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Entscheidung vertagt: Bad Saulgau dreht Spiel in Pfullingen

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte der TSV Bad Saulgau, der in Pfullingen zum Siegen gezwungen war, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Letztlich gab es ein Happy End.


In der Verbandsliga kämpfen die Handballer aus Bad Saulgau gegen den Abstieg. Am Samstagabend stand in der Kurt-App-Halle in Pfullingen ein echtes Endspiel an. Das Team von Trainer Markus Weisser lieferte und setzte sich letztlich mit 34:31 durch – und darf damit weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen.

Blitzstart verpfufft

Doch es sollte sich ein echter Krimi entwickeln. Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und unterstrichen ihre Ambitionen mit einer frühen 2:0-Führung. Bis zum 4:2 lag Bad Saulgau weiter in Front, dann kam der heimische Drittliga-Unterbau stärker auf. Beim 4:4 gelang den Pfullingern erstmals der Ausgleich, wenig später legte der VfL beim 6:5 zum ersten Mal vor. Zehn Minuten waren da gespielt.

Und in der anschließenden Phase setzten sich die Hausherren dann sogar ab. Eine kurze Schwächephase der Weisser-Truppe nutzte Pfullingen, um auf 10:7 zu stellen (15.). Auszeit TSV, der fortan aber einem Rückstand hinterherlief. Nach dem Timeout wurde es zunächst nicht besser, die Gastgeber erhöhten weiter auf 14:10 (22.). Doch Bad Saulgau kämpfte und verkürzte wieder auf 13:15 (25.).

Drei verworfene Siebenmeter

Die finalen fünf Minuten der ersten Hälfte wurden dann richtig wild. Nicht nur gab es Zeitstrafen auf beiden Seiten, vor allem verwarfen die Pfullinger in kürzester Zeit gleich drei Siebenmeter. Wirklich nutzen konnten die Gäste dies aber nicht. Im Gegenteil: Bis zur Pause bauten die Hausherren die Führung dennoch auf 17:13 aus.

Es sah nicht gut aus für Bad Saulgau, der Abstieg rückte bedrohlich nahe.Doch Coach Weisser muss in der Halbzeitansprache die richtigen Worte gefunden haben. Erhobenen Hauptes kamen die Gäste aus der Kabine und drängten auf die Wende. Marco Weisser, Jannik Beutter und Marc Kuttler brachten die Krontied-Handballer immer wieder auf drei Tore heran. Doch zunächst hatte das VfL-Perspektivteam immer die richtige Antwort parat und stellte umgehend wieder auf plus Vier – bis zum 22:18 (38.).

Dramatische Schlussphase

Dann legte Pfullingen erstmals fünf Tore vor, doch nun konterte das Weisser-Ensemble. Angeführt von Niklas Gönner legte der TSV einen 3:0-Lauf binnen 90 Sekunden aufs Parkett und war beim 21:23 wieder voll in Schlagdistanz (41.). Dann blieb Bad Saulgau aber fünf Minuten ohne Treffer – und schon war der Vorsprung der Hausherren wieder auf 26:21 angewachsen (46.). So ging es für die Gäste mit einem gehörigen Rückstand in die Schlussphase, in der nun fast schon ein Wunder hermusste. Und das sollte gelingen.


Marco Weisser verkürzte auf 24:27 (49.) und Felix Lang finalisierte kurz darauf einen weiteren 3:0-Lauf des TSV, der beim 27:28 den Anschluss herstellte (53.). Noch mal netzte Pfullingen 2, doch dann gelangen den Gästen erneut drei Treffer in Serie – und plötzlich lag die Weisser-Truppe mit 30:29 in Front (57.). Zwar glichen die Gastgeber noch mal aus, doch die letzten Minuten gehörten den Saulgauern. Gönner machte mit dem 33:30 rund 60 Sekunden vor Schluss den Deckel auf den umjubelten Sieg.

Hoffungen bleibt am Leben

Da fiel auch nicht mehr ins Gewicht, dass sich Beutter nach dem 34:31-Schlusspunkt noch die dritte Zeitstrafe und eine Rote Karte einhandelte. In der Tabelle hat der TSV Bad Saulgau nach dem überlebenswichtigen Sieg nun 16 Pluspunkte auf dem Konto und darf sich damit weiterhin Hoffnungen machen, den Klassenerhalt an den finalen beiden Spieltagen doch noch klarmachen zu können.





 
 

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