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Totaleinbruch in der zweiten Halbzeit beschert deftige Niederlage

Das Spiel begann viel versprechend und endete in einem Fiasko. Der TSV Bad Saulgau verlor am vergangenen Samstag vor voll besetzter Kronriedhalle sein Heimspiel gegen den TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen mit 25:33 und gerät immer weiter in den Abstiegsstrudel.

40 Minuten lang waren die Hausherren die bessere Mannschaft, führten mit teilweise bis zu vier Treffern. Trotz fünf nicht verwandelter Siebenmeterstrafwürfen hatte der TSV den Gegner weitestgehend im Griff und legte unter dem tosenden Jubel der großen Fangemeinde immer wieder vor. Patrick Fritz und Alexander Kilian erzielten teilweise spektakuläre Treffer am Kreis und von Rechtsaußen. So stand es zum Pausenpfiff völlig verdient 14:12 für Bad Saulgau. Der TSV versäumte es jedoch, den Sack vorzeitig zuzumachen, zu viele klare Chancen wurden vergeben. Dies sollte sich am Ende rächen. Plötzlich ließ die Konzentration nach, die Rückraumwürfe wurden schwächer, der gegnerische Torhüter Antonio Glumac wurde regelrecht aufgebaut. Er parierte glänzend und verunsicherte somit die Hausherren noch mehr. Der gegnerische Trainer Pascal Diederich stellte zudem auf eine aggressivere 5:1-Abwehrvariante um, was dem TSV gar nicht schmeckte und einen Fehler nach dem anderen provozierte. Das was dem TSV vorher in Abwehr und Angriff gelang, gelang jetzt dem Gegner. Der gefürchtete pfeilschnelle Ausnahmespieler Niklas Burtsche lief zu Hochform auf, lief einen Konter nach dem anderen und traf fast nach Belieben. Weder Torhüter David Bakos noch Laines Schmid konnten die klug heraus gespielten Abschlüsse des Gegners parieren. In Minute 44 war es dann so weit, die Gäste gingen zum ersten Mal in Führung (19:20) und bauten diese kontinuierlich aus. Beim TSV häuften sich dann die individuellen Fehler. Trainer Thomas Potzinger wechselte kräftig durch, auch der ehemals Langzeitverletzte Daniel Balan durfte ran, warf zwei schöne Treffer, wurde dann aber wieder ausgewechselt. Am Ende fiel die Niederlage sicherlich ein paar Treffer zu hoch aus. Der TSV rutschte dadurch auf den drittletzten Tabellenplatz ab und muss in den verbleibenden vier Spielen unbedingt punkten, um sich die Chance auf den Klassenerhalt nicht zu verspielen.

TSV-Cheftrainer Thomas Potzinger war nach dem Match ziemlich "angefressen". "Zunächst vielen Dank an die Fans, es war wieder eine super Stimmung in der Halle. Gegen die großen Rückraumspieler taten wir uns schwer, hinzu kommt der gute Torhüter. Die fünf verworfenen Siebenmeter waren natürlich fatal. In der zweiten Halbzeit haben wir völlig den Faden verloren, wir gerieten schwer in Rückstand, der irgendwann nicht mehr aufzuholen war. Auch die Umstellungen unseres dünn besetzten Rückraums haben nichts gebracht" sagte Potzinger. "Das nächste Auswärtsspiel wird nicht leichter. Es nützt jetzt alles nichts, wir müssen konsequent weiter hart arbeiten, auch mit unseren jungen Spielern. Sie dürfen auch mal Fehler machen. An den Abschlüssen müssen wir feilen und das Tempospiel optimieren. Wir dürfen jetzt nicht groß in Panik verfallen", sagt der Chefcoach.

Sein Gegenüber, Trainer Pascal Diederich freute sich ob des klaren Sieges seiner Mannschaft. "Wir haben heute das Torhüterduell klar gewonnen. Das was Bad Saulgau in der ersten Hälfte gelungen ist, gelang uns in der zweiten. Die Umstellung auf die 5:1-Abwehr, unser Tempospiel und die gute Chancenverwertung gegen Ende haben letztendlich den Ausschlag geben. Wir wussten, dass es vor diesem fantastischen Publikum schwer wird, aber wir haben das gut hinbekommen", sagte Diederich.

Nächster Gegner des TSV ist am kommenden Samstag, 23. März die SG Hegensberg-Liebersbronn. Spielbeginn in der Sporthalle Römerstraße ist um 20 Uhr. Abfahrt des Fanbusses ist um 16:30 Uhr auf dem Festplatz.

 

TSV: Bakos, Schmid beide im Tor, Dück, Schäfer (1), Weisser (4), Kuttler (4), Fritz (3), Kilian (6), Martin, Kohler, Gönner (3 davon 1 Siebenmeter), Jung, Schnell (2), Balan (2).

 

Zweite verliert knapp gegen den Tabellenführer

Nach dem Spiel gegen ALLOWA trat die zweite Männermannschaft gegen Tabellenführer Vöhringen 2 an und lieferte dem Gegner ein packendes Duell. Wie die Erste erspielte sich auch die Zweite über weite Strecken leichte Feldvorteile, gab erst gegen Ende das Ruder etwas aus der Hand und verlor hauchdünn mit einem Treffer Differenz (25:26, Halbzeit 13:13). Mit dabei waren Marc Jung und Moritz Schnell, die bereits vorher bei der Ersten im Einsatz waren.

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