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Unsere Erste holt in Donzdorf den ersten Auswärtspunkt


Am vergangenen Samstagabend zeigte der TSV Bad Saulgau gegen die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf eine mannschaftlich gute Leistung und holte seinen ersten Auswärtspunkt. Hätte die Partie nur eine Sekunde kürzer gedauert, wäre es sogar ein Sieg geworden.

Die zahlreichen mitgereisten Fans waren begeistert, als der TSV durch Kapitän Jochen Schäfer und zwei Mal Marc Kuttler gleich mit 3:0 in Führung ging. Die Bad Saulgauer konnten den Abstand von drei bis vier Treffern bis zur 25. Minute halten. Immer wieder waren es Marc Kuttler und Daniel Balan, die vorlegten und mit zunehmender Spieldauer wurde der Ravensburger Neuzugang und Linkshänder Dean Martin immer stärker und traf mehrmals von der Rechtsaußenposition. Zudem waren die Youngster Niklas Gönner und Yannik Beutter erfolgreich. Doch so richtig abschütteln ließen sich die Platzherren nicht. HSG-Spielmacher und Ausnahmekönner Felix Däumling hielt sein Team im Spiel und sorgte mit klugen Pässen und eigenen Treffern dafür, dass der Abstand zum TSV nicht zu groß wurde. Gegen Ende des ersten Abschnitts schlichen sich dann beim TSV individuelle Fehler im Angriffsspiel ein und die HSG konnte ausgleichen, bevor der TSV wieder vorlegte und mit einer 17:16-Führung in die Kabine ging.

Obwohl der TSV eine gute Moral bewies und sich kämpferisch zeigte, merkte man in Abwehr und auch im Angriff das verletzungsbedingte Fehlen des zuletzt sehr formstarken Marco Weisser in der Mitte. Zudem fiel Kreisläufer Patrick Fritz wegen Krankheit aus. So gut es ging, versuchten die Mannschaftskollegen die Lücken zu schließen. Deutlich wurde das Problem unter anderem dadurch, dass vor allem in der zweiten Halbzeit der kräftige HSG-Kreisläufer Karl Matthias Müller immer mehr Bälle erhaschen und einen Treffer nach dem anderen erzielen konnte. Die HSG legte im Folgenden ein, zwei Treffer vor, der TSV ließ nicht nach und schaffte immer wieder durch Tore von Dean Martin, Yannik Beutter und Jochen Schäfer den Ausgleich. In der 57. Minute glich der TSV durch Treffer von Fabian Kohler und Marc Kuttler zum 28:28 aus. Marc Kuttler war es auch, der 11 Sekunden vor der Schluss die 29:28-Führung erzielte. Die HSG setzte zum letzten Wurf an, ein Abpraller vom Tor des TSV flog direkt in die Hände des HSG-Rückraumakteurs Andreas Pfeilmeier, der mit der Schlusssirene zum letztendlich gerechten 29:29 traf.

TSV-Cheftrainer Thomas Potzinger konnte mit der Leistung seines Teams im Großen und Ganzen zufrieden sein. "Es war eine gute Teamleistung. In der Abwehr konnten wir aber nie so richtig unser gewohntes Spiel aufziehen, die Aggressivität ist teilweise ausgeblieben. Da hat man das Fehlen von Marco Weisser schon gemerkt. Auch Patrick Fritz hat sich krank gemeldet und Kreisläuferkollege Jochen Schäfer musste deshalb fast durchspielen. Wenn Optionen fehlen, werden die Beine am Ende halt etwas müde" sagte Potzinger. "Wir haben es nie geschafft, den fünften Treffer Vorsprung herauszuspielen, das wäre wichtig gewesen. Aber die vielen mitgereisten Fans haben das Match fast zu einem Heimspiel gemacht und uns angefeuert, das war schon klasse. Am Schluss ist es etwas unglücklich gelaufen, dass der Ball dem Gegner genau in die Hände fällt. Aber es ist unser erster Auswärtspunkt. Vor der Runde hätte niemand mit solch einem Abschneiden unserer Mannschaft gerechnet", sagte der Chefcoach.

Nach einer Spielpause von zwei Wochen tritt der TSV am Samstag, 2. Dezember bei Tabellenführer Weinstadt an. Abfahrt des Fanbusses ist um 16:15 Uhr auf dem Festplatz, Spielbeginn ist um 20 Uhr. "Wir sind hier nicht Favorit und haben nichts zu verlieren. Es gibt in dieser Liga knappe Ergebnisse. Jeder kann jeden schlagen, es gibt immer wieder Überraschungen. Wir gehen zwar nicht als Favorit nach Weinstadt, aber wollen uns nochmals in Abwehr und Angriff steigern", sagte Thomas Potzinger.


TSV: Bakos, Schmid, Maas alle im Tor, Dück, Schäfer (6/davon 3 Siebenmeter), Kuttler (8), Balan (3), Kilian, Martin (7), Kohler (2), Gönner (1), Beutter (2), Schnell.

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