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Zum Rückrundenstart folgt ein herber Dämpfer

Handball Verbandsliga Staffel 3: TSV Bad Saulgau – TSV Denkendorf 25:33 (9:16)

Von Thomas Lehenherr

Bad Saulgau – Nach einem ordentlichen Vorrundenabschluss mit 3:1 Punkten keimte beim TSV Bad Saulgau die Hoffnung auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend. Doch zum Auftakt der Rückrunde folgte am Samstagabend in der gut gefüllten Kronriedhalle gegen den Tabellenfünften TSV Denkendorf rasch Ernüchterung. Vor erneut beeindruckender Zuschauerkulisse unterlagen die Hausherren am Ende verdient mit 25:33 (9:16).

Der TSV erwischte einen äußerst verhaltenen Start. Unsicherheit, fehlendes Tempo und eine Vielzahl an Leichtsinnsfehlern prägten das Spiel der Gastgeber in der Anfangsphase. Zwar agierten auch die Gäste nicht fehlerfrei, nutzten die Schwächen der Bad Saulgauer jedoch konsequent aus. Spielmacher Niklas Gönner und Rückraumspieler Jannik Beutter saßen zunächst über weite Strecken auf der Bank. Nach einem in allen Belangen enttäuschenden ersten Durchgang und einem Sieben-Tore-Rückstand zur Pause (9:16) änderte sich das Bild jedoch deutlich.

Mit der Einwechslung von Jannik Beutter kam neuer Schwung ins Spiel. Gemeinsam mit Marco Weisser brachte er deutlich mehr Spielwitz und Tempo in die Offensive. Der TSV zeigte plötzlich ein völlig anderes Gesicht, agierte aggressiver, mutiger und kämpfte sich Treffer um Treffer heran. Die Mannschaft spielte wie aus einem Guss, auch weil Denkendorfs Fokus zunehmend auf dem zehnfachen Torschützen Neil Jäger lag, der eng gedeckt wurde. In der 53. Minute traf Patrick Fritz tatsächlich zum viel umjubelten Anschlusstreffer (24:25) – das Spiel schien zu kippen.

Doch die Euphorie währte nur kurz. Anstatt den Druck weiter hochzuhalten, schlichen sich erneut technische Fehler ins Spiel der Gastgeber ein. Denkendorf nutzte diese Phase eiskalt und setzte mit einem 6:0-Lauf den entscheidenden Nackenschlag. Die Partie war damit entschieden.

Im anschließenden Pressegespräch äußerten sich Denkendorfs zehnfacher Torschütze Merlin Rapp sowie Bad Saulgaus bester Werfer Jannik Beutter (sechs Treffer). „Wir führten zur Halbzeit mit sieben Toren, das war natürlich super. Dann kam der TSV nochmals ran. Vielleicht haben wir ein, zwei, drei Tore zu hoch gewonnen, aber wir sind insgesamt verdient als Sieger herausgegangen. Es hat großen Spaß gemacht, vor mehr als 600 Leuten zu spielen“, sagte Rapp. Deutlich konsternierter zeigte sich Beutter: „Wir sind schwach reingekommen und haben viel zu viele technischen Fehler gemacht. Die Gäste haben verdient gewonnen. Trotzdem Riesen Dank an die Fans. Wir wissen selbst nicht, warum das so gelaufen ist, wir sind an unseren Fehlern gescheitert.“ Zugleich blickte der TSV-Rückraumspieler nach vorne: „Wir müssen konstanter spielen und die technischen Fehler über einen längeren Zeitraum abstellen, dürfen einfach nicht so extrem einbrechen.“

Durch die Niederlage bleibt der TSV Bad Saulgau auf dem drittletzten Tabellenplatz. Da jedoch auch die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf Punkte liegen ließen, bleibt der Vier-Punkte-Abstand zu einem Nichtabstiegsrang unverändert.

Am Samstag, 31. Januar, steht für den TSV die nächste Bewährungsprobe an. Auswärts in Reichenbach soll an die ordentliche Leistung vom Vorrundenabschluss angeknüpft werden, als man dem Turnverein einen Punkt abknöpfen konnte. Um diesmal erneut Zählbares mitzunehmen, wird Bad Saulgau allerdings noch eine Schippe drauflegen müssen. Spielbeginn in der Brühlhalle ist um 20 Uhr.

TSV Bad Saulgau: Schmid, Rief (beide im Tor), Dück (1), Gönner (1), Weisser (2), Kuttler (3), Luib, Lang (3), Fritz (2), Lehleiter (2), Schnell (1), Beutter (6), Fuchs (3), Strommer (1), Balan.

 
 
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