dem etwas verunglückten Saisonbeginn von vier Niederlagen und nur einem Sieg die "Reset-Taste" drücken. Gegner ist am heutigen Samstag, den 21. Oktober um 18 Uhr in der Kronriedhalle die HSG Albstadt.

"Es ist ganz einfach, wir müssen gewinnen. Es ist für uns eine große Herausforderung, die wir bestehen werden", bringt der sportliche Leiter das Ziel des TSV schnell auf den Punkt. Ähnlich sieht es der zweite Abteilungsvorsitzende Alexander Osswald: "Gegen Albstadt ist ein richtungsweisendes Spiel für uns. Gewinnen wir, sind wir weiterhin im Soll. Verlieren wir aber, wird die Luft schon etwas dünner. Um uns unnötigen Druck bei den nächsten Spielen zu ersparen, sollten wir das Heimspiel gewinnen. Ich bin aber überzeugt, dass wir genug Qualität haben, am Samstag als Sieger den Platz zu verlassen", meint Osswald.

Die unnötige aber verdiente Niederlage vor zwei Wochen gegen Gerhausen hat die Verantwortlichen und Akteure doch nachdenklich gestimmt. Anstatt gegen die schlecht in die Saison gestarteten Gerhausener selbstbewusst und mit der nötigen Körpersprache anzutreten, zeigte sich der TSV fast schüchtern und ließ in der Abwehr jegliche Konsequenz vermissen. Auch im Angriff verhedderten sich die Akteure eher im "Klein-Klein-Spiel", als eingeübte Spielzüge auf die Platte zu bringen.

Das soll sich nun ändern. Das Trainergespann Csaba Horvath/Stefan Utzinger haben Lehren aus den unglücklichen Spielen gezogen und stellten das Trainingskonzept um. "Die letzten zwei Wochen haben wir schwerpunktmäßig die Abwehrarbeit trainiert. Die war bisher überhaupt nicht gut. Wir müssen da aggressiver werden. Wir schauen uns zwar kurz per Video den Gegner an, konzentrieren uns aber nur auf unser Spiel, das wir dem Gegner aufzwingen möchten", gibt Trainer Horvath Auskunft.

 

Nicht einfach für Cheftrainer Horvath gestaltet sich die schnelle Integrierung der Neuzugänge ins Spielsystem. David Tovmasyan, der sich durch große Wurfkraft auszeichnet, kann zurzeit beruflich bedingt meist nur freitags mit dem TSV trainieren. Unter der Woche hat er jedoch die Möglichkeit, sich im Studienort bei einem Handball-Oberligisten fit zu halten. Der ehemalige rumänische Juniorennationalspieler Daniel Balan ist erst wenige Wochen in Bad Saulgau und braucht natürlich noch etwas Zeit, um alle Spielabläufe kennen zu lernen und sein Potenzial ausschöpfen zu können. Balan soll vor allem für Stabilität in der Abwehr sorgen.

Die Personalsituation beim TSV ist noch nicht ideal, doch im Vergleich zu den letzten Spielen etwas entspannter, da Spielmacher Istvan Gaspar wieder zur Verfügung steht. Hinter dem Einsatz des am Fuß verletzten Linkshänders Sebastian Luib sowie von Patrick Fritz dagegen steht ein Fragezeichen. Allrounder Patrick Engler fällt noch einige Wochen aus persönlichen Gründen aus. Die Knöchelverletzung von Nelu Rosca ist einigermaßen abgeklungen, so dass der Fuß wieder belastbar ist.

Gegner Albstadt ist ähnlich schwach in die Saison gestartet wie der TSV. Nach einer guten Leistung und einem 27:23-Sieg beim Auftaktspiel gegen den überraschend starken Aufsteiger Fridingen/Mühlheim folgte mit drei Niederlagen hintereinander die Ernüchterung. Zuletzt kam das Team von Trainer Nenad Gojsovic in eigener Halle gegen Gerhausen mit 21:30 unter die Räder. Obwohl das HSG-Team mit einigen sehr routinierten Akteuren mit teilweise Drittliga-Erfahrung besetzt ist, rangiert es im unteren Tabellendrittel und ist wie auch der TSV zum Siegen verdammt. Trainer Gojsovic möchte deshalb die vielen technischen Fehler, die seiner Mannschaft in den letzten Spielen unterliefen gegen den TSV minimieren. Die Bad Saulgauer sind gewarnt und wissen um die spielerischen Fähigkeiten der HSG. Torhüter Julian Mayer ist zurzeit in guter Verfassung, Feldspieler Veljko Saula und Benjamin Mayer in guter Wurflaune.

Der TSV setzt auf eine voll besetzte Halle und die gewohnt kräftige und lautstarke Unterstützung der Zuschauer.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka, Tovmasyan, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Kohler, Osterc, Balan, Luib, Rosca, Fritz.

Heimspielwochenende des TSV

Die Zweite ist auch Dank seinen Toren ungeschlagener Tabellenführer: Linkshänder Matthias Fuchs

Neben der "Ersten" spielen am Wochenende in der Kronriedhalle weitere TSV-Teams auf. Am Samstag tritt die gemischte D-Jugend bereits um 12.45 Uhr gegen den HVRW Laupheim an. Es folgen die TSV-Damen, die um 16 Uhr gegen den SV Tannau endlich punkten möchten. Nach dem Höhepunkt um 18 Uhr - TSV gegen Albstadt - möchte die bisher ungeschlagene zweite Herrenmannschaft (fünf Spiele, fünf Siege und Tabellenführer) sich auch um 20 Uhr gegen die HSG Illertal schadlos halten.

Am Sonntag empfängt die gemischte F-Jugend beim Spieltag um 11.30 Uhr die Mannschaften Bad Buchau, JSG Bodensee, JSG Bodensee 2, Lindenberg und Vogt. Die weibliche D-Jugend kämpft um 14.30 Uhr gegen den TV Weingarten, den Abschluss bildet um 16 Uhr die weibliche C-Jugend, die den SC Lehr zu Gast hat. Auch die Jugendmannschaften und die zweiten und dritten Mannschaften freuen sich über Zuschauerunterstützung.  

Der TSV rutscht weiter in den Tabellenkeller

Freddy Söder musste aufgrund vieler Ausfälle wieder in der Ersten einspringen

Handball-Württembergliga Süd: TV Gerhausen - TSV Bad Saulgau 30:27 (18:15)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BLAUBEUREN/TSV BAD SAULGAU - Irgendwie will es derzeit beim Handball-Württembergligisten TSV Bad Saulgau nicht richtig klappen. Auch beim Tabellenschlusslicht TV Gerhausen gingen die Bad Saulgauer am vergangenen Samstag leer aus. Zum Leidwesen des Trainergespanns Csaba Horvath/Stefan Utzinger gab's vor dem wichtigen Match, bei dem sich der TSV eigentlich die Wende erhoffte, große Personalprobleme. Neben Sebastian Luib (Fußverletzung), Allrounder Patrick Engler (Auslandsaufenthalt) und Patrick Fritz hatte sich auch noch Spielmacher und Routinier Istvan Gaspar, auf den das Spielsystem eigentlich abgestimmt war, aus persönlichen Gründen abgemeldet. Für ihn sprang nochmals Frederik Söder ein, zu dem nahm Horvath den A-Jugendlichen Robin Rath auf die Bank.

Das Spiel war von Beginn an geprägt von vielen Fehlern und Unsicherheiten auf beiden Seiten. Neben Reservist Frederik Söder und Nelu Rosca, der nach vierwöchiger Verletzungspause wieder dabei war, sowie Torhüter David Bakos erreichte kaum ein TSV-Spieler Normalform. Das Spiel plätscherte so vor sich hin. Die Führung wechselte in Abschnitt eins hin und her, doch zur Halbzeit konnten sich die Einheimischen, angetrieben von Spielmacher Daniel Bux und dem durchsetzungsstarken, kräftigen Akteur Peter Schnepf etwas absetzen (18:15).

Fast schon wie gewohnt kam der TSV indisponiert aus der Pause. Daniel Bux und Yannik Schopp nahmen diese Einladung gerne an und brachten die Hausherren mit 21:16 in Führung. Der immer noch etwas angeschlagene Nelu Rosca, Reservist Frederik Söder und zeitweise Dennis Kaumann hielten den TSV mit starken Einzelaktionen im Spiel. Doch nun wurde auch die Bad Saulgauer Abwehr löchriger, immer wieder kamen nun auch die Gerhausener Außenspieler durch und trafen. Eine Struktur im TSV-Spiel war kaum zu erkennen. Mehr als drei Treffer kam der TSV nicht mehr an den Gegner heran und so gewannen die Gastgeber in einem spielerisch niveauarmen Match völlig verdient mir 30:27.

Jochen Trinkner, TVG-Trainer und Ex-TSV-Spieler und -Trainer sowie Bad Saulgauer Bürger, freute sich, die ersten zwei Punkte eingefahren zu haben. "Für uns war dieser Sieg wichtig. Wir haben die spielerische Überlegenheit 60 Minuten lang durchgezogen. Auch die Chancenverwertung war bei uns diesmal ganz gut. Jetzt müssen wir nachlegen. Für meine Freunde aus Bad Saulgau tut es mir natürlich leid, aber sie werden sicherlich auch noch genügend Punkte holen", sagte Trinkner.

Sein Gegenüber Csaba Horvath war weniger erfreut. "Ohne Abwehr geht's einfach nicht. Ich bin mir vorgekommen wie bei einer B-Jugendmannschaft. Meine taktischen Vorgaben, die ich viele hundert Male wiederholt habe, wurden nicht umgesetzt. Wir haben einfach zu allem viel zu lange gebraucht", schimpfte Horvath im Pressegespräch nach dem Spiel. "Das ist sowohl Kopfsache und auch eine Sache des Trainings. Hinzu kommt natürlich das Pech, das ausgerechnet Spielmacher Istvan Gaspar und andere Akteure ausfielen. Wir müssen nun die zwei spielfreien Wochen nutzen und intensiv trainieren", kündigte Horvath an.

 

Auch dem sportliche Leiter Krischan Hillenbrand missfiel die Spielweise seines TSV. "Eine verdiente Niederlage. Wir waren in der Abwehr zu schwach. Vor allem haben die TVG-Außenspieler zu viel Raum gehabt und im Angriff waren wir zu statisch und daher leicht auszurechnen. Jetzt stehen harte Wochen an", sagte Hillenbrand.

 

Stefan Utzinger, Co-Trainer des TSV, ärgerte sich ebenso. "Unsere Spieler können zurzeit das große individuelle Potenzial, das sie zweifellos besitzen, nicht abrufen", sagte Utzinger.

 

Der TSV hat nun zwei Wochen spielfrei und Zeit, um an einigen Stellschrauben zu drehen. Nächster Gegner ist am Samstag, den 21. Oktober um 18 Uhr in der Kronriedhalle die HSG Albstadt.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka (3), Tovmasyan (2), Schäfer, Kaumann (7), Reck, Kohler, Osterc (1), Balan, Rosca (11/davon 7 Siebenmeter), Söder (3), Rath.

Gegen Gerhausen muss der Angriff besser funktionieren

Fehlt dem TSV verletzungsbedingt: Linkshänder Sebastian Luib

Handball-Württemberliga Süd: TV Gerhausen - TSV Bad Saulgau (Samstag, 20 Uhr, Dieter-Baumann-Sporthalle Blaubeuren)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BLAUBEUREN/BAD SAULGAU - Am kommenden Samstag, den 7. Oktober, geht es sowohl für den TV Gerhausen als auch den TSV Bad Saulgau in der erst jungen Saison schon darum, nicht den Kontakt zum hinteren Mittelfeld abreißen zu lassen. Während der Turnverein bei - allerdings erst drei Spielen - noch keinen Zähler auf der Habenseite verbuchen kann, hat der TSV wenigstens einen Sieg - bei ebenfalls drei Niederlagen - vorzuweisen. Für beide Teams ist dies ein nicht unbedingt optimaler Start in die Saison.

Die Bad Saulgauer freuen sich auf den TV Gerhausen und seinen neuen Coach Jochen Trinkner, der selbst früher als Trainer in Diensten des TSV stand und zuvor viele Jahre in der Regionalliga und Baden-Württembergoberliga für Bad Saulgau als Spieler auf der Platte stand. Unvergessen sind seine stets zielorientierten und wuchtigen Anläufe aus dem Rückraum, die jeden Gegner das Fürchten lehrten. Trinkner wohnt noch heute mit seiner Familie in Bad Saulgau und arbeitet auch dort als Lehrer. "Es verbinden ihn noch viele Freundschaften in und um den TSV. Diese werden aber auf alle Fälle für 60 Minuten ruhen müssen. Der TVG muss dringend gewinnen, sonst hängt man wieder zur sehr frühen Phase extrem im Tabellenkeller. Die kommenden Spieltage werden zeigen wo die Reise hingeht", ist aktuell auf der Homepage des TV Gerhausen zu lesen.

So sieht dies auch der TSV, der natürlich ungeachtet der Freundschaft zu Trinkner punkten und den Aufschwung einleiten möchte. "Gerhausen hat den absoluten Druck. Die Mannschaft und der Trainer Jochen Trinkner müssen gegen uns liefern. Wir werden mit allem, was wir haben kämpfen, um das Spiel für uns zu entscheiden", sagt der sportliche Leiter des TSV Krischan Hillenbrand.

Auch TSV-Cheftrainer Csaba Horvath sieht dem Spiel nicht unbedingt entspannt entgegen. "Das ist für uns ein Vierpunktespiel. Wir müssen gewinnen. Gerhausen ist eine unangenehm zu spielende Mannschaft mit einem überragenden Linkshänder auf der halbrechten Position. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und mehr Sicherheit bekommen. Wir können gut spielen, nur müssen wir dieses gute Spiel länger als 50 Minuten durchhalten", mahnt Horvath. Dass man diesen Gegner mit ihrem Topspieler Daniel Bux nicht unterschätzen darf, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Gegen den Aufstiegsfavoriten Zizishausen gab's beispielsweise nur eine knappe Niederlage mit zwei Toren Differenz. Auf Grund mehrmaliger Führung hätte Gerhausen eigentlich mindestens einen Punkt verdient gehabt.

 

Der Schwerpunkt des Trainings der Bad Saulgauer lag in dieser Woche auf der Angriffsarbeit. Viele Fehlwürfe machten dem TSV beim letzten Spiel gegen Unterensingen das Leben schwer. Die Angriffe sollten nicht überhastet abgeschlossen werden, die Spielzüge sollten zu Ende gespielt werden, lautet die Vorgabe des Trainergespanns Csaba Horvath/Utzinger.

Ebenso hat sich die Personalsituation beim TSV nicht gerade entspannt. Neben Linkshänder Sebastian Luib (Fußverletzung) fehlen der zuletzt stark spielende Allrounder Patrick Engler (persönliche Gründe) und auch Patrick Fritz. Nelu Rosca dagegen wird nach seiner langwierigen Fußverletzung, die er sich schon beim ersten Spiel zugezogen hatte, möglicherweise eine Zeit lang zum Einsatz kommen.

 

Da am Samstag auch die männliche A-Jugend um 14 Uhr und die zweite Mannschaft um 18 Uhr in Gerhausen spielen, hofft der TSV auf besonders viele Fahrgemeinschaften und lautstarke Unterstützung seiner Fans.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Csuka, Tovmasyan, Schäfer, Kaumann, Reck, Gaspar, Kohler, Osterc, Balan, Rosca.

Kampf allein reicht nicht

Andreas Csuka war wieder einmal bester TSV Torschütze

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - SKV Unterensingen 24:28 (13:14)

Von Thomas Lehenherr

BAD SAULGAU - Der TSV Bad Saulgau hat am vergangenen Samstag vor fast voll besetzter Kronriedhalle die Überraschung verpasst. Der SKV Unterensingen erwies sich wie erwartet als eingespieltes Team, das in den entscheidenden Phasen einfach cleverer als die Hausherren agierte.
Am Kampfgeist lag's sicherlich nicht, denn er TSV kam mit der richtigen Einstellung aufs Spielfeld legte los wie die Feuerwehr und führte durch drei Treffer von Linksaußen Andreas Csuka und jeweils einem von Patrick Engler und Istvan Gaspar in der 10. Minute bereits mit 5:2. Auch die Kreisanspiele zu Jochen Schäfer und Patrick Osterc waren zeitweise herrlich anzusehen. Mit zunehmender Spieldauer stellen sich die körperlich starken Gäste mehr und mehr auf den wirbelnden TSV-Angriff ein und die Platzherren verwickelten sich immer mehr in Zweikämpfe. Dennoch führten die Bad Saulgauer in der 20. Minute noch mit 10:8, hätten sogar mehrfach bei Überzahlspiel die Chance gehabt, sich abzusetzen, trafen aber das Tor nicht oder scheiterten am immer besser werdenden SKV-Torhüter Edis Camovic. Die Folge war, dass die Gastgeber mit einem 13:14 Rückstand nach 30 Minuten in die Katakomben gingen.
In der Folge legten die Gäste hauptsächlich aus dem Rückraum stets ein, zwei Treffer vor und der TSV konnte durch Michael Reck, Istvan Gsapar, Dennis Kaumann und Andreas Csuka immer wieder ausgleichen. Auch Neuzugang Daniel Balan kam zum Einsatz und mühte sich redlich.
Bei den Gästen setzten der groß gewachsene Führungsspieler Florian Brändle aus dem Rückraum und Florian Mäntele sowie der starke Max Schlichter die meisten Akzente. Bis zur 52. Minute konnte der TSV mithalten, holte den Rückstand immer wieder auf, glich zum 24:24 aus, doch dann riss wie auch im letzten Spiel gegen Zizishausen der Faden, der SKV konnte vier Treffer in Folge erzielen und gewann letztendlich verdient mit 28:24.
Unterensingens Trainer Steffen Rost war zufrieden mit der routinierten Leistung seines Teams. "Wir wussten, dass es in Bad Saulgau schwierig wird, auch bei dieser großen Publikumskulisse. Es macht Spaß, hierher zu kommen. Aber meine Mannschaft hat das gut gemeistert und clever gespielt. Nur 24 Auswärtsgegentore sind absolut in Ordnung. Unser Team spielt schon seit fünf Jahren zusammen, es sind nur zwei Spieler dazugekommen. Unser Ziel ist, am Ende unter die ersten sechs zu kommen", sagte Rost. "Der TSV hat vor allem in der ersten Halbzeit sehr wohl mit Konzept gespielt und zeitweise gut kombiniert, da muss ich meinem Kollegen Horvath zur Seite stehen", lobte Rost die kämpferische Einstellung des TSV. Csaba Horvath war dagegen mit der Leistung seines Teams nicht ganz zufrieden. "Wir haben gekämpft, aber zu viel verworfen. 18 Fehlwürfe sind zu viel, da kann man nicht gewinnen. Es hilft nichts, wir müssen trainieren und nochmals trainieren, bis das Zusammenspiel noch besser klappt. "sagte der Chefcoach.
Besser machte es die zweite Herrenmannschaft, die im Vorspiel zur "Ersten" ihren Gegner Langenargen-Tettnang souverän mit 30:23 bezwang und den dritten Sieg im dritten Spiel verzeichnete. Auch die Dritte Herrenmannschaft zauberte, ließ dem Team aus Burlafingen-Ulm nicht den Hauch einer Chance und gewann mit 35:14. Weniger Glück hatten die TSV-Damen, die am frühen Nachmittag gegen Hohenems sage und schreibe mit 6:43 unterlagen. Auch die männliche A-Jugend hatte Pech und musste gegen den SC Lehr eine 23:29-Niederlage einstecken.
Nächster Gegner der "Ersten" ist am kommenden Samstag, den 7. Oktober der SV Gerhausen, das Team von Ex-TSV-Spieler und -Trainer Jochen Trinkner. Spielbeginn in der Blaubeurer Dieter-Baumann-Sporthalle ist um 20 Uhr.

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), P. Engler (1), Csuka (6), Tovmasyan (1), Fritz, Schäfer (4/davon 1 Siebenmeter), Kaumann (1), Reck (3), Luib, Gaspar (6/3), Kohler, Osterc (2), Balan.


Kommentar
Das Spiel gegen die Topmannschaft Unterensingen zeigte auf, dass der neu zusammengestellte TSV-Kader durchaus mit starken Teams gut 50 Minuten mithalten kann. Doch wird er möglicherweise noch einige Zeit brauchen, bis er routiniert genug ist, eine Feldüberlegenheit gegen eine Spitzenmannschaft auch in einen Sieg umzumünzen. Der Spielverlauf spiegelte auch wider, dass alle Neuzugänge zwar individuelle Klasse besitzen, das Zusammenspiel jedoch in den nächsten Wochen und Monaten mit Geduld minutiös geübt werden muss. Die Kreisanspiele klappen schon recht gut, die freien Räume für den Rückraum müssen noch durch einstudierte Spielzüge geschaffen werden. Ausschließlich den Kampf "eins gegen eins" zu suchen, ist sehr mühsam, und hemmt den Spielfluss. Je intensiver und engagierter die Akteure in den drei Trainingseinheiten pro Woche üben, desto schneller wird dies zu einem positiven Ergebnis führen. (von Thomas Lehenherr)

Mit Unterensingen kommt ein Top-Team ins Kronried

Auf Ihn wird es heute auch wieder ankomen: Torhüter David Bakos

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - SKV Unterensingen (Samstag, 18 Uhr Kronriedhalle)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Im insgesamt vierten Spiel und zweiten Heimspiel der Saison empfängt der TSV Bad Saulgau den Vorjahresdritten SKV Unterensingen um 18 Uhr in der Kronriedhalle. Für die neu formierte TSV-Mannschaft ist dies wieder ein absolut harter Brocken.

Da sich zum Ende der vergangenen Saison die komplette, gut eingespielte "Abwehrachse" mit Christian Zimmerer, Frederik Söder und Simon Kruse aus Altersgründen von der ersten Mannschaft verabschiedete, ist der TSV auf der Suche nach Ersatz jetzt fündig geworden. Am vergangenen Dienstag stieß der ehemalige rumänische Juniorennationalspieler Daniel Balan zum Team des TSV. Der 23jährige, kräftige, 1,89 Meter große Rechtshänder wohnt und arbeitet bereits in Bad Saulgau. In der Offensive kann er auf der halblinken Rückraumseite eingesetzt werden. "Daniel hat diese Woche schon mittrainiert. Man muss ihm natürlich Zeit geben. Es gibt noch Verständigungsschwierigkeiten, da er bislang kaum Deutsch sprechen kann. Aber das Handballverständnis ist bei ihm da und das ist wichtig. Er wird jetzt nach und nach in die Mannschaft und unser Spielsystem integriert", sagt TSV-Trainer Csaba Horvath. Der "Neue" wird sicherlich schon am Samstag im Spiel gegen Unterensingen zum Einsatz kommen.

Gegner Unterensingen bestritt in der laufenden Saison bisher nur ein Spiel (gegen Gerhausen), das das Team von Trainer Steffen Rost souverän mit 36:27 gewinnen konnte. Gerhausen konnte nur in den ersten 20 Minuten mithalten, war in der Folge dann aber chancenlos. Die achtfachen Toschützen Jannik Buck und Florian Brändle düpierten gemeinsam mit Florian Mäntele die gegnerische Abwehr fast nach Belieben. Der TSV weiß also, was ihn erwartet und muss alles aufbieten, um gegen die ambitionierte Mannschaft punkten zu können. "Unterensingen spielt ein ähnliches System wie wir. Wir sind sicher nicht ohne Chance. Wenn wir kein Verletzungspech haben, jeder alles gibt und sich voll in den Dienst der Mannschaft stellt, können wir jedes Team der Liga schlagen. Mir ist es wichtig, vor allem die Heimspiele vor unserem großartigen Publikum zu gewinnen", meint Horvath.

Etwas Sorgen bereiten dem Trainergespann Horvath/Utzinger einige angeschlagenen Spieler, doch mit Ausnahme von Nelu Rosca können wohl diese Akteure zumindest eine Zeit lang eingesetzt werden. Rosca laboriert noch immer an seiner Knöchelverletzung, die er sich im ersten Saisonspiel zuzog. Er konnte jedoch in dieser Woche schon teilweise mittrainieren.

Ziel des Trainergespanns ist es, diesmal die Konzentration 60 Minuten hoch zu halten und möglichst keinen Einbruch mehr wie in den letzten beiden Spielen zu erleiden. "Wir müssen mehr als nur 53 Minuten gut spielen. Sieben schlechte Minuten reichen, um ein Spiel zu verlieren", sagt Chefcoach Horvath und hofft, dass sein Team von der ersten bis zur letzten Minuten aufopfernd kämpft.

Gespannt sein darf man auf die nun neu zusammen gestellte Abwehr, die noch etwas geschlossener und entschlossener agieren soll als zuletzt. Mannschaft und Verantwortliche freuen sich wieder auf ein volles Haus und die tatkräftige und lautstarke Unterstützung der Fans. Der TSV möchte unbedingt gewinnen, um sein Punktekonto ausgleichen zu können und nicht schon zu viel Abstand zum Mittelfeld zu bekommen. "Mit viel Einsatz und mit Hilfe des Publikums können wir das schaffen", hofft der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), P. Engler, Csuka, Tovmasyan, Fritz, Schäfer, Kaumann, Reck, Luib, Gaspar, Kohler, Osterc, Balan.

 

 

Heimspielsamstag in der Kronriedhalle

Neben der "Ersten" kämpft bereits um 12 Uhr die männliche A-Jugend des Trainergespanns Stefan Utzinger/Patrick Engler gegen den SC Lehr um Punkte und würde sich ebenso auf Publikumsunterstützung freuen. Um 14 Uhr hat die Frauenmannschaft des TSV den HC Hohenems zu Gast und um 16 Uhr spielt die zweite Herrenmannschaft des TSV gegen die HSG Langenargen-Tettnang. Nach dem Auftritt der "Ersten" um 18 Uhr gegen Unterensingen, freut sich die dritte Herrenmannschaft um 20 Uhr auf ihren Gegner, die SG Burlafingen/Ulm 2.

Daniel Balan verstärkt den TSV

In Bad Saulgau angekommen: Vasile Daniel Balan

Von Thomas Lehenherr

 

 

BAD SAULGAU - Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau hat nochmals Verstärkung bekommen. Der 23 Jahre junge Rumäne Vasile Daniel Balan, ehemaliger Juniorennationalspieler, nahm in der Vorbereitung auf die neue Saison drei mal beim Probetraining des TSV teil und hat sich nun entschieden, nach Deutschland zu kommen und für den TSV zu spielen. Bei acht Spielerabgängen ist er nun der sechste Neuzugang für die Bad Saulgauer. "Wir brauchen vor allem in der Defensive eine Verstärkung, da sich die über Jahre sehr gut eingespielte "Abwehrachse" Christian Zimmerer - Frederik Söder - Simon Kruse altershalber komplett aus der ersten Mannschaft verabschiedet hat", sagt der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand.

Der 1,89 Meter große Rechtshänder Balan fing in seiner Heimatstadt mit zehn Jahren bei Piatra-Neamt an, Handball zu spielen. Mit 14 wechselte er ins nationale Handballförderzentrum nach Sighisoara, wo er bereits mit 19 Jahren ins Jugendnationalteam berufen wurde. Ein Jahr spielte Balan dann in der ersten rumänischen Liga bei C.S.M. Bukarest, bevor er für ein Jahr nach Alexandria in die zweite Liga wechselte. Es folgten zwei Jahre beim Zweitligisten Brasov, für den er bis vor Kurzem spielte. Der ehemalige Bad Saulgauer Akteur Christian Zachmann vermittelte ihn nach Bad Saulgau.

"Ich wollte einen neuen Lebensabschnitt beginnen, eine neue Herausforderung suchen und ich möchte Deutsch lernen. Die ersten Trainingseinheiten beim TSV haben mir sehr gut gefallen, ich bin sehr freundlich aufgenommen worden", freut sich der Neuzugang. In Rumänien absolvierte er das Sportgymnasium und anschließend ein Studium zum Sportlehrer", sagt Daniel Balan. Er wird beim TSV voraussichtlich in der Defensive den Mittelblock verstärken und im Angriff auf der halblinken Angriffsseite zu finden sein. "Ich kann mir gut vorstellen, wenn es der Verein möchte, viele Jahre in Bad Saulgau zu bleiben, die Mannschaft zu unterstützen und so hoch wie möglich zu spielen. Meine Eltern und mein Bruder spielen zwar nicht Handball, aber freuen sich, dass ich nach Bad Saulgau gegangen bin. Sie werden mich wohl oft besuchen", sagt Balan. Neben Handball interessiert sich der Rumäne für viele weiter Ballsportarten. "Bevor ich Handball spielte, habe ich Basketball und Fußball gespielt. Aber jetzt freue ich mich auf die Mannschaft, die vielen Zuschauer und überhaupt auf Bad Saulgau", sagt der Neuzugang.

Balan hat bereits für das Spiel am Samstag, den 30. September, um 18 Uhr in der Kronriedhalle gegen Unterensingen die Spielberechtigung bekommen und wird sicherlich zum Einsatz kommen.

53 gute Minuten reichen nicht

Mit 8 Toren bester Torschütze beim TSV: István Gaspar

Handball-Württembergliga Süd: TSV Zizishausen – TSV Bad Saulgau 30:26 (14:16)

Von Thomas Lehenherr

NÜRTINGEN/BAD SAULGAU – Die Überraschung gegen den Favoriten und Aufstiegsaspiranten Zizishausen ist ausgeblieben. Der TSV Bad Saulgau schlug sich aber am vergangenen Sonntagabend in der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Sporthalle wacker, führte lange Zeit, zeitweilen sogar mit vier Treffern, war am Ende aber nicht clever genug und gab das Spiel noch aus der Hand.

Es begann recht verheißungsvoll für den TSV. Das Team von Cheftrainer Csaba Horvath war hellwach und erspielte sich schon nach fünf Minuten eine leichte Feldüberlegenheit. Mitte der ersten Halbzeit kam dann etwas Hektik auf, als der Zizishausener Thomas Grau wegen einer Unsportlichkeit mit Rot vom Platz gestellt wurde. Wenig später musste auch Patrick Osterc wegen eines Fouls das Parkett für den Rest der Spielzeit verlassen. Mittespieler Istvan Gaspar konnte einige Treffer markieren und auch Andreas Csuka traf mehrmals. Als Dennis Kaumann in der 25. Minute zum 14:10 vorlegte, lehnten sich die mitgereisten Fans schon etwas zurück. Doch zu früh gefreut. Zur Halbzeit konnten die Hausherren durch den vierfachen Torschützen Georgios Chatzigietim auf 14:16 verkürzen.

Wie schon letzte Woche beim Heimspiel gegen Herbrechtingen/Bolheim, verschlief der TSV die ersten Minuten der zweiten Hälfte völlig. Die Gastgeber kamen immer näher heran, die Leichtsinnsfehler beim TSV häuften sich und schon in der 34. Minute glich  Simon Müller für die Hausherren zum 17:17 aus. Dann nahm sich TSV-Neuzugang David Tovmasyan ein Herz und legte zwei Mal vor, bevor die „Schnaken“ wiederum ausgleichen konnten. Gut zehn Minuten vor dem Abpfiff verschaffte sich der TSV mit zwei Treffern in Folge wieder etwas Luft und führte mit 23:21. Doch es fehlte die nötige Abgeklärtheit, um das Spiel „nach Hause zu schaukeln“. In dieser hektischen Phase wurde auch noch TSV-Spielmacher Dennis Kaumann wegen eins Fouls von den Unparteiischen mit „Rot“ vom Platz gestellt. Diese Situation nutzte der Gegner aus, traf vier Mal in Folge und das Match war entschieden.

„Wir haben diesmal nicht nur 50 wie beim letzten Heimspiel, sondern 53 Minuten gut gespielt, aber das reicht halt gegen solch routinierte Mannschaften wie Zizishausen nicht. Der Gegner hatte zudem eine große Auswechselbank und ließ nicht nach. Leider haben wir den Beginn der zweiten Halbzeit wieder verschlafen, haben nicht den nötigen Druck aufgebaut. In Angriff und Abwehr waren wir in dieser Phase zu lasch“, ärgerte sich Trainer Csaba Horvath. „Erfreulich war, dass unser Eigengewächs Patrick Fritz sehr gut gespielt. Jetzt konzentrieren wir uns auf das nächste Heimspiel am Samstag“, sagte Horvath.

Nächster Gegner ist am kommenden Samstag, den 30. September um 18 Uhr in der Kronriedhalle Unterensingen.

TSV Bad Saulgau: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Osterc (1), Csuka (4), Schäfer (2), Kaumann (3), Luib (1), Tovmasyan (5), Reck (1), Gaspar (8), Fritz, P. Engler (1) .

Gegen Favoriten hundert Prozent Leistung erforderlich

Nur als Team kann der TSV gegen den Favoriten aus Zizishausen was erreichen.

Handball-Württembergliga Süd: TSV Zizishausen - TSV Bad Saulgau (Sonntag, 17 Uhr Theodor-Eisenlohr-Sporthalle Nürtingen)

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Gleich im dritten Saisonspiel wird Württembergligist TSV Bad Saulgau alles aufbieten müssen, um am Sonntag, den 24. September, dem TSV Zizishausen ein ebenbürtiger Gegner zu sein. Spielbeginn in der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Sporthalle ist um 17 Uhr. Der TSV Zizishausen schloss die vergangene Saison mit Platz zwei ab und verpasste nur knapp den Aufstieg in die Baden-Württembergoberliga. Auch in diesem Jahr startet das Team von Trainer Holger Breitenbacher, einem überaus erfahrenen Vollbluthandballer, mit zwei, wenn auch knappen Siegen, in die Saison. Die Bad Saulgauer starteten nicht ganz so erfolgreich. Mit einer knappen Niederlage gegen Hegensberg/Liebersbronn und mit einem 32:27-Sieg gegen Herbrechtingen/Bolheim am vergangenen Samstag ist die bisherige Bilanz . Die Leistungskurve zeigte beim TSV jedoch deutlich nach oben. Zeitweise zeigte das Team um seinen Kapitän David Bakos recht ansehnlichen Kombinationshandball. Genau hier möchte das Trainergespann Csaba Horvath/Stefan Utzinger ansetzen. "Wir möchten aus den gut gespielten 50 Minuten vom letzten Samstag gegen Zizishausen 54 gute Minuten machen. Wir sind gut aufgestellt. Wenn jeder wirklich alles gibt, können wir auch gegen Zizishausen mithalten oder sogar gewinnen. Wir müssen aber auch im Training hundert Prozent dabei sein und alles geben", fordert Horvath. Einige seiner Schützlinge sind leicht angeschlagen und ließen sich während den Trainingseinheiten immer wieder vom Physioteam behandeln. Ob die heilenden Hände von Anna Schwarz, Julia Gerster und Sabrina Gasser kleine Wunder bewirken können, wird man am Sonntag sehen. Mit Ausnahme von Nelu Rosca, der immer noch an seiner Knöchelverletzung vom ersten Spieltag laboriert, können wohl alle Spieler auflaufen. Zum ersten Mal bei einem Punktspiel ist Kreisläufer Patrick Osterc dabei. Man darf gespannt sein, wie er mit dem zweiten TSV-Kreisläufer Jochen Schäfer harmoniert. Osterc wird auch in der Abwehr kräftig zupacken müssen, da die beim Heimspiel nochmals eingesprungenen Reservisten Abwehrrecke Frederik Söder und Linkshänder Fabian Hillenbrand nicht mit nach Nürtingen reisen werden. Hoffnung machen auch die vielen schnellen Tempogegenstöße, die gegen Herbrechtingen recht überzeugend vorgetragen wurden. Das Bad Saulgauer Spiel hat im Vergleich zum Saisonauftakt an Fahrt aufgenommen. Das ist auch notwendig, da neben Zizishausen auch der nächste Gegner Unterensingen recht schnell auf den Beinen ist.

 

Der TSV Zizishausen um seine Topscorer Julian Baum und Sebastian Appelrath ist eine brandgefährliche Mannschaft, die auch bei größeren Rückständen nie aufgibt. So führte der TSV im letzten Jahr zur Pause recht ordentlich gegen die Schnaken und musste sich am Ende nach großem Kampf doch noch knapp geschlagen geben. In der letzten Saison gingen beide Spiele verloren, das erste deutlich mit 24:33 und das Heimspiel mit 27:28. Damals machten vor allem die Zizishausener Georgios Chatzigietim und Mark Reinl dem TSV das Leben schwer. Beide sind auch heute noch im Kader der "Schnaken".

Doch das ist Statistik. "Wir haben eine neue Mannschaft, es hat eine neue Saison begonnen. Die Karten werden neu gemischt. Wir fahren nicht hin, um zu verlieren", sagt TSV-Coach Csaba Horvath.

Da das Publikum beim letzten Spiel wie ein Mann hinter der Mannschaft stand und sie mit ohrenbetäubendem Lärm nach vorne peitschte, hofft der TSV auch beim Auswärtsspiel in Nürtingen auf viele Fans und lautstarke Unterstützung.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), P. Engler, Csuka, Tovmasyan, Fritz, Schäfer, Kaumann, Reck, Luib, Gaspar, Kohler, Osterc.

Herren 2 starten mit Heimsieg

Mit einem 24:20 Erfolg über den TV Lindau startet die 2. Herrenmannschaft um Trainer Markus Weisser in die neue Bezirksklasse-Saison. Das Team hat in dieser Saison die Aufgabe – wie auch die erste Mannschaft – etliche Neuzugänge zu integrieren. Mit den Rückkehrern Florian Kurz und Markus Burger, dem Neuzugang Witali Daungauer und Cristian Aldica standen dem Team gleich mehrere Optionen zur Verfügung. Zudem sollen während den nächsten Wochen die (Noch-)Spieler der Ersten, Freddy Söder und Fabian Hillenbrand, sowie der Verletzte Christian Zimmerer zur Mannschaft stoßen. Eine vom Papier her sehr starke und schlagfertige Truppe, die Coach Weisser dieses Saison zur Verfügung hat.
Nach einer ausgeglichenen und teilweise etwas wilden Anfangsphase konnte sich der Gastgeber ab der 18. Minute durch Tore von Marius Kohler und Cristian Aldica erstmals mit 3 Toren absetzen. Die Hereinnahme von Altstar Janos Csele Mitte der ersten Halbzeit brachte dem neu formierten Team die nötige Ruhe und Sicherheit im Angriff. Zudem fand Torhüter Patrick Maas immer besser ins Spiel. Zur Halbzeit stand dann ein 4-Tore-Vorsprung (17:13) für den TSV Bad Saulgau auf der Anzeigetafel.
Der zweite, sehr torarme Spielabschnitt war geprägt von vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen. Auf beiden Seiten konnten sich die Torhüter auszeichnen. Saulgaus beste Torschützen, Matthias Fuchs, Janos Csele und Cristian Aldica hielten den Gast vom Bodensee immer auf Abstand, so dass es am Ende zu einem ungefährdeten 24:20 Heimsieg für den TSV reichte. Auch das zweite Saisonspiel findet auf heimischen Boden statt. Am 30.09. um 16 Uhr empfängt der TSV die HSG Langenargen-Tettnang in der Kronriedhalle.
Es spielten:
Patrick Maas, L. Lehenherr (beide Torhüter) – S. Hähnel (1 Tor), F. Kurz, C. Aldica (6), R. Rath, M. Kohler (2), J. Csele (7), M. Fuchs (6), Phillip Maas (2), M. Reiser, W. Daungauer, M. Burger.

Verdienter Sieg für den TSV gegen Herbrechtingen/Bolheim

Dennis Kaumann war Dreh- und Angelpunkt bei seinem ersten Heimspiel in der Kronriedhalle

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - SG Herbrechtingen/Bolheim 32:27 (17:13)

 

Von Thomas Lehenherr

 

Bad Saulgau - Im ersten Saisonheimspiel trat der runderneuerte Württembergligst TSV Bad Saulgau am vergangenen Samstagabend im Vergleich zum Saisonauftaktspiel wie verwandelt auf und begeisterte die gut 700 Fans in der Kronriedhalle. Dabei hatte das Team des Trainergespanns Csaba Horvath/Stephan Utzinger großen Respekt vor der SG Herbrechtingen/Bolheim, da diese zum Saisonauftakt gegen Gerhausen eine überaus souveräne Leistung gezeigt und ihren Gegner zeitweise schwindelig gespielt hat. Doch dies ließ der TSV nicht zu. Von Beginn an zeigte er, wer auf dem Platz das Sagen hat und ging durch die Neuzugänge Linksaußen Andreas Csuka und vier mal in Folge Dennis Kaumann bereits in der 6. Minute mit 5:1 in Führung. Überragend zeigte sich Mittespieler Dennis Kaumann, der das Spiel gemeinsam mit Istvan Gaspar souverän leitete, jede Lücke ausnutzte und insgesamt acht Treffer erzielen konnte. Außerdem zeigte Allrounder Patrick Engler eine starke Leistung und sorgte für Unruhe in der gegnerischen Abwehr. Bei der Spielgemeinschaft taten sich in Hälfte eins vor allem Linksaußen Oliver Äugle und erwartungsgemäß Spielführer Tim Albrecht hervor. Bei den Hausherren konnten sich außerdem der erst 20jährige Neuzugang David Tovmasyan, der viel Spielübersicht zeigte, positiv in Szene setzen. In der Defensive stand Frederik Söder, der für die fehlenden Akteure Nelu Rosca (Knöchelverletzung) und Patrick Osterc (persönliche Gründe) nochmals einsprang wie gewohnt seinen Mann und animierte seine Teamkollegen mit Erfolg zu aggressiverer Arbeit. Michael Reck und Sebastian Luib rackerten in der Abwehr unermüdlich gemeinsam mit Jochen Schäfer und Dennis Kaumann, so dass die Gäste kaum frei zum Wurf kamen. Auch Torhüter David Bakos war glänzend aufgelegt und ließ nur wenige Bälle passieren. Beim Stande von 17:13 für den TSV ging's in die Katakomben.

 

Zu Beginn des zweiten Abschnitts war die Euphorie im TSV-Team plötzlich verflogen und es klappte fast nichts mehr. SG-Spielmacher Tim Albrecht trieb seine Mannschaft mit Erfolg an und die SG legte einen 5:0-Lauf aufs Parkett. Innerhalb von sieben Minuten hatten die Gäste das Spiel gedreht und führten plötzlich mit 18:17. TSV-Trainer Csaba Horvath nahm eine Auszeit, die den TSV auch wachrüttelte. Istvan Gaspar läutete den folgenden Torreigen ein und die Platzherren erzielten ihrerseits fünf Treffer in Folge. Der neben Frederik Söder ebenfalls nochmals eingesprungene Linkshänder Fabian Hillenbrand kam immer besser in Fahrt und traf ebenfalls.

Trotz wiederum vieler Zweiminutenstrafen (neun für den TSV, vier für die SG) stand die TSV-Abwehr wieder besser und die Gastgeber fanden zu alter Stärke zurück. Das neu hinzugekommene Eigengewächs Patrick Fritz versperrte mit Fabian Kohler geschickt die Wege des Gegners und Torhüter David Bakos tat sein übriges dazu. Frederik Söder traf genauso spektakulär am Kreis wie Andreas Csuka aus spitzestem Winkel von außen. Am Ende hatten die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen, nur Hamza Bayik, Oliver Äugle, Janis Bauer und Tim Albrecht konnten noch Akzente setzen. Durch einige Leichtsinnsfehler in den letzten zwei Minuten verspielte der TSV einen noch höheren Sieg.

"Ich wollte das erste Heimspiel unbedingt gewinnen. Das haben wir geschafft. Ich bin sehr froh, dass die Mannschaft unsere Vorgaben umgesetzt hat. Ich konnte mich auf diesen Gegner gut vorbereiten. Vom letzten Gegner hatte ich kein Video, du wusste ich nicht, was uns erwartet. Wenn wir uns so weiterentwickeln, können wir mit jedem Gegner der Liga mithalten", sagte ein überaus erleichterter TSV-Coach Horvath im Pressegespräch nach dem Spiel. SG-Trainer Sandro Jooß war dagegen enttäuscht. "Ich hatte nach unserem ersten ganz gut gespielten Match mehr erwartet. Wir haben eigentlich gut trainiert, aber der TSV war heute zu stark und hat verdient gewonnen. Wir haben uns vorgenommen, besser wie im letzten Jahr dazustehen und möglichst bald nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben", forderte Jooß.

Erleichterung machte sich nicht nur in der TSV-Mannschaft, sondern auch bei den Verantwortlichen breit. Der stellvertretende Vorsitzende Alexander Osswald stand die Freude besonders ins Gesicht geschrieben. "Es wird jetzt von Woche zu Woche besser. Es dauert seine Zeit, bis die Neuen eingespielt sind. Es war ein gutes Spiel, aber man sieht auch, was passieren kann und dass noch nicht alles rund läuft. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir einen Einbruch. Da ist noch Verbesserungsbedarf", warnte Osswald. "Dennis Kaumann hat genial gespielt, Jochen Schäfer war in der Abwehr eine Bank, Andreas Csuka ist immer gefährlich und David Tovmasyan wird immer besser", lobte Osswald seine Neuzugänge.

 

Nächster Gegner ist am kommenden Sonntag, den 24. September der TSV Zizishausen, den der TSV als Aufstiegsanwärter einstuft. Spielbeginn in der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Sporthalle ist um 17 Uhr.

 

Im Vorspiel zur ersten Herrenmannschaft konnte die Zweite ihren Gegner TSV Lindau vor ebenfalls vielen Zuschauern verdient mit 24:20 schlagen. Zeitweise zeigte das Team von Trainer Markus Weisser gekonntes Kombinationsspiel. Im Anschluss an die Erste verlor die männliche A-Jugend ihr erstes Saisonspiel 22:34 gegen den HVRW Laupheim, zeigte sich aber gegenüber einigen Vorbereitungsspielen verbessert.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), P. Engler (1), Csuka (6/davon 2 Siebemeter), Tovmasyan (2), Fritz, Schäfer (6/1), Kaumann (8), Reck, Luib, Gaspar (4), Kohler, Hillenbrand (2), Söder (3).

Beim ersten Heimspiel soll unbedingt ein Sieg her

Handball Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau – HSG Herbrechtingen/Bolheim (Samstag, 18 Uhr Kronriedhalle)

Von Thomas Lehenherr

Bad Saulgau – Jetzt soll’s richtig losgehen. Am heutigen Samstag empfängt der TSV Bad Saulgau um 18 Uhr in der Kronriedhalle zum ersten Heimspiel der neuen Saison die HSG Herbrechtingen/Bolheim, das Team von Trainer Sandro Jooß. Der TSV setzt wie auf zahlreiche und lautstarke Publikumsunterstützung. Die Spannung unter Fans und Verantwortlichen ist förmlich zu spüren, da der TSV einen wohl noch nie dagewesenen Umbruch zu verkraften hatte. „Umso mehr sind uns unsere Fans wichtig. Wir schauen voraus und hoffen auf eine gute Saison. Die neue Mannschaft braucht viel Spielpraxis und muss jetzt nach und nach zu einem Team zusammenwachsen“, sagt der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand.

Acht Spieler, also mehr als eine Mannschaft, hatten den TSV verlassen, fünf neue, spielstarke Akteure sind von extern dazugekommen. Außerdem hat Patrick Fritz von der zweiten Mannschaft in die erste gewechselt. Einige Spieler sind erst Anfang September zur Mannschaft gestoßen und sind momentan dabei, sich in das Team zu integrieren. So stellt sich die Situation des TSV im Moment dar. Trainer Csaba Horvath hat nun die schwierige Aufgabe, die durchaus guten Einzelspieler zu einer funktionierenden Einheit zusammenzuschweißen. „Menschlich passt es schon von Beginn an, das ist schon mal eine gute Voraussetzung“, sagt Hillenbrand. Gute sportliche Ansätze hat die Mannschaft in einigen Vorbereitungsspielen gezeigt. Beim Saisonauftaktspiel in der letzten Woche fehlte in der Abwehr noch die nötige Härte, was der Gegner auszunutzen wusste. Im Gegensatz zum TSV hat der heutige Gegner Herbrechtingen/Bolheim den Saisonauftakt – gegen den TV Gerhausen gewonnen.

Zum Leidwesen des TSV-Trainergespanns Horvath/Utzinger verletzte sich Rückraumschütze Nelu Rosca gleich im ersten Saisonspiel schwer am Knöchel und wird viele Wochen ausfallen. Auch Sebastian Luib zog sich einen fetten Bluterguss am Knie zu und Patrick Engler laboriert noch an einer Brustmuskelverletzung, Kreisläufer Patrick Osterc fehlt aus persönlichen Gründen noch ein Spiel. „Mund abwischen, es muss weitergehen“, munterte Co-Trainer Stephan Utzinger sein Team auf. Und auch Chefcoach Csaban Horvath blickt nach vorne und hofft beim ersten Heimmatch auf einen noch besser eingespielten TSV. Angesichts der Verletzungen helfen die altershalben zurückgetretenen Frederik Söder (Abwehr und Kreis) und Linkshänder Fabian Hillenbrand (Rechtsaußen) nochmals aus.

In dieser Trainingswoche wurde vor allem nochmals das Abwehrverhalten einstudiert. An der Feinabstimmung und am Zusammenspiel im Angriff wurde justiert. „Wir haben gut trainiert. Die Spieler sind wegen der Auftaktniederlage etwas angespannt. Ich hoffe, dass wir das noch aus den Köpfen rauskriegen und der Spaßfaktor sowie der Kampfgeist wieder dominieren. Die Mannschaft ist gut auf den Gegner vorbereitet. Wir möchten mehr in der Abwehr zeigen und vorne cleverer als zuletzt agieren. Herbrechtingen besitzt ein gutes Team mit einer überragenden halbrechten Seite und einem guten Torhüter“, sagt der Chefcoach. Er kann mit Söder und Hillenbrand nun auf einen zahlenmäßig nahezu ausreichenden Kader verweisen und möchte das erste Saisonheimspiel unbedingt gewinnen.

In der TSV-Defensive darf nicht lange gefackelt werden, wenn der Angriffsmotor der HSG um ihren Ausnahmespieler Tim Albrecht gestoppt werden soll. Beim Sieg gegen Gerhausen lag das Team von Trainer Sandro Jooß nach 29 Minuten bereits mit 19:6 in Front. „Wir werden alles dafür tun, um uns so gut wie möglich zu präsentieren. Ich freue mich und bin gespannt auf das tolle Bad Saulgauer Publikum, von dem ich schon viel gehört und gelesen habe, es ist für uns wie der achte Mann auf dem Platz, da spreche ich auch für alle Neuzugänge“, sagt TSV-Trainer Csaba Horvath.

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), P. Engler, Csuka, Tovmasyan, Fritz, Schäfer, Kaumann, Reck, Luib, Gaspar, Kohler, Hillenbrand, Söder.

 

Heimspielsamstag und Saisonstart für TSV-Mannschaften

Neben der „Ersten“ hoffen auch weitere TSV-Mannschaften am Samstag in der Kronriedhalle auf einen guten Saisonstart. Bereits um 14.30 Uhr tritt die gemischte D-Jugend gegen den TV Gerhausen an. Um 16 Uhr steht die zweite Herrenmannschaft von Trainer Markus Weisser, die sich für diese Saison auch viel vorgenommen hat, gegen Lindau auf dem Parkett, und um 20 Uhr trifft die männliche A-Jugend, die ebenfalls auf große Publikumsunterstützung hofft, auf den HVRW Laupheim.

TSV verliert Auftaktmatch und zwei Spieler

 

Handball Württembergliga Süd SG Hegensberg/Liebersbronn - TSV Bad Saulgau 29:27 (16:10)

 

Bad Saulgau (tl) - Der völlig neu formierte Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau (acht Spieler hörten auf, fünf Akteure kamen hinzu) hat das erste Saisonspiel gegen den Aufsteiger SG Hebensberg/Liebersbronn verdient mit 27:29 verloren. Kreisläufer und Abwehrrecke Patrick Osterc fehlte aus persönlichen Gründen und Patrick Engler musste verletzungsbedingt passen. 

Schlimmer noch als die Niederlage ist der verletzungsbedingte Ausfall zweier Leistungsträger. "Unser eh schon knapper Kader ist jetzt noch mehr dezimiert", ärgerte sich der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand nach dem Match. Doch der Reihe nach.

 

Nach einer gut zweistündigen Anfahrt bei strömendem Regen kam der TSV wohlbehalten auf der landschaftlich herrlich gelegenen Liebersbronner Höhe nördlich von Esslingen an und hatte sich einiges vorgenommen. Zunächst schien es, dass der Plan aufgehen könnte. Der TSV begann beherzt, erspielte sich leichte Vorteile und ging mehrmals durch Mittespieler und Neuzugang Dennis Kaumann, Istvan Gaspar sowie dem quirligen ebenfalls neu hinzugekommenen Linksaußenspieler Andreas Csuka in Führung. Die meist sehr groß gewachsenen Hausherren hielten durch Fabian Sokele, Christian Bayer und Henning Richter dagegen, konnten aber zunächst nicht verhindern, dass der TSV in der ersten Viertelstunde meist die Nase mit einem Treffer vorn hatte. Doch dann packten die Gastgeber härter zu, die TSV-Angriffe wurden unsicherer, die technischen Fehler häuften sich. Dann nahm das Unglück seinen Lauf. Nelu Rosca knickte durch eine Attacke seines Gegenspielers bei einer Abwehraktion um und verletzte sich so schwer, dass er mit Verdacht auf Bänderriss wohl viele Wochen ausfällt. Der Fuß schwoll enorm an. Auf der Angriffsseite wurde Sebastian Luib bei einem Sprungversuch gefoult, fiel aufs Knie, das ebenfalls sofort stark anschwoll. Auch hier schwant den Verantwortlichen Übles. "Wir hoffen, dass die Verletzung nicht so schlimm ist, wie sie momentan aussieht", sagte Co-Trainer Stephan Utzinger. In der Folge riss der Faden beim TSV, die SG nutzte die Verwirrung bei den Gästen aus und spielte die in dieser Phase instabile TSV-Abwehr das ein ums andere Mal aus. Torhüter David Bakos stand teilweise auf verlorenem Posten. Immer wieder waren es die starken SG-Akteure Henning Richter, Fabian Sokele und Christian Bayer, die auch durch schöne Rückraumtreffer überzeugten. So stand es zur Pause völlig verdient 16:10 für die Platzherren. 

 

Im zweiten Abschnitt packte die übrig gebliebene TSV-Abwehr dann ebenfalls herzhafter zu, doch die Unparteiischen ahndeten dies meist mit einer Hinausstellung. Während die Hausherren in der zweiten Halbzeit nur eine Zweiminutenstrafe verschmerzen mussten, waren es beim TSV deren fünf. Spielmacher Istvan Gaspar und Co versuchten nun auch im Angriff entschlossener zu agieren, was teilweise auch durch sehenswerte Treffer von Andreas Csuka aus spitzestem Winkel und Jochen Schäfer durch Tempogegenstöße ganz gut gelang. Doch meist wurden diese positiven Ansätze durch ständiges Unterzahlspiel wieder zunichte gemacht. Am Ende ließ der Gastgeber etwas nach und der TSV kam bis auf zwei Treffer heran, hatte aber keine Chance mehr, das Spiel noch zu drehen. 

Die Aufgabe des Trainergespanns wird es nun sein, die neuen, durchaus guten Einzelspieler mehr und mehr in die Mannschaft zu integrieren und die schmerzlichen Ausfälle durch noch mehr Engagement der anderen Spieler zu kompensieren. Einige Akteure sind schließlich erst seit wenigen Tagen oder Wochen im Training. 

"Am Anfang war das Spiel ausgeglichen. In den letzten 12 Minuten der ersten Halbzeit hatten wir eine ganz schwache Phase. Die Abschlüsse waren viel zu hektisch. In der Abwehr hat die Aggressivität gefehlt. Die Schiedsrichter haben in der Defensive viel zugelassen. Meine Mannschaft hat sich darauf nicht eingestellt, der Gegner machte das besser. In der zweiten Halbzeit haben wir besser gespielt, die Abwehr war offensiver. Leider mussten wir viele Hinausstellungen hinnehmen", sagte TSV-Coach Csaba Horvath. 

"In der kommenden Woche werden wir versuchen, die Abstimmungsprobleme in der Abwehr minimieren und uns auf den nächsten Gegner einstellen. Wir möchten gut vorbereitet in das erste Heimspiel gehen", sagte Co-Trainer Stephan Utzinger.

Zum ersten Heimspiel der Saison erwartet der TSV am kommenden Samstag, den 16. September um 18 Uhr in der Kronriedhalle die SG Herbrechtingen/Bolheim.

 

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Gaspar (8), Rosca, Reck (1), Kaumann (3), Czuka(8/davon 2 Siebenmeter), Fritz (1), Schäfer (4), Luib (1), Tovmasyan, Kohler (1).

Auf geht' TSV - Erster Gegner ist Aufsteiger SG Hegensberg-Liebersbronn

 

Handball Württembergliga Süd: SG Hegensberg/Liebersbronn - TSV Bad Saulgau (Samstag, 20.15 Uhr, Sporthalle Römerstraße, Esslingen-Liebersbronn)

 

Von Thomas Lehenherr

 

Liebersbronn/Bad Saulgau - Es ist so weit. Württembergligist TSV Bad Saulgau startet nach einer durchwachsenen Vorbereitung mit einer völlig runderneuerten Mannschaft in die Saison. Erster Gegner ist am heutigen Samstag um 20.15 Uhr in der Sporthalle Römerstraße in Esslingen-Liebersbronn das ambitionierte Team aus Hegensberg/Liebersbronn, das zwei mal in Folge von der Bezirksliga über die Landesliga in die Württembergliga aufstieg. Für SG-Trainer Jochen Masching und Spielertrainer Henning Richter ist die Württembergliga eine große Herausforderung. Die Vorbereitung ist für den Aufsteiger sehr gut verlaufen und einige junge Spieler haben den ohnehin schon zahlenmäßig großen Kader noch verstärkt. "Wir brennen auf die Saison" ist auf der Homepage zu lesen. Ziel der Spielgemeinschaft ist der Klassenerhalt.

Im Gegensatz zum Gegner hat der TSV Bad Saulgau wohl seinen bislang größten Umbruch zu meistern. Acht (!) Spieler, also mehr als eine Mannschaft, und beide Trainer haben sich in den "Handballruhestand" verabschiedet. 

Mit dem neuen Trainer Csaba Horvath hat der TSV einen jungen, überaus engagierten Vollbluthandballer an Land gezogen und auch sein Co-Trainer Stephan Utzinger, derehemalige Damentrainer und heutige Trainer der männlichen A-Jugend des TSV lebt für den Handball. Gespannt sein darf man, ob es dem Trainergespann innerhalb der zur Verfügung stehenden knappen Zeit gelungen ist, die neu zusammengestellte Mannschaft zu einem Team zusammenzuschweißen. Eine genaue "Standortbestimmung" kann deshalb freilich noch nicht abgegeben werden. Entsprechend unterschiedlich fallen die Erwartungen und Saisonziele aus. Am optimistischsten sieht dies der erst Vorsitzende Matthias Knoll. "Wir haben mit Csaba einen handballverrückten Trainer verpflichtet, der sehr auf Disziplin achtet. Fachlich ist er sehr kompetent, das haben die Spiele in der Vorbereitung gezeigt. Beim Steißlinger Turnier gegen den Drittligisten aus der Schweiz gab es einen Sieg, gegen den Ligakonkurrenten Fridingen waren wir nicht präsent und haben verdient verloren und gegen das höher eingestufte Steißlingen folgte prompt ein Sieg. Ich stufe Spiele in der Vorbereitung nicht besonders hoch ein, aber sie haben schon die Handschrift unseres neuen Trainers gezeigt", sagt Knoll. "Ein Studienfreund hatte mir mal gesagt, dass ich die Ziele zum Jahresbeginn oder in diesem Fall zum Saisonstart nie zu hoch stecken soll. Werden sie, also die Ziele, zum Ende des Jahres nicht erreicht, dann sitzt die Enttäuschung tief. Aufgrund unserer Kaderzusammenstellung, die sehr breit und mit viel Klasse besetzt ist, rechne ich jedoch mit einer Platzierung im oberen Tabellendrittel", hofft der Handballchef.

 

Während das Turnier in Steißlingen für den TSV ganz zufrieden stellend lief, gab es aber auch noch einige "Baustellen" für das Trainergespann. So hatte Coach Horvath in den letzten Trainingseinheiten besonderen Wert auf die Abwehrarbeit gelegt. "Wir möchten mit einer aggressiven, geschlossenen Abwehr auftreten und hoffen, dass wir das erste Spiel gleich gewinnen", sagt Horvath. "Leider kenne ich den Gegner nicht, er war nicht in unserer Liga. Wir haben Respekt aber werden versuchen, dem Gegner unser Spiel aufzudrücken", verrät der Coach. 

Einige Neuzugänge wie Torhüter Jonas Engler, Kreisläufer Jochen Schäfer, Mittespieler Dennis Kaumann und Linksaußen Andreas Csuka haben annähernd die ganze Vorbereitungszeit mit Ausnahme der dreiwöchigen Hallenschließzeiten mitmachen können. Linkshänder David Tovmasyan stieß erst letzte Woche zum Team und das Eigengewächs und Sebastian Luib konnte aus beruflichen Gründen auch erst seit einer Woche wieder am Training teilnehmen. Patrick Osterc wird aus persönlichen Gründen bei den ersten beiden Spielen fehlen, ansonsten kann das Trainergespann voraussichtlich auf den gesamten Kader setzen. 

Spannung pur ist also angesagt, so fiebert neben der Mannschaft, den Verantwortlichen auch die Fangemeinde dem ersten Spiel entgegen. Der TSV hofft deshalb auf viele Fahrgemeinschaften nach Esslingen und auf wiederum lautstarke Unterstützung der Fans.

 

TSV: Bakos, J. Engler (beide im Tor), Gaspar, Rosca, Reck, Kaumann, Czuka, P. Engler, Fritz, Schäfer, Luib, Tovmasyan, Kohler.

Los geht's! Saisonauftakt des runderneuerten TSV

 

 Von Thomas Lehenherr 

 

Bad Saulgau - Die Zeit des Wartens hat ein Ende! Fans, Mannschaft und Verantwortliche des Handball-Württembergligisten TSV Bad Saulgau brennen auf den Start in die neue Saison. Die knappe 23:24-Auswärtsniederlage beim Pokalspiel gegen Württembergliga-Absteiger TV Reichenbach am vergangenen Samstag, ist wohl wenig aussagekräftig, da der TSV vor allem die neu hinzugekommenen und jungen Akteure spielen ließ und neue Abwehrvarianten ausprobierte. Am Samstag, den 9. September wird's jedoch für Trainer Csaba Horvath und sein neu formiertes Team ernst. Um 20.15 Uhr tritt der TSV beimAufsteiger SG Hegensberg/Liebersbronn zum ersten Punktspiel an. Die Spielgemeinschaft schaffte den Durchmarsch von der Bezirksliga über die Landesliga in die Württembergliga. Das erste Heimspiel findet am Samstag, den 16. September um 18 Uhr in der Kronriedhalle gegen die SG Herbrechtingen/Bolheim statt.

 

Seit der vergangenen Saison hat sich viel getan beim TSV. Sieben (!) Stammspieler,Trainer Holger Beck, der im November letzten Jahres für den Rest der Saison eingesprungen war, sowie Co-Trainer Frederik Söder wurden in den "Handballruhestand" verabschiedet. Die Verantwortlichen, allen voran der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand und der zweite Vorsitzende Alexander Osswald, hatten dann die schier unlösbare Aufgabe, personellen Ersatz zu suchen, es hatte schließlich eine komplette Mannschaft inklusive Trainerduo die Segel gestrichen. So viele Akteure konnten aus dem eigenen TSV-Spieler-Pool nicht rekrutiert werden.

 

Mit Trainer Csaba Horvath aus Dietmannsried gelang es dem TSV schließlich, einen "Vollbluthandballer" an Land zu ziehen. Mit dem 19jährigen Torhüter Jonas Engler wurde der Neffe des ehemaligen TSV-Torhüters Florian Engler verpflichtet. Mit Rechtsaußen Andreas Czuka vom HC-Plauen - seine Lebensgefährtin ist Bad Saulgauerin-, Kreisläufer Jochen Schäfer aus Mimmenhausen und Mittespieler Dennis Kaumann aus Steinheim kamen drei Feldspieler dazu. Erst Ende August stieß noch der 20jährige Linkshänder David Tovmasyan von der HSG Friedrichshafen/Fischbach zum Kader. Von der zweiten Mannschaft wurde Patrick Fritz in den Kader der Ersten berufen und von der A-Jugend nahm ebenfalls der ein oder andere Spieler an der Vorbereitung teil.

Wegen dieses riesigen Umbruchs, wie es ihn beim TSV wohl noch nie gab, ist es selbst für Experten kaum möglich einzuschätzenwo das Team leistungsmäßig in der Württembergliga einzustufen ist. Erste "Standortbestimmungen" bei Vorbereitungsspielen ergaben noch keinen richtigen Aufschluss, da der Kader erst seit kurzer Zeit komplett ist. Entsprechend wird spekuliert, diskutiert und entsprechend weit liegen die Meinungen auseinander.

Auf alle Fälle wird eine überaus spannende Saison mit der ein oder anderen Überraschung erwartet.

 

Auch für Trainer Csaba Horvath ist es nicht leicht, sein Team richtig einzustufen. In der letzten Phase der Vorbereitung gab der TSV jedenfalls noch mal richtig Gas, nachdem in den ersten drei Augustwochen die Sporthallen geschlossen und viele Akteure im Urlaub waren. "Wenn wir jetzt weiter mit allen Spielern richtig trainieren können, bin ich für die neue Saison optimistisch. Gegen Ende der Vorbereitung haben alle gut gekämpft, da ich war zufrieden. Mein Ziel ist, möglichst alle Heimspiele zu gewinnen und auch gleich das erste Auswärtsspiel, das ist gut für die Psyche", sagt der neue Trainer, der in Stephan Utzinger, dem ehemaligen TSV-Damentrainer und heutigen Coach der männlichen A-Jugend, einen engagierten Co-Trainer an seiner Seite hat. 

 

Der zweite Vorsitzende des TSV Alexander Osswald war mit der Vorbereitungsphase der TSV-Handballer von Ende Juli bis Mitte August ebenfallsnicht hundertprozentig zufrieden. "Leider hatten wir nicht immer alle Spieler an Bord aufgrund der Urlaubszeit. Dazu kommt noch, dass unsere Hallen wieder drei Wochen geschlossen waren. Da ist es natürlich schwer, eine gute Vorbereitung auf die Beine zu stellen. Aber trotzdem haben Csaba Horvath und sein Team das Beste daraus gemacht", sagt Osswald.

"Für die kommende Saison wünsche ich mir keine Verletzungen und viele Punkte, auf jeden Fall mehr als letzte Saison. Nach solch einem Umbruch, bei dem wir das halbe Team ausgewechselt haben, eine Prognose abzugeben ist nahezu unmöglich. Viel wird davon abhängen, wie sich die Neuen integrieren und wie wir auch in die Saison starten. Wenn wir die ersten Spiele erfolgreich bestreiten, dann können wir eine entspannte Saison genießen. Unser Ziel ist es aber, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, also mindestens Platz neu. Unser großer Vorteil, um dieses Ziel zu erreichen, ist natürlich die Kronriedhalle mit ihrer grandiosen Hexenkessel-Atmosphäre. Mit unseren Fans im Rücken, können wir fast jedes Team der Liga schlagen", hofft der Funktionär. 

 

Der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand war und ist immer noch unermüdlichdabei, Stärken und Schwächen der Mannschaft zu analysieren, um sie sportlich einschätzen und vielleicht noch entsprechend personell handeln zu können. "Es wird eine spannende Saison werden, weil wir uns ein Stück weit neu erfinden müssen. Der Kader ist durch die vielen Abgänge nicht so breit besetzt wie die letzten Jahre und viele Abläufe müssen sich erst einspielen. Gewachsene Strukturen sind nicht mehr vorhanden, jeder Spieler hat die Chance sich zu zeigen, auch auf Positionen, die ungewohnt sind. Ich hoffe, dass wir den Umbruch hinbekommen und für die nächsten Jahre auf dieser neuen Mannschaft in der Württembergliga aufbauen können", sagt der Sportchef. Zu den Favoriten in dieser Saison zählt Hillenbrand Zizishausen und Unterensingen.

Angesprochen auf die neuen Spieler verrät der Sportchef: "Andreas Csuka hat schon sehr viel Erfahrung und wird uns sehr schnell weiterhelfen. Jonas Engler ist ein Mann für die Zukunft, der auf der TW-Position behutsam aúfgebaut werden soll. Dennis Kaumann kennt die Liga und er ist ein Spieler, der weiß wie man ein Spiel lenken muss. Jochen Schäfer zeigt seit Jahren im südbadischen Handball, dass er ein Kreisläufer ist, der seine Leistung bringt".

 

Auch der erste Vorsitzende Matthias Knoll freut sich auf die Saison und lobt die Arbeit des neuen Trainers. " Wir haben mit Csaba einen handballverrückten Trainer verpflichtet, der sehr auf Disziplin achtet. Fachlich ist er sehr kompetent, das haben die Spiele in der Vorbereitung gezeigt: Beim Steißlinger Turnier gegen den Drittligisten aus der Schweiz gab es einen Sieg, gegen den Ligakonkurrenten Fridingen waren wir nicht präsent und haben verdient verloren und gegen das höher eingestufte Steißlingen folgte prompt ein Sieg. Ich stufe Spiele in der Vorbereitung nicht besonders hoch ein, aber sie haben schon die Handschrift unseres neuen Trainers gezeigt", sagt Knoll. In Bezug auf das Saisonziel wagt Matthias Knoll trotzder neu zusammen gestellten TSV-Mannschaft die optimistischste Prognose seiner Vorstandskollegen: "Ein Studienfreund hatte mir mal gesagt, dass ich die Ziele zum Jahresbeginn oder in diesem Fall zum Saisonstart nie zu hoch stecken soll. Werden sie, also die Ziele, zum Ende des Jahres nicht erreicht, dann sitzt die Enttäuschung tief. Aufgrund unserer Kaderzusammenstellung, die sehr breit und mit viel Klasse besetzt ist, rechne ich jedoch mit einer Platzierung im oberen Tabellendrittel", hofft Knoll. 

 

Matthias Knoll sagt, dass es langfristiges Ziel des TSV seiin Zukunft noch mehr Jugendliche zu gewinnen und für den Handballsport zu begeistern, auch im Hinblick auf die erste Mannschaft. Dies war auch Thema des Handball-Workshops im Juni. Er möchte die Attraktivität im Verein steigern und die vielfältigen Aufgaben auf vielen Schultern verteilen. Die Ausgaben für den Jugendbereich wurden bereits bewusst erhöht und gerade in den Schulen soll Werbung für den Handballsport betriebenwerden. Ziel soll es sein, Spieler aus der Jugend wieder zur ersten Mannschaft heranzuführen. "Gelingt uns dies in den nächsten Jahren nicht, dann müssten wir eine Spielgemeinschaft mit umliegenden Städten bilden. Vorstandschaft, die Handballabteilung und auch die Zuschauer möchten diese Konstellation unter keinen Umständen", sagt der Vorsitzende.

 

Ebenso sieht "Vize" Alexander Osswald den konstruktiven Mitglieder-Workshop vom Juni als sehr guten Start für eine erfolgreiche Zukunft der Handballabteilung. Die ersten "einfachen" Themen, wie z.B. die Verbesserung des WIR-Gefühls durch Stammtische und anderes mehr seien schon gestartet worden"Das sind die sogenannten "low-hanging-fruits. Bei den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Finanzkonzept und Jugendkonzept braucht man Geduld und einen langen Atem. Wir haben aber auch hier bereits einige erste kleine Schritte getan. Weitere werden folgen. Sobald es hier die ersten Erfolge zu vermelden gibt, werden wir natürlich informieren", verspricht Osswald.

 

Die Mannschaften der Württembergliga Süd in der Reihenfolge der Spiele gegen den TSV Bad Saulgau:

 SG Hegensberg-Liebersbronn, SG Herbrechtingen-Bolheim, TV Zizishausen, SKV Unterensingen, TV Gerhausen, HSG Albstadt, HSG Winzingen/Wißgoldingen, TSV Wolfschlugen, TSV Heiningen, HSG Langenau/Elchingen, MTG Wangen, HSG Fridingen/Mühlheim, HVRW Laupheim.

 

 

Wann starten die weiteren TSV-Teams in die Saison?

Die zweite Herrenmannschaft spielt am Sonntag, den 10. September um 14 Uhr in der ersten Runde des Bezirkspokals auswärts gegen den TSV Leutkirch 2 und startet am Samstag, 16. September um 16 Uhr in der Kronriedhalle gegen den TSV Lindau in die Ligarunde. 

Ebenfalls am 16. September empfängt die gemischte D-Jugend des TSV um 14.30 Uhr in der Kronriedhalle den TV Gerhausen. 

Die männliche A-Jugend spielt um 20 Uhr zu Hause zum Saisonstart in der Bezirksliga gegen den HVRW Laupheim. 

Die weibliche D-Jugend muss am 16. September um 16.10 Uhr auswärts gegen den TV Weingarten antreten.

Die weiteren TSV-Mannschaften starten später in die Saison.   

Knappe Niederlage für den TSV im Pokal

 

Reichenbach/Bad Saulgau (tl) - In der ersten Runde des HVW-Pokals gab's am vergangenen Samstag für den neu formierten Württembergligisten TSV Bad Saulgau in Reichenbach eine knappe 23:24-Niederlage. Der neue TSV-Trainer Csaba Horvath konnte dies verschmerzen, da er beim Spiel vor allem Wert auf die Integrierung der neuen Spieler legte und ihnen lange Einsatzzeiten gab. 

Zu Beginn erspielte sich der TSV gleich leichte Vorteile. David Tovmasyan, Andreas Csuka und Dennis Kaumann sorgten für die ersten Treffer des TSV. Bei den Gastgebern konnte zunächst nur der überragende Max Liegat Akzente setzen und Treffer für die Hausherren erzielen. Dann erspielte sich Reichenbach ein leichtes Übergewicht bis zwei Mal Nelu Rosca wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung (9:7) für den TSV herstellte. Da Torhüter David Bakos verhindert war, setzte Coach Horvath in Hälfte eins den erst 17jährigen A-Jugendtorhüter Luis Lehenherr ein, der seine Aufgabe bravourös meisterte. "Er hat tolle Paraden gezeigt und sehr gut mit der Abwehr zusammengespielt". lobte Horvath seinen Youngster. Einige leichtfertige Ballverluste des TSV im Angriff bescherten Reichenbach in der Folge einen 4:0-Lauf und zur Pause lagen die Bad Saulgauer mit 11:13 im Hintertreffen. 

Im zweiten Abschnitt verkürzte zwar Istvan Gaspar auf 12:13, doch anstatt sich im Angriff zu konzentrieren, wurden wieder zu viele Bälle "verschenkt", die die Gastgeber zu verwerten wussten. Der TSV-Trainer und sein Co-Trainer Stefan Utzinger setzten in den zweiten 30 Minuten den 19-jährigen Torhüter der ersten Mannschaft Jonas Engler ein, der seine Sache trotz einer leichten Handverletzung ebenfalls sehr gut machte. Bis zur 55. Minute lagen die Gastgeber stets mit zwei bis vier Treffern in Front, bis der TSV zum Sturm blies und Tor um Tor aufholte. Doch am Ende war Reichenbach um einen Treffer besser und zog damit in die zweite Runde des HVW-Pokals ein.

"Ich habe vor allem die neu dazugekommenen Akteure eingesetzt, um ihnen vor dem für mich wichtigeren Ligastart nochmals eine Trainingseinheit zu geben. David Tovmasyan ist erst eine Woche bei uns und hat fast durchgespielt und Sebastian Luib ist nach seiner Ausbildung in Österreich das erste Mal wieder dabei. Auch die anderen Neuzugänge wie Andreas Csuka, Dennis Kaumann, Jochen Schäfer und Patrick Fritz von der zweiten Mannschaft bekamen lange Einsatzzeiten, um das Zusammenspiel zu üben" sagte Horvath. "Schwerpunkt lag auf der Abwehrarbeit, da habe ich neue taktische Varianten ausprobiert. Zwangsweise haben wir dann den Angriff etwas vernachlässigt. Wichtig ist, dass sich keiner verletzt hat. Dennis Kaumann hat wegen einer meiner Meinung nach weniger schlimmen Aktion die Rote Karte bekommen, aber ohne Folgen für ihn. Jetzt müssen wir in dieser Woche nochmals an den Feinschliff gehen, werden noch ein Trainingsspiel absolvieren und dann hoffe ich, dass wir am Samstag gut in die Saison einsteigen", sagt Csaba Horvath. 

 

TSV: Lehenherr, J. Engler (beide im Tor), Fritz, Osterc (2), Csuka (3/davon 2 Siebenmeter), Schäfer, Kaumann (2), Luib (2), Tovmasyan (5), Reck (1), Gaspar (3), Rosca (3), P. Engler (2/1).

HVW-Pokal: Reichenbach erwartet den TSV

 

 Reichenbach/Bad Saulgau (tl) - Der TSV Bad Saulgau muss in der ersten Runde des württembergischen Verbandspokals (HVW-Pokal) am heutigen Samstag, den 2. September, um 20 Uhr in der Brühlhalle, Karlstraße, beim Württembergliga-Absteiger TV Reichenbach (bei Esslingen) antreten. Der neue Trainer Csaba Horvath sieht dem Match und Pokalwettbewerb mit gemischten Gefühlen entgegen. "'Der Pokal ist eine Pflichtaufgabe für uns. Es eine gute Übung, aber auch eine zusätzliche Belastung. Wenn wir dabei sind, möchten wir natürlich auch gewinnen. Während den Ligaspielen ist das schon belastend. Bei 18 Spielern wäre das kein Problem. Dann könnte man vor allem die älteren Spieler etwas schonen, aber so viele Spieler haben wir nicht. Positiv ist, dass wir jetzt vor allem noch die Abwehrarbeit üben und die neuen Spieler weiter in die Mannschaft integrieren können", sagt Horvath. 

Neu im Kader sind Andreas Czuka auf Linksaußen, Dennis Kaumann in der Mitte, Jochen Schäfer am Kreis, Eigengewächs Patrick Fritz auf Außen, und Jonas Engler im Tor. Der erst vor einer Woche zum Team gestoßene 20jährige Linkshänder David Tovmasyan von der HSG Friedrichshafen/Fischbach ist ebenfalls schon spielberechtigt. Neben Jonas Engler steht Luis Lehenherr (17 Jahre, eigene A-Jugend) für den verhinderten David Bakos im Tor des Württembergligisten.

Man darf gespannt sein, wie sich die neu formierte Mannschaft präsentiert und wie gut das Zusammenspiel bereits funktioniert. Trainer Horvath und Co-Trainer Stephan Utzinger möchten mit ihrem Team jedenfalls noch bis zum Ligastart am 9. September richtig Gas geben, damit möglichst schnell gepunktet werden kann.

 

TSV: J. Engler, Lehenherr (beide im Tor), P. Engler, Rosca, Reck, Aldica, Schäfer, Kaumann, Csuka, Fritz, Osterc, Tovmasyan, Gaspar. 

Neuzugang: David Tovmasyan Wurftechnik überzeugt

Von Thomas Lehenherr

BAD SAULGAU - Württembergligist TSV Bad Saulgau hat kurz vor Saisonbeginn nochmals Verstärkung bekommen. Der erst 20 Jahre alte David Tovmasyan ist der fünfte Neuzugang des TSV (bei sieben Abgängen). Er wechselt vom Landesligisten Friedrichshafen/Fischbach zum TSV Bad Saulgau. 

Der 1,79 Meter große Linkshänder wurde bei Augsburg geboren, entdeckte schon im Alter von sieben Jahren seine Liebe zum Handballsport und spielte als Kind für den TSV Dasing.  „In unserer Familie spielt niemand Handball, ich bin über Freunde dahin gekommen“, sagt der Neuzugang. Mit neun Jahren zog die Familie nach Friedrichshafen, wo Tovmasyan beim dortigen Handballverein bis zur C-Jugend im Einsatz war. Dann lockte die HSG Mimmenhausen, wo er für die B- und A-Jugend spielte. Als A-Jugendlicher gehörte er auch gleich zum Stammkader der ersten Herrenmannschaft, die damals in der Landesliga rangierte. Da Mimmenhausen später keine A-Jugend mehr melden konnte, wechselte Tovmasyan wieder nach Friedrichshafen und spielte sowohl für die A-Jugend als auch für die zweite Herrenmannschaft in der Kreisliga. Mit 19 Jahren gehörte er schon zur Stammmannschaft des Landesligateams und trat unter anderem auch gegen den TSV an. „Leider haben wir in dieser Zeit gegen Bad Saulgau immer verloren“, sagte er (lacht). 

Den Kontakt zu ihm stellte der TSV erst vor kurzem her. „Vor ein paar Wochen rief mich der sportliche Leiter des TSV Krischan Hillenbrand an und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, für den TSV zu spielen. Ich hatte mich jedoch für einen Studienplatz für Gesundheitsförderung, Bewegung und Ernährung an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd und auch in Weingarten beworben und wusste deshalb noch nicht, wo ich mal hinkomme. Nun habe ich aber keinen Studienplatz bekommen, so dass ich zunächst hier bleibe“, gibt Tovmasyan  Auskunft. „Ich habe mich dann entschlossen, für den TSV zu spielen. Das ist eine sehr reizvolle Aufgabe, um mich sportlich weiter zu entwickeln. Mir gefallen Mannschaft, Verein und Umfeld sehr gut. Das konnte auch mein ehemaliger Verein aus Friedrichshafen gut verstehen und legte mir keine Steine in den Weg. Außerdem kenne ich schon einige Spieler des TSV und bin sehr herzlich aufgenommen worden“, freut sich der Neuzugang. Zurzeit wohnt Tovmasyan noch in Markdorf bei seinen Eltern, zwei Häuser neben seinem neuen Mannschaftskollegen und TSV-Kreisläufer Patrick Osterc, und hofft, einen Studien- oder Ausbildungsplatz in der Nähe zu bekommen, dass er auch bei allen Trainingseinheiten des TSV dabei sein kann. Bekannt für seinen starken und explosiven Wurf möchte er sich auch in anderen Bereichen weiterentwickeln. „In der Abwehr muss ich noch besser werden, und ich muss mehr Krafttraining machen, dass ich nicht so verletzungsanfällig bin“, sagt der 20jährige selbstkritisch. In Bad Saulgau soll er vornehmlich auf der halbrechten Rückraumseite eingesetzt werden. 

David Tovmasyan hofft, schon nächste Woche am Samstag, den 9. September beim Saisonauftakt der Ligarunde zum Einsatz zu kommen. „Es ist alles vorbereitet, es fehlt nur noch das o.k. des Württembergischen Handballverbandes, aber das dürfte Formsache sein“, sagt Tovmasyan.

Teams und Termine der Handball Württembergliga Süd stehen fest

 

Seit Mitte Juni bereitet sich Württembergligist TSV Bad Saulgau mit seinem neuen Trainer Csaba Horvath auf die neue Saison vor. Nun wurden auch die Mannschaften und Spieltermine der Liga offiziell bekannt gegeben. 

 

14 anstatt wie im vergangenen Spieljahr 15 Teams sind in der Saison 2017/18 in der Südstaffel der Württembergliga aufgeführt. Nach dem Aufstieg des TV Weilstetten in die Baden-Württembergoberliga und dem Abstieg von Reichenbach und Steinheim in die Landesliga sind nun zwei Aufsteiger aus der Landesliga hinzugestoßen. Beachtlich ist dabei der Werdegang der SG Hegensberg-Liebersbronn. Ihr gelang der Durchmarsch von der Bezirksliga über die Landesliga ins württembergische Oberhaus.

Trainer Jochen Masching ist auch in der fünfthöchsten Spielklasse zuversichtlich, "oben bleiben zu können". 

Mit der HSG Mühlheim-Fridingen ist ein dem TSV alt bekanntes Team wieder in die Württembergliga aufgestiegen.

 

Die Saison beginnt wie üblich mit der ersten Runde des Bezirkspokals. Der TSV muss dabei am Samstag, den 2. September zum ehemaligen Württembergligisten und heutigen Landesligisten TV Reichenbach reisen. Spielbeginn ist um 20 Uhr. Schwerpunkt der "Ersten" ist aber klar auf den Punktspielen der Ligarunde. Das erste Punktspiel findet ebenfalls auswärts statt. Gegner ist am Samstag, den 9. September um 20.15 Uhr die Überraschungsmannschaft des Aufsteigers SG Hegensberg-Liebersbronn. Das erste Heimspiel wird dann eine Woche später, am Samstag, den 16. September um 18 Uhr in der Kronriedhalle gegen die Mannschaft von Trainer Sandro Jooß, SG Herbrechtingen/Bolheim, ausgetragen. 

 

Auch die beiden letzten beiden Saisonspiele gegen Aufsteiger Fridingen/Mühlheim am 21. und Laupheim am 28. April 2018 sind Auswärtsspiele.

Nicht ganz zufrieden mit dem Spielplan ist der sportliche Leiter des TSV Krischan Hillenbrand. "Der Spielplan ist etwas unglücklich. Am 14. April haben wir unser letztes Heimspiel, dann zwei Auswärtsspiele und am letzten Spieltag haben wir spielfrei. Unser Ziel muss also sein, möglichst bald, spätestens aber nach unserem letzten Spiel nicht mehr von den anderen Ergebnissen abhängig zu sein", sagt der Sportchef. 

 

Die Mannschaften in der Reihenfolge der Spiele gegen den TSV Bad Saulgau:

SG Hegensberg-Liebersbronn, SG Herbrechtingen-Bolheim, TV Zizishausen, SKV Unterensingen, TV Gerhausen, HSG Albstadt, HSG Winzingen/Wißgoldingen, TSV Wolfschlugen, TSV Heiningen, HSG Langenau/Elchingen, MTG Wangen, HSG Fridingen/Mühlheim, HVRW Laupheim.

 

 

Stand der Vorbereitung:

In den ersten drei Wochen der Sommerferien sind die Sporthallen geschlossen, einige Spieler sind in den Urlaub gefahren. Der TSV versucht mit den hiergebliebenen Akteuren, sich durch Auswärtsspiele und Turniere bei höher klassigen Teams, deren Hallen geöffnet sind, fit zu halten. Spiele gegen Dietmannsried, Söflingen, Steißlingen wurden bereits absolviert oder stehen noch an. 

Sieben bis acht Spielerabgängen stehen momentan vier Neuzugänge gegenüber. Der TSV ist mit einem weiteren Spieler im Gespräch. Vor den Sommerferien nahmen am Training auch einige Akteure der zweiten Mannschaft und A-Jugend teil, die dann in Vorbereitungsspielen auch eingesetzt wurden. 

Auf Grund des neuen Mannschaftsgefüges kann Trainer Csaba Horvath erst gegen Ende der Vorbereitung auf die Leistungsfähigkeit des Kaders schließen. "Ich bin bisher zufrieden mit dem Engagement meiner Jungs", war schon mal vorab von ihm zu hören.

 

Handballer legen Grundstein für die Zukunft

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD  SAULGAU (tl) - Vor Kurzem trafen sich Mitglieder und Interessierte der TSV-Handballabteilung in den Räumlichkeiten der Volksbank, um den Bad Saulgauer Handball zukunftsfähig zu machen. Der zweite Vorsitzende Alexander Osswald rief zu einemWorkshop auf und war erfreut, dass lebhaft und strukturiert diskutiert wurde. Am Ende eines langen Tages gab es durchaus fruchtbare Ergebnisse. Workshop-Teilnehmer sowie die Vorstandsmitglieder hatten nachher das Gefühl, dass sich der Verein in die richtige Richtung bewegen könnte. "Wir haben heute den Grundstein für eine gute Zukunft gelegt", freute sich Osswald, der sich gleich mit Kassier Martin Fischer an die Überlegungen zur Umsetzung der formulierten Ziele machte. 

Die Jugendarbeit wurde erwartungsgemäß als größter und wichtigster Block gesetzt. Dabei sollten mehr Fortbildungen, Lehrgänge für Helfer, Trainer, Schiedsrichter angeboten werden. Die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen wie dem Allgäu-Cup in Wangen sollte für alle Jugendmannschaften selbstverständlich sein. Auch im außersportlichen Bereich sollten für Spieler, Eltern und Freunde mehr Aktivitäten angeboten und Veranstaltungen stattfinden. Weitere Ideen sind die Einstellung eines Jugendkoordinators und das Angebot von regelmäßigen Schul-AGs. Martin Fischer wird dafür zunächst ein "Finanzkonzept Jugend" ausarbeiten. 

 

Die Stärkung des "Wir-Gefühls" wurde als nächster Block gesetzt. Hierzu gab es gleich Konkretes, das ab sofort umgesetzt werden kann. Der Bächtle-Hock am Bächtlefest-Montag wird zur festen Einrichtung wie auch das Handballfest am Ende der Saison in der Lampertsweiler Kiesgrube. Auch die Wiedereinführung eines Handball-Stammtisches und einer Weihnachtsfeier stehen auf der Wunschliste. 

 

Durch die Gründung eines Handball-Redaktionsteams sollen Informationen über die aktiven und Jugendmannschaften sowie alles rund um den Handball in den sozialen und auch Printmedien besser transportiert werden. Vorrangiges Ziel ist es dabei, den Bad Saulgauer Handballverein bekannter zu machen. "Der interne und externe Informationsfluss muss besser werden", sagte Osswald. 

 

Im sportlichen Bereich soll darauf hin gearbeitet werden, dass in jeder Saison mindestens zwei Teams des Vereins auf Verbandsebene, also in der Württembergliga oder höher, spielen. Die erste Mannschaft sollte längerfristig mindestens die aktuelle Klasse (Württembergliga) halten. Dabei wird angestrebt, durch die attraktivere Jugendarbeit mehr eigene Jugendspieler in die erste Mannschaft zu integrieren. 

 

Im Jahre 2024 feiert die Handballabteilung ihr 100jähriges Bestehen. Bis dahin wünscht sich Alexander Osswald, die im Wokshop erarbeiteten Ziele weitgehend umgesetzt zu haben. "Sieben Jahre für die Ewigkeit", heißt deshalb der Slogan der Handballabteilung. "Es sind viele kleine und größere Schritte, die zum Erfolg führen. Wir brauchen dazu mehr Spieler, mehr Helfer und eine attraktive Vereinsarbeit. Nach dem heutigen Tag bin ich optimistisch, dass wir das erreichen können", freut sich Osswald.

Der neue Handballtrainer Csaba Horvath ist mit Geist und Herz dabei

 

 Bad Saulgau - Am Dienstag, den 20. Juni rief der neue Trainer Csaba Horvath den Württembergliga-Kader des TSV Bad Saulgau zum Trainingsauftakt für die neue Saison auf den Plan. Vier Neuzugänge standen mit Torhüter Jonas Engler, Kreisläufer Jochen Schäfer,Mittespieler Dennis Kaumann und Rechtsaußen Andreas Csuka mit auf der Matte. SZ-Mitarbeiter Thomas Lehenherr unterhielt sich mit dem neuen Coach über sein Vorbereitungsprogramm, das Leistungsvermögen der Mannschaft und seine Ziele.

 

SZ: Herr Horvath, knapp vier Wochen sind sie nun mit ihrem neuen Team zusammen und bereiten sich auf die Saison vor. Was haben sie bisher von ihren Plänen umsetzen können?

 

Csaba Horvath: Beim ersten Leistungstest konnte ich mir ein Bild über die körperliche Verfassung meiner Spieler machen. Ich muss ja ausloten, welche Ausdauer die Spieler zurzeit haben und kann dann das Training entsprechend gestalten. In den ersten Wochen lag der Schwerpunkt auf Ausdauer, später auch in Kombination mit Kraft. Am 8. und 9. Juli fanddann ein Trainingslager in Bad Saulgau mit zwei Testspielen gegen den Landesligisten Biberach und den Baden-Württemberg-Oberligisten Steißlingen statt. In beiden Spielen durften auch Akteure der A-Jugend sowie der zweiten Mannschaft mitwirken. Es ist mir wichtig, dass die Jugendlichen dabei sind. Nirgendwo können sie so viel lernen, wie im Training mit unserer Ersten. Diejenigen, die dabei waren, haben ihre Sache sehr gut gemacht.

 

SZ: Wie ist denn die Trainingsbeteiligung und das Engagement der Mannschaft?

 

Horvath: Ich bin zufrieden mit der Beteiligung. Wenn jemand fehlt, dann nur aus einem wichtigen Grund. Jeder zieht mit, die Truppe leistet eine Super Arbeit. 

 

SZ: Wie geht's jetzt weiter?

 

Horvath: Wir trainieren in der Regel drei mal die Woche, wenn wir ein Trainingslager haben auch vier oder fünf Mal. Leider müssen wir über das Bächtlefest pausieren, weil da die Hallen geschlossen sind. Danach geben wir eine Woche Vollgas bis zu den Ferien. Am 21. Juli fahren wir nach Immenstadt zu einem Team-Event und wandern auf eine Hütte. Tags darauf haben wir ein Trainingslager mit einem Spiel gegen den Landesligisten Dietmannsried. Das ist mein ehemaliger Verein. Eigentlich dürfte ich da noch mitspielen, aber das mache ich natürlich gegen den TSV nicht (lacht). Ab 28. Juli sind leider die Hallen wieder für drei Wochen geschlossen. Das tut uns in der Vorbereitung weh. Aber wir überbrücken die Zeit mit Trainingsspielen in Söflingen und einem Turnier in Steißlingen. Am 22. August geht's zum Glück wieder normal weiter mit Training und einem Freundschaftsspiel gegen Biberach. 

 

SZ: Stephan Utzinger unterstützt sie als weiteres Mitglied im Betreuerstab....

 

Horvath: Ja, wir kommen super aus. Er unterstützt mich sehr bei meiner Arbeit als Trainer, kennt auch die Spieler schon und trainiert außerdem die männliche A-Jugend. Er kann die Jungs der A-Jugend auch motivieren, mit unserer Mannschaft zu trainieren. Außerdem unterstützen mich das Physioteam und Betreuer Heinz Kaufmann sowie die ganze Vorstandschaft sehr. 

 

SZ: Was haben Sie sich für Ziele gesteckt?

 

Horvath: Mein Ziel ist es, langfristig eine gute Mannschaft aufzubauen. Ich möchte, dass das Team zusammenbleibt. Zuerst müssen wir die Abwehr richtig stellen, dann nehmen wir uns den Angriff vor. Ich bin jemand, der Schritt für Schritt plant. Übrigens möchte ich auch, dass die Vorstandschaft, die Mitglieder und Zuschauer mit meiner Arbeit zufrieden sind.

 

SZ: Und wo soll die Mannschaft am Ende der Saison stehen?

 

Horvath: Ich möchte gleich das erste Heimspiel gewinnen und so schnell wie möglich mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Die Klasse auf alle Fälle halten, ist mein Ziel für diese Saison. Ich weiß noch nicht genau, wo wir stehen, da ich die anderen Mannschaften der Liga noch nicht genau kenne. 

 

SZ: Der Kader ist kleiner geworden. Es sind sechs bis sieben Spieler gegangen und nur vier gekommen. Reicht ihnen diese Mannschaftsstärke aus?

 

Horvath: Ja, wir haben einen dünnen, aber ich denke, guten Kader. Wir müssen deshalb gut trainieren und dürfen keine Verletzungen riskieren.

Es könnte ja sein, dass noch ein, zwei Spieler dazu kommen. Das wäre nicht schlecht. Aber ich gehe jetzt vom vorhandenen Kader aus und trainiere mit diesen Spielern. Stimmung und Zusammenhalt sind sehr gut. 

 

SZ: Sie haben einen weiten Anfahrtsweg von Dietmannsried bis nach Bad Saulgau.....

 

Horvath: Das stimmt, aber mein Leben ist Handball. Ich opfere sehr viel für den Handball. Meine Frau ist dabei meine größte Stütze. Die Fahrt nehme ich für den TSV und den Handball gerne in Kauf. 

Der neue Trainer des TSV Bad Saulgau steht fest

Der neue TSV-Coach Csaba Horvath kennt den TSV

 

Von Thomas Lehenherr

 

BAD SAULGAU - Nachdem Holger Beck und Frederik Söder in der letzten Saison erfolgreich als Trainergespann beim Württembergligisten TSV Bad Saulgau eingesprungen waren, hat die anschließende Suche nach einem neuen Trainer nun endlich Erfolg. Der knapp 34jährige Ungar Csaba Horvath, der schon längere Zeit in Bayern als Spieler und Trainer agierte, soll die Mannschaft um Kapitän David Bakos zum Erfolg führen.

In Celldömölk, einer kleinen Stadt im westlichen Ungarn geboren, begann er im Alter von fünf Jahren mit seinem älteren Bruder Handball zu spielen. Bald wechselte er nach Dunaferr SE, in die Jugendmannschaft der 1. Liga, in der auch der heutige TSV-Torhüter und Kapitän David Bakos spielte. 200 Kilometer von der Heimat entfernt, ging er dort auch mit Bakos zur Schule und blieb bis zur A-Jugend. In Budapest studierte er anschließend Diplom-Sportlehrer und spielte in verschiedenen Vereinen der zweiten ungarischen Liga. Während seines Studiums erwarb er auch einen Trainerschein, der mit der deutschen C-Lizenz vergleichbar ist.In einer Sportschule in Budapest arbeitete er nebenher als Trainer der E-Jugend und einer Universitätsmannschaft. Nach dem Studium zog es ihn als 23jähriger zurück in die Heimat nach Dunaferr, wo er als Jugendtrainer agierte. Da ihm die deutsche Sprachprüfung noch für sein Staatsexamen fehlte, bereitete er sich in seiner Heimatstadt erfolgreich auf das Examen, also die Abschlussarbeit für sein Studium, vor. 

Zahlungsprobleme der ungarischen Vereine ärgerten den Sportler sehr und so sah er seine sportliche und familiäre Zukunft in Deutschland. 2008 wechselte er ins bayerische Allgäu zum damaligen Bezirksoberligisten TSV Dietmannsried, wo er als Spieler und wiederum als Jugendtrainer zum Einsatz kam. "Die Jugend liegt mir sehr am Herzen. Ich finde es sehr wichtig, auch auf die eigene Jugend zu setzen", sagt Horvath. Ein Jahr später wurde dann die Handballspielgemeinschaft HSG Dietmannsried / Altusried gegründet. Er hatte durchaus Erfolg mit seiner Jugend. Die A-Jugend der Jahrgänge 1993 und 1994 holte sich damals unter seiner Regie den bayerischen Meistertitel. Bei der HSG war Horvath in der Folge viele Jahre Jugendleiter, Spielertrainer und Spieler bei der ersten Herrenmannschaft, die mit ihm in die Landesliga aufstieg, wieder ab und erneut aufstieg. In dieser Zeit trat er auch bei den Allgäuer Pokalturnieren und weiteren Vorbereitungsspielen gegen den TSV Bad Saulgau an. "Ich kenne einen Teil der heutigen Mannschaft ganz gut und habe außerdem immer wieder Kontakt zu David gehabt", sagt Horvath. 

Im Jahr 2015 musste er dann auf Grund eines Kreuzbandrisses sportlich kürzer treten. "Bei der HSG Dietmannsried / Altusried ist jetzt ein gutes Trainergespann am Ruder, da habe ich kaum Möglichkeiten, mich weiter zu entwickeln. Jugendtrainer kann ich immer und überall sein, deshalb suchte ich nach einer neuen Herausforderung. Ich hatte auch ein Angebot aus Ungarn als Co-Trainer bei einer Damen-Erstligamannschaft. Aber jetzt bin ich froh, dass meine Gespräche mit dem sportlichen Leiter Krischan Hillenbrand und den Verantwortlichen des TSV erfolgreich verlaufen sind und ich nach Bad Saulgau gehe", ergänzt der neue Caoch, der bereits am Trainingsplan für die Saisonvorbereitung sitzt. Am 20. Juni geht's los mit der Vorbereitung. Seine Erwartungen sind hoch, er möchte, wie er sagt, alles aus der Mannschaft herausholen, was möglich ist. "Meine Einstellung ist glaube ich professionell und das fordere ich auch von den Spielern", sagt Horvath, der zurzeit als pädagogische Fachkraft in einem Kinderhort arbeitet und seinen Wohnsitz im Allgäu behält. Der neue Coach hat mit seiner Frau Zsofi eine knapp dreijährige Tochter und wird im Juli nochmals Nachwuchs bekommen. Neben seiner Familie und dem Handball gilt seine Leidenschaft dem Angeln. 

Die TSV-Fangemeinde ist gespannt, wie der "Neue" die neu formierte Mannschaft zu einem funktionierenden Team "schmiedet" und wie er seine ehrgeizigen Ziele umsetzen wird.

 Die neuen beim TSV:

 

Andreas Csuka stößt zum TSV

 

Von Thomas Lehenherr

 

Der Ungar Andreas Csuka ist der vierte Neuzugang des Handball-Württembergligisten TSV Bad Saulgau.

 

Die ganze Csuka-Familie ist im Handballgeschäft. Vater und Mutter sind Trainer in Ungarn und auch der Bruder und die Schwester spielen in Ungarn in der ersten und zweiten Liga.

 

In seiner Jugend spielte er Handball in Budapest und wurde schon mit 17 Jahren bei Cegledi Kezilabda Klub SE in der ersten Liga Profi. Drei Jahre verbrachte er in Cegledi, bevor er mit 22 Jahren in die erste Schweizer Liga zu GC Amicitia Zürich wechselte, in der er zwei Jahre spielte.

 

Nach einem kurzen Aufenthalt in der ungarischen Heimat zog es ihnfür ein Jahr zum sächsische Regionalligisten Freiberg. Dann folgte er einem Angebot der Spielgemeinschaft Gummersbach/Strombach (Regionalliga), bei der er bis zur vergangenen Saison spielte. Zurzeit ist er wieder in Sachsen beim HC Einheit Plauen im Einsatz, der in der sächsischen Oberliga wohl die Vizemeisterschaft feiern wird.

 

Csuka ist ein Spiel vor Saisonende mit bislang 120 Treffern aktueller Torschützenkönig seines Teams und ist drittbester Torschütze in der gesamten Liga. "Krischan Hillenbrand hat angerufen und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, nach Bad Saulgau, zu kommen. Ich war bereits zwei Mal beim Probetraining hier und habe auch schon ab Mai einen Job in einem Autohaus in Mengen. Da meine Lebensgefährtin sowieso aus Bad Saulgau stammt und wieder in ihre Heimatstadt zurück möchte, macht meine Entscheidung,hierher zu ziehen, noch leichter.

 

Die Stadt gefällt mir sehr gut", sagt der 29 jährige studierte Sportmanager, der als KFZ-Verkaufsberater arbeitet. Sein Ziel für die nächste Saison ist, möglichst schnell nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, um dann einen Platz unter den ersten sechs anzustreben. "Ich habe das Glück gehabt und musste noch nie gegen den Abstieg spielen, und hoffe, dass das beim TSV auch so ist. Ich freue mich auf Bad Saulgau, alle Verantwortlichen waren sehr nett und haben sich um mich gekümmert. Am 13. Mai werde ich umziehen", verrät der Neuzugang, der hauptsächlich auf der Linksaußenposition eingesetzt werden wird. 

Dennis Kaumann verstärkt die Mitte der TSV-Handballer

Der Steinheimer Spielmacher sieht seine Zukunft in Bad Saulgau

 

Bildquelle: Homepage TV Steinheim
 
Von Thomas Lehenherr
 
BAD SAULGAU - Der 25jährige Dennis Kaumann des abstiegsgefährdeten Württembergligisten TV Steinheim zieht im Sommer nach Bad Saulgau und lässt sich in der Badstadt sowohl beruflich als auch sportlich nieder. "Das ist schon eine Entscheidung, die einschneidend für mein Leben ist. Ich bin aber noch jung und liebe die Herausforderungen", sagt der neben Kreisläufer Jochen Schäfer und Torhüter Jonas Engler dritte Neuzugang des TSV.
Kaumann ist Göppinger, wohnt dort immer noch und begann seine Handballkarriere mit zwölf Jahren in der E-Jugend des damaligen Vereins DJK Göppingen. Später spielte er auch in der Jugendauswahl und trainierte in der Göppinger Handballakademie unter dem bekannten Coach Vasile Oprea. Mit 17 Jahren folgte er Trainer Oprea zum damaligen Württembergligisten Kuchen-Gingen, wo er mit Sondergenehmigung schon bei den Aktiven mitspielte. Nach einer Saison wechselte er aber wieder nach Göppingen, um noch ein Jahr in der A-Jugend von FrischAuf spielen zu können. Zeitgleich war er im Kader der zweiten Mannschaften von FrischAuf Göppingen. Es folgte eine Saison beim Team der TS Göppingen, bevor er wieder in die zweite Mannschaft von FrischAuf wechselte. Trainer Vasile Oprea, der in der Zwischenzeit den TV Steinheim coachte, holte ihn im Alter von 22 Jahren nach Steinheim. Seit drei Jahren ist Kaumann zusammen mit Klaus Nissle Mittespieler und Spielmacher des TV. Er pendelt zu den Trainingseinheiten und Heimspielen zwischen seinem Wohnort Göppingen und Steinheim.
Nun, mit knapp 26 Jahren möchte er einen neuen Lebensabschnitt beginnen und seine Heimatstadt in Richtung Bad Saulgau verlassen. "Der sportliche Leiter, Krischan Hillenbrand, rief mich an und fragte, ob ich es mir vorstellen kann, in Bad Saulgau zu spielen. Ich habe mir Bad Saulgau angesehen und auch den neuen Arbeitsplatz", sagte der gelernte Fitnesskaufmann, der sich weiterbildete und dann im Vertriebesinnendienst im Bereich Maschinenbau arbeitete. "In diesen Bereich werde ich auch bei einer bekannten Maschinenbaufirma in Bad Saulgau einsteigen", sagt Kaumann und freut sich.
Auch beim TSV wird er sich mit Spielmacher Istvan Gaspar auf der Mitteposition abwechseln und hoff auf eine schnelle Integration in die Mannschaft. "Ich kenne die Mannschaft von den Spielen gegen Steinheim und habe mit verschiedenen Leuten schon gesprochen. Das Team ist mir sehr sympathisch. Mein Ziel für die nächste Saison ist, dass wir so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Langfristig würde ich natürlich gerne oben mitspielen", hofft der Neuzugang, der seine Stärken im Kampf eins gegen eins, beim Schlag- und Stemmwurf sieht. Neben Handball spielt der ehrgeizige Vollblutsportler auch weitere Ballspiele wie Tennis, Tischtennis oder Fußball und geht gern ins Fitnessstudio.
"Ich komme nicht von Göppingen hier her, um gleich wieder zu gehen. Ich stelle mir schon vor, längerfristig in Bad Saulgau zu bleiben", sagt Kaumann, der unter den Insidern bekannt für sein "gutes Auge" ist.

 

Für Torhüter Florian Engler kommt Neffe Jonas

 

BAD SAULGAU (tl) - Der TSV Bad Saulgau hat nach Kreisläufer Jochen Schäfer einen weiteren Neuzugang für die kommende Saison zu vermelden.

 

 

Für TSV-Torwart Florian Engler, der aus familiären Gründen zum Saisonende seine aktive Handballlaufbahn beendet,kommt sein Neffe Jonas Engler zum Württembergligisten. 2004 ist Jonas Engler bei den Biberacher Bambinis eingestiegen und hat seither den Verein nicht mehr verlassen.

 

Trotz seines jungen Alters - im Juli feiert er seinen 19. Geburtstag - hat Jonas Engler schon in den Jugendmannschaften sowie in der zweiten und ersten Herrenmannschaft der TG Biberach kräftig Erfahrung gesammelt. Auch der Vater war Handballer bei den Biberachern und machte seinem Sohn diesen Sport schmackhaft. 

 

"Mein Onkel und der sportliche Leiter des TSV Krischan Hillenbrand haben mich angesprochen, ob ich nicht in Bad Saulgau einsteigen möchte. Ich hätte in Biberach sicherlich auch Perspektiven gehabt, doch ein neuer Verein und die höhere Klasse bringen mich vielleicht weiter. Es ist eine neue Herausforderung für mich", sagte Engler. "Außerdem kann ich von Klasse-Torhüter des TSV David Bakos sicherlich viel lernen. Mir ist klar, dass ich zweiter Torhüter bin, aber ich möchte mich nach und nach weiterentwickeln", sagte Engler, der nebenher noch die weibliche D-Jugend von Biberach trainiert. Engler studiert im ersten Semester Biochemie in Ulm und wohnt in Mittelbiberach.

 

Sein Ziel ist es, möglichst viele Einsätze zu bekommen und mit der Mannschaft in der nächsten Saison so schnell wie möglich einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen.

Jochen Schäfer ist der erste Neuzugang der TSV-Handballer

 

BAD SAULGAU (tl) - Die Planungen für die nächste Saison laufen beim TSV bereits seit geraumer Zeit auf Hochtouren. Der Württembergligist steht vor einem Umbruch, weil einige Akteure teils aus beruflichen Gründen, teils altersbedingt die Handballschuhe an den Nagel hängen. Die Verantwortlichen des TSV sind deshalb in Kontakt mit mehreren neuen Spielern. Definitiv zugesagt hat jetzt Jochen Schäfer, zurzeit Kreisläufer, Abwehrspieler und Torschützenkönig beim Südbaden-Ligisten HSG Mimmenhausen/Mühlhofen.

Der 25jährige soll Abwehrchef Christian Zimmerer, ein Bad Saulgauer Urgestein, der seine Handballkarriere nach der Saison beendet, ersetzen. Schäfer ist in Salem aufgewachsen und stieg im Teilort Mimmenhausen schon bei den Bambinis ins "Handballgeschäft" ein. Der talentierte Kreisläufer konnte seine Qualitäten bereits als A-Jugendlicher mit 17 Jahren bei der ersten Herrenmannschaft in der Südenbadenliga unter Beweis stellen. Nach dem Abstieg der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen in die Landesliga wechselte er 2012 für eineinhalb Jahre in die Schweiz zum HSC Kreuzlingen, der damals in der zweiten Schweizer Liga (Nationalliga B) rangierte. Dann spielte er für ein Jahr wieder in der Südbadenliga, diesmal beim TuS Steißlingen. Nach einer Fußverletzung zog es ihn im Januar 2016 wieder in die Heimat zur HSG Mimmenhausen/Mühlhofen zurück, mit der er von der Landesliga erneut in die Südbadenliga aufstieg. Zurzeit belegt die HSG jedoch den letzten Tabellenplatz und wird wohl wieder in die Landesliga absteigen.

"Ich suchte eine neue sportliche Herausforderung und bin sehr gespannt auf die Württembergliga, die ja mit der Südbadenliga vergleichbar ist", sagt Schäfer. Jochen Schäfer kennt Christian Zimmerer noch gut aus Spielen der Südbadenliga, wo er einige Male gegen ihn spielte, auch Fabian Hillenbrand und Daniel Matt, die beide in Diensten des TSV stehen, kennt er gut. Außerdem ist er seit langer Zeit in Kontakt mit dem sportlichen Leiter des TSV, Krischan Hillenbrand. "Krischan hat mich schon einige Jahre immer wieder angerufen, der Kontakt ist nie abgerissen", sagt der studierte Betriebswirtschaftler, der in Überlingen bei einer Bank arbeitet.

"Ich möchte mich beim TSV sportlich weiterentwickeln und weiterhin Spaß am Handballspielen haben. Ich freue mich auch schon riesig auf das großartige Bad Saulgauer Publikum. Es macht unheimlich Spaß vor vielen Fans zu spielen. Mein Ziel für die nächste Saison ist es, so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und dass wir uns im Mittelfeld etablieren. Je nach Entwicklung kann ich mir gut vorstellen, auch länger beim TSV zu bleiben", sagt der ehrgeizige Sportler Jochen Schäfer, der sich selbst als Vollbluthandballer bezeichnet und neben Handball auch noch Tennis spielt.

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