Jetzt geht’s gegen Schnaitheim
Von Thomas Lehenherr
Schnaitheim/Bad Saulgau. Nach zwei Heimsiegen in Folge steht für den TSV Bad Saulgau die nächste Herausforderung in der Landesliga an. Am Samstag, 24. Oktober, gastiert die Mannschaft bei der TSG Schnaitheim. Anpfiff in der Ballspielhalle ist um 19.30 Uhr. Die Gastgeber belegen mit 5:3 Punkten aktuell Rang vier, der TSV folgt mit 4:2 Zählern und einem Spiel weniger auf Platz fünf. Da bislang jedes Team der Landesliga mindestens eine Niederlage hinnehmen musste, ist das Rennen um die Spitzenplätze weiterhin völlig offen.
TSV-Trainer Levente Farkas nutzte die Trainingswoche, um mit seiner Mannschaft insbesondere an der Konstanz zu arbeiten. Dabei musste er allerdings improvisieren. Marc Kuttler, der zuletzt in starker Form aufspielte, verletzte sich im vergangenen Heimspiel schwer am Knie und wird voraussichtlich mehrere Monate ausfallen.
Der Ausfall wiegt schwer, zumal Kuttler beim jüngsten 35:29-Heimsieg gegen Lustenau entscheidend zum Sieg beitrug. Trotz des am Ende deutlichen Erfolgs offenbarte der TSV vor allem in der Anfangsphase sowohl im Angriff als auch in der Defensive Schwächen und geriet früh mit 2:7 und 3:9 ins Hintertreffen. Ein ähnlicher Fehlstart hatte sich bereits im ersten Saisonspiel ereignet, als die Bad Saulgauer schnell mit 1:7 zurücklagen und anschließend über die gesamte Partie einem Rückstand hinterherliefen. Hier gilt es, die richtigen Stellschrauben zu drehen und von Beginn an konzentrierter aufzutreten. Dass die Mannschaft durchaus zu überzeugen weiß, hat sie in den vergangenen beiden Begegnungen allerdings ebenfalls gezeigt. Über weite Strecken präsentierte der TSV schnellen, kombinationsstarken Handball und strahlte von allen Positionen Torgefahr aus. Das gelang, obwohl einige Leistungsträger verletzungs- oder krankheitsbedingt nur eingeschränkt oder überhaupt nicht zur Verfügung standen. Umso wichtiger wäre es, wenn Spielmacher Niklas Gönner, der gegen Lustenau grippebedingt passen musste, rechtzeitig wieder fit wird.
Mit der TSG Schnaitheim wartet nun ein Gegner, der vor allem offensiv gefährlich ist. Die Mannschaft um ihren herausragenden Spielmacher und Torschützenkönig Johannes Mühlberger holte zuletzt ein Unentschieden in Vöhringen und feierte zuvor einen überzeugenden 33:19-Heimsieg gegen die SG Kuchen/Gingen/Süßen, einen Tabellennachbarn des TSV. Den torgefährlichen Strippenzieher gilt es daher besonders im Blick zu behalten. Doch auch seine Mitspieler sind regelmäßig erfolgreich und machen die Schnaitheimer Offensive schwer ausrechenbar. TSV-Coach Levente Farkas weiß um die Stärken des Gegners und erwartet eine temporeiche Partie. „Die TSG stellt eine schnelle Mannschaft. Ich denke, dass es keine Abwehrschlacht geben wird und viele Tore fallen werden“, sagt Farkas. Der verletzungsbedingte Ausfall von Marc Kuttler stelle sein Team dabei vor eine besondere Herausforderung: „Der Ausfall von Marc wiegt natürlich schwer. Er wird uns vor allem in der Abwehr, aber auch im Angriff als Torschütze fehlen. Wir mussten umplanen und die Struktur innerhalb einer Woche ändern.“ Hoffnung macht dem Trainer die Rückkehr von Kapitän Marco Weisser, der nach einer langwierigen Fingerverletzung wieder einsatzbereit ist. „Wir hätten Marco gerne noch etwas geschont, aber jetzt muss er von Beginn an ran. Er ist ein sehr guter Käpt’n und peitscht sein Team nach vorne.“ Auch in der Defensive sind Anpassungen notwendig. „Wegen des Ausfalls von Marc mussten wir einen neuen Innenblock zusammenstellen und beide Kreisläufer in die Abwehr integrieren“, erklärt Farkas.Trotz der personellen Sorgen soll das eigene Tempospiel auch in Schnaitheim erneut zum entscheidenden Faktor werden. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Der TSV muss auch auswärts selbstbewusster auftreten. Wir möchten den ersten Auswärtssieg einfahren“, gibt Farkas die Richtung vor. Dabei kann die Mannschaft auch auf ihre Anhänger zählen. Die treuen TSV-Fans sind für das Team bekanntlich wie ein siebter Feldspieler. Spieler und Verantwortliche hoffen deshalb auf zahlreiche Unterstützer, die den Weg nach Schnaitheim auf sich nehmen und die Mannschaft lautstark anfeuern. Fahrgemeinschaften bieten sich an, um den TSV auch auswärts möglichst geschlossen den Rücken zu stärken.
TSV: Schmid, Müller (beide im Tor), Dück, Gönner, Luib, Beutter, Weisser, Widder, Strommer, Ruhl, Ballan, Reiser.


