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Zum nächsten Vier-Punkte-Spiel am Sonntag fährt ein Fanbus

  • fwidder
  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Von Thomas Lehenherr


Donzdorf / Bad Saulgau – Es ist angerichtet für ein weiteres Kapitel im nervenaufreibenden Kampf um den Klassenerhalt. Nach dem furiosen 44:36-Heimerfolg am vergangenen Wochenende gegen den TV Gerhausen reist der TSV Bad Saulgau mit neuem Selbstvertrauen zur HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf. Anwurf in der Donzdorfer Lautertalhalle ist am Sonntag, 29. März, um 17 Uhr. Es ist mehr als nur eine Begegnung, es ist ein echtes Vier-Punkte-Spiel.

Fünf Spieltage vor Saisonende ist die Lage klar: Der TSV steht unter Druck. Drei Punkte trennen die Bad Saulgauer vom rettenden zehnten Tabellenplatz, aktuell gehalten von der SG Ober-/Unterhausen. Gleichzeitig liegt der kommende Gegner aus Donzdorf vier Punkte hinter dem TSV auf Rang 13. Ein Sieg könnte also nicht nur den Abstand nach unten vergrößern, sondern auch den Blick nach oben wieder schärfen – eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen will. Dass die Mannschaft dazu in der Lage ist, hat sie eindrucksvoll bewiesen. 44 Tore gegen Gerhausen war nicht nur ein Statement, sondern auch ein emotionaler Befreiungsschlag. Tempo, Spielfreude, Durchschlagskraft auf allen Positionen, der TSV zeigte sein offensives Gesicht. Doch so überzeugend der Angriff war, so deutlich wurden phasenweise auch Baustellen in der Defensive. Zu oft fanden die Gegner einfache Wege zum Tor.

Trainer Markus Weisser weiß daher genau, wo der Hebel angesetzt werden muss, ohne dabei die neu gewonnene Stärke aus den Augen zu verlieren: „Wir sollten gegen die Spielgemeinschaft das Angriffskonzept beibehalten. Aber kein Spiel, auch gegen hintere Mannschaften, ist ein Selbstläufer. Es wird schwer genug, wir orientieren uns aber nach vorne an den sicheren Nichtabstiegsplatz 10, und da sind immer noch drei Punkte dazwischen. Wir schauen nun von Spiel zu Spiel und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen, das wird knackig genug.“

Gerade die Balance zwischen mutigem Angriffsspiel und stabiler Abwehr wird am Sonntag entscheidend sein. Weisser fordert mehr Konsequenz und Präsenz gegen den Ball:„Dazu müssen wir in der Abwehr noch etwas kompakter stehen, um mehr Zugriff auf den Gegner und den ballführenden Spieler zu bekommen. In der letzten Woche waren wir etwas zu passiv gegen den Ballbesitzenden,“ sagt Weisser. Im Fokus wird dabei vor allem ein Spieler stehen: Felix Däumling, der erfahrene Spielmacher der Gastgeber. Als Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel der HSG lenkt er nicht nur das Tempo, sondern ist auch selbst brandgefährlich im Abschluss. „Auf ihn sollten wir besonders achten. Das Spiel unseres Gegners ist normalerweise eher rückraumlastig, unsere Abwehr sollte daher gut zusammenarbeiten“, fordert der Coach.

Dass die Partie auch emotional eine besondere Note bekommt, liegt nicht zuletzt an der Unterstützung von den Rängen. Der TSV setzt einen Fanbus ein. Abfahrt ist am Sonntag um 13:45 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle. Ein klares Signal: Mannschaft und Umfeld rücken in dieser entscheidenden Phase der Saison zusammen. Denn es zählt jeder Punkt. Der TSV Bad Saulgau hat sich mit dem Sieg gegen Gerhausen zurückgemeldet und will nun nachlegen. In Donzdorf wartet kein Selbstläufer, sondern ein Kampfspiel auf Augenhöhe. Doch genau solche Spiele können am Ende den Unterschied machen. Der Klassenerhalt ist noch möglich, aber er muss erkämpft werden.

TSV Bad Saulgau: Schmid, Bakos (Tor), Dück, Gönner, Weisser, Kuttler, Lang, Fritz, Schnell, Beutter, Luib, Fuchs, Strommer, Callies.

 
 
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