Vorbereitung der Landesliga-Handballer des TSV läuft nach Plan

Von Thomas Lehenherr
Bad Saulgau – Das neue Trainergespann des Handball-Landesligisten TSV Bad Saulgau, Levente Farkas und David Bakos, sowie der neue Mannschaftskapitän Marco Weisser blicken bislang zufrieden auf die Vorbereitung. Die Trainingsbeteiligung ist erfreulich hoch, auch bei den Testspielen zeigt die Mannschaft meist ordentliche Leistungen. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf die neue Saison – und der Wunsch, den letztjährigen Abstieg aus der Verbandsliga schnell vergessen zu machen.
Die erste Vorbereitungsphase von Mitte Juni bis Ende Juli stand ganz im Zeichen des Grundlagentrainings. Kondition und Kraft gehörten ebenso zum Programm wie die Arbeit mit dem Ball. Daneben absolvierte der TSV mehrere Trainingsspiele und nahm an einem stark besetzten Turnier teil.
Während der Schließzeit der städtischen Sporthallen stand individuelles Training auf dem Programm. Joggen und Kraftübungen mussten von den Spielern eigenständig absolviert und den Trainern entsprechend nachgewiesen werden. Am 17. August startete schließlich die zweite Vorbereitungsphase. Obwohl die Hallen zunächst noch eine weitere Woche geschlossen blieben, ließ sich der TSV nicht bremsen und verlegte das Training ins Stadion. Laufeinheiten, Sprints und Schnellkraftübungen standen zunächst auf dem Programm, ehe anschließend das Kleingruppentraining aufgenommen wurde. Am 30. August trat die Mannschaft beim bayerischen Oberligisten SG Kempten-Kottern zu einem Testspiel an. Das junge TSV-Team schlug sich dabei achtbar und musste sich trotz einer insgesamt guten Leistung mit 30:36 geschlagen geben.
In der nächsten Vorbereitungsphase Anfang September, rückt nun das Mannschaftstraining stärker in den Mittelpunkt. Zwei weitere Testspiele gegen Söflingen 2 und erneut gegen den Ligakonkurrenten Wangen 2 stehen noch auf dem Programm. Ernst wird es dann am Samstag, 26. September, um 18:30 Uhr: Zum Saisonauftakt gastiert der TSV beim TV Hofen/Hüttlingen 2.
Cheftrainer Levente Farkas zeigte sich mit der Vorbereitung bislang zufrieden. „Die Elemente, die wir trainiert haben, haben wir in den Spielen gut umgesetzt. Zuletzt haben wir zum Beispiel gegen den sehr starken, zwei Klassen höher rangierenden Oberligisten Kempten gespielt und nicht sehr hoch mit 30:36 verloren. Auch die Trainingsbeteiligung war bisher immer gut. Es sind außer unseren Stammkräften oft zwei, drei Spieler der zweiten Mannschaft und ebenso viele Akteure der A-Jugend beim Training dabei. Auch heute waren wir wieder mit 17 Mann am Start. Klasse ist ebenso, dass junge Nachwuchsspieler wie Lian Ruhl und Linkshänder Emil Hornstein mit Eifer dabei sind“, freut sich Farkas. Erfreulich für das Trainergespann ist zudem, dass der TSV bislang weitgehend von größeren Verletzungen verschont geblieben ist. Lediglich Langzeitverletzter Felix Lang (Kreuzbandriss) und Dominik Callies (Leistenprobleme) müssen derzeit pausieren. „Bis zum Saisonstart am 26. September haben wir noch reichlich Zeit. Am Wochenende zum 5. September absolvieren wir zum Beispiel ein Trainingslager mit fünf Trainingseinheiten und Videoschulung in Bad Saulgau, bei dem wir auch unser Saisonziel festlegen möchten. In den Vorbereitungsspielen gegen Söflingen 2 und Wangen 2 testen wir nochmals, dann sollten wir bereit sein“, sagt der Chefcoach.
Auch der neue Mannschaftskapitän Marco Weisser fiebert gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden dem Saisonstart entgegen. „Der Großteil der Spieler war immer da, ebenso Spieler der zweiten Mannschaft und der A-Jugend, die perspektivisch in der Ersten eingesetzt werden. Im Schnitt waren 15 Spieler im Training, das war wirklich ok bis jetzt. Wir sind auf einem guten Weg, unser Grundlagentraining in Kleingruppen wird langsam erweitert auf sechs gegen sechs. Die Testspiele waren schon ganz gut, wenn man bedenkt, dass wir noch nicht in voller Mannschaftsstärke, sondern nur in Kleingruppen trainiert haben“, lobt der Mannschaftschef seine Mitspieler. Verbesserungspotenzial sieht Weisser dennoch. „Stellschrauben gibt es aber immer, zum Beispiel möchten wir in der Abwehr noch aktiver werden, diese Umstellung braucht Zeit. Auch im Angriff haben wir neue Strukturen vor, wie das Spiel mit vier Rückraumspielern ohne Kreisläufer und es soll deutlich mehr übers Tempospiel laufen“, verrät Weisser schon einmal. Als Kapitän fungiert Weisser künftig als Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam. Vor und während der Spiele gibt er Ansagen, übernimmt Verantwortung und sieht es als seine Aufgabe, die Mannschaft immer wieder zu pushen. „Wir sind ein junges Team, die Jungspieler sind heiß, sie haben Bock, jeder kommt mit jedem gut klar, die Teamkonstellation passt“, sagt der 24jährige, der überwiegend im Rückraum auf der Mitteposition oder halbrechts eingesetzt ist.

