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Kellerduell verloren – TSV Bad Saulgau steht mit dem Rücken zur Wand

  • fwidder
  • vor 3 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Von Thomas Lehenherr


Donzdorf / Bad Saulgau - Die Ausgangslage war klar, die Hoffnung groß, doch am Ende blieb nur Ernüchterung. Im so wichtigen Verbandsliga-Kellerduell bei der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf musste sich der TSV Bad Saulgau mit 28:34 (16:18) geschlagen geben. Vier Spiele vor Saisonende wird die Luft im Abstiegskampf damit immer dünner.

Dabei war die Marschroute eindeutig: Mit einem Sieg sollte der Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt werden. Und zunächst sah es auch danach aus, als könnten die Bad Saulgauer dieses Vorhaben in die Tat umsetzen. Angetrieben von den lautstarken mitgereisten Fans entwickelte sich eine intensive Anfangsphase, in der sich beide Teams nichts schenkten. Nach knapp 20 Minuten dann der erste Hoffnungsschimmer: Niklas Gönner, Marco Weisser und Moritz Schnell übernahmen Verantwortung und brachten den TSV mit 12:9 in Führung. Doch die Gastgeber hatten eine Antwort. Vor allem Spielmacher Felix Däumling drückte dem Spiel der HSG immer mehr seinen Stempel auf. Mit einem 3:0-Lauf kämpfte sich Winzingen zurück – und plötzlich kippte die Partie. Zwar stemmte sich der TSV noch einmal dagegen und ging kurz vor der Pause erneut in Führung, doch dann folgte der erste echte Knackpunkt. Ein 4:0-Lauf der HSG binnen weniger Minuten drehte das Spiel. Statt einer Führung für den TSV ging es mit einem 16:18-Rückstand in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein Spiel der verpassten Chancen. Immer wieder gelang es dem TSV, sich heranzukämpfen. Zweimal verkürzten die Gäste auf nur noch einen Treffer, zweimal keimte neue Hoffnung auf. Doch jedes Mal fehlte in den entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz. Kleine Fehler, ungenutzte Chancen und eine zunehmend stabile HSG-Defensive verhinderten die Wende. Winzingen spielte etwas abgeklärter, nutzte seine Möglichkeiten konsequenter und setzte sich zwischenzeitlich auf vier Tore ab. Spätestens in der Schlussphase war zu spüren, dass die Hausherren dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten und vielleicht auch mussten. Während dem TSV zunehmend die Mittel ausgingen, legte die HSG in den letzten Minuten noch einmal nach und machte den Sack endgültig zu. Insgesamt sieben Zeitstrafen erschwerten für den TSV die Situation zusätzlich, während die Einheimischen bei nur vier verbüßten länger in Überzahl spielen konnten.

Für Bad Saulgau ist diese Niederlage ein herber Rückschlag. Der Abstand auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz ist wieder angewachsen, die Konkurrenz punktet und die Zeit läuft davon. Vier Spieltage bleiben noch, vier Endspiele, in denen sich entscheiden wird, ob der TSV den Klassenerhalt noch schaffen kann. Die Mannschaft steht nun noch mehr unter Druck. Jeder Fehler wird doppelt bestraft, jeder Punktverlust wiegt schwer. Doch noch ist nichts verloren. Die nächste Chance bietet sich am Samstag, 11. April um 18 Uhr in der heimischen Kronriedhalle. Dort wartet mit der drittplatzierten SG Hofen/Hüttlingen allerdings wieder ein echtes Schwergewicht der Liga.

Der TSV muss jetzt alles in die Waagschale werfen, nur so kann der drohende Abstieg noch abgewendet werden. Das Kellerduell in Donzdorf hat gezeigt, wie eng es ist, aber auch, dass Kleinigkeiten entscheiden. Jetzt zählen nur noch Siege.

TSV Bad Saulgau: Schmid, Bakos (Tor), Dück (4), Gönner (7/davon 5 Siebenmeter), Weisser (5), Kuttler (1), Lang, Fritz (2), Schnell (3), Beutter (1), Luib (2), Fuchs (2), Strommer, Callies (1).

 
 
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