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Showdown im Abstiegskampf – Bad Saulgau in Pfullingen unter Zugzwang

Von Thomas Lehenherr

Pfullingen / Bad Saulgau - Wenn der TSV Bad Saulgau am Samstag, 18.04. beim VfL Pfullingen 2 antritt, geht es für die Gäste um nicht weniger als die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Drei Spiele vor Saisonende der Verbandsliga 2025/26 steht der TSV als Drittletzter der Tabelle mit dem Rücken zur Wand. Jeder Punktverlust könnte nun endgültig das Aus im Abstiegskampf bedeuten. Bad Saulgau darf sich keinen Ausrutscher mehr erlauben, wenn man noch zumindest einen Tabellenplatz gutmachen will. Ob dieser am Ende tatsächlich zum Ligaverbleib reicht, hängt auch von den Entwicklungen in den höheren Ligen ab. Klar ist jedoch, dass nur mit maximaler Punkteausbeute die Hoffnung bestehen bleibt.

Die Aufgabe in der Pfullinger Kurt-App-Halle wird allerdings alles andere als einfach. Anwurf ist am Samstag bereits um 17:30 Uhr. Die Gastgeber aus Pfullingen stehen zwar aktuell auf Rang neun und damit oberhalb der Abstiegsränge, doch auch sie sind noch nicht endgültig gerettet. Entsprechend motiviert dürfte die Mannschaft von Trainer Florian Möck auftreten, die als Unterbau für das Drittligateam gilt und mit einer interessanten Mischung aus erfahrenen Kräften und jungen Talenten aufwartet.

Für Bad Saulgau spricht zumindest die Erinnerung an das Hinspiel. Nach einer langen Durststrecke gelang damals ein verdienter 31:28-Erfolg. An diese Leistung gilt es nun anzuknüpfen. Doch die Situation hat sich zugespitzt.  Eine Niederlage würde den direkten Abstieg bedeuten. „Verlieren verboten“ lautet daher die klare Marschroute.

Das Trainerduo Markus Weisser und Henrik Utoft steht vor der Herausforderung, seine Mannschaft taktisch und mental optimal einzustellen. Insbesondere im Angriff zeigte sich der TSV zuletzt zu fehleranfällig. Wenn mit dem zuletzt am Arm verletzten Rückraumspieler Marco Weisser sowie Jannik Beutter mögliche Verstärkungen zurückkehren könnten, hätte der TSV wieder mehr Optionen in der Offensive. Auf Seiten der Gastgeber gilt es vor allem, Führungsspieler Tobias Haase in den Griff zu bekommen. Er lenkt das Spiel seiner Mannschaft, setzt Mitspieler gekonnt in Szene und ist zudem ein sicherer Siebenmeterschütze, ein Faktor, der in engen Spielen oft den Unterschied macht. „Pfullingen ist stark im eins gegen eins. Da gilt es, in der Abwehr geschlossen zu stehen. Auch müssen wir früher auf den ballführenden Spieler zugehen und ihn stören. Alles, was wir hinten wegverteidigen, müssen wir vorne schon nicht werfen“, analysiert Coach Markus Weisser und fordert auch noch einiges von der Offensive. „Die schnelle erste und zweite Welle funktionierte letzte Woche nicht gut, das war in den Spielen zuvor besser. Wir müssen auch den Weg in die Tiefe wieder besser finden und dort hingehen, wo es auch ab und an mal weh tun könnte. Eine minimale Chance haben wir noch auf den Klassenverbleib. Wir werfen alles in die Waagschale, die Hoffnung wird nicht aufgegeben“, sagt Weisser.

Für den TSV Bad Saulgau zählt am Samstag nur ein Sieg. Die Frage wird sein, ob die Mannschaft dem enormen Druck standhalten kann. Die Voraussetzungen sind klar, die Rollen verteilt und doch entscheidet am Ende die Leistung auf der Platte. Für Bad Saulgau ist es ein „Endspiel“.

Der TSV setzt zum Spiel einen kostenlosen Fanbus ein. Abfahrt ist am Samstag um 14:45 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle und hofft auf möglichst viele mitfahrende Fans, die die Mannschaft mit Gerät und Stimme lautstark unterstützen.

TSV: Schmid, Rief (beide im Tor), Dück, Gönner, Weisser, Luib, Kuttler, Lang, Fritz, Beutter, Fuchs, Strommer.

 
 
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