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Bad Saulgau gewinnt das Vierpunktespiel in Esslingen

Handball Verbandsliga Staffel 3: Team Esslingen - TSV Bad Saulgau 30:34 (13:16)


Von Thomas Lehenherr

Esslingen/Bad Saulgau – Es war ein echtes Vierpunktespiel, ein Duell der Kellerkinder – und am Ende ein Abend, der dem TSV 1848 Bad Saulgau im Kampf um den Klassenerhalt neuen Mut einhaucht. Beim Tabellenletzten TEAM Esslingen setzte sich der Drittletzte TSV 1848 Bad Saulgau am Samstagabend mit 34:30 (16:13) durch und feierte damit den zweiten Sieg in Folge. Ein Erfolg, der nicht nur auf der Anzeigetafel, sondern auch emotional von großer Bedeutung war.

Von Beginn an war spürbar, dass es für beide Mannschaften um einiges ging. Bad Saulgau erwischte den besseren Start, agierte konzentriert, zweikampfstark und zeigte im Vergleich zu den Vorwochen nochmals eine deutliche Leistungssteigerung. Angeführt von einem treffsicheren Spielmacher Niklas Gönner, der mit acht Treffern – davon vier sicher verwandelte Siebenmeter – aufwartete, setzte der TSV früh Akzente. Auch Marco Weisser, der acht teilweise spektakuläre Feldtore erzielte, und Marc Kuttler übernahmen Verantwortung und hielten den Druck auf die Esslinger Defensive konstant hoch.

Besonders bemerkenswert: Die lautstarke Unterstützung der mit einem Fanbus angereisten TSV-Anhänger. Immer wieder trieben sie ihr Team nach vorne, stellten in der Sporthalle in Esslingen-Sulzgries Heimspielatmosphäre her und gaben der jungen Mannschaft spürbaren Rückhalt. „Diese Unterstützung hat uns enorm getragen“, war nach dem Spiel aus dem Lager des TSV zu hören.

Esslingen kämpfte sich zwar immer wieder heran, ließ sich vor allem durch ihren neunfachen Torschützen Alexander Braune nicht abschütteln, doch Bad Saulgau behielt die Nerven. Auch als der Vorsprung in der zweiten Halbzeit kurzzeitig schmolz, antworteten der TSV mit Disziplin und Cleverness. Kapitän Jonas Dück überzeugte nicht nur mit vier Toren, sondern auch mit unermüdlichem Einsatz in der Abwehr, während Kreisläufer Patrick Fritz wichtige Treffer in der Schlussphase beisteuerte. Zeitweise betrug der Vorsprung des TSV im zweiten Abschnitt bis zu sieben Treffer.

Am Ende stand ein verdienter 34:30-Erfolg. Zwei Siege in Serie – das gab es für den TSV lange nicht mehr. Entscheidend dabei: Die Mannschaft wirkt stabiler, geschlossener und selbstbewusster als noch vor wenigen Wochen.

Trainer Markus Weisser konnte mit dem Auftreten seines Teams zufrieden sein: „Die Abwehr war von Beginn an stabil, körperlich präsent und wir konnten deshalb einige einfache Tore durch Tempogegenstöße erzielen. Torhüter Laines Schmid zeigte zudem eine Prima-Leistung. Im Angriff sind wir gut in die Tiefe gegangen, waren eins gegen eins stärker als zuletzt und haben dann den Abschluss gesucht. Einsatz und Kampf haben gestimmt. Es gab schon auch Fehler, der Garant für den Sieg war unsere Defensive“, analysierte der Coach. „Etwas ärgerlich war, dass wir am Ende etwas leichtsinnig waren, wir hätten durchaus höher gewinnen können. Die Siege gegen die Mannschaften am Tabellenende dürfen allerdings nicht überbewertet werden, das waren eigentlich Pflichtsiege, wenn man in der Liga verbleiben will. Gegen Unterhausen nächste Woche müssen wir nochmals eine Schippe drauflegen“, warnt Weisser.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits im nächsten Spiel, am Samstag, 28. Februar, wartet auswärts mit Ober/Unterhausen ein sehr starker Gegner. Doch die Botschaft aus Esslingen ist klar: Mit einer weiteren Leistungssteigerung ist Bad Saulgau keineswegs chancenlos. Der Glaube ist zurück – auf dem Feld, auf der Bank und auf den Rängen. Doch der Abstand zum rettenden Ufer beträgt im Moment immer noch mindestens drei Punkte. Es muss also weiterhin Zählbares herausspringen.

 

TSV: Schmid, Rief (beide im Tor), Dück (4), Gönner (8/davon 4 Siebenmeter), Weisser (8), Kuttler (6), Lang (2), Boss, Beutter, Fritz (3), Fuchs (1), Strommer (2), Kirschner.

 
 
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