Bartenbach zeigt Bad Saulgau die Grenzen auf
- Philipp J
- 16. März
- 3 Min. Lesezeit

Handball-Verbandsliga Staffel 3: TSV Bartenbach – TSV Bad Saulgau 43:31 (22:13)
Göppingen / Bad Saulgau – Der abstiegsgefährdete TSV Bad Saulgau hat am Sonntagabend in der Göppinger Parkhaushalle eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Beim Tabellenzweiten TSV Bartenbach unterlag die Mannschaft von Trainer Markus Weisser mit 31:43 (13:22) und zeigte dabei über weite Strecken eine enttäuschende Leistung.
Dabei begann die Partie für die Gäste durchaus vielversprechend. Mit Treffern von Niklas Gönner und Marc Kuttler ging Bad Saulgau schnell mit 2:0 in Führung. Auch in den ersten Minuten blieb der TSV im Spiel, Moritz Schnell und Marco Weisser sorgten dafür, dass die Gäste bis etwa zur zehnten Minute noch vorne lagen oder zumindest den Anschluss hielten. Doch dann kippte die Partie komplett. Wie schon in einigen schwächeren Phasen der Saison häuften sich plötzlich technische Fehler und Fehlwürfe. Bartenbach nutzte dies eiskalt aus und kam immer wieder zu einfachen Toren, vor allem über Tempogegenstöße. Spieler wie Tobias Gehrke oder Robin Grözinger setzten die Saulgauer Abwehr immer stärker unter Druck. Innerhalb weniger Minuten drehten die Gastgeber das Spiel und zogen Tor um Tor davon. Aus dem 4:4 wurde schnell ein deutlicher Rückstand, zur Halbzeit lag Bad Saulgau bereits mit 13:22 zurück.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es dem TSV Bad Saulgau nicht, dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Zwar stemmten sich Niklas Gönner, der insgesamt acht Treffer erzielte, sowie Marco Weisser und Jonas Dück phasenweise gegen die Niederlage. Doch defensiv bekam der TSV die schnellen Angriffe der Gastgeber kaum in den Griff. Immer wieder profitierte Bartenbach von Fehler des TSV in der Offensive und von Unaufmerksamkeiten in der Defensive und baute den Vorsprung weiter aus. Hinzu kam, dass bei den Gästen zunehmend die Moral fehlte. Während Bartenbach das Tempo hoch hielt, ließ bei Bad Saulgau die Körpersprache sichtbar nach. In der Schlussphase erhöhte der Tabellenzweite den Vorsprung zeitweise auf mehr als 15 Tore. Am Ende stand eine auch in dieser Höhe verdiente 31:43-Niederlage für den TSV Bad Saulgau.
Entsprechend enttäuscht zeigte sich Trainer Markus Weisser nach dem Spiel: „Das war heute so ziemlich das Gegenteil der letzten Wochen. Da lasse ich auch die für uns ungünstige Spielzeit am Sonntagabend und die lange Fahrt nicht als Ausrede gelten. Einsatz, Körpersprache und Siegeswille waren praktisch nicht vorhanden. Das war leider ein starker Leistungsabfall von einer Woche auf die andere. Für jeden Fehler fingen wir uns einen Tempogegenstoß ein. Wir haben uns regelrecht vorführen lassen. Der Gegner hat uns förmlich überrannt. Wir wussten natürlich im Vorfeld, wie sie spielen, aber es hat nichts genützt.“
Gerade das Fehlen der zuletzt gezeigten Kampfbereitschaft dürfte den Trainer besonders geärgert haben. In den vergangenen Wochen hatte Bad Saulgau mit Einsatz und Teamgeist noch wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt. Davon war in Göppingen allerdings wenig zu sehen. Für den TSV Bad Saulgau gilt es nun, schnell die richtigen Schlüsse aus dieser deutlichen Niederlage zu ziehen. „Kommenden Samstag muss sich zu Hause die Einstellung um 180 Grad drehen, sonst können wir auch gegen Gerhausen keine Punkte holen“, mahnte Weisser. Im engen Kampf um den Klassenerhalt wird eine deutliche Leistungssteigerung notwendig sein, wenn der TSV auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga spielen will.
TSV: Schmid, Rief (beide im Tor), Dück (4), Gönner (8/davon 4 Siebenmeter), Weisser (7), Kuttler (2), Lang (1), Schnell (4), Fritz (3), Beutter (1), Luib, Boss (1), Fuchs, Strommer.



