Hier der Vorbericht aus Herbrechtingen-Bolheim auf Facebook

4-PUNKTE SPIEL IN BAD SAULGAU! FANBUS WIRD EINGESETZT!!!

Liebe Handballfreunde, langsam aber sicher geht es auf die Weihnachtspause zu. Wenn die Runde jetzt zu Ende wäre, würde die Mannschaft in der Württembergliga bleiben. Konjunktive sind aber leider fehl am Platz und so geht es Schlag auf Schlag weiter. 

Nach der ärgerlichen Niederlage gegen Langenau/Elchingen wo das Team vom Trainergespann Jooß/Albrecht einen Punkt zumindest verdient gehabt hätte geht es nun zum alten Widersacher aus den letzten Landesliga Spielzeiten. 

Bad Saulgau ist wie wir in die Württembergliga aufgestiegen und tut sich ähnlich schwer. Doch die Mannschaft aus der Bäderstadt hat bisher einen Sieg mehr zu verzeichnen als die Jooß-Schützlinge. Zuletzt feierte das Team von Neu-Trainer Beck (Bota wurde vor 3 Wochen beurlaubt) zwei Siege in Folge und werden entsprechend mit breiter Brust zu Hause auftreten. 

In der Kronriedhalle erwartet alle Beteiligten erwartungsgemäß ein Hexenkessel.  Nicht selten sehen über 800 Zuschauer die Begegnungen ihrer Mannschaft. 
Für unser Team gilt es in den letzten beiden Spielen bis zur Pause möglichst noch einen Sieg einzufahren. Dann wäre man mit 10 Pluspunkten absolut im Soll. Am Besten wäre es natürlich gleich am Samstag in Bad Saulgau zu punkten da eine Woche später mit dem Tabellenführer Weilstetten eine schier unmögliche Aufgabe in der Bibrishalle wartet. 
Aufpassen sollte man auf den starken Rückraum mit Matt,Gaspar und Rosca. Dazu steht mit Bakos ein toller Torhüter zwischen den Pfosten der TSV. Alles andere als eine leichte Aufgabe für die SHB, aber die sucht man in dieser Liga eh vergebens. 

Personell hat sich seit den letzten Begegnungen nicht viel verändert. Möller und Zeiher fallen weiter aus und nach dem Spiel gegen Langenau bangt Trainer Jooß um den Einsatz von Kling (Knie) und Rugaci (Schulter). Auch Bauer und Hug sind noch immer angeschlagen. Langsam wird es Zeit die verdiente Pause zu nutzen um die Blessuren zu kurieren. Doch vorher gilt es nochmal alles in die Waagschale zu werfen. 

Zu diesem wichtigen Auswärtsspiel setzt die SHB einen Fanbus ein. Abfahrt ist am Samstag um 14.30 Uhr am Bibrishallenparkplatz. Reservierungen bitte unter Tel. 07324/7736. Wir hoffen, dass recht viele Fans mitfahren um unsere Mannschaft zu unterstützen. Wir brauchen jeden Fan in Saulgau....

 

Die Fotos vom Spiel der Frauen in Dornbirn sind online.
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Danke an  Stephan Schranz

 
 
 

Bad Saulgau siegt gegen das Tabellenschlusslicht

Handball-Württembergliga Süd: TV Reichenbach - TSV Bad Saulgau 23:27 (13:14)

 

Reichenbach / Bad Saulgau (tl) - Zweiter Sieg im zweiten Spiel - es läuft nicht schlecht für den neuen Chefcoach des Württembergligisten TSV Bad Saulgau Holger Beck. Doch so ganz war er mit dem Auftreten seiner Mannschaft nicht zufrieden.

Am vergangenen Samstagabend schlug der Liga-Neuling Bad Saulgau das Tabellenschlusslicht Reichenbach mit 27:23, hätte jedoch angesichts der Feldüberlegenheit noch wesentlich höher gewinnen können. Der TSV kam besser aus den Startlöchern als die Hausherren. Die Körpersprache stimmte, die Angriffe liefen zügig und die offensive 3:2:1-Abwehr um den noch etwas grippegeschwächte Christian Zimmerer sowie Simon Kruse und Wirbelwind Patrick Engler war aggressiv und schnell auf den Beinen. Spielmacher Istvan Gaspar war zwar gesundheitlich noch etwas angeschlagen, leitete aber die Angriffe gemeinsam mit Fabian Hillenbrand gekonnt ein. Vor allem das Anspiel an den Kreis zu Patrick Osterc klappte vorbildlich. Die Begeisterung der gut 60 mitgereisten Fans war groß, als Osterc mehrmals spektakulär verwandelte. Bis zur 17. Minute lief's so weiter und der TSV lag durch sehenswerte Treffer von Nelu Rosca, Istvan Gaspar und Daniel Matt mit 9:5 in Front. Dann kehrte bei den Bad Saulgauern der Schlendrian ein, die schnellen Reichenbacher Angreifer Yann Kienzlen und Yannik Heetel nahmen die Einladung gerne an und sorgten sehr zum Ärger der Bad Saulgauer Trainerbank in der 28. Minute für den 12:12-Ausgleich. Istvan Gaspar und Simon Kruse trafen dann zur Pause zur 14:13-Führung.

Wie zu Beginn der ersten Halbzeit besann sich der TSV seiner Fähigkeiten, stand in der Abwehr wieder sicherer und kombinierte im Angriff sehr gut. Wiederum Patrick Osterc gelangen schöne Treffer vom Kreis und Michael Reck kam auf der linken Seite immer besser in Form, überlistete den sonst gut parierenden TV-Torhüter Nikolas Stockburger einige Male. Die TSV-Fans trommelten und feuerten ihr Team an, was das Zeugs hielt und stellten Heimspielatmosphäre her. So stand es in der 46. Minute 22:16 für den Gast und es bahnte sich ein Debakel für die Hausherren an. Abermals schaltete der TSV im Gefühl des sicheren Sieges gleich mehrere Gänge zurück und ließ die Einheimischen, die fast schon aufgegeben hatten, gewähren. TSV-Torhüter Florian Engler war in dieser schwächeren Phase die Bad Saulgauer "Konstante" und hielt mit glänzenden Paraden den Gegner auf Abstand. Am Ende war der Sieg dennoch ungefährdet.

"Ich bin erleichtert, dass wir gewonnen haben. Wir haben in den ersten 20 Minuten gut gekämpft und dann unnötigerweise nachgelassen. In der Halbzeitpause ist es deshalb bei uns etwas lauter geworden. Zu Beginn des zweiten Abschnitts hat die Mannschaft dann wieder das umgesetzt, was wir besprochen haben. Am Ende stimmte die Körpersprache wieder nicht mehr. Da habe ich mich schon etwas geärgert", sagte Trainer Holger Beck. "Ich bin zuversichtlich, dass wir am kommenden Samstag gegen Herbrechtingen vor unserer großartigen Zuschauerkulisse besser spielen. Co-Trainer Frederik Söder macht unheimlich viel bei den Vorbereitungen auf den Gegner und ist eine riesige Hilfe", sagte Beck.

Nikolas Stockburger, Torhüter der Gastgeber, der schon vor einigen Jahren mit Plochingen gegen den TSV in der Württembergliga spielte, war die Enttäuschung nach dem Match deutlich anzumerken. "Es wird sehr sehr schwer für uns. Bereits im letzten Jahr konnten wir gerade noch so die Liga halten. Wir haben einige Langzeitverletzte, die auch in den nächsten Wochen noch nicht spielen können. Bad Saulgau war klar besser, ich hab mich nur gewundert, warum der TSV nicht noch mehr Gas gegeben hat", sagte Stockburger.

Der zweite Vorsitzende der TSV-Handballer Alexander Osswald war auch unter den Fans und fieberte mit. "Wir machen zwar immer noch zu viele Fehler in Abwehr und Angriff, aber die Mannschaft hat sich wieder gut zurück ins Spiel gekämpft. Am Ende war entscheidend, dass Holger Beck immer durchgewechselt hat und wir dadurch den längeren Atem hatten. Das waren zwei sehr wichtige Punkte", sagte ein erleichterter Alexander Osswald.

 

Zum letzten Spiel des Jahres und der Vorrunde empfängt der TSV am kommenden Samstag, den 10. Dezember um 18 Uhr in der Kronriedhalle die SG Herbrechtingen-Bolheim, ebenfalls einen Württembergliga-Aufsteiger.

 

TSV: Bakos, F. Engler (beide im Tor), Matt (5/davon 2 Siebenmeter), S. Kruse (1), Rosca (4), M. Kruse, P. Engler, Osterc (5), Zimmerer, Hillenbrand (2), Reck (4), Gaspar (5), Aldica, Luib (1).

 

 

Die Vorgaben des Trainerteams in Reichenbach umsetzten

 

Handball-Württembergliga Süd: TV Reichenbach - TSV Bad Saulgau (Samstag, 18 Uhr, Brühlhalle)

 

Reichenbach / Bad Saulgau (tl) - Mit dem nicht unbedingt erwarteten Heimsieg gegen Laupheim (31:30) im Rücken fährt Württembergligist TSV Bad Saulgau am heutigen Samstag etwas erleichtert zum Tabellenschlusslicht Reichenbach an der Fils. Spielbeginn in der Reichenbacher Brühlhalle ist um 18 Uhr. 

Doch gleich nach dem überaus spannenden Derby am vergangenen Samstag warnte der neue Trainer Holger Beck sein Team vor zu viel Euphorie und fing alsbald mit der Vorbereitung auf den Gegner Reichenbach an. "Ich habe Videos des TV Reichenbach angeschaut und muss sagen, dass dies, wenn die Verletzten wieder an Bord sind, eine bärenstarke Mannschaft ist. Sie steht nur auf Grund des großen Verletzungspechs hinten drin. Der TV konnte in Laupheim und gegen Herbrechtingen gewinnen, das Team hat eine sehr hohe Qualität. Vor allem Spielmacher Timo Häußermann ist sehr dynamisch", warnt Holger Beck. Das Team von Trainer Werner Fischer steht noch mehr unter Druck als der TSV und sollte unbedingt gewinnen, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu halten. Aber auch die Bad Saulgauer sind zum Siegen verdammt. Als Tabellenzwölfter ist der TSV gerade mal einen Rang vom Relegationsplatz entfernt. "Zwei Punkte wären mein Wunsch, dafür treten wir an. Aber wir haben von den Gegentoren her gesehen die schlechteste Abwehr der Liga, da müssen wir stärker werden und haben deshalb in den letzten Übungseinheiten den Schwerpunkt auf Defensivarbeit gelegt. Gegen Laupheim hat das Team aber die Vorgaben von Co-Trainer Frederik Söder und mir umgesetzt. Die Jungs haben gefightet, ich war stolz auf sie. Da gilt es jetzt anzusetzen und genauso weiter zu machen. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer", sagt Holger Beck.

Ganz zufrieden gab sich der Chef-Coach auch mit dem Trainingsengagement seiner Mannschaft in dieser Woche, doch waren wie auch in der letzten Woche schon wieder zwei Leistungsträger krankheitshalber ausgefallen. Abwehrchef Christian Zimmerer und der beim letzten Spiel so starke Spielmacher Istvan Gaspar sind an Grippe erkrankt. Hinter ihrem Einsatz steht ein großes Fragezeichen. Dafür sind die Rückraumspieler Nelu Rosca und Daniel Matt wieder halbwegs fit, stehen aller Wahrscheinlichkeit nach wenigstens auf der Platte. "Meine Planungen werden schon wieder über den Haufen geworfen. Ich kann nicht mit Istvan und Christian rechnen, aber da müssen wir eben durch. Wir kämpfen mit allem, was uns zur Verfügung steht", sagt Holger Beck.

Nachdem auch die Verantwortlichen in der letzten Woche gegen Laupheim mitgezittert haben und besonders der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand unter der Dramatik litt, ist die Lage beim TSV nun nicht mehr ganz so angespannt wie noch vor wenigen Wochen. Das könnte sich jedoch bei einer weiteren unnötigen Niederlage schnell wieder ändern. "Der Druck liegt ganz klar bei den Reichenbachern. Sie müssen zu Hause jetzt punkten, um den Anschluss zu halten. Wir wollen alles in die Waagschale werfen und wenn jeder einzelne Spieler die Vorgaben des Trainerteams abarbeitet, dann werden wir Erfolg haben", sagt Hillenbrand. 

 

Zur Unterstützung der Mannschaft wird ein Fanbus eingesetzt. Abfahrt ist um 14.30 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle. Reichenbach liegt bei Plochingen.

 

TSV: Bakos, F. Engler (beide im Tor), Matt, S. Kruse, Rosca, M. Kruse, P. Engler, Osterc, Zimmerer, Kohler, Hillenbrand, Reck, Gaspar, Aldica, Luib.

 

Die Fotos vom Spiel der Männer 1 sind online.

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Danke Stephan Schranz

Auch die Frauen waren erfolgreich

Damen fahren den ersten Saisonsieg ein – TSV Bad Saulgau – SG Ulm & Wiblingen 26:25 (14:19)

 

Erstmals in der Saison 2016/2017 konnten die Damen des TSV Bad Saulgau zwei Punkte auf ihrem Konto verbuchen. Nach nunmehr fünf Niederlagen schafften es die Damen um Trainer Stephan Utzinger nun endlich den Schalter umzulegen und das Spiel für sich zu entscheiden.

 

Zu Beginn der Partie fand man nur schlecht ins Spiel. In der dritten Minute stand es bereits 3:0 für die Gastgeber. Die Abwehr des TSV war nicht zu konsequent und der Angriff suchte überhastet den Weg zum Tor.

Die Aufregung legte sich jedoch schnell und durch Tore von Claudia Weiser, Michaela Mentz und Nora Gerster ließ man den Abstand nicht größer werden und so konnte man sich in der elften Minute auf einen Spielstand von 7:6 heranarbeiten.

 

Wie auch in den letzten Spielen wollten Mannschaft und Trainer endlich beide Punkte mit nach Hause nehmen und die Hoffnung nicht aufgeben. Die Abwehr der Bad Saulgauerinnen wurde härter, jedoch nicht unfair und im Angriff wurden über die erste und zweite Welle Torchancen verwertet. Auch die Außenspielerinnen Tanja Schranz und Sandra Wilke hatten einen guten Tag erwischt und verwandelten sicher.

 

In der 16. Minute gab es dann einen 7m-Strafwurf für die Gäste, den Michaela Mentz souverän verwandelte und ihren Mannschaftskolleginen so zum Ausgleich von 10:10 verhalf.

 

In der 19. Minute nahm Trainer Stephan Utzinger dann die Auszeit und versuchte seine Mannschaft auf den richtigen Weg zu bringen. Dies schien Wirkung gehabt zu haben, denn ab diesem Zeitpunkt konzentrierten sich die Bad Saulgauerinnen konsequent auf ihr Spiel. So konnte man sich bis zur Halbzeit einen 5-Tore-Vorsprung erarbeiten. (14:19)

 

Nach der Halbzeit wurde der Abstand zeitweise sogar noch auf 6 Tore ausgebaut. Jedoch schien die Mannschaft des TSV dann wieder einzubrechen. Die Gastgeberinnen holten auf und kamen Tor um Tor heran.

Eine an diesem Tag sehr gut aufgelegte Silvia Teufel hielt ihre Mannschaft jedoch durch zahlreiche Paraden im Spiel und verhinderte den Ausgleich der Gegner.

 

Als der TSV in der 51. Minute nur noch mit einem Tor (23:22) vorne lag, drohte eine erneute Niederlage. Jedoch war der Kampfgeist der Bad Saulgauerinnen ungehindert. Dieses mal wollte man beide Punkte mit nach Hause bringen. Die Abwehr war abgesprochener als in den letzten Spielen und Torhüterin Silvia Teufel stärkte ihrer Mannschaft den Rücken. Im Angriff war es vor allem Nora Gerster, die ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene setzte und auch selbst durch starke Eins-gegen-Eins Aktionen torgefährlich blieb. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und vor allem auch eine nennenswerte Leistung des Schiedsrichters, der das Spiel über 60 Minuten sehr gut geführt hat, konnte man dann am Ende (endlich!) als glücklicher Sieger das Spielfeld verlassen.

 

Nächstes Augenmerk liegt nun auf dem Spiel am 04.12.2016 in dem versuchen wird, auch gegen den SSV Dornbirn/Schoren 2 die Punkte aus der Halle zu entführen.

 

Für den TSV spielten: Claudia Weiser (4), Michaela Mentz (5), Janine Knoll (TW), Silvia Teufel (TW), Anastasija Gorst (3), Sandra Wilke (2), Julia Gerster, Nora Gerster (2), Michelle Hoffmann (4), Tanja Schranz (4), Sabrina Gasser (1), Maria Luib, Jana Michelberger (1).

 

 

 

 

 

Perfekter Einstand für Holger Beck

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HV RW Laupheim 31:30 (14:17)

 

Bad Saulgau (tl) - Das hätte wohl kaum jemand erwartet! Trotz personeller Schwierigkeiten - Rückraumschütze Nelu Rosca fiel ganz aus und Torschützenkönig Daniel Matt konnte wegen einer starken Erkältung nur bedingt eingesetzt werden - bot der TSV Bad Saulgau dem Favoriten aus Laupheim vor mehr als 800 Zuschauern in der Kronriedhalle ein Spiel auf Augenhöhe und gewann am Ende knapp aber verdient mit 31:30. Das Match war an Spannung kaum zu überbieten, bot zudem alle Facetten des Handballsports und wurde von dem Schiedsrichtergespann Roland Ebner / Andreas Pisch aus Böblingen bzw. Schönbuch souverän geleitet.

Der neue Chefcoach Holger Beck hatte sein Team nach den schlechten Leistungen bei den letzten Heimspielen mit Co-Trainer Frederik Söder perfekt auf den Gegner eingestellt. Überraschend für die Rot-Weißen war wohl die aggressive 3:2:1-Abwehr des TSV, die den so gefürchteten Rückraumschützen Tim Rodloff, Constantin Striebel und Kenan Durakovic zu schaffen machte. Auch der australische Nationalspieler Timothy Anderson hatte kein leichtes Spiel.

Der TSV war zwar in der ersten Hälfte meist ein, zwei Tore im Hintertreffen, ließ sich aber durch vorbildlichen kämpferischen Einsatz nicht abschütteln. Die Abwehr um ihre Chefs Christian Zimmerer und Simon Kruse rackerte, auch Patrick Engler machte hier eine hervorragende Figur. In der Offensive zeigte Spielmacher Istvan Gaspar sein bislang wohl bestes Spiel und setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene. Mit zunehmender Spieldauer begeisterte Fabian Hillenbrand mit sehr variablem Spiel, souveränen Siebenmeter-Strafwürfen sowie überraschenden Pässen und Patrick Engler sorgte für ständige Unruhe in der Laupheimer Abwehr. Trotzdem gelang es Laupheim durch fünf beeindruckende Treffer in Folge des sehr beweglichen Linksaußenakteur Daniel Amann, sich bis zur Pause mit drei Toren vom TSV abzusetzen. Mit 14:17 ging es in die Katakomben.

Als gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts wiederum Daniel Amann auf 18:14 für Laupheim erhöhte, glaubten nur noch wenige Fans an einen Erfolg des TSV. Doch die Hausherren hatten noch Reserve, schalteten wie aus heiterem Himmel einen Gang höher und trafen durch Sebastian Luib, Christian Zimmerer, Istvan Gaspar und Michael Reck vier Mal in Folge - und schon stand es 18:18. Kaum jemand hielt es noch auf den Sitzen, die TSV Fans machten unbeschreibliche Stimmung und peitschten ihr Team voran. Auch die zahlreichen Laupheimer Fans schwenkten riesige Fahnen und versuchten ihr bestes. RW-Rückraumschütze Kenan Durakovic konnte nochmals zwei Mal für Laupheim vorlegen, doch der Treffer von Cristian Aldica aus spitzestem Winkel von Linksaußen und die Treffer von Istvan Gaspar, zwei Mal Daniel Matt und Simon Kruse ließen den TSV wieder aufschließen. Hinzu kam, dass Torhüter David Bakos - wie in der ersten Halbzeit Kollege Florian Engler - immer mehr zu Hochform auflief und glänzend parierte. Die Verteidigung der Platzherren agierte nun noch entschlossener. So verschaffte sich der TSV immer mehr Feldvorteile und ging in der 52. Minute erstmals durch einen Treffer von Daniel Matt in Führung (26:25). In dieser Phase gelang TSV-Kreisläufer Patrick Osterc mit einem "Rückwärtswurf" im Fallen der schönste Treffer des Tages. Zwei Mal schafften es die Gäste noch auszugleichen, bevor dem TSV durch zwei eiskalt verwandelte Siebenmeter von Fabian Hillenbrand in der 57. und 58. Minute erstmals eine Zweitore-Führung gelang (30:28). Beim Stande von 31:30 und Ballbesitz für den TSV kamen die Laupheimer beinahe noch durch einen Leichtsinnsfehler der Hausherren zum Ausgleich, doch RW-Akteur Constantin Striebel konnte den fälligen Freiwurf in der letzten Sekunde nicht mehr verwandeln. So war der Jubel am Ende unbeschreiblich. Trainer, Spieler und Fans lagen sich in den Armen und feierten den gelungen Einstand des neuen Trainers Holger Beck.

"Der Schwerpunkt lag auf der Abwehrarbeit. Wir haben den Gegner mit unserer vorgezogenen 3:2:1-Abwehr überrascht und die gefährliche Entfernung zwischen acht und zehn Metern vor dem Tor gut abgedeckt. Wir haben mit Fleiß, Leidenschaft und Herz gespielt und hatten auch das nötige Quäntchen Glück", sagte ein sichtbar erleichterter Trainer Holger Beck im Pressegespräch unmittelbar nach dem Spiel. "Die Vorbereitung auf unseren Gegner war sehr intensiv. Vor allem Co-Trainer Frederik Söder hat hier vorbildliche Arbeit geleistet. Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für uns. Die ganze Mannschaft hat 60 Minuten lang gut zusammengearbeitet und mit Istvan Gaspar im Angriff, Christian Zimmerer und Patrick Engler in der Abwehr herausragende Akteure gehabt. Wir müssen zu Hause wieder eine Macht werden", sagte Beck und betonte aber gleichzeitig, dass es noch ein langer Weg zum Klassenerhalt sei und der TSV sicher noch ab und an Lehrgeld zahlen muss. "Ab morgen beschäftigen wir uns bereits mit dem nächsten Gegner, wir dürfen uns keineswegs in Sicherheit wiegen", ergänzt der Chefcoach.

 

Nächster Gegner ist am kommenden Samstag, den 3. Dezember um 18 Uhr das Tabellenschlusslicht TV Reichenbach. Abfahrt des Fanbusses ist um 14.30 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle.

 

TSV: Bakos, F. Engler (beide im Tor), Matt (6/davon 1 Siebenmeter), S. Kruse (3), P. Engler (2), Osterc (1), Zimmerer (2), Kohler, Hillenbrand (6/4), Reck (3), Gaspar (6), Aldica (1), M. Kruse.

 

Im Vorspiel zur "Ersten" kämpfte die "Zweite" gegen Tabellenführer Laupheim 2 und verlor relativ knapp mit 24:28. Dafür konnte die Dritte im Anschluss an das Spiel der "Ersten" mit 29:18 einen deutlichen Sieg gegen Laichingen einfahren.

Auch die Damenmannschaft des TSV von Trainer Stephan Utzinger hatte Grund zum Jubeln. Sie gewann ihr erstes Saisonspiel in Ulm/Wiblingen nach zeitweise großem Vorsprung am Ende knapp aber verdient mit 26:25.

 

 

Stimmen zum Spiel

 

Simon Kruse

Wir haben heute ein paar Fehler weniger gemacht und nur ein, zwei Tempogegenstöße eingefangen. Gegen Ende der ersten Hälfte lief es nicht so gut, dann haben wir uns im Gegensatz zu den letzten Spielen wieder gefangen. Mit unserer offensiven 3:2:1-Abwehr hat Laupheim glaube ich nicht gerechnet. Insgesamt waren wir cooler als sonst und spielten schnell nach vorne. Das hat heute richtig Spaß gemacht, auch unserem Super-Publikum, denke ich.

 

Patrick Osterc

Das war eine reine Einstellungssache. Wir haben uns drei Trainingseinheiten voll auf den Gegner fokussiert und vor allem unsere Abwehrarbeit entsprechend einstudiert. Die Abwehr war Dreh- und Angelpunkt, es war Leidenschaft dabei und wir haben uns gut bewegt. Es war ein faires Spiel und die Schiedsrichterleistung war ausgezeichnet.

 

Fabian Hillenbrand

Bei den Siebenmeter-Strafwürfen entscheide ich mich immer erst kurz vorher, welche Variante ich wähle. Ich beobachte den Torhüter und versuche dann einen Überraschungseffekt. Wenn es dann gelingt, bin ich froh.

Holger Beck setzt gegen Laupheim auf die alten Tugenden

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HV RW Laupheim (Samstag, 18 Uhr Kronriedhalle)

 

Bad Saulgau (tl) - Die gesamte Bad Saulgauer Fangemeinde ist gespannt auf das Trainer-Comeback des Ausnahme-Handballers Holger Beck. Er gibt seinen Einstand am heutigen Samstag um 18 Uhr in der Kronriedhalle gleich beim Derby-Knaller gegen Laupheim. Drei Trainingseinheiten blieben dem 49jährigen ehemaligen Zweitligaspieler nur, um die Mannschaft auf Kurs zu bringen. Doch die Voraussetzungen waren schon besser. Möglicherweise fallen Daniel Matt (Bronchienerkrankung) und Nelu Rosca (Wadenverletzung), also die beiden Top-Torschützen des TSV, aus. Damit ist auch die eingespielte Rückraumachse enorm geschwächt. "Ich rechne nicht damit, dass sie spielen können. Unter diesen Umständen ist natürlich Laupheim klarer Favorit. Aber wir möchten trotz allem viel Leidenschaft einbringen und mit einer entsprechenden Körpersprache auftreten und so vielleicht zum Erfolg kommen", sagt Holger Beck. Gemeinsam mit Frederik Söder möchte er das Team bis zum Beginn der Rückrunde stabilisieren. Seine Handschrift wird trotz der personellen Schwächung sicherlich heute schon zu lesen sein. Vielleicht gelingt dem Trainerduo sogar etwas mehr, als den Favoriten Laupheim nur zu ärgern. Die Motivation in dieser Trainingswoche war groß und der leichte Formanstieg beim Auswärtsspiel gegen Unterensingen macht Mut.

Im Gegensatz zum TSV scheint der Kader bei den Rot-Weißen, die noch beim letzten Spiel gegen Wolfschlugen einige Verletzte zu beklagen hatten, wieder vollzählig zu sein. Holger Beck warnt besonders vor dem enorm wurfgewaltigen Rückraum der Laupheimer. Auf Halblinks stehen mit dem 1,94 Meter großen Constantin Striebel und auf Halbrechts mit dem noch einen Zentimeter größeren Robin Pohl zwei treffsichere, athletische Akteure auf dem Parkett und natürlich sind auch Tim Rodloff und Daniel Amann noch den meistern TSV-Akteure als selbstbewusste, gefährliche Spieler bekannt. Trotz dieser bekannten Namen und der scheinbar personellen Übermacht des Gegners möchte der TSV selbstbewusst und entschlossen auftreten. "Wir haben verschiedene Angriffs- und Abwehrvarianten einstudiert. Für die ausgefallenen Spieler werden andere in die Presche springen. Das waren intensive Trainingseinheiten in dieser Woche, die Stimmung ist gut", sagt Beck und gibt sich selbstbewusst.

Auch der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand verfolgte das Training und die personelle Entwicklung in dieser Woche. "Unser Ziel ist es, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten. Die Laupheimer haben den Anspruch, hier zu gewinnen, wir haben die Aufgabe sie so lange wie möglich zu ärgern", sagt Hillenbrand und hofft in den nächsten Wochen auf einen Leistungsaufschwung des Teams mit dem neuen Cheftrainer.

Wie auch Hillenbrand zeigt sich der erste Vorsitzende Matthias Knoll froh, dass die Trainersuche schnell Erfolg hatte. "Ich bin überglücklich, dass wir Holger Beck als Trainer für die erste Herrenmannschaft bis zum Saisonende verpflichten konnten. Ich erwarte von ihm, dass er sein exzellentes Handballwissen an die Mannschaft weitergibt. Als Taktikfuchs wird er die eine oder andere Raffinesse in den Angriff einbauen. Ich hoffe natürlich, dass die Spieler durch persönliche Gespräche wieder zu alter Form zurückfinden. Die Trainertätigkeit ist bis zum Saisonende befristet. Für die Bereitschaft danke ich Holger ganz herzlich. In gleicher Weise bedanke ich mich bei meinem Freund Nico Bota. Er hat für unsere Handballabteilung herausragende Arbeit geleistet", sagt Matthias Knoll.

 

TSV: Bakos, F. Engler (beide im Tor), Matt, S. Kruse, M. Kruse, P. Engler, Osterc, Zimmerer, Kohler, Hillenbrand, Reck, Gaspar, Aldica.

 

Heimspielsamstag des TSV

 

Neben der ersten und zweiten Herrenmannschaft kämpfen am Samstag, 26. November noch weitere TSV-Mannschaften in der Kronriedhalle um Punkte. Schon um 10 Uhr empfängt die zweite Mannschaft der gemischten D-Jugend die TG Bad Waldsee und um 11.30 Uhr tritt das erste D-Jugendteam gegen die TSG Söflingen an. Die weibliche B-Jugend sieht sich um 12.55 Uhr dem TV Gerhausen gegenüber und um 14.30 Uhr empfängt die männliche C-Jugend den TSB Ravensburg. Nach der zweiten und ersten Herrenmannschaft hat die "Dritte" zum Abschluss des Heimspielsamstags noch um 20 Uhr ihren Auftritt gegen den TSV Laichingen.

Holger Beck ist neuer TSV-Trainer

 

 

Bad Saulgau (tl) - Die Spekulationen haben ein Ende. Handball Württembergligist TSV Bad Saulgau kann wie angekündigt einen neuen Trainer präsentieren. Nachfolger von Ex-TSV Chefcoach Nico Bota wird der ehemalige Bad Saulgauer Topspieler, Jugend- und frühere Interimstrainer der ersten Mannschaft Holger Beck. Gemeinsam mit Co-Trainer Frederik Söder wird er bis zum Saisonende die Übungsleitung beim TSV übernehmen und versuchen, den Klassenerhalt in der Württembergliga zu schaffen.

 

Schon einmal war der heute 49jährige verheiratete Handballkenner als Interimscoach eingesprungen, als der ehemalige TSV-Trainer Günther Hejny am 13. November 2012, nach dem Abstieg aus der Württembergliga und der Erfolglosigkeit in der neuen Landesliga das Handtuch warf. Beck und Markus Weisser coachten gemeinsam und führten das Team auf einen am Ende guten sechsten Platz in der Landesliga. Diese Platzierung kann für die Württembergliga nun wirklich niemand erwarten, doch die Hoffnung, mit dem vorhandenen Spielerpotenzial und der neuer Leitung die Klasse zu halten, bekommt nun neue Nahrung.

 

Der in Tettnang geborene Holger Beck sammelte beim dortigen Handballverein lange Jahre als Jugendspieler und auch bei den Aktiven Erfahrung, bevor er zum Vfl Pfullingen wechselte und mit dem Verein eine Zeit lang in der zweiten Bundesliga spielte. Dann stieß er zum TSV Bad Saulgau, mit dem er dreimal nacheinander aufstieg und am Ende in der Regionalliga (damals dritte Liga) landete. Er war sieben Mal in Folge Liga-Torschützenkönig und vielleicht der beste Linksaußenspieler der damaligen Regionalliga. Unvergessen sind seine Körpertäuschungen, sein unglaubliches Ballgefühl und seine intelligenten Trickwürfe aus spitzestem Winkel. Zu seinen aktiven Zeiten arbeitete er eine zeitlang in Berlin und flog zu jedem Ligaspiel extra nach Hause - ein Vollbluthandballer eben. Im Jahr 2002 beendete er seine aktive Karriere bei der "Ersten" und spielte noch einige Jahre bei der zweiten Herrenmannschaft. Zudem engagierte er sich als Trainer bei den TSV-Mädchen, bevor er 2012 den Job als Interimscoach bei der "Ersten" annahm. Seit Mitte 2013 ist Holger Beck "nur" Handballfan und freut sich nun auf seine neue, zugegebenermaßen sehr schwierige Aufgabe. "Ich wurde Mitte letzter Woche von Krischan Hillenbrand angerufen und gefragt, ob ich das Traineramt übernehmen möchte", sagte Beck. "Ich überlegte nicht lange. Wenn es hoffnungslos wäre, dann hätte ich nicht zugesagt. Es ist Potenzial da. Ich denke, wir bekommen das hin, mit Fleiß, Leidenschaft und auch dem nötigen Glück", sagt der neue Coach. Angesprochen auf seinen entlassenen Vorgänger Nico Bota sagt Beck: "Ich habe großen Respekt vor Nico. Ich mag ihn menschlich sehr und er hat das hinbekommen, was andere drei Jahre vergeblich versucht haben, nämlich Aufstieg in die Württembergliga. Die Vorstandschaft hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. In Bad Saulgau ist Handball eine Marke Wir müssen jetzt an ein einigen Stellschrauben drehen und schauen, dass wir zur Rückrunde stabil sind. Für mich ist es eine große Herausforderung. Die Anspannung ist groß, da ja auch die Erwartungshaltung groß ist. Ich sehe die Chance auf den Klassenerhalt", sagt Beck.

 

Der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand ist erleichtert, eine schnelle Trainerlösung und mit Holger Beck einen kompetenten Fachmann gefunden zu haben. "Das wird eine Herkulesaufgabe für das Trainergespann. Das Projekt heißt: Nichtabstiegsplatz und ist begrenzt bis zum Saisonende. Holger Beck muss keine Gedanken an die nächste Saison verschwenden, kann also ganz unbefangen ran gehen und wenn es sein muss, auch durchgreifen", sagt Hillenbrand.

TSV kämpft gut und verliert knapp

 

Handball Württembergliga Süd: SKV Unterensingen - TSV Bad Saulgau 33:30 (16:14)

 

Unterensingen (tl) - Gegen den zurzeit in Topform befindlichen SKV Unterensingen gab's für den TSV Bad Saulgau die erwartete Niederlage. Aber sie fiel längst nicht so deutlich als manche befürchteten. Einige Zeit war es sogar ein Kampf auf Augenhöhe. Am Ende war der 33:30-Sieg für die Hausherren aber verdient. Nach der Trennung des TSV von Trainer Nico Bota, coachte der bisherige Co-Frederik Söder die Mannschaft und konnte trotz der Niederlage einige positive Ansätze erkennen.

Zu Beginn hielt der TSV ohne den an der Wade verletzten Rückraumschützen Nelu Rosca und Linkshänder Sebastian Luib gut mit und zog mit dem Favoriten immer wieder gleich. Doch plötzlich gab es wie in den Spielen zuvor einen Bruch im Spiel der Bad Saulgauer. Ein Fehler jagte den anderen, die Hausherren hatten mit ihren rasanten Tempogegenstößen wenig Mühe und so fielen die Treffer wie am Fließband. Nach 15 Minuten stand es bereits13:7 für die Gastgeber. Die mitgereisten Fans befürchteten das nächste Debakel, doch der TSV fand wieder zu seinem Spiel und durch sehenswerte Treffer von Kreisläufer Patrick Osterc und Daniel Matt Tor für Tor auf. Zur Halbzeit keimte beim Stande von 14:16 wieder Hoffnung auf.

Als TSV-Torhüter Florian Engler einige Würfe parieren, Michael Reck verkürzen und Daniel Matt den 16:16-Ausgleich markieren konnte, glaubten einige Fans sogar an eine Überraschung. Immer wieder legten die Hausherren durch Torschützenkönig und Spielmacher Ingo Krämer und Florian Brändle einen Treffer vor, der TSV glich dann mehrmals durch Michael Reck, wiederum zwei Mal Daniel Matt und Fabian Hillenbrand aus. Das Match verlief bis dato ungemein spannend, doch der TSV schaffte es einfach nicht, die sich bietenden Chancen zu nutzen und in Führung zu gehen. So brach die Moral plötzlich wieder zusammen und analog zum ersten Abschnitt verloren die Bad Saulgauer wieder die Konzentration. Wieder häuften sich die individuellen Fehler und der SKV legte binnen weniger Minuten durch den starken Ingo Krämer und Simon Hablizel eine komfortable 29:22-Führung vor. Der TSV besann sich bei diesem Rückstand plötzlich wieder seiner Kräfte, stabilisierte die Defensive und Torhüter David Bakos war auf dem Posten. Langsam holte der TSV durch Patrick Engler und Fabian Kohler Tor um Tor auf, doch es war zu spät und die routinierten Platzherren ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.

"Wir haben am Anfang gut mitgehalten, dann kam wieder der Bruch und die Mannschaft hat die falschen Entscheidungen getroffen. Ich stellte die Abwehr von einer 6:0- auf die offensivere 5:1-Variante um und schon lief es besser. Wir sind wieder rangekommen, haben ausgeglichen, doch dann sogar in Überzahl den Ball weggeworfen. In wichtigen Momenten haben wir einfach falsch entschieden. Gekämpft hat die Mannschaft und gut nach vorne gespielt, die Einstellung hat hundertprozentig gestimmt", resümierte Interimscoach Frederik Söder das Spiel seines Teams.

Auch der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand war dabei, fieberte auf der Bank mit und ärgerte sich über die ausgelassenen Chancen. "Ich habe einige gute Ansätze erkennen können, es gibt Höhen und Tiefen, die Konstanz fehlt leider. Wenn der Gegner sechs, sieben Treffer weg ist, kämpfen wir wie die Löwen, , kommen ran und versäumen es, in Führung zu gehen und uns einen Vorteil zu verschaffen. Es ist zum Verzweifeln. Die Chance war da. Die Spieler sind noch verunsichert, vor allem in wichtigen Phasen des Spiels, wenn es darauf ankommt. Wir müssen versuchen, diese Verunsicherung bis Weihnachten abzubauen" sagt Hillenbrand.

Nächster Gegner ist am kommenden Samstag, den 26. November um 18 Uhr in der Kronriedhalle der HVRW Laupheim.

TSV: Bakos, F. Engler (beide im Tor), Matt (10/davon 3 Siebenmeter), S. Kruse, M. Kruse, P. Engler (4), Osterc (3), Zimmerer (3), Kohler (3), Hillenbrand (2), Reck (3), Gaspar (2), Aldica.

Eine funktionierende Abwehr ist der Schlüssel zum Erfolg

 

Handball Württembergliga Süd: SKV Unterensingen - TSV Bad Saulgau (Samstag, 19.30 Uhr, Bettwiesenhalle) 

 

Bad Saulgau (tl) - Nachdem sich Württembergligist TSV Bad Saulgau von Cheftrainer Nico Bota getrennt hat, versuchen die Verantwortlichen wieder Ruhe einkehren zulassen und auf Normalbetrieb umzuschalten, um sich auf die kommenden schweren Aufgaben konzentrieren zu können. Das ist auch gut so, da heute mit dem SKV Unterensingen ein sehr rasanter und hoch motivierter Gegner um 19.30 Uhr in der Bettwiesenhalle auf die Bad Saulgauer wartet.

 

Am vergangenen Dienstag hat der bisherige Co-Trainer Frederik Söder die Übungsleitung übernommen und trainiert die Mannschaft so lange, bis ein neuer Chefcoach gefunden ist. "Wenn alles klappt, kann der neue Trainer bereits nächste Woche vorgestellt werden", sagt der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand. Söder bleibt im Trainerteam, tritt dann aber wieder ins zweite Glied zurück.

Die ersten drei Trainingseinheiten mit der Mannschaft brachte Interimscoach Söder gut über die Runden. "Es war sehr intensiv, lief aber sehr gut. Der Betrieb geht jetzt weiter. Wir müssen arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten. Bislangziehen alle mit Vollgas mit", freut sich Söder. "Ich versuche, die Abwehr zu stabilisieren. Sie muss aggressiver, geschlossener und vor allem in der Mitte dichter werden, das ist der Schlüssel zum Erfolg", sagt Söder, der den Gegner per Video studiert hat. Er warnt vor der Aggressivität und ausgesprochenen Schnelligkeit sowie den Tempogegenstößendes SKVAuch der Spielmacher sei sehr souverän und setze seine Mitspieler gekonnt ins Szene. "Die erste Welle von Unterensingen ist extrem gefährlich. Wir müssen hoch konzentriert sein und möchten an die gute erste Halbzeit beim letzten Auswärtsspiel gegen Heiningen anknüpfen. Wenn die Mannschaft das abruft, was sie kann, bin ich vorsichtig optimistisch", sagt Söder, der sich zudem erfreut über die Hilfe zeigt, die er von zahlreichen Leuten erfährt.

Frederik Söder kann wohl beim Spiel gegen den Tabellensechsten auf eine fast vollbesetzte Bank verweisen. Nur Rechtsaußenspieler Sebastian Luib fällt aus beruflichen Gründen aus. Söder möchte den Spielern mehr Verantwortung übertragen. Neben den beiden Abwehrchefs Christian Zimmerer und Simon Kruse, die die Geschlossenheit in der Defensive organisieren sollen, sind auch die Mittespieler Istvan Gaspar und Cristian Aldica gemeint, die selbstbewusst Spielzüge ansagen und leiten sollen. Ein Ziel des Trainers ist es dabei, endlich wieder kompromisslos und schnell eine erste und zweite Welle zu spielen. Dies war in den vergangenen Heimspielen praktisch nicht zu sehen. 

Auch der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand hofft nach den Turbulenzen der letzten Wochen auf eine Leistungssteigerung. "Ich glaube daran, dass die Mannschaft einen Schritt nach vorne machen wird. Sie hat gut reagiert und trainiert. Ich habe den Eindruck, dass sie die Situation voll annimmt und ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Ab jetzt schauen wir nach vorne", sagt Hillenbrand. "Klar ist auch, dass mit einem Trainerwechsel nicht alles automatisch besser wird, Wir haben Probleme, versuchen diese aber jetzt Schritt für Schritt zu lösen", ergänzt der Sportchef. 

 

Der TSV setzt auf die Unterstützung seiner Fans und wiederum viele Fahrgemeinschaften. Unterensingen liegt bei Wendlingen, vier Kilometer nördlich von Nürtingen, die Bettwiesenhalle befindet sich in der Schulstraße 43. 

 

TSV: Bakos, F. Engler (beide im Tor), Matt, S. Kruse, M. Kruse, P. Engler, Osterc, Zimmerer, Kohler, Hillenbrand, Rosca, Reck, Gaspar, Aldica.

TSV trennt sich von Trainer Nico Bota

 

Bad Saulgau (tl) - Nach den schwachen Leistungen des Württembergliga-Aufsteigers TSV Bad Saulgau in den letzten Wochen zog die Vorstandschaft um ihren Vorsitzenden Matthias Knoll, den zweiten Vorsitzenden Alexander Osswald, den sportlichen Leiter Krischan Hillenbrand sowie Kassier Martin Fischer am Dienstagabend die Reißleine und trennten sich von Cheftrainer Razvan "Nico" Bota. Der heute 46jährige Rumäne wechselte im Jahre 2006 als Spieler von Möhringen zum damaligen Württembergligisten TSV Bad Saulgau, spielte wegen einer Erkrankung aber nur kurze Zeit beim TSV. Seit der Saison 2015/16 war Bota nun Chef-Coach beim TSV und führte die Mannschaft nach einigen vergeblichen Aufstiegsversuchen in den vorherigen Jahren souverän von der Landesliga in die Württembergliga. In der Württembergliga gab's bisher aber nur wenig Grund zum Jubeln. Bislang stehen drei Siege und sieben Niederlagen zu Buche. Auffallend war, dass die Mannschaft neben zwei besseren Spielen gegen Albstadt und zeitweise gegen Heiningen vor allem bei den letzten drei Heimspielniederlagengegen "machbare" Gegner ziemlich hilflos agierte. 

 

Die Vorstandschaft äußerte sich im Pressegespräch wie folgt:

 

Matthias Knoll: "Wir wollten mit unserer Entscheidung den Druck von Nico und der Mannschaft nehmen. Obwohl es inder letzten Saison unser Meistertrainer war, mussten wir leider diesen Schritt jetzt machen. Das Potenzial in der Mannschaft für einen Klassenerhalt müsste da sein, wir haben die gleiche Spielstärke wie letztes Jahr. Nico hat einen vorbildlichen Charakter und ist ein überaus liebeswerter Mensch, wir alle mögen ihn und möchten ihn auf jeden Fall im Verein für eine verantwortliche Aufgabe halten. Seine beiden Söhne spielenschließlich auch in der TSV-Jugend. Aber bei der ersten Mannschaft wurde der Druck nun für alle zu groß."

 

Krischan Hillenbrand: "Wir sind Nico sehr dankbar, dass wir unser Ziel, die Württembergliga, erreicht haben. Menschlich gibt es von unserer Seite her überhaupt keinen Vorwurf. Wir mussten diesen Weg gehen, da die Mannschaft ist stehen geblieben ist. Wir müssen eine positive Entwicklung einleiten, einen Schritt nach vorne machen. Unser Team konnte vor allem in Drucksituationen ihr Potenzial und die erforderliche Leistung nicht abrufen, es gibt keine Konstanz und herrscht totale Verunsicherung. Da müssen wir irgendwie rauskommen. Wir sind in der Württembergliga noch nicht angekommen. Es bestand Handlungsbedarf. 

Co-Trainer Frederik Söder wird zunächst interimsmäßig das Training leiten und auch später im Trainerteam bleiben. Wir hoffen, schon in der nächsten Woche in Sachen Trainer eine Lösung zu haben."

Der beste Spieler gestern, Christian Aldica ,in Aktion.

 

Die Fotos vom Spiel der Männer 1 sind online unter

www.schranz.de/bilder

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Vielen Dank an Stafan Schranz

Debakel für den TSV

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Langenau/Elchingen 27:38 (14:20)

 

Bad Saulgau (tl) - Das verstehe wer will! Nach einer furiosen ersten Halbzeit und dem Sieg gegen die stärker als Langenau eingeschätzten Heininger lieferte der TSV am vergangenen Samstagabend zu Hause gegen die HSG Langenau eine völlig indiskutable Leistung ab. Dabei hätten die Voraussetzungen kaum besser sein können: Eine fast voll besetzte Halle, prächtige Stimmung und ein vermeintlich "machbarer" Gegner, der in der Tabelle noch hinter dem TSV rangierte. Doch das nützte alles nichts. Nur elf Minuten zeigten die Bad Saulgauer Kampf- und Teamgeist, danach ging's steil bergab.

 

Der TSV begann konzentriert, erspielte sich sofort Feldvorteile und legte zwei Mal durch Kreisläufer Patrick Osterc zum 1:0 und 2:1 vor. Daniel Matt, wiederum Patrick Osterc, Fabian Hillenbrand und Nelu Rosca hielten auch in der elften Minute noch die Führung (7:6). Dann legte die Angriffsmaschine der Gäste einen Zahn zu und die Verunsicherung beim TSV wurde größer. Bis zur 17. Spielminute, als die Anzeigetafel 10:11 zeigte, konnte der TSV noch einigermaßen mithalten, doch dann häuften sich die individuellen Fehler, die Hausherren wurden langsamer, die Gäste variabler und deutlich schneller. Angetrieben durch ihren Ausnahmespieler Jan Schaden setzten sich die Gäste durch die starken Einzelspieler Daniel Ruoff und Felix Junginger Tor für Tor von den Platzherren ab. Die TSV-Abwehr konnte oft nur hinterher schauen und überließen den bedauernswerten Torhütern David Bakos und später Florian Engler ihrem Schicksal. Fast jeder Wurf der HSG saß und so stand es zur Pause bereits 20:14 für die Gäste.

Wer gedacht hatte, dass der TSV nun zur Aufholjagd bläst, sah sich getäuscht. Die Partie setzte sich so fort, wie die erste Halbzeit endete - überforderte Gastgeber, souveräne Gäste. Auch die Wurfquote des TSV war miserabel, viele klare Torchancen wurden vergeben oder durch den hervorragenden HSG-Schlussmann Markus Hinkelmann vereitelt. Cristian Aldica, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, versuchte nun, das Bad Saulgauer Spiel etwas zu beleben, was ihm auch zeitweise gelang, doch auch er konnte das Ruder nicht mehr herumreißen. So war am Ende die 27:38-Niederlage selbst in dieser Höhe verdient.

 

Ein fast ratloser TSV-Trainer Nico Bota zeigte sich im anschließenden Pressegespräch bitter enttäuscht. "Wir haben im Angriff nicht konsequent gespielt und zu schnell abgeschlossen. Der Gegner machte ein gutes Spiel, es hat alles gestimmt. Bei uns war es umgekehrt. Viele hundertprozentige Chancen wurden verworfen, 38 Gegentore sind viel zu viel", resümierte Bota.

HSG-Coach Hartwig Schenk war dagegen sehr zufrieden. "Wir waren zur Halbzeit sechs Tore weg, der TSV kam nie mehr ran und da war es für uns in der zweiten Halbzeit recht einfach, es gab keine Gegenwehr mehr. Wir hatten ein engeres Spiel erwartet, hatten sogar schon vor dem Spiel eine Krisensitzung, gaben zehn Prozent mehr als sonst und haben schnell gespielt, schnell Tore gemacht", sagte Schenk.

Diese nüchterne aber durchaus korrekte Analyse kam für den TSV einer Demütigung gleich und rief den sportlichen Leiter Krischan Hillenbrand mit überaus deutlichen Worten auf den Plan. "Ich gratuliere Langenau zu dieser Super-Leistung. Wenn der Trainer sagt, es war einfach, tut das sehr weh. So dürfen wir nicht auftreten. Man kann verlieren, aber nicht derart. Da war jetzt schon das dritte Heimspiel hintereinander, das wir derart verloren haben", sagte Hillenbrand. "Es gab viel zu viel technische Fehler, der Ball brauchte viel zu lange, bis er über die Mittellinie kam. Die erste und zweite Welle waren Totalausfälle. Nach zehn Minuten gab es einen kompletten Bruch. Wenn wir fünf bis sechs Tore im Rückstand sind, dann ist es für uns immer vorbei. Dann sind wir hilflos und schaffen es nicht, das Tempo mitzugehen", stellte Hillenbrand fest und ergänzte: "Das war heute ein Debakel. Wir können uns nur bei unserem Publikum für diese schwache Leistung entschuldigen, mehr ist dazu nicht zu sagen".

 

Ebenso zeigte sich TSV-Rückraumspieler Daniel Matt, der schon mal in Diensten von Langenau stand, geläutert. "Wir müssen uns alle an der eigenen Nase fassen. Wir haben alle sehr schlecht gespielt. Auch ich habe schlecht gespielt und viel verworfen", sagte Matt.

 

Auch die Zuschauer stellten sich nach dem Spiel viele Fragen. Woher kommen die extremen Leistungsschwankungen? Hat der TSV die Qualität nicht für die Württembergliga? Gibt's Trainingsrückstände? Ist es nur reine Kopfsache? Stimmt was mit der Mannschaft nicht? Platzt der Knoten noch? Mit diesen Fragen müssen sich die Verantwortlichen in den nächsten Wochen auseinandersetzen und versuchen, Antworten zu finden. Keine leichte Aufgabe!

 

Kleiner Trost für den TSV: Immer noch haben vier Mannschaften weniger Punkte auf dem Konto. Trotz dieser Niederlage steht Bad Saulgau also noch auf Tabellenplatz elf und nicht auf einem Abstiegsplatz. Zwei Mannschaften steigen ab, die drittletzte spielt in der Relegation. Es ist also noch nichts verloren. Am nächsten Samstag, den 19. November haben die Bad Saulgauer eine neue Chance und treten um 19.30 Uhr beim Tabellensechsten Unterensingen an. Vielleicht gelingt ja die nächste Auswärtsüberraschung.

 

TSV: Bakos, F. Engler (beide im Tor), Matt (5/davon 4 Siebenmeter), S. Kruse (1), P. Engler (2), Osterc (4), Zimmerer, Kohler (1), Hillenbrand (1), Rosca (5), Reck (1), Gaspar (1), Luib, Aldica (6).

 

Großes Heimspielwochenende der TSV-Mannschaften in der Kronriedhalle

 

Neben der "Ersten", die am Samstag, den 12. November, um 18 Uhr gegen die HSG Langenau/Elchingen antritt, freuen sich am Samstag und Sonntag, auch weitere TSV-Mannschaften auf Zuschauerunterstützung.

Am Samstag um 10 Uhr geht's los mit der gemischten D-Jugend, die ebenfalls gegen die HSG Langenau/Elchingen antritt. Die zweite Mannschaft der gemischten D-Jugend kämpft dann im Anschluss um 11.30 Uhr gegen die HSG Illertal, bevor um 13 Uhr die männliche B-Jugend wiederum die HSG Langenau/Elchingen empfängt. Die weibliche B-Jugend möchte um 14 Uhr gegen die TG Biberach punkten und zum Vorspiel der "Ersten" empfängt um 16 Uhr die zweite Herrenmannschaft die TG Biberach 2.

Am Sonntag richtet die gemischte E-Jugend ab 10.30 Uhr ihren Spieltag aus und empfängt die Teams aus Friedrichshafen/Fischbach, Vogt, Bad Waldsee, Isny und Ailingen. Den Abschluss des Heimspielwochenendes bildet die weibliche C-Jugend, die um 14.30 Uhr gegen die TG Biberach 2 spielt.

Kampfgeist und Teamgeist sind im Heimderby gegen Langenau gefragt

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Bad Saulgau - HSG Langenau/Elchingen (Samstag, 18 Uhr Kronriedhalle)

 

Bad Saulgau (tl) - Am vergangenen Dienstag wurde das Team des Trainergespanns Nico Bota / Frederik Söder von Bürgermeisterin Doris im Stadtforum im Rahmen der Sportlerehrungen für den Aufstieg von der Landesliga in die Württembergliga und für den Bezirkspokalsieg gehrt. Auch die "Zweite"  für sowie die männliche B-Jugen wurden für ihren Meistertitel in der Saison 2015/16 ausgezeichnet. Doch kurz danach begann für die Teams wieder das harte Trainingsgeschäft.

Nach der Leistungssteigerung beim Auswärtssieg am vergangenen Wochenende gegen Heiningen setzt Württembergligist TSV Bad Saulgau beim Heimderby gegen die HSG Langenau/Elchingen auf den zurückgekehrten Kampfgeist und eine volle Halle. Anspiel in der Kronriedhalle am heutigen Samstag ist um 18 Uhr.

Der ehemalige Oberligist HSG Langenau/Elchingen steht mit 5:11 Punkten auf Tabellenplatz elf, einen Platz hinter dem TSV (6:12) - bei einem Spiel weniger als die Bad Saulgauer. "Ein Sieg ist für die HSG nach der vierten Heimspielniederlage letzten Samstag eigentlich alternativlos, um nicht von einem der letzten vier Teams überholt zu werden und noch weiter in der Tabelle abzurutschen" steht auf der HSG-Website geschrieben. Ihre fünf Haben-Punkte holte die Spielgemeinschaft alle auswärts. Warnschuss genug für den TSV, aber kein Grund nervös zu werden. Das Training in dieser Woche war nach den Aussagen des Trainergespanns in Ordnung, der Kampf- und Teamgeist scheint wieder vorhanden zu sein. Verletzte Spieler hat Trainer Nico Bota nicht zu vermelden. Manuel Kruse fällt zwar aus persönlichen Gründen aus und auch hinter dem Einsatz von Rückraumspieler Nelu Rosca steht wegen einer Grippeerkrankung ein Fragezeichen. Doch der Rest des Stammteams scheint einsatzbereit. Trainer Bota weiß, dass die HSG über eine äußerst aggressive Abwehr verfügt, die sich am Samstag dem TSV-Angriff entgegenstellen wird. Beim letzten Spiel gegen Wolfschlugen gab's für das Team von HSG-Trainer Hartwig Schenk vier Disqualifikationen (jeweils 3 Zweiminuten-Zeitstrafen). "Ich hoffe, dass wir die aggressive Abwehr in den Griff bekommen. Wir müssen deshalb in der Offensive immer in Bewegung bleiben", ermahnt Nico Bota seine Mannschaft. Kreisläufer Jan Schaden sowie die Rückraumspieler Felix Junginger und Simon Schorn schätzt Bota als besonders gefährlich ein. Trainer Schenk kann zudem auf eine voll besetzte Bank verweisen.

TSV-Rückraumakteur Daniel Matt war eine zeitlang für die HSG im Einsatz und kennt die Mannschaft ganz gut. Auch ihm ist natürlich an einem Erfolg gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden gelegen.

Neben der Mannschaft fiebern auch die TSV-Verantwortlichen mit ihrem Team mit. Der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand ist gedanklich immer wieder beim spannenden und teilweise überzeugenden Match gegen Heiningen. "Die Mannschaft hat vor allem in der ersten Halbzeit gegen Heiningen gezeigt, was möglich ist, wenn sie mit der richtigen Einstellung in die Partie geht. Körpersprache und voller Einsatz im Angriff waren von Beginn an zu sehen. Wenn sie das wieder abrufen kann, dann ist es möglich, dem Favoriten Langenau einen Kampf auf Augenhöhe zu liefern - mit dem hoffentlich besseren Ende für uns", sagt Hillenbrand.

Im Vorspiel der "Ersten" erwartet die zweite Herrenmannschaft von Trainer Markus Weisser bereits um 16 Uhr die zweite Mannschaft der TG Biberach. Durch einen Sieg soll das Punktekonto positiv gestaltet werden.

 

TSV: Bakos, F. Engler (beide im Tor), Matt, S. Kruse, P. Engler, Osterc, Zimmerer, Kohler, Hillenbrand, Rosca, Reck, Gaspar, Luib, Aldica.

 

 

 

Eine starke erste Halbzeit und starke Einzelleistungen am Ende sichern den Sieg

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Heiningen – TSV Bad Saulgau 27:29 (10:16)

 

Heiningen / Bad Saulgau (tl) – Wie verwandelt trat der TSV Bad Saulgau am vergangenen Samstagabend in Heiningen an. Schon die Körpersprache bei der Mannschaftsvorstellung kurz vor Spielbeginn war eine ganz andere als zuletzt. Die Bad Saulgauer gewannen nach einem äußerst spannenden Match verdient mit 29:27 und holten damit ihre ersten Auswärtspunkte. 

 

Die knapp 30 im Fanbus mitgereisten Fans trauten in der ersten Halbzeit ihren Augen kaum, als der TSV in der Abwehr sehr kompakt und aggressiv agierte und bei den etwas verdutzten Gastgebern Fehler provozierte. Die folgenden Tempogegenstöße fanden dann meist ihr Ziel. Die Chancenverwertung war viel besser als bei den vergangenen beiden Heimspielen. Daniel Matt, Nelu Rosca, Patrick Osterc, Michael Reck und Simon Kruse trafen sicher und so stand es nach 16 Minuten bereits 9:4 für den TSV. Daniel Matt hatte weiterhin einen äußerst guten Lauf und auch Fabian Hillenbrand und Istvan Gaspar wurden immer stärker. Der TSV konnte sogar noch weiter vorlegen und führte, unterstützt durch einen gut parierenden David Bakos zur Pause verdient mit 16:10. Zum Leidwesen des Trainers verletzte sich Mittespieler Cristian Aldica sehr früh durch ein Foul seines Gegenspielers am Fuß so schwer, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. 

 

Dass der Spielfluss des TSV bei den normalerweise versierten Gastgebern so nicht weitergehen konnte, befürchtete in der Halbzeitpause so mancher TSV-Fan. Und so kam es, wie es kommen musste. Die Heininger wurden stärker, der TSV leichtsinniger. Die Bad Saulgauer verloren durch individuelle Fehler immer öfter das Leder und fingen sich schnelle Konter der Gastgeber ein. Tor für Tor holte Heiningen, angetrieben durch den elffachen Torschützen Julian De Boer, auf. De Boer konnte auch alle sechs Siebenmeter-Strafwürfe für seine Mannschaft verwandeln. Zwar konnten Patrick Osterc und Istvan Gaspar mit ihren Treffern nochmals einen Fünf-Tore-Abstand zum 20:15 herstellen, doch 15 Minuten vor dem Ende stand es plötzlich 21:21 und das Drama schien seinen Lauf zu nehmen. Zum Entsetzen der TSV-Fans geriet ihre Mannschaft dann sogar mit 21:22 und 23:24 in Rückstand. Doch anders als zuletzt gaben die Bad Saulgauer nie auf, kämpften um jeden Ball und hatten in Torhüter Florian Engler, der ab der 40. Minute für David Bakos kam, einen sicheren Rückhalt. Wiederum Daniel Matt, zwei Mal Fabian Hillenbrand und Nelu Rosca per Siebenmeter sicherten dann den verdienten 29:27-Sieg für den TSV.

Chefcoach Bota zeigte sich erleichtert. „Wir haben zwei wichtige Punkte gewonnen und haben eine besser Leistung gezeigt wie in den letzten Wochen. Ich bin zufrieden mit der Einstellung und dem Auftreten meines Teams. Die erste Halbzeit war sehr gut. Auch als es in der zweiten Halbzeit auf Grund unserer Fehler schlechter lief, haben wir nicht den Kopf hängen lassen, gekämpft und am Ende verdient gewonnen. Fabian Hillenbrand hat in Unterzahl wichtige Tore gemachtund Nelu Rosca den letzten Siebenmeter verwandelt. Die Leistungskurve ging nach oben, hoffentlich bleibt's dabei", sagte Bota. 

Dem sportlichen Leiter Krischan Hillenbrand fielen ganze Felsbrocken vom Herzen. „Ich bin fix und fertig. In der ersten Halbzeit haben wir alles abgerufen, waren aggressiv in der Abwehr und gut im Tempospiel nach vorne. Im zweiten Abschnitt machten wir viele technischen Fehler, warfen unvorbereitet und hätten dadurch fast alles verspielt. Durch starke Einzelaktionen von Fabian Hillenbrand und wichtige Paraden von Florian Engler konnte das Spiel dann doch gewonnen werden. Jetzt kommt es darauf an, konstanter zu spielen und am nächsten Samstag Langenau zu Hause einen Kampf zu bieten“, sagte Hillenbrand. 

Ebenso befand sich der zweite Vorsitzende der Handballabteilung Alexander Osswald unter den Fans. "UnserTSV hat in der ersten Halbzeit grandios, endlich mal mit Tempo gespielt mit wenigen technischen Fehlern und einer kompakten Abwehr. In der zweiten Hälfte war's dann umgekehrt, viele Fehler, große Verunsicherung. Am Ende entschieden die Partie aber das Kämpferherz und Fabian Hillenbrand sowie Torhüter Florian Engler" sagte Osswald.

 

Der TSV belegt nun mit 6:12 Punkten den zehnten Tabellenplatz. Nächster Gegner ist am kommenden Samstag um 18 Uhr in der Kronriedhalle die HSG Langenau/Elchingen.

 

TSV: Bakos, F. Engler (beide im Tor), Matt (8)S. Kruse (1)P. Engler, Osterc (5)Zimmerer, Kohler, Hillenbrand (4)Rosca(7/davon 1 Siebenmeter), Reck (2), Gaspar (2), Luib, Aldica.

 

Der TSV ist vorsichtig optimistisch

 

Handball-Württembergliga Süd: TSV Heiningen - TSV Bad Saulgau (Samstag, 20 Uhr, Voralbhalle)

 

Heiningen/Bad Saulgau (tl) - Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau muss am heutigen Samstag um 20 Uhr beim starken TSV Heiningen antreten.

Nach einer Auswärtsniederlage und zwei Heimniederlagen in Folge ist Bad Saulgau auf den drittletzten Tabellenplatz abgerutscht. Mit dieser Situation und mit dem Leistungsabfall vor allem in den letzten beiden Heimspielen gegen Wangen und Gerhausen konnten weder Mannschaft noch Vorstandschaft oder Fans zufrieden sein. Die Bad Saulgauer möchten weder ihre Nerven noch die Nerven der treuen Zuschauer weiter strapazieren und sich auf gar keinen Fall mehr kampflos geschlagen geben. Gegen Heiningen soll sich das Team nun auf die alten Tugenden besinnen und kämpfen von der ersten bis zur letzten Sekunde, so fordern es die Verantwortlichen. Diese Ansprüche hat die Mannschaft des Trainergespanns Nico Bota / Frederik Söder auch an sich selbst.

Nach Gesprächen und intensiven Trainingseinheiten in dieser Woche scheinen Kampfkraft und Siegeswille zurückgekehrt zu sein. "Ich bin vorsichtig optimistisch", sagt der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand. "Ein bitterer Oktober liegt hinter uns, schwere Wochen liegen vor uns. Wichtig wird sein, die Situation anzunehmen, die Dinge zu analysieren, zu lernen und es besser zu machen. Unser Ziel ist es, die nächsten Spiele so zu gestalten, dass der Kontakt zu unseren Konkurrenten um den Klassenerhalt punkttechnisch nicht abreißt", ergänzt Hillenbrand.

Gegner Heiningen ist vor allem zu Hause sehr stark und gab dort bislang nur einen Punkt ab. In die Saison ist das Team von Trainer Marcus Graf mit 4:0 und 6:2 Punkten überragend gestartet und hat bei einigen Auswärtsspielen in den letzten Wochen unglücklich Punkte verloren. Einen Leistungseinbruch - wohl auch verletzungsbedingt - gab's in der letzten Woche beim Auswärtsspiel gegen Wolfschlugen, als Heiningen nur 20 Minuten mithalten konnte und am Ende mit 17:26 den kürzeren zog. Doch diese Scharte möchten die Gastgeber zu Hause gegen Bad Saulgau auswetzen und wie gewohnt punkten.

"Heiningen besitzt eine sehr gute Abwehr, die kompakt und aggressiv agiert. Es ist ein erfahrenes Team. Mich beeindruckt vor allem Rechtsaußenspieler Jan Niklas Vogl, ein intelligenter und technisch versierter Akteur. Außerdem sind die beiden athletischen Kreisläufer Dennis Bräunle und Jens Gokeler sehr gefährlich und auch der rechte Rückraum ist mit Chris Zöller gut besetzt. Mannschaftlich ist der Gegner gut aufgestellt", warnt Chefcoach Nico Bota und versucht sein Team schon mal auf den starken Gegner einzustimmen.

"Die Mannschaft möchte was zeigen, das war in den letzten Wochen nicht ihr wahres Gesicht. Das Engagement im Training war okay. Wir möchten jetzt zusammen was erreichen. Hoffentlich geht's ab jetzt wieder aufwärts", sagt Bota.

Alle kranken und verletzten Spieler scheinen wieder einigermaßen fit zu sein. So kann Bota wenigstens auf eine volle Bank hoffen. Fehlen wird voraussichtlich nur Mittespieler und Kreisläufer Manuel Kruse. Gegner Heiningen hat dagegen nach eigener Auskunft noch einige Verletzte zu beklagen. Trotzdem fordert der Verein vor eigenem Publikum gegen Bad Saulgau nach den mäßigen Spielen der letzten Wochen die Wende.

Da die Bad Saulgau selbst die Wende einläuten möchten und deshalb Fanunterstützung brauchen, wird ein Fanbus eingesetzt. Abfahrt ist um 16.30 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle.

 

TSV: Bakos, F. Engler (beide im Tor), Matt, S. Kruse, P. Engler, Osterc, Zimmerer, Kohler, Hillenbrand, Rosca, Reck, Gaspar, Luib, Aldica.

 

 

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