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TSV dreht auf und belohnt sich mit dem ersten Auswärtssieg

vor 12 Minuten
3 Min. Lesezeit

Von Thomas Lehenherr

Schnaitheim / Bad Saulgau – Der TSV Bad Saulgau hat seinen Lauf fortgesetzt: Mit einem hart erkämpften 34:31-Auswärtssieg (Halbzeit 17:19) bei der TSG Schnaitheim feierte der Handball-Landesligist am vergangenen Samstag den dritten Erfolg in Serie und zugleich den ersten Sieg in fremder Halle. Nach einer zwischenzeitlich schwierigen Partie zündete das Team von Cheftrainer Levente Farkas in der zweiten Halbzeit den Turbo. Angeführt von einem überragenden Torhüter Marius Müller, bewies der TSV Moral, drehte das Spiel mit einer beeindruckenden Leistungsexplosion und brachte den Vorsprung ins Ziel. Mit nunmehr 6:2 Punkten und den wenigsten Minuspunkten rangiert Bad Saulgau auf Tabellenplatz drei.


Hellwach startete der TSV in die Begegnung und vermied es zunächst, wie in manch anderen Spielen zuvor, früh einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Nach sechs Minuten verschaffte Aktivposten Niklas Gönner den Gästen eine erste kleine Führung (5:3). Doch die Hausherren stellten sich rasch auf die Bad Saulgauer Angreifer ein und drehten die Partie binnen weniger Minuten. Großen Anteil daran hatte der gefürchtete Ausnahmekönner Johannes Mühlberger. Der TSV hielt dagegen und ging dank der Treffer von Jonas Dück und Jannik Beutter gegen Ende der ersten Hälfte zwischenzeitlich wieder in Führung. Schnaitheim ließ sich jedoch nicht abschütteln, provozierte Fehler und erspielte sich innerhalb von gut zwei Minuten bis zur Pause einen Zwei-Tore-Vorsprung (19:17).

Auch nach dem Seitenwechsel lief zunächst wenig nach Plan. Schnell lag der TSV mit vier Toren zurück. Eine Auszeit von Trainer Farkas und die enge Deckung des TSG-Leistungsträgers Johannes Mühlberger verliehen dem Bad Saulgauer Spiel jedoch neue Dynamik. Darius Bota gab mit seinem Treffer den Startschuss zur Aufholjagd. In der 47. Minute war es schließlich so weit. Niklas Gönner, der ebenso wie Jannik Beutter in der zweiten Hälfte von der TSG eng bewacht wurde, erzielte den Ausgleich. Die anschließende Auszeit der Gastgeber verpuffte. Ein Ruck ging durch die Mannschaft, nicht zuletzt beflügelt von einem phänomenal parierenden Marius Müller. Plötzlich nutzte der TSV seine Chancen konsequent und legte mit einem 6:0-Lauf den Grundstein zur 25:23-Führung. Dank einer aggressiveren Abwehr und starker Torhüterleistungen gelangen Schnaitheim in 13 Minuten gerade einmal zwei Treffer. In der 54. Minute baute Bad Saulgau seinen Vorsprung, unter anderem durch den in der zweiten Hälfte stark aufspielenden Lian Ruhl, auf fünf Tore aus. Schnaitheims Lukas Früholz versuchte anschließend, mit schnellen Gegenstößen noch einmal heranzukommen. Bis auf zwei Treffer rückten die Gastgeber heran, doch der TSV behielt die Nerven, ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und machte mit dem 34:31 den Auswärtserfolg perfekt.


„Die Manndeckung von Johannes Mühlberger in der zweiten Hälfte und die extrem gute Leistung von unserem Keeper Marius Müller haben die Wende gebracht. Marius hat etwa 13 freie Würfe der Schnaitheimer pariert, ich habe so etwas eigentlich noch nie gesehen, das war schon überragend. David Bakos leistet beim Torwarttraining hervorragende Arbeit“, schwärmte Trainer Levente Farkas von seinem Schützling. Zugleich betonte er, dass auch Laines Schmid bis zu seiner leichten Verletzung bei einem Zusammenstoß mit dem Gegner und dem Torpfosten sehr gut gehalten habe. „Nach einer 20minütigen Verschnaufpause für Niklas Gönner ging dann vorne die Post ab. In der zweiten Halbzeit trugen auch Kapitän Marco Weisser und Jannik Beutter wesentlich zur Leistungssteigerung bei. Schnaitheim stellt eine sehr gute Landesliga-Mannschaft, nutzt Fehler aus, deswegen ist es am Ende nochmals etwas eng geworden, aber ich bin unheimlich froh, dass mein Team nun ständig dazulernt und auch Leistungsschwankungen so langsam zu meistern weiß. Abhaken, daraus lernen und weitermachen, nur so geht es“, sagte Farkas.



Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Bad Saulgauern nicht. Am kommenden Samstag um 18 Uhr empfängt der TSV in der Kronriedhalle im Derby den Nachbarn aus Biberach. Dort soll die Siegesserie weitergehen.

TSV: Schmid, Müller, Homolya (alle im Tor), Dück (3), Gönner (12/davon 2 Siebenmeter), Luib, Beutter (5), Weisser(6), Widder, Strommer (2), Ruhl (3), Balan (1), Bota (2), Reiser.


 
 
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