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Kostenloser Fanbus zum Vierpunktespiel nach Esslingen

Handball Verbandsliga Staffel 3: Team Esslingen - TSV Bad Saulgau – (Sa 18 Uhr Sporthalle Esslingen-Sulzgries)

Von Thomas Lehenherr

Bad Saulgau – Die Ausgangslage könnte kaum brisanter sein: Wenn Esslingen den TSV Bad Saulgau empfängt am Samstag, 21. Februar um 18 Uhr in der Sporthalle Esslingen-Sulzgries, treffen der Tabellenletzte und der aktuell Drittletzte aufeinander. Es ist ein klassisches Vierpunktespiel im Abstiegskampf – und möglicherweise eines, das am Ende über Klassenerhalt oder Abstieg entscheidet. Denn im Raum steht, dass in dieser Saison bis zu vier Mannschaften absteigen müssen. Für beide Teams zählt also nur ein Sieg, beide stehen unter Zugzwang. Zwar rangieren die Oberschwaben zwei Plätze vor dem direkten Tabellenende, doch der Abstand beträgt nur drei Punkte. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt jedoch möglicherweise fünf Punkte. Ein Erfolg in Esslingen würde nicht nur zwei Punkte bringen, sondern auch einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten – ein echter Befreiungsschlag. Umgekehrt würde eine Niederlage die Situation weiter zuspitzen.

Das Hinspiel ist den Bad Saulgauern noch schmerzlich in Erinnerung. In eigener, fast ausverkaufter Halle unterlag der TSV dem TEAM Esslingen mit 31:36 (15:19). Damals präsentierte sich das Team von Trainer Timo Flechsenhar effektiv und nutzte die TSV-Schwächen konsequent aus. Diese Niederlage soll nun als Warnung dienen – und als zusätzliche Motivation.

TSV-Trainer Markus Weisser macht vor der Partie keinen Hehl aus seinen Erwartungen: Er fordert einen Sieg. Keine Ausreden, kein Rechnen, sondern volle Konzentration auf 60 Minuten Kampfhandball. In den beiden vergangenen Trainingswochen lag der Fokus vor allem auf einer stabileren Defensive und mehr Konsequenz im Abschluss. Auch die Ballsicherheit war ein Thema. Sie ließ beim letzten Spiel gegen Betzingen in den ersten 20 Minuten sehr zu wünschen übrig. Ebenso wird es gegen einen Gegner, der nichts mehr zu verlieren hat, auf Einstellung und mentale Stärke ankommen. Esslingen als Tabellenletzter steht mit dem Rücken zur Wand. Für den Gastgeber ist es womöglich eine der letzten Chancen, den Anschluss nicht endgültig zu verlieren. Entsprechend leidenschaftlich und aggressiv ist ein Auftritt der Hausherren zu erwarten – vor allem vor eigenem Publikum. Bad Saulgau muss von Beginn an dagegenhalten und darf sich keine längeren Schwächephasen erlauben, ist sich Trainer Markus Weisser bewusst. „Unser Ziel sind zwei Punkte. Es werden zwar mit Daniel Balan, Tobias Lehleiter, Lukas Luib, Moritz Schnell und Dominic Callies mindestens fünf Akteure verletzungsbedingt oder aus persönlichen Gründen fehlen, doch wir bekommen trotzdem einen guten Kader zusammen. Esslingen steht noch mehr als wir unter Druck, sie werden alles geben. Das wird für uns eine harte Nuss, doch wir sind zuversichtlich, dass wir punkten. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Abwehr. Die Treffer, die wir hinten weniger eigeschenkt bekommen, müssen wir vorne schon weniger werfen“, sagt Coach Markus Weisser.

Ein weiterer wichtiger Faktor könnte die Unterstützung von den Rängen werden. Der TSV Bad Saulgau setzt auf seine Fans und organisiert einen kostenlosen Fanbus nach Esslingen. Abfahrt ist um 14:45 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle. Die Botschaft ist klar: Mannschaft und Anhänger sollen gemeinsam auftreten. Gerade in einem derart richtungsweisenden Spiel kann lautstarke Unterstützung den entscheidenden Impuls geben. Kapitän Jonas Dück bringt es auf den Punkt. „Die Fahrt ist für alle Fans gratis und die Mannschaft hofft auf viele Mitfahrende. Wir brauchen die Unterstützung von unseren Fans. Sie sind wie ein siebter Feldspieler“, sagt der Käptn.

Alles ist also angerichtet für ein emotionales, intensives Duell zweier Teams, die um ihre sportliche Zukunft kämpfen. Für den TSV Bad Saulgau ist klar: Wer den Klassenerhalt schaffen will, muss solche Spiele gewinnen. In Esslingen zählen nur zwei Punkte.

TSV: Schmid, Rief (beide im Tor), Dück, Gönner, Weisser, Kuttler, Lang, Boss, Fritz, Beutter, Fuchs, Strommer.

 
 
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