Die Hoffnung lebt: Bad Saulgau bestreitet nächstes Endspiel
- fwidder
- vor 15 Stunden
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Der TSV Bad Saulgau kämpft in der Verbandsliga ums Überleben – und zog den Kopf vor Wochenfrist erfolgreich aus der Schlinge. Am Samstag (18 Uhr) muss nun aber ein Heimsieg her.
Denn trotz des immens wichtigen und dramatischen 34:31-Erfolgs in Pfullingen am vergangenen Wochenende belegt Bad Saulgau weiterhin einen Abstiegsplatz. Gehen die Kronried-Handballer am Samstag leer aus, könnte der Abstieg bereits endgültig besiegelt sein.
„Große Moral bewiesen“
In Pfullingen wahrten die Saulgauer überhaupt noch mal die Chance. Erst durch die konsequente Manndeckung des Pfullinger Spielmachers sowie einen stark aufgelegten David Bakos im Tor gelang es dem TSV, in den letzten zehn Minuten einen 28:24-Rückstand noch zu drehen und am Ende einen verdienten Auswärtssieg einzufahren. Ausschlaggebend war vor allem die deutlich verbesserte zweite Halbzeit mit 21 Treffern im Angriff.
„Wir sind gut ins Spiel gestartet“, blickt TSV-Trainer Markus Weisser zurück. „Dann hatten wir aber Probleme mit technischen Fehlern und die Wurfquote war auch nicht gut. So sind wir bis zur 45. Minute einem Rückstand hinterhergelaufen. Dann hat es Klick gemacht, wir hatten eine gute Torhüterleistung und waren auch im Abschluss konsequenter. Gott sei Dank hat es so zu den zwei überlebenswichtigen Punkten gereicht. Das Team hat da auch eine große Moral bewiesen.“
„Sind den Zuschauern was schuldig“
Nun geht es im finalen Heimspiel gegen die sechsplatzierte SG Herbrechtingen-Bolheim – und wieder zählt nur ein Sieg. „Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel“, betont Weisser. „Auch das letzte Heimspiel, aber das wird nicht leicht. Wir wollen die kleine Chance, die wir noch haben, aber nutzen.“ Alles deutet derzeit auf drei Absteiger hin, sodass Bad Saulgau aktuell zwei Punkte zum rettenden Ufer fehlen. „Aber man weiß nie, was kommt“, sagt Weisser. „Wir wollen einfach unsere Hausaufgaben machen.“
Im Hinspiel am ersten Spieltag gab es ein 28:28-Unentschieden. „Da wusste man bei beiden Mannschaften noch nicht, wo die Reise hingeht“, hebt der scheidende TSV-Coach hervor. „Unsere Prämisse ist, zu siegen. Wir sind unseren Zuschauern im letzten Heimspiel noch was schuldig und sind es auch uns schuldig, zu punkten, um weiterhin im Rennen zu bleiben.“
Abhängig von der Konkurrenz
Die Taktik spiele bei solchen Spielen eine untergeordnete Rolle, weiß Weisser. „Wir müssen in der Abwehr kompakt stehen, aus der sicheren Abwehr in die erste und zweite Welle kommen und einfach Tore machen, die uns nicht so viel Kraft kosten. So wollen wir die zwei Punkte holen.“ Dann könnte der TSV Bad Saulgau nach Punkten zum TV Gerhausen aufschließen, der nun aber zu Hause gegen das Kellerkind HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf ebenfalls punkten dürfte. Da Gerhausen den direkten Vergleich mit den Saulgauern gewonnen hat, könnte also auch ein TSV-Sieg am Wochenende nicht reichen, um die Chance vor dem letzten Spieltag am Leben zu halten.
