TSV rüstet sich für die Rückrunde
- Philipp J
- vor 4 Tagen
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Von Thomas Lehenherr
Bad Saulgau - Der Rückblick auf die Verbandsliga-Hinrunde fällt für den TSV Bad Saulgau und das Trainergespann Markus Weisser / Henrik Utoft wenig euphorisch aus. Der drittletzte Platz, den der TSV zurzeit innehat, war nicht Anspruch und Ziel des TSV, vielmehr wollte man sich in der Tabelle eher Richtung Mittelfeld orientieren. Nach einem recht gelungenen Saisonstart mit 3:1 Punkten wurde dieses Ziel aber auf Grund sieben folgender, teilweise krachender Niederlagen dann wieder schnell ad acta gelegt. Nach mehreren Krisensitzungen und -gesprächen mit Mannschaft, Funktionären und Einzelspielern scheint sich der TSV gefangen zu haben und holte aus den letzten zwei Heimspielen mit vorbildlichem Einsatz und großem Kampfgeist 3:1 Punkte. So konnte die Rote Laterne an Esslingen abgeben werden. Zum Klassenerhalt, der jetzt das erklärte Ziel des TSV ist, sollte aber Platz zehn erreicht werden, wovon Bad Saulgau noch vier Punkte entfernt ist. In der Rückrunde ist der TSV also zum Punktesammeln verdammt, möchte er den Verbleib in der Liga sichern. Gelegenheit hat er dazu gleich bei einem weiteren Heimspiel zum Rückrundenauftakt am Samstag, 24. Januar gegen den Tabellenfünften TSV Denkendorf.
In der fünfwöchigen Winterpause von 20. Dezember bis zum Rückrundenstart war die Mannschaft deshalb nicht untätig, sondern legte nach einer kurzen Regenerationsphase gleich mit intensiven Trainingseinheiten los. Der Aufwärtstrend soll anhalten, die Körpersprache soll stimmen, um möglichst gleich Punkte zu sammeln, um schnell Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen zu bekommen. Viele Gespräche mit Mannschaft und Trainern führte neben den Trainern auch der sportliche Leiter Björn Keller.
Björn Keller, sportlicher Leiter:
„Mit dem Kader, der uns zu Verfügung steht, müssen wir immer am Limit spielen. Das ursprüngliche Saisonziel der Mannschaft können wir nicht halten. Insgesamt verlief die Vorrunde unbefriedigend, wir machen keinen Hehl aus den teilweise desolaten, unterirdischen Auftritten unseres Teams. Wir können uns dafür nur entschuldigen und uns bei unseren super Fans bedanken, die uns immer sehr zahlreich unterstützen und immer die Stange halten. Den Weg, den wir eingeschlagen haben, auf überwiegend eigenes Spielerpersonal zu bauen, erfordert Vertrauen von Zuschauern und Verantwortlichen. Mit Kampf, Geschlossenheit, maximalem Einsatz müssen wir immer an die Grenzen gehen. Maximaler Einsatz heißt, dass man sich immer aufrafft, ins Training zu kommen und dort sowie im Spiel nicht nur 70, sondern 100 Prozent gibt. Diese Themen haben wir vor dem Pfullingen-Spiel Anfang Dezember mit der Mannschaft sehr intensiv besprochen und in den darauffolgenden beiden Spielen auch drei Punkte geholt. Nur schade, dass wir nach dieser Leistungssteigerung die große Winterpause hatten, wo es doch gerade besser gelaufen ist. Das ist jetzt kein Selbstläufer. Wir haben eigentlich noch gar nichts erreicht und müssen uns für den Rest der Saison festigen.
In der Rückrunde haben wir sechs Heimspiele und sieben Auswärtsspiele. Die Runde geht mit Unterbrechungen bis zum 7. Mai und ist insgesamt doch sehr lang. Das ist mental anstrengend. Ich meine, dass die nächsten drei Spiele, darunter zwei Heimspiele, entscheidend sein werden. Es gibt keine einfachen Spiele, es kann jeder jeden schlagen. Das sieht man am Beispiel Gerhausen. Zu Saisonbeginn hat das Team stark gepunktet und war vorn dabei, dann ist es abgefallen. Wir sollten jetzt so viele Punkte wie möglich holen, immer motiviert bei der Sache bleiben, auch wenn es mal nicht so läuft. Wichtig ist auch, dass man immer in den Spiegel schauen und sich sagen kann, man hat alles gegeben. Ich bin zuversichtlich, dass wir die notwendigen Punkte holen, um die Liga zu halten. Platz zehn müsste reichen“.



